Doris Lessing Das fünfte Kind

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Inhaltsangabe zu „Das fünfte Kind“ von Doris Lessing

"Das fünfte Kind ist von einer seltenen Erzählenergie und einem humanen Engagement erfüllt, das den Lesenden nicht loslässt." Ruth Klüger Die Lovatts sind mit ihren vier Sprösslingen eine glückliche Familie - bis Ben als Nachzügler in ihr Leben tritt. Das fünfte Kind gebärdet sich feindselig und bösartig. Schlagartig verwandelt sich das traute Heim der Lovatts in die Hölle auf Erden. Harriet und David Lovatt fühlen sich füreinander bestimmt. Ganz gegen den Geist der sechziger Jahre sehen sie in Heirat, Kindern und einem eigenen Haus ihre Erfüllung. Nach ein paar Jahren und vier süßen Kindern scheint das Glück vollkommen. Doch mit dem fünften Kind ziehen dunkle Wolken auf. Der kleine Ben ist bösartig und unberechenbar, er tyrannisiert Eltern und Geschwis-ter und bleibt für alle unzugänglich. Die Idylle zerbricht. Schließlich ist es die Mutter, die sich nach harten inneren Kämpfen ganz bewusst mit dem Dunklen, Unergründlichen auseinandersetzt. Das fünfte Kind ist ein bitteres Familiendrama, aber auch eine hintergründige Parabel auf eine Epoche, die alles Befremdliche ausblendet und gerade deshalb von ihren düstersten Albträumen heimgesucht wird.

Mutterliebe und was sie bewirken kann! Lesenswert!

— YvetteH

unterhaltsam

— CorneliaP

Absolut lesenswert. Keine typische Geschichte.

— Lealea16

Wunderbar.... Sehr lesenswert.

— Suse33

Zeitloser Klassiker!

— QueenDebby

Ein sehr gutes Buch dass sich u.a. mit dem Thema Behinderung beschäftigt. Ich kann es nur jedem empfehlen.

— AClockworkOrange

zwar seltsam, aber dennoch spannend - und dass Wissen um eine Fortsetzung hat mich sehr mit dem offenen Ende versöhnt :)

— Amy_de_la_Soleil

Ich war enttäuscht, habe mir etwas mehr Erklärung gewünscht, warum Ben ist, wie er ist.....

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Was Mutterliebe bewirken kann!

    Das fünfte Kind

    YvetteH

    29. July 2017 um 21:01

    Klappentext:"Das fünfte Kind ist von einer seltenen Erzählenergie und einem humanen Engagement erfüllt, das den Lesenden nicht loslässt." Ruth Klüger Die Lovatts sind mit ihren vier Sprösslingen eine glückliche Familie - bis Ben als Nachzügler in ihr Leben tritt. Das fünfte Kind gebärdet sich feindselig und bösartig. Schlagartig verwandelt sich das traute Heim der Lovatts in die Hölle auf Erden. Harriet und David Lovatt fühlen sich füreinander bestimmt. Ganz gegen den Geist der sechziger Jahre sehen sie in Heirat, Kindern und einem eigenen Haus ihre Erfüllung. Nach ein paar Jahren und vier süßen Kindern scheint das Glück vollkommen. Doch mit dem fünften Kind ziehen dunkle Wolken auf. Der kleine Ben ist bösartig und unberechenbar, er tyrannisiert Eltern und Geschwister und bleibt für alle unzugänglich. Die Idylle zerbricht. Schließlich ist es die Mutter, die sich nach harten inneren Kämpfen ganz bewusst mit dem Dunklen, Unergründlichen auseinandersetzt. Das fünfte Kind ist ein bitteres Familiendrama, aber auch eine hintergründige Parabel auf eine Epoche, die alles Befremdliche ausblendet und gerade deshalb von ihren düstersten Albträumen heimgesucht wird.Meine Meinung:Ein interessantes Buch, das mich als Mutter sehr berührt hat.Ich habe das Buch, dank des flüssigen Schreibstils, in einem Rutsch durchgelesen.Die Protagonisten kann man sich sehr gut vorstellen, besonders Ben, der auf jeden Fall anders ist. Meist wirkt er regelrecht angsteinflößend und das keiner seine Andersartigkeit erkennen will (Ärzte, Lehrer), außer der Familie, macht es nicht unbedingt leichter, ihn zu integrieren. Natürlich hatte man in den 70/80er Jahren nicht dieselben Möglichkeiten wie heute, aber die Abschiebung fand ich schon heftig. Beeindruckt hat mich Harriet, die trotz aller Hindernisse und ihrer Angst vor dem eigenen Kind, instinktiv auf ihre Muttergefühle hört.Einfach nachzuvollziehen ist die Handlung, allerdings fand ich das offene Ende ziemlich unbefriedigend. Allerdings wird im Nachwort von einer Fortsetzung gesprochen, was mir ein wenig Hoffnung gibt - vielleicht lese ich es noch.Mein Fazit:Ein lesenswertes Buch, das ich gern weiterempfehle.4 Sterne

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  • Ich hätte mehr erwartet...

    Das fünfte Kind

    EmmaZecka

    31. July 2016 um 22:35

    Ich hatte die Rezension zu diesem Buch auf einem Blog gelesen und fand die Geschichte interessant. Daher beschloss ich mir das Buch zu kaufen.Den Einband finde ich recht ansprechend gestaltet. Auch der Klappentext ist gut zu lesen. Als ich das Buch allerdings aufschlug fand ich die Schrift relativ klein. Auch der Schreibstil der Geschichte sorgte dafür, dass mir das Lesen schwer fiel. Die Sätze schienen endlos. Anfangs wurden viele Personen auf einmal eingeführt, so dass ich Mühe hatte, die verschiedenen Charaktere auseinanderzuhalten.Wenn ich ehrlich bin, bin ich von der Geschichte etwas enttäuscht. Der Klappentext verspricht eine spannende Familiengeschichte mit einer interessanten Problematik. Ich habe aber das Gefühl, dass es erstmal eine halbe Ewigkeit dauert, bis die Geschichte zu Bens Geburt kommt. Vorher wird der Leser erst einmal in Davids und Harriets Familiengeschichte eingeführt. Von ihrer ersten Begegnung, bis zu Geburt der ersten vier Kinder, bekommt der Leser einen Eindruck, wie die Eltern gestrickt sind und wie sich das Familienleben gestaltet. Teilweise ist es sehr spannend, weil sich so spätere Verhaltensweisen erklären lassen, andererseits hatte ich das Gefühl mit Charakteren konfrontiert zu werden, die vielleicht ein zweimal auftauchen und wenig wichtig erscheinen.Plötzlich wird Harriet mit dem fünften Kind schwanger. Schnell stellt sich heraus, dass das Kind schon im Bauch anfängt Forderungen zu stellen. Es drückt und drückt, kommt also einfach nicht zur Ruhe. Der Leser bekommt so mit, wie Harriet beginnt, sich gegen das Wesen in ihr zu sträuben. Ben wird einen Monat früher geboren und scheint kein normales Kind zu sein. Einerseits ist Harriet abgeschreckt, vor dem Wesen, dass aus ihrem Bauch kam, andererseits versucht sie sich irgendwann aufzuraffen und eine Bindung zu dem ihr scheinbar fremden Kind zu bekommen. Hier kommen wir zur ersten "unrealistischen" Stelle des Buches: Ben wird so dargestellt, als ob er von Grund auf "böse" oder nicht greifbar ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder böse geboren werden. Ich glaube auch nicht, dass es Menschen gibt, die ausschließlich eine böse Seite besitzen. Doch scheint es bei Ben offenbar der Fall zu sein. Keiner bekommt einen Draht zu ihm und so entwickelt sich das Familienleben auseinander.Mühe hatte ich, wie oben schon erwähnt, mit dem Schreibstil der Geschichte. Es kamen wenig Dialoge vor und ich hatte zunehmend den Eindruck eine Art Bericht vor mir zu haben. Deswegen wurde das Buch zeitweise etwas zäh.Auch mit dem Ende war ich nicht gerade zufrieden. Während des ganzen Buches wird der Leser in die Problematik von Familie Lovatt eingeführt. Für die Fülle an Informationen, die man in dem Buch geliefert bekommt, finde ich das Ende etwas ungewiss...Zusammenfassend kann ich sagen, wer Gegenwartsliteratur mag und sich für historische Romane interessiert könnte sich das Buch mal anschauen. Allerdings hat es keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    snowberry

    11. March 2016 um 16:14

    Harriet und David, zwei Menschen, die dank ähnlicher Lebens- und Wertevorstellungen, (sie sieht sich nicht als Karrierefrau und ist zum Zeitpunkt des Kennenlernens noch Jungfrau, während er für ein Heim und eine große Familie arbeitet, wie er sie selbst, dank geschiedener Eltern nicht erlebte) lernen sich auf einer Firmenfeier kennen. Nur kurze Zeit später ziehen sie zusammen, sind aber schon auf der Suche nach einem großen Haus, um ihre Pläne für eine Großfamilie (mindestens 6 Kinder) in die Tat umzusetzen. Obwohl die restliche Familie wenig begeistert von diesen Plänen ist wird das junge Paar, das in kurzem Abstand 4 Kinder bekommt unterstützt. Nach dem 4. Kind streben die glücklichen Eltern eine Pause an, der jedoch mit der 5. Schwangerschaft ein jähes Ende bereitet wird. Während und nach der Schwangerschaft mit Ben, dem 5. Kind, läuft alles falsch und Harriet entwickelt eine immer größere Abneigung gegen ihn. Mit dieser Meinung ist sie nicht allein, sodass Ben immer mehr versteckt und schließlich in ein Heim (bzw eine Art Psychiatrie) gegeben wird. Trotz ihrer negativen Erfahrungen mit dem Jungen holt Harriet ihn nach kurzer Zeit wieder nach Hause und kümmert sich um ihn, wobei die anderen Kinder aber vernachlässigt werden und die Familie immer mehr auseinanderfällt. Alles in Allem denke ich das Paar geht ziemlich blauäugig an die Sache ran; sie haben nicht viel Geld und ohne Harriets Mutter wären die Beiden wohl komplett überfordert mit den vielen Kindern. Nicht nachvollziehbar finde ich, dass Harriet ihr Kind wieder aus dem Heim holt, obwohl sie ziemlich oft darüber nachdenkt ihn zu töten. Auch ihre Fixierung auf ihn finde ich etwas komisch, da man eher davon ausgehen würde, dass sie den Kindern, die sie nicht hasst mehr Aufmerksamkeit schenkt. Schade finde ich, dass das Buch ein offenes Ende hat, da ich finde es wäre wichtig für die komplette Geschichte, ob sie Ben z.B. der Polizei ausliefert, einfach mit ihrem Mann wegzieht oder ihn vor allem beschützt. David wird meiner Meinung nach im Laufe des Buches immer mehr zur Randfigur und hätte man nicht irgendwann erfahren, dass er eigentlich nur noch arbeitet, (vielleicht 12 Stunden am Tag) hätte ich vermutet er habe eine Affäre. Bedauerlich finde ich auch, dass man nie erfährt, was der Junge eigentlich hat, behindert ist er ja scheinbar nicht, aber was dann? Vielleicht bilden sich die Eltern aber nur ein, dass er böse ist und durch fehlende Liebe und die Behandlung durch die Familie wird er wirklich böse. Es ist mir einfach ein Rätsel. Schlußendlich fand ich das Buch sehr interessant, ziehe aber einen Stern für die vielen offenen Fragen ab.

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  • Das fünfte Kind ist anders

    Das fünfte Kind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. November 2013 um 13:21

    Harriet und David lernen sich auf einer großen Betriebsfeier kennen. Für die 60er Jahre sind beide weltfremd und schrecklich konservativ, so, dass die Kollegen hinter ihnen schon tuscheln. Beide verbindet dieses "anders" sein und sie werden ein Paar, dass sehr einig ist, in der Vorstellung wie ihr Leben einmal sein soll. Sie wünschen sich, ein Haus der Geborgenheit gefüllt mit Kinderlachen. Ihre Vorstellungen treffen bei den Verwandten und Freunden nicht auf Zustimmung. Rasch bekommt Harriet ihr erstes Kind und dabei soll es nicht bleiben, in recht kurzer Zeit aufeinander bekommt sie vier Kinder. Ihr Haus wird zudem der Treffpunkt für viele Verwandte an Festtagen und Harriet und David sind glücklich, genau so haben sie sich ihr Leben vorgestellt auch wenn Harriet durch die vierte Schwangerschaft sehr ausgelaugt ist und ohne ihre Mutter, nicht gut zurecht kommen würde. Vollkommen unerwartet und überrascht ist sie, als sie feststellen muss, sie ist wieder schwanger, dieses mal jedoch ungeplant und schon zu Beginn spürt man, dieses Kind ist nicht willkommen aber dieses Kind ist anders, die ganze Schwangerschaft über hat Harriet starke Schmerzen, das Kind wächst viel zu schnell und ist so lebhaft und wild, dass die Mutter so gut wie nie zur Ruhe kommt, in ihrer Not, greift sie zu Beruhigungsmitteln....... zeitgleich beginnt die Familie langsam aber sicher Risse zu bekommen. Dieses Buch ist ungewöhnlich, erfüllte jedoch bei mir nicht den Wunsch, den ich beim Kauf erdacht hatte. Das fünfte Kind ist anders, doch so richtig dahinter kommt man während des Lesens nicht wirklich, was mit Ben nun los ist.  Durch seine Art zerbricht die komplette heile Welt von Harriet und David doch am Ende weiß man nicht wirklich, was dieses Buch uns sagen möchte, außer vielleicht, wenn ihr viele Kinder wollte, haltet die Abstände größer? Ich weiß es wirklich nicht und bin etwas enttäuscht.  

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. November 2012 um 19:04

    Leider ein totaler Fehlgriff.. :( An sich fand ich die Geschichte gut erzählt, doch teilweise war sie mir zu sehr in die Länge gezogen und der Schluss lässt einen absolut unbefriedigt zurück.. =/ Man erfährt nicht, was es mit Ben wirklich auf sich hat, obwohl es eigentlich das Einzige ist, was man wirklich wissen möchte. Im Klappentext heißt es: "»Das fünfte Kind« ist ein eindringlicher Roman über das Abgründige und Dunkle im Menschen - und über die Kraft unerschütterlicher Liebe." Ich habe nichts von dieser unerschütterlichen Liebe erfahren und auch ist Ben für mich nicht abgründig - er ist immerhin ein Baby / Kind. Für mich ist die Geschichte einfach zu weit hergeholt.. Schade.. :(

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Andre_Wiesler

    29. October 2012 um 09:27

    "Hier, lies das mal", sprach meine Gattin und drückte mir dieses Buch in die Hand. Nun geht der Geschmack in Sachen guter Bücher im Hause Wiesler trotz vieler Gemeinsamkeiten durchaus auch mal auseinander, gerade wenn es sich um Familiengeschichten handelt. In diesem Fall aber muss ich sagen: Volltreffer. Doris Lessing schafft es, in dieser Geschichte über eine englische Familie mit profundem Kindrewunsch eine ganz eigene Art von Beklemmung und Grauen aufzubauen. Der Sprachstil ist sachlich, aber gerade das trägt zur Befremdung des Lesers bei, wenn (Spoiler) der Mord an einem Hund mit der gleichen Sachlichkeit beschrieben wird, wie das mittägliche Familienessen. (Spoiler Ende) Dabei lässt die Autorin offen, was genau nun mit dem "fünften Kind" nicht stimmt. Allerdings, und darum bekommt das Buch von mir nur vier Sterne, ist mir persönlich das Ende zu offen. Ich bin aus dem Buch mit zu vielen offenen Fragen rausgegangen, um es befriedigt und "lesesatt" zur Seite zu legen. Andererseits ist es ja durchaus ein Qualitätsurteil, wenn man sich mehr wünscht ...

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    TinaLiest

    30. March 2012 um 11:09

    Harriet und David wollen die perfekte Familie gründen: Viele Kinder bekommen, in einem großen Haus Leben, Freunde und Verwandte um sich scharren. Das scheint auch alles soweit zu klappen, bis mit der fünften Schwangerschaft Harriets das Unglück über das Familienidyll hereinbricht. Schreckliche 8 Monate folgen, in denen sich Harriet immer weiter von ihrem Mann und ihren vier Kindern distanziert. Sie ist angespannt und körperlich am Ende. Mit der Geburt von Ben wird alles nur noch schlimmer. Er ist klein, stämmig und ein richtiger kleiner Kraftprotz. Keiner der Familie kann etwas mit ihm anfangen. Nur Harriet nimmt sich seiner an und stellt ihre Mutterliebe unter Beweis. Das Buch lässt sich sehr schön lesen. Es ist gut geschrieben und kurzweilig. Die Handlung wird vor allem bis zur fünften Schwangerschaft schnell vorangetrieben. Dann beginnt Harriets sowohl körperlicher als auch emotionaler Kampf mit ihrem 5. Kind. Ich, die ich noch keine Mutter bin, kann diese unerschütterliche Liebe wahrscheinlich nicht halb so gut nachempfinden, wie das eine Mutter kann, aber dennoch bin ich von deren Schilderung fasziniert gewesen. Doris Lessing versteht es, die innere Zerrissenheit von Harriet zu beschreiben, die sie immer wieder zwischen ihrem Mann und ihren ersten vier Kindern und Ben, dem "Monster", hin und her treibt. Als Leserin wurde ich ebenso hin und her gerissen. Ist Ben nun wirklich ein "Gnom", mit dem man nichts anfangen kann? Ein anderes Wesen, dem Menschlichen sehr unähnlich? Oder ist er einfach ein geistig unterentwickeltes Kind, das nicht anders kann und Mitleid verdient? Ein sehr lesenswertes Buch!

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    ophelia_fay

    05. February 2012 um 11:30

    'Der kleine Ben hat nichts Kindliches an sich. Er ist mehr ein bösartiger Troll als ein menschliches Wesen, und wie ein finsteres Verhängnis bricht er über die Familienidylle Harriets und Davids herein.'

    Diese kurze Beschreibung lässt viel erwarten, und ich finde, man wird auch nicht enttäuscht, auf über 200 Seiten Spannung, enttäuscht war ich nur über den Schluss.

  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Brauner

    03. December 2011 um 16:55

    Konnte weder der Geschichte an sich noch Lessings Schreibstil irgend etwas abgewinnen. Die Familie Lovatt scheint glücklich, bis die furchtbar naive Mutter ihr fünftes Kind gebärt, ein böses Kind, dass auch schon im Mutterleib böse ist. Die Autorin erzählt dann vom Leben der Familie mit dem bösen Kind, was es so böses tut, man kann nur erahnen warum es so böse ist und irgendwann ist die Geschichte zu Ende. Schien mir alles ein bisschen unverständlich und überflüssig.

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Simone Keil

    19. October 2011 um 21:17

    Harriett und David lernen sich auf einer Firmenfeier kennen. Beide erschreckend konservativ und weltfremd, sehen und finden sich auf den ersten Blick. Sie ziehen zusammen, heiraten, kaufen ein riesiges Haus, das genug Platz für eine große Familie mit vielen Kindern bietet. Sie planen ihr Leben im Voraus und beschließen glücklich zu sein. Und das setzen sie auch gleich um, indem sie kurz nacheinander vier Kinder in die Welt setzen und ihre Verwandtschaft, wann immer es geht, um sich scharen. Als Harriett zum fünften Mal schwanger wird, ändert sich alles. Das Kind rebelliert schon im Mutterleib und Harriett sieht das personifizierte Böse in ihm. Sie stellt ihn und sich mit Sedativa ruhig. Und so handelt das fünfte Kind – Ben – auch vom Tag seiner Geburt an „böse“ und für die Familie nicht nachvollziehbar und wehrt sich gegen alles und jeden. Das traute Familienleben wird empfindlich gestört, die Eltern und Geschwister kommen mit Ben nicht klar. Er wird in eine Einrichtung abgeschoben, die ihn und andere von der Gesellschaft nicht gewollte und ausgestoßene Monstrositäten, beherbergt, damit die Familie unbelästigt durch seine Anwesenheit weiterhin ihren selbstgebastelten Glückstraum leben kann. Aber Harriett holt Ben zurück nach Hause und die Familie zerfällt. Ben lernt spät sprechen, fügt sich nicht in das Familienidyll ein, er tötet Tiere, aber er passt sich an, soweit ihm möglich, um nicht zurück in die Anstalt zu müssen. Er ist, was er ist. Was genau das ist, erfährt man nicht, man bekommt nur Ausdrücke wie Troll und Monster an den Kopf geworfen und das ist mir zu plakativ und zu engstirnig. Auch wird seine Andersartigkeit niemals hinterfragt, es wird einfach akzeptiert, dass er „böse“ ist. Ben ist anders und er tut Dinge, die man als böse bezeichnen kann, aber ist er böse? Kann ein Lebewesen von Geburt an böse sein? Oder wird es dazu gemacht? Und was bedeutet „böse“ einem Menschen – einem Kind –, das die Wert- und Moralvorstellungen, die in seinem Umfeld gelten, nicht versteht? Der Roman hat mich verstört, aber auch wütend zurückgelassen. Mit einem guten Schuss Ironie hätte das ein großartiger Roman werden können, aber Doris Lessing erzählt mit einem verbissenen Ernst, der der Verbissenheit Harrietts gleicht, die krampfhaft versucht sich eine Welt zu erschaffen, in der man sein Glück nach Rezepten aus einem Kochbuch der Jahrhundertwende backt. Und so wie Harriett an ihren eigenen Ansprüchen scheitert, scheitert auch Doris Lessing an ihren. Denn leider kommt bei mir diese Verbissenheit nicht als Spiegelung Harrietts Geisteshaltung an, sondern wie ein gewaltiger erhobener Zeigefinger, der mich nervig in die Seite piekst, um mir ein Lebensmodell schmackhaft zu machen, das ich nicht haben will und das sich selbst als Lug und Trug entlarvt. Anders ist nicht gleichzusetzen mit böse. Und wenn sich Harrietts Familie, die sich hier als fest geschlossene Gesellschaft präsentiert, nicht so krampfhaft an ihrem Ideal, an ihren Vorstellungen, an ihrem Modell von Glück und dem was für sie richtig ist festgehalten hätte, wenn sie sich nur ein wenig geöffnet hätte und dem andersartigen Kind genügend Raum gelassen hätte, dann hätte alles ganz anders kommen können. Der Roman wird größtenteils narrativ erzählt und fasst einen Zeitraum von über zwanzig Jahren zusammen, bleibt dabei weit von den Figuren entfernt und wirkt doch sehr eindringlich. Stilistisch sehr einfach gehalten, passt die Erzählform zu der Protagonistin. Überzeugt hat mich die Umsetzung nicht, sie wirkt unfertig, fast wie eine Skizze. Aber näher an die Figuren hätte Doris Lessing wohl nicht heran gehen können, ohne dass das Gebilde zusammengestürzt wäre. Denn wenn sie sich mehr angenähert hätte, wären die Selbstlügen und die mehr als eingeschränkte Sichtweise zu deutlich geworden, als dass die Geschichte sich getragen hätte. Also muss man anerkennen, dass Doris Lessing die Grenzen des Stoffes erkannt und das Bestmögliche herausgeholt hat. Hat mir der Roman gefallen? Nein. Ist es ein guter Roman? Ja. Trotz allem. 'Das fünfte Kind' zeigt das Bild einer Gesellschaft, die an ihren bigotten Moralvorstellungen und am Festhalten ihrer eigenen willkürlichen Erwartungen und Vorgaben an das Leben scheitert. Das Buch wirkt nach, auch wenn ich es inhaltlich zum kotzen fand und die Umsetzung suboptimal ist.

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 12:17

    ine Mittelstandsfamilie in England: Der Vater hat eine leitende Position, die Mutter ist zu Hause und kümmert sich um die vier Kinder. Die Großeltern unterstützen zwar das Paar finanziell, sie stoßen sich aber an den Vorstellung ihrer Kinder von einer großen, glücklichen Familie. Ihre Kritik scheint berechtigt als Harriet zum fünften Mal schwanger wird. Dieses Mal wollte sie eine längere Pause einlegen und so tut sie sich von Anfang an schwer mit der Schwangerschaft. Zudem ist das Ungeborene extrem groß und rege in ihrem Unterleib. Schon vor der Geburt hat sie den Eindruck, kein menschliches Wesen unter dem Herzen zu tragen. Dieser Eindruck wird nach der Geburt noch verstärkt. Auch die anderen Familienmitglieder - Großeltern und Geschwister - empfinden von Anfang an eine Abneigung gegen Ben. Ben entwickelt sich in seiner Kindheit recht seltsam. Er ist gewalttätig und verschlagen. Zunächst wird er im Haus isoliert, damit die anderen Kinder in Sicherheit sind. Später schiebt ihn die Familie in ein Heim ab. Die schrecklichen Umstände im Heim erträgt die Mutter nicht und holt Ben wieder nach Hause. An dieser einsamen Entscheidung zerbricht die Familie. Doris Lessing gelingt hier ein eindringliches Porträt unserer Sehnsüchte, unserer Selbstbilder, aber auch unserer Abgründe.

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Elocin

    24. April 2011 um 21:50

    Ben ist das fünfte Kind der Familie Lovatt. Schon die Schwangerschaft verläuft für seine Mutter ganz anders als ihre vier ersten. Auf dieser Welt angekommen wird Ben zum aggressiven Außenseiter, der keine Gefühle zu kennen scheint. Mit dem fünften Kind beginnt der Zerstörungsprozess einer vorher sehr glücklichen Familie. Ein super spannendes Buch, von der ersten bis zur letzten Seite. Die Zerstörung der heilen Welt durch das jüngste Kind und die Leiden aller Familienmitglieder (besonders der Mutter) gehen unter die Haut. Die Frage warum Ben so anders ist lässt einen nicht los. Sie bleibt aber auch am Ende unbeantwortet. Mein erstes Buch von Doris Lessing, aber sicher nicht mein letztes. Es ist in einer einfachen und klaren Sprache geschrieben. Es reißt einen mit und das Ungeschriebene regt zum Weiterdenken an.

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Irielle

    20. April 2011 um 11:31

    Ein kleines Häuschen, eine heile Familie mit 4 Kindern, Freunde.... Alles war perfekt. Bis sich Ben einschlich. Die Schwangerschaft war ungewollt und anstengend. Die Geburt zog sich hin. Bereits da fingen die Probleme mit Ben an. Und es zog sich hin. Aber Abtreibung kam für Bens Mutter überhaupt nicht in Frage Als Schreikind musste er ewig bemuttert werden. Früh fing er an alles auch nur erdenkliche zu zerstören, wurde trotzig, teils gewaltätig. Probierte sich aus, und lies sich nicht erziehen. Mit seinem Eigensinn und seiner Wut, die er sowohl gegen sich, als auch gegen andere ausließ brachte Benn alles ins Wanken. Streit und Entäuschung machten sich breit..... Das fünfte Kind ist meiner Meinung nach eine ziemlich ungeschönte Geschichte über ein ungewolltes Kind. Eine ernsthafte Erzählung, die einen schon packen kann, wenn man sich für Familiendramen interessiert.

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Sabrina D

    19. April 2011 um 07:57

    Harriet und David lernen sich auf einer Firmenfeier kennen und lieben. Relativ schnell heiraten sie, kaufen ein Haus in einem Londoner Vorort (das aber eigentlich ihre finanziellen Mittel übersteigt) und bekommen ein Kind nach dem Anderen. Alle Familenfeste finden bei ihnen statt und jeder bewundert die Beiden für ihr Leben, außer vielleicht deren Eltern, die ihnen ständig finanziell unter die Arme greifen müssen. Aber dann ist Harriet mit dem fünften Kind schwanger und ihre ganze Welt bricht zusammen. Denn bereits im Mutterleid zeichnet sich ab, dass dieses Kind anders ist... Fazit: Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, nur die Erzählperspektive hat mich nicht 100% überzeugt, war irgendwie zu stark von außen (schwer zu beschreiben)

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  • Rezension zu "Das fünfte Kind" von Doris Lessing

    Das fünfte Kind

    Ramona1987

    27. December 2010 um 22:20

    Also ich persönlich habe das Buch nach kurzen Anfängen abgebrochen. Mir gefiel der Sprachstil absolut nicht und noch dazu kam irgendwie keine Spannung auf. Ich finde die Sprache in dem Buch viel zu einfach und das Buch konnte mich nicht in seinen Bann reißen.. Das Buch ist voll von ganz komischen Satzbildungen und einer enorm einfallslosen banalen Sprache..

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