Nach ihrer ersten Weitwanderung auf dem South West Coast Path in Südengland ( nachzulesen in „Immer links vom Meer“ ) nimmt Doris Hollnbuchner die Leser:innen diesmal mit nach Schweden - der Kungsleden will erobert werden! Dafür hat die Autorin hat das Leben im Zelt und mit Campingkocher im Garten geübt - eine neue Challenge! Der Schreibstil: Gewohnt humorvoll und schonungslos ehrlich mit gekonnt eingebauten Cliffhangern fühlt man sich beim Lesen direkt in die schwedische Wildnis versetzt und bekommt einmal mehr Lust, selbst den Rucksack zu packen und los zu marschieren! Ganz auf Solopfaden ist die Autorin diesmal übrigens nicht unterwegs - auch eine Neuheit, mit der Doris selbst wohl am wenigstens gerechnet hat. Man fliegt durch die Kapitel, lacht und leidet und beneidet - volle Punktezahl ! Auch für das wieder so gelungene Cover!
Doris Hollnbuchner

Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Doris Hollnbuchner
Immer links vom Meer
Von Mücken, Moor und Moltebeeren
Neue Rezensionen zu Doris Hollnbuchner
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich vorher das Buch "Der Salzpfad" gelesen habe und restlos begeistert war. Deshalb wollte ich noch ein weiteres Buch über den South West Coast Path lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin hat sehr ehrlich, persönlich und authentisch über ihre Wanderung berichtet, die man nicht mit der geschilderten Wanderung des Salzpfades vergleichen kann, ich würde auch die Art von unterwegs sein von Doris Hollnbuchner wählen. Auf jeden Fall möchte ich auch mal auf diesem Wanderweg laufen, beide Bücher haben mich dazu inspiriert.
In „Immer links vom Meer“ nimmt uns Doris Hollnbuchner mit auf den South West Coast Path in England. Dabei handelt es sich um einen 1014 Kilometer langen Fernwanderweg, den sie in 54 Tagen beendet. Sie erzählt ehrlich von körperlichen Herausforderungen, überraschenden Begegnungen und den sinnbildlichen und wortwörtlichen Höhen und Tiefen ihrer mehrwöchigen Wanderung.
Doris nimmt uns mit – nicht nur zu den Postkartenmomenten mit weitem Meerblick, sondern auch zu den anstrengenden Etappen und unerwarteten Wendungen. Weil ich selbst überlege, den South West Coast Path in verkürzter Form zu gehen, habe ich vieles mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen.
Ich mochte ihre ehrliche, unaufgeregte Art zu erzählen. Schnell hatte ich das Gefühl, mit der Autorin unterwegs zu sein. Besonders das Ende ist mir im Gedächtnis geblieben: kein überhöhtes „Danach war alles anders“, sondern eine wohltuend realistische Einordnung, wie so eine Reise nachklingt. Und die Anekdote mit dem Campingbus? Einfach schön.
Ein paar kleine Kritikpunkte hatte ich dennoch: Manche Namen der Wegbegleiter:innen konnte ich mir schwer merken – wenn sie später wieder auftauchten, musste ich erst überlegen, wer das nochmal war. Und als Wander- und Reisebegeisterte hätte ich mir eine klarere Kapitelstruktur entlang der einzelnen Etappen gewünscht – das hätte die Orientierung erleichtert und es einfacher gemacht, bestimmte Abschnitte später noch einmal gezielt nachzulesen.
Alles in allem hat das meine Lesefreude aber nicht geschmälert – im Gegenteil: Es hat ein vorfreudiges Kribbeln in meinen Füßen ausgelöst.
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