Doris Knecht Besser

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Inhaltsangabe zu „Besser“ von Doris Knecht

Antonia Pollak hat ein Leben, von dem viele träumen - ihr Mann Adam trägt sie und die beiden Kinder auf Händen, man leistet sich, worauf man Lust hat, hat Freunde mit interessanten Jobs, alles läuft in festen Bahnen. Doch Toni Pollak hat auch ein paar Geheimnisse, von denen ihr Liebhaber noch das kleinste ist. Zu ihrer Mutter hat sie jeden Kontakt abgebrochen, und zu bestimmten anderen Leuten auch. Ein ziemlich perfektes Leben. Bis die Vergangenheit anklopft. Ein so schwarzes wie komisches Buch über die bröckelnde Fassade eines Upperclass-Lebens.

Ein sehr schönes Buch, was ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Sehr intelligenter lebendiger Schreibstil.

— Campe
Campe

Ohne Tabus. Ein kluges, ein ehrliches, ein echtes Buch. Für mich die Überraschung 2016!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

An diesem Buch scheiden sich definitiv die Geister!Gut geschrieben, aber mir hats trotzdem nicht gefallen, leider! Gruber geht ist "BESSER"!

— freakyricky
freakyricky

Klug, ehrlich, provokant, spannend - absolute Leseempfehlung!

— freiegedanken
freiegedanken

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  • Nicht perfekt, aber besser

    Besser
    Violet Baudelaire

    Violet Baudelaire

    07. June 2015 um 12:47

    Antonias Leben ist eigendlich perfekt. Sie hat einen liebenden Ehemann und zwei süße Kinder. Doch niemand kennt ihre Vergangenheit und ihre größte Angst ist, dass irgendwann alles ans Licht kommt.

    Doris Knecht führt einen durch das Leben einer vielschichtigen Person. Sie legt alles offen: Gefühle, Ängste und Erfolge. Ein extrem ehrliches und tiefgreifendes Buch.

  • Besser?

    Besser
    LeFabi

    LeFabi

    12. September 2014 um 10:59

    Kann es besser werden, wenn es nicht gut ist? Wohl eher nicht. Toni lebt in einer Welt, in die sie nicht gehört. Zwischen Teilzeitveganern und Gelegenheitsgutmenschen fristet sie ihr Dasein, ständig im Schatten ihrer drogen- und alkoholvernebelten Vergangenheit stehend. Eine nicht Angekommene, eigentlich. Doch ihre Reise geht nicht weiter, sie steht still im neuen Biedermeier, der neuen Mittelschicht. Mit diesen Mittelschichtmenschen, die sie eigentlich zum Kotzen findet, die ihr aber gleichzeitig Sicherheit geben. Für sich selbst und für ihre Kinder. Toni ist eine Betrügerin, selbst erklärte Antagonistin im Leben ihres Adams. Sie hat sich eingeschlichen, ihn geheiratet und damit betrogen, ist und bleibt eine Fremde in dieser Welt von modischen Affären und stetigem Kleinbürgertum. Knecht zeichnet uns eine Karikatur auf den allzu oft glorifizierten neuen Mittelstand. Fast fühlt man sich an die literarischen Expressionisten erinnert, die ebenso das Leiden am Leben thematisierten. Für mich ein Buch, für das man in der richtigen Stimmung sein muss. Es ist kein einfaches Werk, gerade für Nicht-Österreicher. Aber ist ein nachdenkliches – und dafür ist Literatur doch (unter anderem) da.   Ich empfehle es euch, auch wenn ich euch damit vermutlich zeitenweise traurig stimmen werde.

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  • Nicht schlecht - aber auch nicht gut!

    Besser
    freakyricky

    freakyricky

    27. August 2014 um 23:54

    Eines mal vorweg: Ich denke man muss echt aufgelegt sein für dieses Buch von Frau Knecht, auf alle Fälle auch für die Sprache. Für Deutsche ist es wahrscheinlich an manchen Stellen ein bisschen komisch zu lesen, der ein oder andere hat sicher das Gefühl das er hier kein richtiges Deutsch zu lesen bekommt. Dem ist auch sicher so, denn viele der Sätze sind nun mal wirklich richtig österreichisch. Was mich jetzt als Österreicherin natürlich nicht stört. ;-) Vielmehr hingegen stört mich die Hauptperson Antonia (um die es auch geht). Ich kann sogar behaupten, dass sie mir richtig auf die Nerven ging. WARUM? Weil sie ständig so unzufrieden ist und ganz vieles blöd findet und alle um sie herum schlecht sind, inklusive sie selbst natürlich. Außerdem hadert sie mit ihrer Vergangenheit, wobei der Leser aber nie genau erfährt was damals passiert ist, immer nur kurze Auszüge und Erinnerungen lassen eine schlechte Kindheit erdenken. Auch ihre Affäre mit der sie aus ihrem öden frustrierten Hausfrauen -Öko - Snobleben flüchtet bleibt weitgehend geheimnisvoll. Natürlich ist das das Buchkonzept, aber mich persönlich hat das nicht angesprochen und echt genervt UND das tut mir wirklich leid, weil ich Doris Knecht sehr schätze als Autorin! "Besser" ist gut geschrieben, obwohls mir persönlich nicht gefallen hat. In diesem Sinne würde ich "Gruber geht" empfehlen - war und ist für mich BESSER und das stärkere Buch!

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  • eBook Kommentar zu Besser von Doris Knecht

    Besser
    Hannes Sorz

    Hannes Sorz

    27. February 2014 um 13:21 via eBook 'Besser'

    sehr gutes buch

  • Die "Besseren" sind nicht wirklich besser

    Besser
    Gruenente

    Gruenente

    18. August 2013 um 10:12

    Toni ist eigentlich glücklich, sie hat einen lieben Mann, zwei gesunde Kinder, Geld, kann Kunst machen, hat Freunde. Und dann ist dann noch ihre böse Vergangenheit. Ein Mann, der sie jetzt bedrängt, dem sie es aber schafft auszuweichen. Ihre Drogenvergangenheit ist ihrer Familie nicht bekannt. Ihr jetziges, besseres Leben, soll durch das alte nicht gestört werden. Doch sie hat oft das Gefühl allen nur Theater vorzuspielen. Nach einem Totschlag in ihrer Bekanntschaft versucht sie noch besser zu werden und beendet das Verhältnis. Erst nach und nach geht ihr auf, dass auch die Menschen in der besseren Gesellschaft alle nur Menschen sind, zum Teil eine schlechte Kindheit hatten, auch jetzt Fehler begehen. Zum Teil leicht verwirrend, das und auch die pessimistische Grundhaltung (ich bringe allen Unglück…)wird aber durch den immer im Hintergrund lauernden Witz aufgehoben. Das Buch hat vor allem auch Stärken, wenn Alltagsdinge ironisch dargestellt werden. Der Sex, den sie nutzt um eine ToDo-Liste zu erstellen, die psychologischen Kniffe die sie nutzt um ihrem Mann das Binden von Fleisch abzunehmen, ihr trotziger Sohn, die diebische Freude daran unbeliebten Bekannten durch Manipulation eins auszuwischen, de Shopping-Lust im Internet… Für mich gut geschrieben und sehr vielschichtig. Gruber kommt auch auf einen Kaffee vorbei!

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  • Soviel Zynismus ist selten - aber einfach nur gut

    Besser
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2013 um 14:16

    Die meiste Zeit aber ist die Ich-Erzählerin allein mit sich und ihren Gedanken und ihrer endlosen Leere. Dann verfolgen sie die Gespenster der Vergangenheit, die Drogen, die alkoholsüchtige Mutter und ihre große Schwester, die sie in ihren schlimmen Zeiten im Stich ließ. An guten Tagen hingegen geht sie voll und ganz auf in ihrer Affaire, die sie emotional am Leben erhält. Bei "ihm" fühlt sie sich lebendig und fragt sich oft, was sie eigentlich da macht, in ihrem falschen, sicheren Leben. Denn eines steht fest: sie hat die Familienidylle gewählt, um sich zu retten, um ein normales Leben zu führen. Nur weiß Adam davon nichts. Er kennt ihre Vergangenheit nicht, nicht ihre Seelenqual, nicht ihre Angst. Er hat sie gerettet, unwissentlich und Antonia fühlt sich, als hätte sie ihn genau damit betrogen. Was dieses Buch so besonders macht ist nicht vorrangig diese Geschichte einer verzweifelten Frau, die eigentlich glücklich sein müßte. Sondern ihr bissiger Blick auf ihre neue Welt, in die sie so gar nicht hinein zu gehören scheint. Diese Künstler, Adligen, Möchtegern-Political-Corrects, die Vegetarier und Weltverbesserer. Sie alle nehmen sich so wichtig, haben mit ihrem Snobismus die Weißheit mit Löffeln gefressen und bleiben doch meist an der Oberfläche.  Nur an einer Stelle blinkt auch bei all diesen Klischees Verletzlichkeit auf. Als diese Bekannten wieder einmal beieinander sitzen und das Gespräch auf ihre Herkunft kommt. Jeder hat sein Päckchen mit sich herum zu tragen, einige reden kaum noch mit den Eltern, jeder hat seine schlechten Erfahrungen in der Kindheit gemacht. Außer Adam, als Einziger glücklich groß geworden, steht wie ein Fels in der Brandung und ist deshalb dann doch genau der Richtige für Antonia und ihre Gespenster. Das Ende ist versöhnlich. Es gibt Anlass zur Hoffnung, dass unsere Heldin ihren Frieden schließen kann, mit sich, ihrer Familie und ihrer Vergangenheit. Ein sehr lesenswerter Frauenroman.

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