Doris Lessing Leben meiner Mutter

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Inhaltsangabe zu „Leben meiner Mutter“ von Doris Lessing

Das wohl persönlichste Erinnerungsbuch der großen englischen Erzählerin: die nachdenkliche Auseinandersetzung mit zwei eigenwilligen Frauen: ihrer Mutter und sich selbst. Die Tochter, die in der Tat klüger wurde als viele andere, erinnert sich an das Rhodesien der dreißiger Jahre, an das Leben ihrer Mutter und an sich selbst, 'das Idealbild einer schwierigen Heranwachsenden'. Sie beschreibt, ratlos noch heute, wie unerträglich ihre Mutter war und wie unerträglich sie, die Tochter.

Ein ehrliches, einfühlsames und gut geschriebenes persönliches Erinnerungsbuch. Einfach schön.

— JulesBarrois
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    Leben meiner Mutter
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    30. April 2015 um 08:22

    Das Leben meiner Mutter - Doris Lessing (Autor)- 96 Seiten, Verlag: Wagenbach, K; Auflage: 1 (27. April 2015), 9,90 €, ISBN-13: 978-3803127389   Doris Lessing bekam 2007 den Nobelpreis für Literatur. 2013 starb sie im Alter von 94 Jahren. Doris Lessings Mutter war Krankenschwester, ihr Vater Bankangestellter. Als sie geboren wurde, war ihr Vater bei der Imperial Bank of Persia angestellt. 1925 zog die Familie in die britische Kolonie Südrhodesien (heute Simbabwe), wo sie ein hartes Leben auf dem Land führte. Lessing besuchte eine katholische Klosterschule und die Girls High School in der Hauptstadt Salisbury (dem heutigen Harare). Das riesige Stück Land im Besitz der Familie brachte keinen Reichtum, sodass ihre Mutter den Traum, ein großbürgerliches Dasein „unter den Wilden“ zu führen, aufgeben musste. Mit vierzehn Jahren brach Lessing die Schule ab und arbeitete erst als Kindermädchen und dann als Sekretärin. In diesem Erinnerungsbuch stehen zwei starke, eigenwillige Frauen im Vordergrund: Doris Lessing selber und ihre Mutter. Es sind zwei Denkwelten die aufeinandertreffen und die das Buch immer noch hochaktuell bleiben lassen: „Wir sind nicht in die Welt gesetzt, zu tun und zu lassen, was uns gerade gefällt.“ (Seite 80) Das war die Welt ihrer Mutter, während in ihrem Kopf unter anderem die Frage dominierte: „Was könnte uns davor retten, genauso wie unsere Mutter zu werden.“ (Seite 87) Doris Lessing beschreibt das Rhodesien der dreißiger Jahre, sie schildert, wie unerträglich ihre Mutter war und wie unerträglich auch sie, die Tochter. Doris Lessing war eine schwierige Heranwachsende. „Ich kann mir niemand ungeeigneteres als mich vorstellen, um ihr zu gefallen.“ (Seite 24) Und genauso unerträglich ihre Mutter: „Sie litt unter jener weit verbreiteten Krankheit des mittleren Lebensalters und hatte das Gefühl alles glitt ihr durch die Hände.“ (Seite 65) Hier schreibt eine Tochter, die in ihrer Kindheit und Jugend und auch noch weit ins Erwachsenenalter hinein ihre Mutter gehasst, sich von ihrer emotionalen Erpressung ausgesaugt und von ihrer aufdringlichen und gängelnden Fürsorge bedroht gefühlt hatte. In unsentimentaler Klarheit lesen wir über diese schwierige Beziehung in einer politisch-historisch unsicheren Zeit. Wir lesen über ihre unglückliche Kindheit und das inhaltsleere Dasein britischer Siedler. Ein ehrliches, einfühlsames und gut geschriebenes persönliches Erinnerungsbuch. Einfach schön. Sie hat das Buch 1985 mit 66 Jahren geschrieben. Und für mich kommt sie zu dem Schluss: dass wir letztlich das Gleiche tun, wie unsere Eltern, die gleichen Träume träumen, die gleichen Fehler machen, dieselben Hoffnungen begraben und wenn wir Glück haben, jemanden finden, der uns ein bisschen liebt   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages http://www.wagenbach.de/buecher/demnaechst-erscheinen/titel/994--das-leben-meiner-mutter.html Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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