Doris Kuegler

 4.1 Sterne bei 20 Bewertungen

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Doris KueglerDschungeljahre
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Dschungeljahre
Dschungeljahre
 (20)
Erschienen am 07.02.2011
Doris KueglerBevor der Dschungel singen lernte
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Bevor der Dschungel singen lernte
Bevor der Dschungel singen lernte
 (0)
Erschienen am 26.10.2015

Neue Rezensionen zu Doris Kuegler

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Tasmetus avatar

Rezension zu "Dschungeljahre" von Doris Kuegler

Bereichernd, aber leider ohne jedes Verantwortungsgefühl
Tasmetuvor einem Jahr

Zuerst das Äußere: Das Buch hat ein wunderschönes Cover- welches allerdings sehr offensichtlich keinen Einheimischen der Fayu, nicht einmal einen aus den Papua-Ländern zeigt (diese haben krauses Haar, oft Knochen in der Haut und haben v.a. keine Tattoos), sondern nach meiner Recherche einen Mann aus einem Stamm in Malaysia. So etwas finde ich sehr enttäuschend. Ich finde das Cover zum Anschmachten schön, aber das hier soll ein Sachbuch sein, welches von einem real existierenden Volk erzählt - da sollte der Verlag vielleicht nicht einfach auf Getty Images "Einheimischer" eingeben und das hübscheste Bild nehmen, was sie finden. Das geht gar nicht.
Ansonsten fand ich es spannend, noch ein wenig mehr über die Fayu und ihre Kultur zu lernen, diesmal v.a. aus der Perspektive von Doris Kügler, der Mutter vom Dschungelkind Sabine Kügler. Deren Buch sollte man übrigens vor "Dschungeljahre" lesen, sonst versteht man viele Anspielungen nicht.Ich finde die Fayu sind ein sehr besonderes Volk und ich hätte mir gerne noch mehr Beschreibungen aus dem Alltag gewünscht oder von so kleinen Riten wie dem, dass sie sich vorsichtig in alle Finger beißen, wenn sie sich gern haben. "Aus erster Hand" zu erfahren, wie es war, dort Kinder großzuziehen, einen Alltag zu meistern, Freundschaften zu schließen, etc, war definitiv eine Bereicherung.
Leider muss ich sagen, dass mich die Missionierungsarbeit gestört hat. Sie rechtfertigt es im Buch zwar immer und immer wieder, aber genau das war es, was mich wütend gemacht hat. Ich glaube, dass die Küglers noch eine der besten Missionare waren, die einer Kultur passieren konnten, weil sie niemandem etwas aufgezwungen haben, aber trotzdem stört es mich. Eine Mission hat immer den Hintergedanken, dass du besser bist als die anderen - in diesem Fall, weil du an "den einen richtigen Gott" glaubst. Zwar sehen die Küglers die Einheimischen als ihre Ebenbürtigen und respektieren sie, aber gleichzeitig spricht Doris Kügler auch oft davon, dass diese armen Leute ja gar nichts hatten und dass sie ihnen endlich tolle Waren (zB Kleidung, Macheten, etc) gebracht haben, usw. Und natürlich nicht zuletzt auch den christlichen Glauben und damit den Frieden zwischen den Völkern hergestellt haben. Alles sehr ehrenwert, aber ich mochte diesen komplett unreflektierten Ton nicht. Sie sagt, sie haben die Kultur der Fayu nicht verändert. Dem kann ich einfach nicht zustimmen. Sie haben massiv in diese Gesellschaft eingegriffen und sie so umgeformt, wie sie als westliche Christen es für richtig erachten. Es mag vielleicht ohne Zwang geschehen sein, aber Doris Kügler scheint sich dieser Macht, die sie hatten, und der aktiven Veränderung, die sie bewirkt haben, überhaupt nicht bewusst zu sein und das hat mich gestört. Zumal sie sich trotzdem damit rühmen, den Krieg dieser Völker nur durch die Weitergabe der Liebe Gottes beendet zu haben. "Wir haben eine Kultur nicht verändert" und "Wir haben ihnen den Frieden gebracht" sind 2 Aussagen, die zumindest nach meinem Verständnis nicht zusammenpassen.Es ist ein schwieriges Thema, denn natürlich war es für diese aussterbende Kultur gut, Frieden mit den anderen Stämmen zu schließen, ein kleines Maß an medizinischer Versorgung zu bekommen und Decken für kalte Nächte zu kriegen. Aber ich bleibe kritisch, wenn es darum geht, dass all dies "im Namen Gottes" passiert ist, fast der ganze Stamm nun stark am christlichen Glauben hängt, die westliche Lebensweise durchgehend als die bessere angesehen & beschrieben wurde und dass die Küglers offenbar kein bisschen reflektieren, wie maßgeblich sie diese Kultur verändert haben. Es geht nicht darum, ob zum besseren oder zum schlechteren. Es geht um das Bewusstsein, dass die Küglers die Verantwortung dafür tragen, die gesamte Denk- und Lebensweise dieser Menschen aktiv beeinflusst zu haben.
Noch dazu die ständige Formulierung "wie in der Steinzeit" - nein, diese Leute sind kein Fenster in die Vergangenheit. Sie sind unsere Gegenwart. Es gibt keine universale, evolutionäre Entwicklung bei der alle eines Tages auch von alleine so geworden wären wie wir westlichen Gesellschaften. Diese Menschen leben genauso in der Gegenwart wie wir. Sie sind nicht "zurück geblieben" oder "noch nicht so weit" - sie sind lediglich anders. Und uns vollkommen ebenbürtig.Die westliche Zivilisation denkt immer, sie habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und lebt den einzigen erstrebenswerten und best möglichen Lebensstandard. Aber das ist pure Arroganz. Ein Volk, das noch harmonisch mit der Natur lebt, ist genauso modern wie wir, denn sie leben heute, im Hier und Jetzt. Solche Formulierungen sind also eine Anmaßung.
Zuletzt muss ich noch sagen, dass mich der Schreibstil ein wenig gestört hat. Sie springt andauernd in den Zeiten ohne dass dies markiert wäre oder erwähnt würde, was mich mitunter etwas verwirrt hat. Man stolperte beim Lesen häufig durch die Erzählung. Oft fehlte der größere Zusammenhang oder einfach ein flüssiger, angenehmer Übergang.
Trotz meiner Kritik an Verlag & Autorin, war es jedoch ein spannendes Buch, das mich wieder einmal bereichert hat und meinen Horizont ein wenig erweitern konnte. Wer das Dschungelkind mochte und sich nicht an den von mir genannten Punkten stört, wird seine Freude mit dem Buch haben. Auch ich hatte Spaß, noch einmal mit dem Küglers im Dschungel zu leben und diesmal die Perspektive einer Erwachsenen zu lesen. Dennoch kann ich nicht schweigen, wenn es um meine Kritik geht.

Kommentare: 1
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Arwen10s avatar

Rezension zu "Dschungeljahre" von Doris Kuegler

Beeindruckend !
Arwen10vor 5 Jahren

Vor einiger Zeit war das Buch "Dschungelkind" von Sabine Kuegler auf den Bestsellerlisten. Hier nun das Buch ihrer Mutter, die das Dschungelleben aus ihrer Sicht berichtet. Dazu gibt es noch einen kleinen Einblick in die Kindheit der Autorin, so dass man die Person Doris Kuegler besser versteht und auch ihre Motivation in die Mission zu gehen. Und das ausgerechnet bei einem gerade entdeckten Stamm mitten im Dschungel, der kannibalistische Wurzeln hat.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr interessant über das Leben im Dschungel zu lesen. Dazu muss ich sagen, dass ich die Bücher von Sabine Kuegler nicht kenne und daher keinen Vergleich habe. Die Autorin und ihr Mann haben sich zuerst darum bemüht, die Sprache der Menschen dort zu verstehen und die Missionsarbeit bestand weniger darin die Bibel und den Glauben zu lehren, sondern den Menschen dort erstmal neue Perspektiven für ihr Leben zu bieten. Angefangen bei der Hygiene, der Kleidung und der grundlegenden medizinischen Versorgung bis hin zum Ablegen der Blutrache.

Zuvor wurden die Menschen dort nicht besonders alt. Vor allem, weil dauernd jemand den Tod eines anderen Familienmitgliedes gerächt hat. Auch die Kindersterblichkeit war sehr hoch, da nicht bekannt war, dass Kinder genug zu Essen brauchen, damit sie überleben.  Dies sind nur zwei Punkte, die das Ehepaar Kuegler in Angriff genommen hat. Alleine durch ihr Beispiel zu leben, haben sich die Menschen dort einiges abgeschaut. Wie groß der Gegensatz zu unserem Leben in Europa ist, wurde der Autorin auch klar, als sie nach 30 Jahren wieder nach Deutschland gezogen ist.

Fazit: Eine sehr informative Biographie, die einen sehr guten Einblick in die Missionsarbeit gibt.


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Michelangelos avatar

Rezension zu "Dschungeljahre" von Doris Kuegler

Dschungeljahre
Michelangelovor 5 Jahren

Frau Kuegler  wanderte im Jahr 1978 mit der gesamten Familie nach West-Papua aus. Ihre Aufgabe war es, dort bei und mit  den Fayu zu leben, ihre Sprache und Gewohnheiten zu erforschen und ihnen den christlichen Glauben näherzubringen.

Das Buch beginnt mit der Kindheit und der Berufsausbildung der Autorin, die sehr ausführlich beschrieben werden.
Dann folgt ein abrupter Sprung in den Dschungel nach West-Papua zu den Fayu.
Frau Kuegler beschreibt das tägliche Leben und die Probleme, die dort vorherrschten.
Man bekommt recht gut vermittelt wie die Menschen dort lebten, wie sie miteinander umgingen, was sie zu Beginn alles nicht kannten und wie schnell sie sich an die einfachen Gegenstände, die das tägliche Leben etwas erleichtern gewöhnt haben und danach verlangten.
Die Härte des Alltags durch das Klima, die stetige Unruhe, die Angst
und das Improvisieren  war nur durch den starken Glauben an Gott zu meistern.

Im Mittelteil befinden sich einige Seiten mit Farbbildern, die einen kleinen Eindruck vom Leben und den Leuten dort vermitteln.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen.

Die Beschreibungen des Alltags und der Umstände sind zwar gut geschrieben und können gut nachvollzogen werden, mir fehlte aber ein wenig die zeitliche Orientierung im Buch, die nur am Anfang und am Schluß da war…dazwischen lagen fast 30 Jahre, in denen doch nicht alles immer gleich verlaufen sein kann.....oder doch? 

Auch drängt sich am Schluß des Buches die Frage auf, was aus  dem Rest der Familie, abgesehen von Tochter Sabine  geworden ist.

Vor einigen Jahren habe ich die beiden Bücher von Sabine Kügler gelesen, die mich fasziniert haben. So war es für mich ein Muss auch dieses Buch zu lesen. Ich wollte das Leben im Dschungel von West-Papua noch aus der Sicht eines Erwachsenen kennenlernen, der nicht so unbeschwert und angstfrei wie ein Kind an die Dinge herangeht. Dieses zu vermitteln ist der Autorin gut gelungen.

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar


Dschungeljahre von Doris Kuegler




Zum Inhalt:


Im Jahr 1978 brechen Doris und Klaus Kuegler mit ihren drei Kindern auf, um bei dem neu entdeckten Stamm der Fayu in West-Papua zu leben. Sie wollen die noch unerforschte Sprache studieren und den Stammesmitgliedern von dem Gott erzählen, der alle Menschen liebt.

Eindrücklich beschreibt Doris Kuegler, was eine Mutter empfindet, die ihre Kinder inmitten eines ehemals kannibalischen Volksstammes im Dschungel großzieht. Und was es bedeutet, unter Steinzeit-Bedingungen zu leben. Fesselnd schildert sie auch, wie es den Kueglers gelang, den kriegerischen Fayu Begriffe wie Vergebung, Gnade und Liebe zu vermitteln.

Als Mutter von Sabine Kuegler, die mit ihrer Biografie "Dschungelkind" einen Weltbestseller schrieb, gewährt Doris Kuegler einen ungeschminkten Einblick in die Dschungeljahre der Familie. Und erzählt so manche Begebenheit, die von ihrer Tochter unerwähnt blieb. Ein beeindruckender Bericht über ein Leben zwischen den Kulturen.

"Eigentlich hatte ich nicht vor, ein Buch zu schreiben. Aber als meine Tochter Sabine im Jahr 2005 ihre Kindheitserlebnisse bei den Fayu in West-Papua in dem Buch 'Dschungelkind' aufschrieb und damit einen Bestseller landete, bekamen Sabine und auch ihr Verlag häufig Anfragen von Lesern, die wissen wollten: 'Wie war das denn alles für die Mutter? Wie ist es, mit drei kleinen Kindern zu einem völlig unerforschten Stamm in den Dschungel zu ziehen, dessen Angehörige noch unter Steinzeitbedingungen leben und angeblich sogar Kannibalen sind?' Irgendwann entschloss ich mich, diese Fragen zu beantworten."


Zur Leseprobe :

http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=816585


Infos zur Autorin:



Doris Kuegler

ging nach einer Krankenpflege- und Bibelschulausbildung mit ihrem Mann Klaus-Peter und der ältesten Tochter Judith zunächst nach Nepal, wo sie als Sprachforscher und Missionare tätig waren. Dort wurden Sabine und Christian geboren. 1980 wanderte die Familie nach West-Papua aus und lebte dort bis 2003 beim Stamm der Fayu.



Voraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde, das Posten der Leseeindrücke in den einzelnen Abschnitten und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension sind Autorin und Verlag sehr dankbar ! Ein großes Dankeschön an den Verlag Gerth Medien für die Unterstützung der Leserunde !

Hinweis: Dies ist eine christliche Leserunde

Ich lese das Buch selbst und brauche daher 2 interessierte Mitleser, die Interesse haben, sich darüber auszutauschen, auch wenn ich aus zeitlichen Gründen hier nicht so posten kann.




Bitte bewerbt euch bis zum 26.09.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 27.09. im Laufe des Tages.






Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
Ich habe keine Ahnung ob ich als die Autorin des Buches einen Beitrag schreiben darf.Ich tue es mal, aansonsten muss Lovelybook es wieder löschen .Viele warden sich sicher fragen, wenn man nach 35 Jahrenzurück in die Zivilisation kommt, wie das so ist. Da gibt es eine leichte Antwort: es ist scheußlich, beängstigend, verwirrend und das nennt man einen Reverse -Kulturschock. Von einem Kulturschock habe ich nichts bemerkt, als wir bei den Fayu an kamen. Es war alles spannend, manches ungewohnt und manches ekelkig. Ich habe dann immer nur gesagt: jedem das Seine. Ein weiser Missionaraus England hae einmal zu mir gesagt: Kulturschock ist was im Kopf abgeht. Mach nicht den Fehler im Dschungel alles zu vergleichen mit dem perfekten Deutschland". Er hatte Recht. Doch der Reverse Kulturschock ist eine Sache die sich in den Emotionen absielen. Leider kam noch hinzu, dass mein ach so geduldiger, sanfter Ehemann in Deutschland eine jüngere Frau fand, die wohl besser zu ihm paste. Dann hörte ich wochenlang nichts von eine meiner Töchter die wieder zurück nach Papua ging und in meinen Träumen hatte eine Python-Schlange sie erwischt. Da war meine Hausärztin davon überzeugt ich solle für 4 Wochen auf die Psychiatrie. Das hat mir vielleicht gut getan. Die Stadt gab mir eine Betreuerin zurSeite, die mich wieder mit der deutschen Kultur vertraut gemacht hat. Jetzt überquere ich wieder eine Strasse ohne Stress, selbst wenn ich ein Auto von oben oder unten sehe komme 200 m entfernt von mir. Ich weiß wieder ob ein Deutscher boshaft ist oder nur unwissend. Es ist super dass man seine Kleidung nicht ausschütteln muss um zu sehen ob ein Scorpion drin ist. Man kann völlig entspannt des Nachts ins Badezimmer gehen, weil da sich keine Schlange um ein Rohr gewickelt hat. Ich brauch auch keened Maus mehr z schießen mit Pfeil und Bogen. Wie Ihr seht, Deutschland ist wunder bar ohne Reverse Kulturschock. Heimweh werde ich wohl immer haben. Denn jetzt geht seine neue Frau mit an die Orte wo ich früher gearbeitet habe. Ich hatte ein wunderschönes Leben gehabt trotz Schwierigkeiten und Nöten. Ich würde Alles genau so machen. Außer eines, ich würde länger drüber nachen denken: To feed him to the crocodiles. ( und das ist nur mein Humor)
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