Doris Lessing

 3.8 Sterne bei 610 Bewertungen
Autorin von Das fünfte Kind, Das goldene Notizbuch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Doris Lessing

Doris Lessing, geboren am 22. Oktober 1919 als Doris May Taylor im Iran, ist eine britische Schriftstellerin und seit 2007 Nobellpreisträgerin für Literatur. Aufgewachsen ist sie seit 1925 im heutigen Simbabwe und lebte dort mit ihrer Familie, ihre Mutter war Krankenschwester und ihr Vater britischer KolonialOffizier, auf dem Land. Leider warf ihr Landleben keine Gewinne ab, weshalb sie dieses Leben aufgeben mussten. Von 1939 bis 943 war sie verheiratet und bekam zwei Kinder. 1945 bis 1949 war sie erneut verheiratet, diesmal mit dem deutschen Emigranten Gottfried Lessing, dem sie ihren Nachnamen verdankt. In dieser Ehe bekam sie einen Sohn, welcher auch nach der Scheidung bei ihr blieb. Schriftstellerisch in Erscheinung getreten ist sie 1959 das erste Mal, als in London kurze Zeit nach ihrer Rückkehr aus Simbabwe (damals Rhodesien) "The Grass is Singing" (Afrikanische Tragödie) erschien. Mittlerweile sind zahlreiche weitere Romane erschienen, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde und die allgemein in drei Perioden eingeteilt werden: 1944 -1956 schrieb sie über kommunistische Fragestellungen, 1956 - 1969 über psychologische Fragestellungen und danach widmete sie sich islamischer Mystik bzw. schrieb zu allen drei Themen. Die Vergabe des Nobelpreises für Literatur im Jahre 2007 war nicht unumstritten, so ist beispielsweise der deutsche Kritiker Marcel Reich-Ranicki enttäuscht über diese Entscheidung gewesen.

Alle Bücher von Doris Lessing

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Doris LessingDas fünfte Kind
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Das fünfte Kind
Das fünfte Kind
 (215)
Erschienen am 19.08.2010
Doris LessingDas goldene Notizbuch
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Das goldene Notizbuch
Das goldene Notizbuch
 (52)
Erschienen am 01.10.2007
Doris LessingDie Memoiren einer Überlebenden
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Die Memoiren einer Überlebenden
Die Memoiren einer Überlebenden
 (35)
Erschienen am 01.10.1981
Doris LessingAfrikanische Tragödie
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Afrikanische Tragödie
Afrikanische Tragödie
 (28)
Erschienen am 01.10.2011
Doris LessingBen in der Welt
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Ben in der Welt
Ben in der Welt
 (33)
Erschienen am 01.01.2002
Doris LessingDie Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund
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Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund
Doris LessingDas Tagebuch der Jane Somers
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Das Tagebuch der Jane Somers
Das Tagebuch der Jane Somers
 (17)
Erschienen am 01.08.1997
Doris LessingMara und Dann
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Mara und Dann
Mara und Dann
 (17)
Erschienen am 01.03.2004

Neue Rezensionen zu Doris Lessing

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Emys_bunte_Welts avatar

Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

Das Fünfte Kind
Emys_bunte_Weltvor 2 Monaten

Steve und Harriet führen eine glückliche und Harmonische Beziehung. Sie haben ein Haus, vier Kinder, Er hat einen Job, Freunde und Verwandte kommen immer gerne zu Besuch. Alles scheint perfekt.

Doch dann wird Harriet unerwartet ein Fünftes Mal schwanger. Es ist nicht so das sie keine Kinder mehr wollten, aber die anderen kamen alle ziemlich bald nacheinander und sie war jetzt schon überfordert, sie wollte schlicht weg noch etwas warten.

Schon sehr bald merkte Harriet, dass diese Schwangerschaft anders ist als die vorherigen.

Sonst hatte sie sehnsüchtig auf die ersten spürbaren Bewegungen gewartet, es war wie ein kleines Flattern, oder als ob ein kleiner Fisch blubberte.

Dieses mal ist es eher ein unerbittliches Trommel und es wird immer schlimmer.

Er tritt unaufhörlich und so stark dass die Schwangerschaft zur Qual wird, eine Hausgeburt, wie bei den anderen ist nicht möglich, die Geburt wird auf drängen von Harriet im achten Monat eingeleitet. Das Baby wiegt bei der Geburt 5.500 Gramm und hat eher etwas von einem Troll als von einem Menschen.

Und auch alle anderen wissen nicht so recht was sie von dem neuen Erdenbürger halten sollen.

Er lässt keine liebe zu, beobachtet alle mit seinen kalten Augen und ist im höchsten Maße aggressiv und bring schon als Kleinkind Tiere um, bevor er sein erstes Wort sagt.


Er protestierte mit Gebrüll, und wenn sie mit reumütigen Gemurmel,„Armer Ben, lieber Ben“, die Hände nach ihm ausstreckte, krallte er sich sofort daran fest, hob sich auf die Füße und grunzte Triumphierend.“


Fazit: Ich fand das Buch sehr gut, habe es inzwischen 2 mal gelesen und für die rezension noch mal überflogen, weil es auch schon wieder Jahre her war dass ich es gelesen hatte.

Es war gruselig und man hat mit der Familie mitgelitten. Hatte aber auch Mitleid mit Ben, der in der Anstalt verwahrloste, weil sich niemand um ihn gekümmert hat. Ein Buch das unter die Haut ging. Wer Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere mochte, den könnte das hier auch gefallen.



Über die Autorin: Doris Lessing wurde 1919 in Persien geboren und wuchs auf einer Farm auf. Mir 30 Jahren kam sie nach London und veröffentlichte dort 1950 ihren ersten Roman. Ihre umfangreiches literaisches Werk machte sie zu einer der bedeutensten zeitgenössischen Autorinnen.


Titel: Das fünfte Kind

Seiten: 204

Verlag: Heyne

Sprache: Deutsch


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AnnBees avatar

Rezension zu "Die Memoiren einer Überlebenden" von Doris Lessing

Teilweise spannend
AnnBeevor 2 Monaten

Lessings Roman schildert aus der Perspektive einer alten Frau den Verfall einer Gesellschaft, deren Infrastruktur und damit zunehmend auch soziale Regeln zusammenbrechen. Die Protagonistin nimmt zudem ein junges Mädchen (Emily) und ihren Hund (Hugo) bei sich auf und kümmert sich um sie, wobei sie sich allerdings nur langsam näherkommen.
Emily unternimmt Streifzüge in die Umgebung, verliebt sich, gründet mit ihrem Freund eine Art Kommune, findet und verliert Freundinnen - während die alte Frau das Leben hauptsächlich durch ihr Fenster beobachtet. Gleichzeitig tut sich in ihrer Wohnung eine Art Parallelwelt auf, die sie immer häufiger besucht.
Die Schilderungen dieser Parallelwelt fand ich eher langatmig, auch, weil ich damit nichts anfangen konnte. Vielleicht ist es eine Metapher für eine innere Flucht, oder für das Leben nach dem Tod, oder doch eine alternative Realität? Wie auch immer, mir ist nicht klargeworden, wozu diese Ebene gut ist. Das Buch ist andererseits an vielen Stellen spannend und enthält kluge Beobachtungen des Lebens und der Menschen. Gut gefallen hat mir die empathische Einbindung des Hundes in die Geschichte, der letztlich für den Zusammenhalt der Frau und Emily entscheidend ist.

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awogflis avatar

Rezension zu "Die gute Terroristin" von Doris Lessing

Tage zäh wie Sirup in der dilletantischen Revolutionsnachhilfegruppe
awogflivor 10 Monaten

Meh! und Wäh!

Was hat die Kritikerin der WELT über dieses Buch geschrieben? "Die gute Terroristin ist eine dramatische und literarisch aufregende Mischung aus Thriller, Gesellschaftsroman, Zeitgemälde und einem glühenden Plädoyer, dem Terror endlich eine endgültige Absage zu erteilen."

Meine Meinung: Ein sprödes langweiliges nichtssagendes Werk in dem gehirntote gelangweilte Kinder der Oberschicht mit einem ausreichenden sozialen Netz a bissi rebellieren, Kommunismus und Arbeiterklasse spielen, alle verachten (auch jene Arbeiter, für die sie zu kämpfen vorgeben), blöde Parolen von Faschisten und Klassenkampf klopfen, die Eltern beklauen, demonstrieren, a bissi dilletantisch Bombenattentate ausführen... usw. usf. Die paar authentischen wirklichen arbeitslosen Hausbesetzer aus der Unterschicht werden eh an den Rand gedrängt, ausgenutzt und wenn sie abkratzen, zuckt man noch kurz mit den Schultern, schüttelt sich ab und macht mir der gaar so wichtigen Revolution weiter. Die meisten Figuren sind völlig ambivalent wie die Protagonistin Alice. Die Gute Terroristin ist kein Oxymoron, sondern die Hausbesetzerin ist wirklich so. Einerseits organisiert repariert kocht & putzt sie im besetzten Haus, um es für die sehr peinliche Revolutionsnachhilfegruppe zu Muttis Wohlfühlhöhle zu machen, andererseits verabscheut sie Spießertum und badet in langweiligen revolutionären Parolen.

Dabei muss ich bezüglich meiner Bewertung sagen, unsymphatische Figuren machen mir gar nichts aus, aber wenn sie derart gähnend langweilig beschrieben sind, dann muss ich die Autorin abstrafen. Da wird doch tatsächlich raumgreifend ständig thematisiert ob man nun Kummerl nach UDSSR Ausrichtung, Trotzkist, IRA oder sonstwas ist und das nicht so kurz, knackig und witzig wie bei Monty Phytons konspirativen Treffen nach dem Circus im Rom mit der judäischen Volksfront bzw. der Volksfront von Judäa, sondern den ganzen Roman immer wieder und wieder. Und was soll das mit dem Upperclass Sprachduktus, den jeder einzelne der Hausbesetzergruppe durch irgendeinen anderen Unterschicht-Dialekt zu kaschieren versucht? Ausgewalzt nicht nur auf mehreren Seiten, nein es wird immer wieder als Thema im Roman aus der Mottenkiste des bourgeoisen Grauens hervorgekramt für jeden einzelnen der Gruppe aber auch jeder Fremde wird aufgrund des Sprachduktus detailliert analysiert und taxiert. Ich weiß von der Manie der Briten mit Sprache, aber muss ich das verstehen und auch noch raumgreifend lesen. Zudem werden gefühlte 1000 Suppen gekocht und die Hausrenovierung in einem Detaillierungsgrad geschildert, der dem Film Hinterholz 8 seine Ehre gemacht hätte.

Ab der Mitte des Werkes, immer wenn mir die Autorin irgendwas politisches mitteilen will, bin ich beinahe in Narkolepsie gefallen, weil es so platt und schnarchnasig vermittelt wird. Gleich einem Leierkasten oder einer hängengebliebenen Schallplatte ewig dieselben polititschen Parolen, so kann die Revolution einfach nicht funktionieren, genausowenig wie dieser Roman, wenn sie beide so scheinheilig und total einschläfernd daherkommen. Das ist wirklich soooo *gähn*, wo die Thrillerelemente bei all dem Gekoche, Geputze, den Reparaturen dem peinlichen Spiel auf Eratzfamilie und wo das glühende Plädoyer gegen Terrorismus in diesem Buch abgeblieben sein soll, ist mir schleierhaft, ich habs mit der Lupe gesucht, und nicht gefunden.

Und dann auch noch Literaturnobelpreis? Echt jetzt? Da müssen die anderen Romane der Autorin aber wirklich um Klassen besser sein.

Fazit: 2,3 Sterne diesmal abgerundet auf 2 denn der Roman hat meine erste und ultimative Todsünde begangen, und mich gelangweilt. Geärgert hat er mich auch, aber das ist nicht so schlimm.

Kommentare: 8
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Zusätzliche Informationen

Doris Lessing wurde am 21. Oktober 1919 in Kirmashan (Iran, Islamische Republik) geboren.

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