Doris Knecht

 3.8 Sterne bei 170 Bewertungen
Autorin von Gruber geht, Besser und weiteren Büchern.
Doris Knecht

Lebenslauf von Doris Knecht

Doris Knecht ist 1966 in Rankweil, Vorarlberg, Österreich in der Nähe zu Schweiz und Liechtenstein geboren. Seit 1985 lebt sie in Wien, wo sich verschiedene Studienfächer begann, darunter Politikwissenschaften, Germanistik und Architektur. Nach verschiedenen Jobs, begann Sie 1989 ihre journalistische Karriere beim Wiener Stadtmagazin »Falter«. 1998 wechselte sie zum Nachrichtenmagazin »profil«. Nach zwei Jahren wechselte sie erneut beim Schweizer Tagesanzeiger, bei dem sie sechs Jahre lang eine wöchentliche Kolumne veröffentlichte. Die Kolumnen veröffentlicht sie gesammelt im Czernin-Verlag. Zusammen mit ihrem Lebenspartner, dem Musikredakteur Christian Schachinger, hat sie Zwillingstöchter, die 2002 zur Welt kamen. Knecht lebt mit ihrer Familie in Wien und im Waldviertel.

Neue Bücher

Geschichtgedichten: Aus dem Leben

Neu erschienen am 28.12.2018 als Hardcover bei Edition Ralf Fetzer.

weg

Erscheint am 12.03.2019 als Hardcover bei Rowohlt Berlin.

weg

Erscheint am 22.03.2019 als Hörbuch bei Jumbo.

Alle Bücher von Doris Knecht

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Gruber geht

Gruber geht

 (51)
Erschienen am 01.09.2012
Besser

Besser

 (45)
Erschienen am 01.08.2014
Wald

Wald

 (34)
Erschienen am 24.06.2016
Alles über Beziehungen

Alles über Beziehungen

 (19)
Erschienen am 24.07.2018
Hurra

Hurra

 (7)
Erschienen am 18.10.2004
So geht das!

So geht das!

 (5)
Erschienen am 05.10.2006
Man kriegt so viel zurück!

Man kriegt so viel zurück!

 (4)
Erschienen am 01.12.2012
Gut, ihr habt gewonnen

Gut, ihr habt gewonnen

 (4)
Erschienen am 24.09.2008

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Neue Rezensionen zu Doris Knecht

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Rezension zu "Alles über Beziehungen" von Doris Knecht

Viktor und die Frauen
NiamhOConnorvor einem Jahr

‚Reiche, weiße Menschen haben auch Probleme‘, so beginnt Doris Knechts Roman Alles über Beziehungen, und da ich weiß, wie die Autorin diese Erste-Welt-Probleme üblicherweise abhandelt,  zog ich das Buch trotz sommerlichem Cover letzte Woche aus meinem SUB, um mir im Vorweihnachtstrubel auf unterhaltsame Weise vor Augen führen zu lassen, was alles eigentlich gar nicht wichtig ist und wo es dann doch an die Substanz geht.

Viktor Kirchners gesamtes Leben war und ist von Frauen dominiert: zwei Schwestern, drei Lebensabschnittspartnerinnen und fünf Töchter. Dazu noch jede Menge Geliebte, aber die haben im ersten Teil des Buches mit der Überschrift Vorher nur die Rolle von Statistinnen und kommen folgerichtig nur als Anmerkungen in Klammern vor. Dann, in dem Moment, als Viktors Lebensgefährtin Magda eine Reiche-weiße-Leute-SMS bekommt, ändert sich das,  und Nachher ist scheinbar alles anders. 

Das erste Drittel des Buches könnte auch „Alles über Viktors Beziehungen“ heißen. Die diversen Begegnungen werden aus seinem Blickwinkel und vielleicht deswegen bemerkenswert unerotisch geschildert, und irgendwann dachte ich mir, schön langsam wird es aber langweilig, der Typ ist keine Romanfigur, sondern ein Cliché. Wirklich interessant und auch spannend wurde die Geschichte für mich erst, als sich die Erzählung der Sichtweise der Frauen in Viktors Leben zuwendet. Da geht es dann plötzlich nicht mehr um Sex, sondern tatsächlich um Beziehungen. Beziehungen in unterschiedlichsten Ausformungen, von im Alltag gelebt bis nur in der Phantasie vorhanden, präzise in wenigen Sätzen skizziert, sodass ich auf der letzten Seite – und nach der letzten Überraschung – das Gefühl hatte, jetzt wirklich alles über Beziehungen erfahren zu haben.

Meine Meinung: Eine einigermaßen realistische Geschichte mit Aktualitätsbezug in einer nicht ganz ohne Stereotype aber treffend portraitierten Upper Class-Welt. Kurzweilige Unterhaltung mit Tiefgang, ein Buch, das man einfach zur Entspannung lesen kann, weil es über weite Strecken nicht so unter die Haut geht wie die Vorgängerromane Besser und Wald. 

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Rezension zu "Alles über Beziehungen" von Doris Knecht

Kein Ratgeber, oder?
ulrikerabevor 2 Jahren

Alles über Beziehungen ist kein Beziehungsratgeber. Naja, oder vielleicht schon, ein Ratgeber, wie es nicht funktioniert, oder nicht gut, oder vielleicht nur für einen. Zwei Stühle sind auf dem Cover zu sehen, leer. Platz ist genug für zwei Personen in einer Beziehung, aber nicht unbedingt sitzt man dort gleichzeitig.
Viktor hat Probleme, reiche, weiße Menschen Probleme, First World Problems. Zu viele Zigaretten, zu wenig Bewegung, zu hoher Blutdruck, fünf Töchter, viel zu viele Frauen. Außer Magda, neben Magda. Und viel zu viele Jahre am Buckel. Bald fünfzig. Fünf. Zig. Alt, Viktor Kirchner, alt. Soweit, so lustig, wenn sich Magda über Viktors Bart ärgert, seinen Bauchansatz, seine nicht vorhandene Fitness, wenn der Alkoholerhebungsbogen der Gesundenuntersuchung moniert wird, die Bohémien Bourgeoisie seziert wird. Kennt man alles, ist so, liest grinsend weiter. Doch irgendwann ist Schluss mit lustig, das Betrogenwerden, das Verlassenwerden, das Übrigbleiben, kennt man alles, ist so. Wo er doch gar nichts dafür kann, sexsüchtig ist er, nein viel besser noch, hypersexuell. Alles Stoffwechsel. Gar nichts dafür kann er, Würstel, armes, armer Viktor.
Besser so, wenn manche Stühle frei bleiben, und das passende Stück Kuchen übrig.
PS: Die Arena ist immer noch im dritten, Viktor, Pech für Simmering. ;)

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Rezension zu "Wald" von Doris Knecht

Von 100 auf 0
Thea_Lehmannvor 2 Jahren

Mag sein, dass Doris Knecht nicht jedermanns Sache ist, aber ich finde sie unglaublich gut. Mir gefällt auch dieses Buch aus ihrer Feder. Sie schafft es, einen spannenden Roman zu schreiben, obwohl wir der Heldin Marian nur einen einzigen Tag zusehen und ihr ganzes vorheriges Leben aus der Rückschau erzählt wird. Normalerweise versuchen Autoren die Rückblende zu vermeiden, das reisst den Leser aus dem Geschehen, unterbricht den Erzählfluß. Dieses Buch besteht fast nur aus Rückblenden, vielleicht funktioniert es deshalb, jedenfalls habe ich mich keine Sekunde gelangweilt gefühlt. Doris Knecht erzählt die Geschichte einer jungen, erfolgreichen Modedesignerin, die viel investiert und alles verliert, zum Schluß mit einem riesigen Schuldenberg dasitzt und sich daraufhin völlig aus dem System ausklinkt. Sie hat kein Geld, keine Krankenversicherung, keine Freunde mehr, nur das alte, von ihrer Großtante geerbte Haus auf dem Land. Wir steigen ein in die Geschichte, als sie ihren ersten Winter gerade noch so überlebt hat und vor dem nächsten steht. Es hat sich einiges zum Besseren gewendet, sie hat Gemüse angebaut, sich für den Winter Vorräte eingelagert und sie hat Franz, der dafür sorgt, dass sie mit dem Allernötigsten versorgt wird. Vor diesem Hintergrund erfahren wir die Geschichte von Marians Niedergang und vor allem ihre Gedanken zu ihrem früheren Leben. Und sie seziert erbarmungslos und rechnet ab: mit sich selbst, ihren Männerbeziehungen, ihren Marotten, der Schicki-Micki Gesellschaft,  ihren früheren Freunden, den Konventionen. Zum Schluß bleibt übrig, was wirklich zählt im Leben: Überleben, zuverlässige Beziehungen, die Fähigkeit, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, das Leben meistern, wie es halt grad ist.
Die umgangssprachlichen Ausdrücke sind für Österreicher wahrscheinlich kein Problem, für mich als Deutsche schon manchmal. Das ist aber schon alles, an dem ich mäkeln kann. Ein tolles Buch,

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