Doris Lessing Die gute Terroristin

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Inhaltsangabe zu „Die gute Terroristin“ von Doris Lessing

Alice Mellings lebt in einem besetzten Haus in London. In zäher Kleinarbeit macht sie aus dem verkommenen Unterschlupf ein "Zuhause" für sich und ihre militanten Hausgenossen. Aber neben diesen höchst bürgerlichen Ambitionen gibt es noch eine ganz andere Seite von Alice: In ihr lodert der Hass auf die etablierte Gesellschaft. Gemeinsam planen sie und ihre Freunde ein Bombenattentat. Doch der britische Geheimdienst hat sie längst im Visier. Ein eindringliches Lehrstück in Sachen Fanatismus und Verführbarkeit durch Ideologien, großartig erzählt von Doris Lessing, einer der "ernsthaftesten, intelligentesten und wahrhaftigsten Schriftstellerinnen der Nachkriegsgeneration" (The Times).

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  • Tage zäh wie Sirup in der dilletantischen Revolutionsnachhilfegruppe

    Die gute Terroristin

    awogfli

    24. December 2017 um 06:42

    Meh! und Wäh!Was hat die Kritikerin der WELT über dieses Buch geschrieben? "Die gute Terroristin ist eine dramatische und literarisch aufregende Mischung aus Thriller, Gesellschaftsroman, Zeitgemälde und einem glühenden Plädoyer, dem Terror endlich eine endgültige Absage zu erteilen."Meine Meinung: Ein sprödes langweiliges nichtssagendes Werk in dem gehirntote gelangweilte Kinder der Oberschicht mit einem ausreichenden sozialen Netz a bissi rebellieren, Kommunismus und Arbeiterklasse spielen, alle verachten (auch jene Arbeiter, für die sie zu kämpfen vorgeben), blöde Parolen von Faschisten und Klassenkampf klopfen, die Eltern beklauen, demonstrieren, a bissi dilletantisch Bombenattentate ausführen... usw. usf. Die paar authentischen wirklichen arbeitslosen Hausbesetzer aus der Unterschicht werden eh an den Rand gedrängt, ausgenutzt und wenn sie abkratzen, zuckt man noch kurz mit den Schultern, schüttelt sich ab und macht mir der gaar so wichtigen Revolution weiter. Die meisten Figuren sind völlig ambivalent wie die Protagonistin Alice. Die Gute Terroristin ist kein Oxymoron, sondern die Hausbesetzerin ist wirklich so. Einerseits organisiert repariert kocht & putzt sie im besetzten Haus, um es für die sehr peinliche Revolutionsnachhilfegruppe zu Muttis Wohlfühlhöhle zu machen, andererseits verabscheut sie Spießertum und badet in langweiligen revolutionären Parolen. Dabei muss ich bezüglich meiner Bewertung sagen, unsymphatische Figuren machen mir gar nichts aus, aber wenn sie derart gähnend langweilig beschrieben sind, dann muss ich die Autorin abstrafen. Da wird doch tatsächlich raumgreifend ständig thematisiert ob man nun Kummerl nach UDSSR Ausrichtung, Trotzkist, IRA oder sonstwas ist und das nicht so kurz, knackig und witzig wie bei Monty Phytons konspirativen Treffen nach dem Circus im Rom mit der judäischen Volksfront bzw. der Volksfront von Judäa, sondern den ganzen Roman immer wieder und wieder. Und was soll das mit dem Upperclass Sprachduktus, den jeder einzelne der Hausbesetzergruppe durch irgendeinen anderen Unterschicht-Dialekt zu kaschieren versucht? Ausgewalzt nicht nur auf mehreren Seiten, nein es wird immer wieder als Thema im Roman aus der Mottenkiste des bourgeoisen Grauens hervorgekramt für jeden einzelnen der Gruppe aber auch jeder Fremde wird aufgrund des Sprachduktus detailliert analysiert und taxiert. Ich weiß von der Manie der Briten mit Sprache, aber muss ich das verstehen und auch noch raumgreifend lesen. Zudem werden gefühlte 1000 Suppen gekocht und die Hausrenovierung in einem Detaillierungsgrad geschildert, der dem Film Hinterholz 8 seine Ehre gemacht hätte. Ab der Mitte des Werkes, immer wenn mir die Autorin irgendwas politisches mitteilen will, bin ich beinahe in Narkolepsie gefallen, weil es so platt und schnarchnasig vermittelt wird. Gleich einem Leierkasten oder einer hängengebliebenen Schallplatte ewig dieselben polititschen Parolen, so kann die Revolution einfach nicht funktionieren, genausowenig wie dieser Roman, wenn sie beide so scheinheilig und total einschläfernd daherkommen. Das ist wirklich soooo *gähn*, wo die Thrillerelemente bei all dem Gekoche, Geputze, den Reparaturen dem peinlichen Spiel auf Eratzfamilie und wo das glühende Plädoyer gegen Terrorismus in diesem Buch abgeblieben sein soll, ist mir schleierhaft, ich habs mit der Lupe gesucht, und nicht gefunden.Und dann auch noch Literaturnobelpreis? Echt jetzt? Da müssen die anderen Romane der Autorin aber wirklich um Klassen besser sein. Fazit: 2,3 Sterne diesmal abgerundet auf 2 denn der Roman hat meine erste und ultimative Todsünde begangen, und mich gelangweilt. Geärgert hat er mich auch, aber das ist nicht so schlimm.

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