Doris Lessing Der Zauber ist nicht verkäuflich

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Inhaltsangabe zu „Der Zauber ist nicht verkäuflich“ von Doris Lessing

Als Teddy, das einzige Kind der Farquars, sein Augenlicht zu verlieren droht, eilt ihm der schwarze Koch, Gideon, mit seinem geheimen Heilwissen zu Hilfe. Doch 'Der Zauber ist nicht verkäuflich'. George Chester ist nicht zuletzt dank der Hilfe seines weisen, alten Dieners Smoke zu einem reichen Farmer geworden. Als er sich mit Smokes junger Frau einlässt, kommt es zu einem Unglück - und Chester zu seinem Spitznamen 'Leoparden-George'. In 'Die zweite Hütte' dagegen hat Major Carruthers mit seiner Farm kein Glück, aber ein gutes Herz. Sein Mitgefühl für die Not anderer wird ihm jedoch zum Verhängnis. Doris Lessings afrikanische Geschichten berichten pointiert und einfühlsam vom Zusammenleben von Schwarzen und Weißen. Das brüchige Selbstbewusstsein einer Schicht rückt ins Bild, die das schlechte Erbe des Kolonialismus schlecht verwaltet.

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  • Rezension zu "Der Zauber ist nicht verkäuflich" von Doris Lessing

    Der Zauber ist nicht verkäuflich
    HeikeG

    HeikeG

    18. August 2008 um 13:09

    Beziehung zwischen Schwarz und Weiß Die drei schönsten afrikanischen Erzählungen der "Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat", so die Würdigung der Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm, die ihr am 11. Oktober 2007 den Literatur-Nobelpreis zuerkannten, sind jetzt als Hörbuch erschienen und können nun auch akustisch genossen werden. Mit genauer psychologischer Analyse und geduldiger Selbstreflexion erzählen sie von weißen Farmern und den schwarzen, ausgebeuteten Underdogs, ohne deren Hilfe die Weißen kaum ihren Wohlstand halten könnten und die manchmal gar deren Leben retten. So zum Beispiel das des kleinen weißen Jungen "Teddy", den eine Schlange ihr giftiges Sekret in die Augen gespuckt hat und der nun zu Erblinden droht. Wäre da nicht der schwarze Koch Gideon, dessen schnell herbeigeschafftes Kräutlein Rettung verspricht. Was gäben die Weißen dafür, dieses Heilmittel gewinnbringend einsetzen zu können. Doch Gideon verkauft sein okkultes Wissen für keinen Preis der Welt. In der Erzählung "Leoparden-George" wiederum geht es um Undank und Betrug. George Chester hat mit Hilfe seines Dieners Smoke - einem ranghohen Stammesältesten - und dessen "großer Familie" aus seiner bescheidenen brachliegenden Farm ein äußerst gewinnbringendes, florierendes Unternehmen gemacht. Als Dank spannt er ihm seine junge Frau aus. Immer wieder geht es um das angespannte Verhältnis der ehemaligen Kolonialmacht und den Ureinwohnern, um Unglück und Ignoranz, um leise Katastrophen, kurz: dem Schwarz-Weiß-Problem der afrikanischen Länder, das auch heute noch aktuell ist und fast täglich unsere Zeitungen füllt. Doch Doris Lessings zeigt ihr geliebtes und gehasstes Heimatland auch von seiner tiefen Schönheit und Faszination, so dass man auf Grund ihrer sehnsuchtsvollen Landschaftsbeschreibungen regelrecht Fernweh nach diesem wunderbaren Kontinent bekommt. Einen großen Anteil am Gelingen dieser Hörproduktion hat zweifelsohne die Sprecherin Anna König, deren feinfühlige und sensible Stimme die Gratwanderung zwischen Schönheit und Abscheu wunderbar zu intonieren versteht. Fazit: Drei wunderbare Erzählungen Doris Lessings werden durch Anna König einfühlsam vorgetragen. Ein sehr empfehlenswertes Hörbuch, um sich der Literaturnobelpreisträgerin und ihrem Werk zu nähern.

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