Doris Schmidt

 3.2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Grufties, Schwarze Mode der Grufties und weiteren Büchern.

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Jeans

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Erschienen am 01.10.2004
Schwarzwald

Schwarzwald

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Erschienen am 01.01.2015
Chirurgie, Orthopädie, Urologie

Chirurgie, Orthopädie, Urologie

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Erschienen am 20.09.2005
Indien

Indien

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Erschienen am 01.01.2016
Chirurgie

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Erschienen am 11.11.2004
Renaissance und Reformation

Renaissance und Reformation

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Erschienen am 01.09.2016

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Rezension zu "Grufties" von Doris Schmidt

Grufties - Nur auf die Kleidung bezogen
Seitenfetzervor 5 Jahren

Warum auch immer sich eine Mode- und Textilwissenschaftlerin und ein Sportwissenschaftler sich dem Thema “Grufties” widmen, bleibt mir doch recht schleierhaft. Jedoch kann man dem Klappentext bereits entnehmen, dass das Augenmerk des Buches vor Allem auf die Kleidung und andere äußere Eindrücke von Goths gelegt wurde.

In der Einleitung wird zunächst behandelt, welche Rollen Jugendkulturen und verschiedene Kleidungsstile in der Gesellschaft spielen. Anschließend konzentriert sich das Buch auf die “Grufties”. Und dort erwischte mich direkt eine erste Welle der Skepsis. Vielleicht neigen Mitglieder der schwarzen Szene dazu, ihre Räume etwas extravaganter zu gestalten, aber von schwarzen Räumen mit schwarzen Möbeln und abgedunkelten Fenstern oder dauer-heruntergelassenen Rolläden habe ich noch nichts gehört. Vielleicht kenne ich aber auch nur die “falschen” Leute.

Anschließend werden auch Themen wie das Satanismus-Klischee angesprochen. Dabei wird Satanismus in einem Diagramm grafisch dargestellt, wobei ich mir die Frage stellte, ob dort wirklich “Heavy-Metal-Musik” unter “Kultureller Satanismus” als eine Unterform des Satanismus eingeordnet wird. Aber bestimmt lässt sich die religiöse Einstellung jedes Menschen anhand seiner Musik erfassen.

Und auch zwei kleine Schreifehler sind mir sofort ins Auge gesprungen. Das WGT als “Wave Gothic Treffen” passiert ja des öfteren. Jedoch ist direkt neben dieses Schreibfehlers eine Festival-Broschüre (o.Ä.) des WGTs abgebildet. Da hätte man doch kurz nachschauen können. Der weitaus fatalere Fehler ist jedoch, eine komplett neue Band zu erfinden: Theaters of Tragedy ! Vermutlich ist damit Theatre of Tragedy gemeint, aber wenn man schon nach Bands recherchiert, darf man diese doch bitte auch fehlerfrei (ab)schreiben.

Jedoch kann man dem Buch anrechnen, dass es, was die Recherche zu den einzelnen Kleidungsstücken – und diese sind nicht zu wenige –  angeht, wirklich ausführlich ist. Ich persönlich hätte mir gerade mal die Hälfte denken können, wobei de Übersetzungen englischer Begriffe teils verwirred sind, sind einfache Wörter wie Spider zwar übersetzt, musste ich ein anderes doch nachschlagen.

Zudem lässt sich anhand des Buches sehr gut verdeutlichen, dass es durchaus “Trends” (bzw. Entwicklungen) in der schwarzen Szene gibt, vergleicht man doch nur die aufgeführten Kleidungsstücke mit der heute alltäglichen Auswahl. Goth ist eben nicht gleich Goth.

Insgesamt wurde wirklich sehr viel zu jedem einzelnen Kleidungsstück erwähnt und interpretiert – teilweise wirklich sehr viel. Wenn ich etwas sehe, das mir gefällt, denke ich zumindest nicht darüber nach, ob ich nun “sample” oder “revival”. Andererseits wurden im allgemeinen von der Gesellschaft eher kritisch betrachtete Symbole zu wenig untersucht. Ich glaube nicht, dass jeder Totenköpfe und umgedrehte nur zum Zweck des Schockens trägt.

Abschließend ist wohl zu sagen, dass man auch zu viel in Kleidung hineininterpretieren kann. Es ist durchaus interessant, mal ein paar mehr Hintergründe für das ein oder andere kennenzulernen, jedoch kann man es auch übertreiben. Letztendlich sollte Kleidung doch als das betrachtet werden, was sie ist: Kleidung.

Wer sich ein paar Hintergrundinfos oder Inspirationen aneignen will, sollte sich das Buch durchaus mal ansehen, jedoch verpasst man nicht DIE Erkenntnis über die Schwarze Szene, wenn man es bleiben lässt. Dafür gibt es also 3 von 5 Sternen.

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