Doris Lessing Unter der Haut

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Inhaltsangabe zu „Unter der Haut“ von Doris Lessing

Im ersten Band ihrer Autobiografie erzählt Doris Lessing aus dreißig Lebensjahren, von ihrer Kindheit im afrikanischen Busch bis zu ihrem Aufbruch nach England - von Erfahrungen, die später Hintergrund ihrer großen Romane und Erzählungen werden sollten

Eine sehr ehrliche bemerkenswerte Autobiographie.

— Moni 3007

Der einstieg bei Lessings allerfrühester Kindheit und Kindheitserinnerungen fällt mir etwas schwer.. hoffe, es wird noch besser und lebendiger.

— Anja_Lev

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  • Rezension zu "Unter der Haut" von Doris Lessing

    Unter der Haut

    Moni 3007

    29. October 2010 um 22:29

    Doris Lessing schreibt in ihrer ersten Autobiografie von den Kindheitstagen im heutigen Iran, dem Leben auf der Farm in Rhodesien und ihren Erlebnissen als junge Frau in der Hauptstadt der britischen Kolonie Salisbury. Ihre Kindheitstage im Iran empfand sie als glücklich. Dann kam die schreckliche Zugfahrt durch Russland nach England. Dort sah sie zu ersten Mal ihre Grosseltern. Kurze Zeit später ging es mit ihren Eltern und ihrem Bruder nach Rhodesien. Mit ihrer Mutter kam sie ein Leben lang nicht klar und sie berichtet u.a. von dem langen Sterben ihres Vaters. Sie berichtet desweiteren von ihrer ersten Ehe und den Problemen mit ihrem ersten Sohn. Sie berichtet auch sehr genau von dem damaligen Leben in Rhodesien sowie von ihren Büchern und ihrem Schreiben. Die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges dort hat sie ebenfalls beschrieben........ Dies ist nur eine ganz kleine Kurzfassung, denn auf 606 Seiten hat man sehr viel zu lesen. Die Autobiografie endet dann mit ihrem Leben in England im Jahre 1949. Vor Jahren habe ich auch ihre zweite Autobiografie "Schritte im Schatten" 1949-1962 gelesen. Es ist eine wirklich sehr ehrlich, offene, spannende, fesselnde, bemerkenswerte sowie sehr gut geschriebende Autobiografie. Für jeden der sich für Doris Lessing und ihre Werke interessiert kann ich die Autobiografie wärmstens ans Herz legen. Es ist ein sehr beeindruckendes Zeitdokument mit einem sehr guten literarischen Schreibstil.

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  • Rezension zu "Unter der Haut" von Doris Lessing

    Unter der Haut

    Anja_Lev

    26. March 2010 um 14:16

    Mir ist der Einstieg in Doris Lessings Autobiographie nicht ganz leicht gefallen. Die ersten 40 Seiten widmet sie sich ihren frühesten Erinnerungen und den Überlegungen, ob diese wirklich erinnert oder von anderen berichtet sind. Ist dieser Part aber "überstanden", entfaltet sich ein kompliziertes, ideologisch motiviertes Leben im Afrika der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Doris Lessing, 1919 geboren als Doris Taylor hat stets gegen ihre Mutter opponiert, schon als Kind die Entfernung gesucht. Doch die Zeiten in Internaten und Klosterschulen waren nicht einfach, die Lehrer übertrieben streng, die Kinder hatten nur wenig Freiheiten. Auch dem Vater, den sie als Opfer des ersten Weltkriegs bezeichnet, ist sie über lange Strecken fremd. Lessing heiratet als sie 20 ist einen um einiges älteren Mann, bekommt zwei Kinder, engagiert sich zunehmend in der kommunistischen Partei oder kommunistischen Gruppen, verlässt den ersten Mann, heiratet wieder, ohne verliebt zu sein, schreibt, arbeitet weiter politisch und wird nochmals Mutter. Die Gesellschaft, in der sie in Südrhodesien, dem heutigen Simbabwe lebt, ist geprägt vom alten Geist des Kolonialismus, die Afrikaner sind "Kaffer" oder "Neger", Gleichberechtigung verhindert oder gar nicht in Erwägung gezogen. Es gibt kommunistische oder "fortschrittliche" Gruppen, die sich zwar engagieren, aber ohne langen Bestand bleiben und wenig ausrichten. Nach dem schwierigen Einstieg ist das Buch sehr interesssant geschrieben, Lessing kommentiert ihr Verhalten oft rückblickend, bewertet und urteilt teilweise auch hart. Sie erwähnt, welche realen Personen sie in ihren Büchern als Figuren verwertet hat, dies steht jedoch eher im Hintergrund. Die zeitliche Gestaltung des Buchs schwankt, teilweise schildert Lessing konkrete Begebenheiten, dann wieder fasst sie längere Abschnitte zusammen. Wer nicht nur eine Biographie der Schriftstellerin sucht, sondern auch wissen möchte, wie die Gesellschaft in der britiischen Kolonie Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt hat, bekommt hier ein interessantes Bild, wenn natürlich auch sehr subjektiv.

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