Dorit Linke Jenseits der blauen Grenze

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Inhaltsangabe zu „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke

Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes Seil, das ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit …

Hochspannend, dramatisch, fesselnd, ein wichtiges Zeitdokument: Dieses Buch hat mich tief berührt und lässt lange nicht los.

— somnialee

Ein wunderschönes Buch über das Leben in der DDR und den Fluchtversuch!

— Chiaramaus

Ein sehr gutes Buch.

— Dorfwolf

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  • Jenseits der blauen Grenze

    Jenseits der blauen Grenze

    Chiaramaus

    08. January 2017 um 15:21

    Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit - und nur ein dünnes Seil, das ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit...Dieses Buch ist so schön! Ich habe gerade aufgehört zu lesen und kann mich noch immer nicht ganz aus seinem Bann befreien. Dorit Linke schafft es mit ihrem einzigartigen Schreibstil, ihre Leser an die Geschichte von Hanna, Andreas und Jens zu fesseln. Sehr interessant wird das Leben in der DDR beschrieben - mir haben vor allem die Witze sehr gut gefallen ;-) Aber die vielen Nachteile der DDR kommen gut heraus und schließlich bleibt Hanna und Andreas keine andere Wahl, als zu fliehen. Fünfzig Kilometer, meine Güte, das ist wirklich sehr viel. Atemberaubend wird die Flucht beschrieben, sehr detailliert erfährt man alles über die komplizierten Schwimmvorgänge, die Energie einsparen sollen - sonst ist es unmöglich, 25 Stunden durchzuschwimmen. Eine sehr berührende Geschichte über das Leben und die Flucht aus dem Osten. Vor allem im letzten Teil des Buches musste ich mir immer wieder die Tränen wegwischen. Überaus empfehlenswert!

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  • Hannas DDR-Geschichte

    Jenseits der blauen Grenze

    Dorfwolf

    07. December 2016 um 15:55

    Das Buch ist fantastisch. Es erzählt die Geschichte von Hanna, wie sie zusammen mit Andreas über die Ostsee aus der DDR fliehen. Dabei springt die Geschichte immer wieder in Hannas Vergangenheit und erzählt einzelne Erlebnisse aus ihrem Leben in der DDR.Das Buch liest sich flüssig, da es mit jeder Seite spannender wird. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ich das Buch in wenigen Tagen fertig gelesen habe.Die Handlung der Geschichte hat mich auch sehr begeistert, da es zum einen das schwere Leben der DDR Kinder zeigt und die noch schwerere Flucht so realistisch beschreibt, dass man meinen könnte, sie währe so echt passiert.Das Buch ist im Großen und Ganzem sehr gut. Ich kann es nur jedem weiter empfehlen, auch wenn jemand sich nich für politische oder historische Ereignisse wie die Zeit in der DDR interessiert.

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  • Berührend und beängstigend: Eine Zeichnung einer ganzen Generation! Großartig!

    Jenseits der blauen Grenze

    JuliaSchu

    18. January 2016 um 18:19

    Vielleicht kann man sogar schon so weit gehen und „Jenseits der blauen Grenze“ aus heutiger Sicht als historischen Roman bezeichnen, da er sich auf eine unglaubliche Art und Weise mit der DDR Geschichte auseinandersetzt. Der Roman von Dorit Linde war 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und ist ein großartiges Werk, das man mit Faszination und Ergreifen liest. Es macht die damalige DDR-Realität vorstellbar und erzählt dem Leser eine unvergessliche Geschichte. Hanna und Andreas halten es in der DDR nicht mehr aus. Von der Staatsmacht unterdrückt und all ihren Zukunftsmöglichkeiten beraubt bleibt ihnen nur die Flucht. Kein Abitur, kein Wunschberuf, stattdessen nur die Arbeit in einem Dieselmotorenwerk bringt die beiden dazu in den Westen zu wollen – über die Ostsee, also über die blaue Grenze. Fünfzig Kilometer schwimmen, mit nichts als dem, was sie am Körper tragen können. Dunkelheit, Kälte und körperliche Erschöpfung. Und nur eine Schnur verbindet die beiden im Wasser und rettet sie vor der absoluten Einsamkeit… Dach Buch beginnt sehr unvermittelt. Hanna und Andreas stehen am Beginn ihrer Flucht über die Ostsee. Der Plan ist gut durchdacht, doch was die beiden Jugendlichen wirklich erwartet, können sie nicht wissen. „Jenseits der blauen Grenze“ erzählt eine sehr berührende Geschichte. „Berührend“ allerdings nicht im Sinne von Romantik, sondern eher im Sinne von Ergreifung. Die beiden Jugendlichen, die sich im August 1989 zur Flucht entschieden haben, sprießen voller Leben und können die nahende Wende nicht absehen. Wer hätte das damals wohl auch tun können? Für den Leser, der nun einmal mehr weiß als die Protagonisten, ist dies sehr traurig. Aber macht das die Geschichte nicht noch lesenswerter? Als Leser begibt man sich zusammen mit Hanna und Andreas au die Flucht. Das Buch ist nicht in normale Kapitel oder Ähnliches unterteilt, sondern lediglich in wechselnde Abschnitte. Während der Flucht erinnert sich Hanna, die Ich-Erzählerin, an ihr Leben in der DDR. Auch wenn die Flashbacks manchmal etwas verwirrend sind, da sie nicht alle in chronologischer Reihenfolge stehen, erfährt man so sehr viel über die DDR. Ich bin Geschichtsstudentin und hatte das Thema der DDR im Abitur. Demnach würde ich nicht sagen, dass ich wenig über die DDR weiß. Aber der Stoff, den Dorit Linde in den Roman einarbeitet, kann man so nicht kennen, wenn man kein Zeitzeuge ist. Das Buch ist unglaublich authentisch und real. Das Leben der Jugend in der DDR wird lebendig erzählt, so dass man die Gefühle und Handlungen zwischen verzweifelt und rebellisch mehr als nachvollziehen kann. Die Gedanken der Jugend, die man vielleicht wirklich stellvertretend betrachten kann, sind erschütternd. Es ist faszinierend, wie sich die Menschen in diesem Staat gefühlt haben, wie der Schulalltag aussah, wie man auf rebellische Handlungen reagierte und wie offen man mit der Not an allem, vor allem an westlichen Waren, klarkam. Besonders schön finde ich es, wie die berühmten Witze über die DDR ins Buch fließen. Es ist allzu bekannt, dass die Menschen, die die Witze vor den falschen Menschen erzählten inhaftiert und von der Stasi beobachtet wurden. Was das betrifft, haben die Protagonisten in „Jenseits der blauen Grenze“ wohl Glück gehabt. Doch allzu viel haben sie davon auch nicht, denn beobachtet werden auch sie im Alltag. Die Protagonisten gefielen mir ebenfalls sehr gut. Die Authentizität ist in Büchern mit geschichtlichem Faktor sehr wichtig und die ist hier mehr als gelungen. Hanna ist Leistungsschwimmerin, fiel dem System aber des Öfteren negativ auf, weshalb sie das Abitur nicht machen darf und auch sportlich nicht vorankommen wird. Andreas ist ein absoluter Verlierer des Systems. Der Bad-Boy im Buch, von denen es viele gegeben haben muss. Und dann wäre da noch Sachsen-Jensi, der dritte im Bunde, der mit seinem niedlichen Humor besticht. Auch wenn nur Hanna und Andreas fliehen, handeln die Flahbacks doch immer von den drei besten Freunden, die eigentlich alle das Gleiche denken.  Der Schreibstil der Autorin ist klasse. In den Flashbacks, die einen großen Teil im Buch einnehmen, ist er flüssig und nah.  In den Passagen der Flucht ist er umso interessanter. Er ist von der Anstrengung der beiden geprägt und von den Gedanken der Ungewissheit. Jederzeit können sie erwischt werden und das beschäftigt Hanna ungemein. Mit dem nahenden Ende, naht auch die körperliche Erschöpfung – und dem ist der Schreibstil angepasst. Die Sätze werden kürzer. Ellipsen beherrschen die Seiten. Man bekommt nur noch Gedankenfetzten mit. Dieses sprachliche Mittel finde ich einfach nur gut und ist sehr schlau eingesetzt.  Fazit: Ich wurde im gesamten Leseprozess gefesselt. Dorit Linde, die selbst Leistungsschwimmerin war, erzählt die Geschichte authentisch und ergreifend. Sie bringt den Leser dazu ebenfalls entsetzt, traurig und verzweifelt zu sein. Man fühlt mit der Geschichte mit und lernt nebenbei noch eine Menge über den Alltag in der DDR. Ein Land, das noch gar nicht so lange von der Bildfläche verschwunden ist. Für mich bildet „Jenseits der blauen Grenze“ sowohl eine spannende Lektüre, als auch ein gut recherchiertes geschichtliches Werk. Ich möchte es mit dem Attribut „großartig“ beschreiben und verbleibe voller Respekt und Freude über dieses gute Buch mit 5 Sternen.

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  • Jugendbuchchallenge von LovelyBooks 2015

    Buchraettin

    Hinweis für die Challenge 2016 http://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuch-Challenge-bei-LovelyBooks-2016-1206563269/1206599763/ Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann nehmt doch an der Jugendbuch-Challenge 2015 teil. Es soll einfach Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen. Anmeldungen sind jederzeit möglich. Hier sind die Regeln: Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden. (Natürlich könnt ihr auch mehr lesen). Die Challenge läuft vom 1.7. bis 31. 12. 2015. Es zählen Rezis, die ab dem 1.7. 2015 geschrieben worden sind. Da es eine Challenge ist, soll das ja auch eine Herausforderung sein und mal dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so vielleicht nicht gelesen und dann auch entdeckt hättet. Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Es zählen Bücher vom Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren (Das Alter der Haupt-Protagonisten im Buch sollte in diesem Alter liegen). Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2015) Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2015) Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2015) Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2015) Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch und 2 dürfen frei ausgewählt werde!   Jeder Teilnehmer sollte einen Sammelbeitrag erstellen und seine Rezensionen dann dort einstellen. Hier soll dann auch der Link zu einem Regal "Jugendbuchchallenge 2015" auf dem eigenen Sammelbeitrag verlinkt werden. Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per PN, dann füge ich den neben eurem Namen in der Teilnehmerliste ein. Übrigens, unter allen Teilnehmern, die die Challenge erfolgreich abschliessen, wird ein Buchpaket von LovelyBooks verlost:) ( im Januar 2016) >> Hier findet ihr noch eine Liste mit Neuerscheinungen 2015! >> Und hier geht's zur Kinder- und Jugendliteraturgruppe! Teilnehmer  Buchrättin Jungenmama  katja78 Anke3006 Ceciliasophie  Lesezirkel Challenge beendet Seelensplitter  Challenge beendet Chianti Classico Lesesumm Sophiiie Lesebiene27- abgemeldet LadySamira091062 MiHa_LoRe Ruhki Solara300 Challenge beendet Floh Challenge beendet Lunamonique Challenge beendet Suppenfee BookfantasyXY Buchgespenst Alchemilla Cheerry99 Bambi-Nini Curin Lena205 Wayland Hexe2408 Kuisawa Foreverbooks02 Challenge beendet mabuerle Challenge beendet Icelegs Challenge beendet

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  • Urst stark! Ein Buch, das mich tief berührt hat ...

    Jenseits der blauen Grenze

    Die-wein

    21. April 2015 um 10:00

    Nachdem Hannas bester Freund Andreas beschließt aus der DDR zu flüchten, plant sie gemeinsam mit ihm die Strecke durch die Ostsee. Fünfzig Kilometer schwimmend bis nach Fehmarn, und da weder Andreas noch Hanna eine glückliche Zukunft in der DDR sehen, fasst Hanna den Entschluss, mit ihm zu gehen. Im Gepäck haben sie lediglich ein in Folie geschweißtes Mosaik-Heft für ihren Freund Sachsen-Jensi, Blockschokolade, Schmerztabletten sowie eine Wasserflasche. Lediglich ein dünnes Band, dass sich beide um's Handgelenk binden, hält die beiden Freunde während ihrer kräftezehrenden Flucht zusammen. Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt, da mich die Thematik nach wie vor sehr interessiert, und als ich schließlich den Klappentext las und erfuhr, wie die beiden Freunde flüchten wollten, hielt ich das schlichtweg für Wahnsinn. Dennoch weiß ich, dass tausende Menschen genau diesen Weg in die Freiheit wählten. Hanna, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, habe ich bereits nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen und je mehr ich über ihre Kindheit und Jugend in der DDR erfuhr, desto besser verstand ich, warum sie diesen Weg wählte. Hanna wuchs in einer liebevollen Familie auf und wollte, nachdem sie nicht gut genug für den Leistungssport war, Biologie studieren. Stattdessen wurde sie dazu verdonnert Dosenöffner sowie Schiffsschrauben zusammen zu bauen. Sie hat sich längst damit abgefunden, aber als ihr bester Freund beschließt zu flüchten, muss sie einfach mit ihm gehen. Wie soll sie denn ohne ihn das alles ertragen. Ihr gemeinsamer Freund Sachsen-Jens durfte bereits einige Jahre zuvor mit den Eltern ausreisen. Während Hanna und Jens durch die Ostsee schwimmen, blicken sie immer wieder zurück auf ihre gemeinsame Kindheit und Jugend und obwohl ich die Flucht unheimlich spannend fand, mochte ich diese Rückblenden fast noch lieber, da sie bei mir so viele schöne lustige sowie irrsinnige Erinnerungen wach werden ließen. Die tiefe und ehrliche Freundschaft der Drei hat mich zutiefst berührt und ich fand es bemerkenswert wie diese sich aufeinander verlassen konnten. Der lockere und humorvolle Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und am Ende des Buches gibt es auch eine Übersicht, in der einige Begriffe genau erklärt werden. Die Handlung wechselt ständig zwischen der spannenden Flucht, bei der man sehr gut die Kälte des Meeres nachempfinden kann, und der schönen aber auch vom Staat vorgegebenen Kindheit und Jugend, hin und her. Bereits in der Schule eckten die Drei mit ihrer offenen und ehrlichen Art immer wieder an und dann ist da immer noch Hannas Großvater, der sich einfach nie anpassen konnte und immer noch eins obendrauf setzte. Mein Fazit: Ein Buch, das einfach jeder gelesen haben sollte. Es ist ein Stück deutsche Geschichte und ich würde mir wünschen, dass dieses Buch noch viele begeisterte Leser findet. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und zugleich so berührend und amüsant geschrieben, dass man es nach dem Lesen wie ein Fotoalbum voller Erinnerungen an sich drücken möchte.

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  • Ein Lesemuss! Spannende und berührende deutsche Geschichte

    Jenseits der blauen Grenze

    raven1711

    14. April 2015 um 08:02

    Inhalt: Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes Seil, das ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit …   Meinung: Auch dieses Buch hat eine Nominierung für den Jugendliteraturpreis 2015 erhalten. Ich muss gestehen, dass mich das Thema DDR nicht immer sehr reizt und ich manchmal das Gefühl einer Übersättigung habe, da das Thema so oft in Film und Fernsehen präsent ist. Aber natürlich bin ich jederzeit gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen. Und Gott sei Dank habe ich mich für dieses Buch interessiert. Zentrales Thema in diesem Buch die Flucht über die Ostsee, ergänzt von den Begleitumständen, die Hanna und Andreas zu dieser Maßnahme getrieben haben. Dabei haben unsere Protagonisten kein Boot, sondern müssen die Strecke zum rettenden Fehrmann schwimmend zurücklegen. Diese Passagen sind dabei so spannend gestaltet, dass an keiner Stelle im Buch Langeweile aufgekommen ist. Die Autorin legt direkt mit der Flucht los und erzählt dann in Rückblenden von Hannas Leben in der DDR. Nach und nach kristallisiert sich so der Grund für Hannas und Andreas Flucht heraus. Zwischendrin geht dann der dramatische Überlebenskampf auf der Ostsee für die zwei weiter. Ob sie es schaffen, verrate ich an dieser Stelle nicht, dass müsst ihr selber nachlesen. Als Westkind der 80er habe ich vom Mauerfall und den ganzen Ereignissen drum herum direkt nicht so viel mitbekommen, denn mal ehrlich, welche 6/7-Jährige interessiert sich da schon für Politik? Trotzdem bleibt natürlich Einiges hängen und auch später in der Schule und aus eigenem Interesse erfährt man mehr über die DDR. Ein klares Bild habe ich von der Zeit in der DDR natürlich nicht, aber genau diesen Punkt trifft die Autorin hier sehr gut. Sie schildert in klaren Worten, wie die Verhältnisse dort drüben waren. Sie schönt dabei nichts und man kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Richtig gut gefallen hat mir, dass es auch ein Glossar am Ende des Buches gibt, was es der Jüngeren und der unbedarften Westgeneration einfacher macht, bestimmte Begriffe zu verstehen. Auch die Umgebung und das Ambiente konnte ich mir sehr gut vorstellen. Typische Vorgänge in der DDR, wie z. B. die Jugendweihe sind sehr gut beschrieben. Auch hier hat die Autorin es geschafft, ein klares Bild zu erstellen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Man spürt, wie problematisch der Umgang mit den Autoritätspersonen für die Jugendlichen ist. Die ständige Überwachung und die Rechtfertigungen für Handlungen zehren an den Nerven. Hanna ist dabei die ruhigste der drei Freunde, Sachsen-Jensi ist der Spaßvogel des Trios, der mit viel Eigenironie durchs Leben geht. Zwar machen ihn die vielen Hänseleien aufgrund seines Aussehens und seiner Herkunft zu schaffen, trotzdem hat er immer sehr viel Humor. Andreas dagegen ist eine sehr verlorene Figur. Er hat es von allen am Schwersten, denn sein Elternhaus ist nicht das Beste und auch die Schule macht ihm zu schaffen. Das unfaire System kommt ihm und seinen Zukunftsträumen nicht entgegen. Dieses Buch bewegt und regt zum Nachdenken an. Auch jetzt noch, eine Woche nachdem ist es ausgelesen habe, ist die Geschichte in meinem Kopf immer noch präsent. Es prangert die Lebensumstände und Zwänge der DDR an, dies aber in einem jugendlichen und klaren Stil. Seine Hauptfiguren verliert das Buch dabei nicht aus den Augen und man bangt bis zur letzten Seite um Hanna und Andreas. Richtig erschüttert hat mich, dass zwei so unbedarfte Personen, die eigentlich nur ihren Weg im Leben gehen wollen, von den Umständen und Verhältnissen zu solch einer extremen Verzweiflungstat getrieben werden. Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive. Hanna nimmt uns mit auf ihre Flucht durch die Ostsee und lässt uns an ihren Gedanken und Erinnerungen teilhaben. Die Autorin schafft es gekonnt, den Spannungsbogen oben zu halten und die Informationen nach und nach einzufügen, ohne in die Länge zu ziehen oder Logiklücken zu produzieren. Vielen Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar.   Fazit: Ein spannendes Stück Geschichte, authentisch und jugendnah erzählt. Für mich ein absolutes Lesemuss! Lest dieses Buch! Von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Punkten! (Mein Blog: vanessasbuecherecke.wordpress.com)

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  • Eine Reise in die Vergangenheit

    Jenseits der blauen Grenze

    ClaudiasBuecherhoehle

    27. March 2015 um 20:12

    Jenseits der blauen Grenze von Dorit Linke erschienen bei Magellan Der Klappentext Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes Seil, das ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit … Meine Meinung zum Cover Das Cover hat einerseits etwas vom schönen Urlaubsfeeling: Strand, Sonne, Meer – wenn da nicht der Stacheldraht im Vordergrund wäre… Ein ganz klares Zeichen für den Inhalt des Buches. Die Story selbst wird abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Kapitelkennzeichnungen gibt es erstaunlicherweise gar nicht, was ich anfangs etwas verwirrend fand. Einzig die Absätze sind durch eine kleine Wellen- oder Wasserzeichnung voneinander getrennt. Charaktere und meine Meinung Hanna und Andreas sind unsere Protagonisten in diesem Buch. Andreas wollte den Osten wegen verschiedener Dinge verlassen, Hanna konnte ihn nicht alleine lassen. Ein sehr schöner, aber natürlich auch riskanter und gefährlicher Zug von ihr. Dass einem alleine die Flucht aus der DDR gelingt, ist ja schon schwierig genug – aber gleich Zweien? Ihr Fluchtweg ist über die Ostsee bis ganz nach Fehmarn geplant, was ich von der Idee her nicht schlecht fand. Mich erstaunte es auch, dass es ihnen augenscheinlich so „leicht“ gemacht wurde. Die Bewachung hatte ich mir stärker vorgestellt. Andreas ist ein vorlautes Kind in der Schule gewesen, der sich damit so einigen Ärger eingehandelt hat. Im Gegensatz zur Gegenwart, denn da zeigt er eine sehr ruhige, fast ängstliche Seite von sich. In der Vergangenheit spielt auch der Mitschüler von Hanna und Andreas, Sachsen-Jensi, eine Rolle. Jens kam eines Tages aus Sachsen in ihre Klasse und eckte gleich wegen seinem ausgeprägten Dialekt an. Sehr schön fand ich einige Sätze, die in genau diesem wieder gegeben wurden. Ich konnte ihn mir bildlich richtig gut vorstellen! Die Story beginnt mit der Gegenwart. Die Protagonisten sind kurz davor, in die Ostsee zu gehen und ihre Flucht zu beginnen. Hier gefiel mir sehr gut, dass die beiden die Flucht äusserst detailliert geplant hatten. Keine überstürzte Aktion, sondern wirklich gut überlegt. Durch die einzelnen Vergangenheitskapitel wird die Geschichte um einiges aufgelockert und der Leser wird in die DDR-Zeit versetzt. Wie krass war es, dass Jugendliche allein wegen geschenkten Süßigkeiten in der Schule einen Eintrag ins Buch bekamen! Für uns aus dem Westen wahrscheinlich ganz unvorstellbar… Man wird in eine Zeit zurückversetzt, in der Twix noch Raider hieß, die Sehnsucht nach der neuesten Musik und einem Konzertbesuch fast auswegslos erscheint und man wirklich froh sein konnte, ohne einen Besuch beim Rektor den heutigen Schultag überstanden zu haben… Eine Jugend, die aus der FDJ und Jugendweihe bestand und man einen Witz nach dem anderen über die DDR vom Stapel ließ. Ein wirklich krasses Weltbild, das nach so langer Maueröffnung bei mir schon langsam in Vergessenheit geraten ist. Als ich dann auch noch mit Hanna und Andreas an der S-Bahn-Station Lütten Klein ankam, wurde ich erst einmal in meine eigene Vergangenheit katapultiert. Lütten Klein ist ein Ortsteil von Rostock, den ich kurz nach der Maueröffnung im Jahr 1990 als Teenager aus privaten Gründen besucht habe. Das war schon ein eigenartiges Gefühl beim Lesen, da es sich ja nur um einen ganz kleinen Teil der Stadt handelt. Mein Fazit Dorit Linke hat mich mit ihrem Debütroman „Jenseits der blauen Grenze“ in eine für mich längst vergangene Zeit zurück versetzt. Ihr Schreibstil gefiel mir gut, die Idee hinter der Story ebenso. Einzig die Charaktere blieben gesichtslos für mich, eine ausgeprägte Bindung konnte ich leider nicht aufbauen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit lockerte die Geschichte auf, was auch gut so war. Nur eine Flucht aus dem Osten in den Westen wäre zu langatmig geworden. Die ständige Angst, geschnappt zu werden, drückt sich sehr gut bei den Charakteren aus und erscheint jederzeit logisch. Das Ende ist anders, als ich erwartet hatte, was aber keineswegs negativ zu bewerten ist. Das einzigartige DDR-Feeling drückt sich in vielen Kleinigkeiten aus – man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht. Eine Flucht noch im August 1989 aus der DDR bringt einen aus heutiger Sicht natürlich sehr zum Nachdenken. Wenn Hanna und Andreas da gewusst hätten, was sich im November ereignen würde, hätten sie sich die ganzen Strapazen sparen können… Alles in allem ein gutes Buch, das einen auf die andere Seite der Grenze entführt und sich somit 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient hat. Die Autorin Dorit Linke, geboren 1971 in Rostock, wuchs in der DDR auf. Sie machte Abitur, war Leistungssportlerin und Rettungsschwimmerin. Den politischen Wandel Ende der Achtziger erlebte sie bewusst mit, nahm an den Montagsdemonstrationen teil und war achtzehn Jahre alt, als die Mauer fiel. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Jenseits der blauen Grenze ist ihr erster Roman. ab 15 Jahren 304 Seiten ISBN 978-3-7348-5602-0 Preis: 16,95 Euro © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses Exemplar bedanken!

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Abenteuer Ostsee

    Jenseits der blauen Grenze

    MelE

    09. January 2015 um 13:57

    "Jenseits der blauen Grenze" ist ein Roman, der das Leben als Jugendliche/r in der ehemaligen DDR verdeutlicht und mir erneut bewusst macht, wie eingeschränkt junge Menschen waren. Eine Flucht über die Ostsee Richtung Fehmarn scheint die einzige Loslösung zu sein, um das Leben nicht mehr fremdbestimmt leben zu müssen. Ich habe es als  sehr beklemmend empfunden und dennoch fühlte ich mich in der authentischen Erzählweise sehr wohl, da nichts beschönigt wurde, sondern eindrücklich an mich appelliert wurde. "Jenseits der blauen Grenze" erzählt in Rückblenden und Gegenwart die Geschichte drei Jugendlichen, die von Natur aus zwar unterschiedlich sind, sich aber vom System der DDR lossagen möchten. Eine Story in der Gewalt in Familien nicht vertuscht wird und auch deutlich wird, wie eingeschränkt das Leben und Denken war. Wer sich nicht anpasst, wird in Jugendwerkshöfe abgeschoben oder darf sich beruflich oder schulisch nicht entfalten, obwohl die Leistungen stimmen würden. Ich habe es als gewaltig empfunden und wieder einmal festgestellt, wie wenig ich vom System der DDR wusste, gerade was das Anpassen von Jugendlichen betrifft. Wer sich wehrt, wird bestraft und ausgegrenzt. Ob eine Flucht über das Meer sinnig ist? Ein Abenteuer, welches Kraft und Mut erfordert. Es bleibt die Wahl, entweder zu sterben, sich einfach einen fremden Willen aufzwingen lassen oder einen Neuanfang in der Bundesrepublik Deutschland zu starten. Mir zeigt "Jenseits der blauen Grenze" die Verbitterung und Verzweiflung sehr deutlich und daher wirkt der Roman wirklich sehr beklemmend. Natürlich gibt es auch viele schöne und amüsante Momente, die in den Rückblenden recht deutlich werden, aber sobald wir uns als Leser wieder in der kalten Ostsee befinden erdrücken die Emotionen komplett. Gerade durch die berührenden Szenen im Buch empfand ich das Buch als authentisch und konnte komplett mit den Protagonisten mitfühlen. Für mich war es eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit. Eine Reise in meine eigene Jugendzeit als Twix noch Raider hieß und Modern Talking die Charts erstürmten. Ein erneutes Bewusst werden, wie frei ich mich entfalten konnte, ohne in meinem Denken und Handeln eingeschränkt zu werden. Für jugendliche Leser ab 14 Jahren unbedingt geeignet, um auch ihnen bewusst zu machen, wie die Geschichte eines geteilten Deutschlands geschrieben wurde. Sicherlich gab es auch ganz, ganz viel Gutes in der DDR und dieses Buch ist nur ein kleiner Auszug dessen, welches aber regelrechte Beklemmungen in mir auslöst und auch nicht unbedingt positive Rückblicke zulässt. Die Verzweiflung wird deutlich und nur eine Flucht ermöglicht frei zu denken, handeln und zu leben. Niemand schreibt dir deinen Lebensweg vor oder schränkt dich ein. Du selbst bist derjenige / diejenige, die bestimmt und niemand anders.

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  • Wenn die Vergangenheit lebendig wird

    Jenseits der blauen Grenze

    Toirse

    03. January 2015 um 12:07

    Erster Eindruck:  Ich hatte schon einmal irgendwo hier auf dem Blog erwähnt wie toll ich die Cover der Magellan-Bücher finde, oder? Dieses ist auf jeden Fall keine Ausnahme.  Auch toll: Der Einband und farbigen Seiten hinten und vorne aber genau den gleichen Blauton. Nur etwas zu freundlich für Ostsee ist die Farbe. Inhalt: Hannah und Andreas stehen am Strand bei Kühlungsborn. Sie wollen aus der DDR fliehen. Das Abitur wurde ihnen verweigert, Hannah auch der Erfolg als Sportlerin und nun wollen sie einfach nur weg. In den Westen. Über die Ostsee. Meine Meinung: Dorit Linke schreibt sehr eindringlich. Im ersten Moment kann man fast nicht glauben was man liest. Man möchte Andreas und Hannah anschreien, ihnen sagen „Ihr seid doch verrückt!“. Aber es kommt auch gleich das Gefühl auf, dass die Flucht eigentlich keine Wahl ist. Das es einfach sein muss. In Rückblenden wird erzählt wie es überhaupt zur Flucht gekommen ist. Sie unterbrechen die Erzählung er eigentlichen Flucht immer wieder. Eigentlich mag ich diesen Aufbau mit Rückblenden nicht so gerne. Grade, wenn wie hier die Rückblenden nicht in sich chronologisch sind. Andererseits: 300 Seiten Schwimmen in der Ostsee am Stück wären auch langweilig. Und die Rückblenden sind wirklich sehr gut eingefügt in das Geschehen. Meist löst irgendetwas Hannahs Erinnerung aus und sie erzählt dann aus der Vergangenheit. Ich selbst bin erst nach dem Mauerfall geboren. Für mich existiert die DDR nur in Geschichtsbüchern. Interessantes Thema aber zum Scheitern verurteilt. So ähnlich wie die Weimarer Republik. Dorit Linke schafft es die DDR lebendig werden zu lassen. Fazit: Ein wirkliches gutes Buch. Ein „echter“ historischer Roman, der es schafft Vergangenes lebendig werden zu lassen ohne dabei belehren zu wollen oder sich nach Geschichtsbuch anzuhören. Von mir gibt es daher 5 Sterne! Diese Rezension erschien ursprünglich auf meinem Blog Büchernest

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  • Wenn Verzweiflung uns antreibt ...

    Jenseits der blauen Grenze

    ConstanzeBudde

    18. October 2014 um 18:48

    Wie verzweifelt muss man sein, um 50 Kilometer durch die Ostsee schwimmen zu wollen? Hanna und Andreas sind 17 Jahre alt, träumen vom Abitur und einem anschließenden Studienplatz. Doch in der DDR ist dies nicht so ohne Weiteres möglich. Durch ein Verhalten, das den Vorstellungen der sozialistischen Regierung widerspricht, haben Hanna und Andreas die Möglichkeit einer selbstbestimmten Zukunft verloren. Der Willkür und der Unterdrückung der Stasi ausgesetzt, sehen die beiden nur einen Ausweg: Die Flucht über die Ostsee. Von Warnemünde aus wollen sie mit einer einfachen Taucherausrüstung und einem Seil, das ihre Handgelenke verbindet, zur 50 Kilometer entfernten Insel Fehmarn schwimmen. Doch auch die Seegrenze ist streng bewacht und das offene Meer unberechenbar. Dorit Linke hält sich nicht mit einer langen Einleitung auf, sondern zieht den Leser direkt ins Geschehen, an den Abend vor der Flucht. Aus Hannas Sicht wird erzählt, wie sie und Andreas auf die Dunkelheit warten, um dann von den Grenzposten unbemerkt in die Ostsee zu gehen. Sehr eindringlich werden kühle Berechnung, Abwägung der Gegebenheiten aber auch Ängste und Hoffnungen der Protagonisten geschildert. Während der Lesens überkommt einen das Gefühl, als säße man mit am Strand und warte gespannt auf den günstigsten Moment. Und trotzdem fragt man sich, warum Hanna und Andreas diese Strapazen mit ungewissem Ausgang auf sich nehmen wollen. Während sie nebeneinander durch die Ostsee schwimmen, denkt Hanna immer wieder an das, was sie zurücklassen und an alles, was zur Flucht geführt hat. Diese Rückblenden wechseln sich mit den Geschehnissen während der Flucht ab und zeichnen ein Bild von Jugendlichen, wie es sie zu hunderten in der DDR gegeben haben wird. Hanna und Andreas und ihr Freund Sachsen-Jensi sind normale Teenager, die ihren Interessen nachgehen, Probleme mit den Eltern und Klassenkameraden haben, die Streiche spielen, von der Zukunft träumen und immer wieder ihre Grenzen austesten. Die Situationen, die die drei Freunde erleben, sind dabei mal sehr ernst, mal zum Brüllen komisch. Sachsen-Jensi, der immer einen Ost-Witz auf Lager hat, stets eingeleitet mit "Kennt ihr den schon?", Andreas, der Jensi mit seinem sächsischen Akzent und seinem Aussehen stets aufzieht, und Hanna, die nie um einen Spruch verlegen ist. Doch mit wachsendem Alter stellen die drei fest, wie sehr ihr Leben vom Staat beeinflusst wird, und es stört sie zunehmend, dass ihr Reden und Handeln beobachtet und zensiert wird. Die Autorin beschreibt sehr anschaulich, wie sich vermeintliche Kleinigkeiten summieren, wie die Verzweiflung wächst. Der Leser wächst so mit in die Entscheidung zur Flucht hinein, man kann emotional nachempfinden, warum es keinen anderen Ausweg für Hanna und Andreas gibt. So bedrückend Dorit Linke die Repressalien gegen die Protagonisten schildert, genauso eindringlich sind auch die Szenen der Flucht geschrieben. Man hofft und bangt mit jedem Schiff, das sich den Flüchtlingen nährt, man spürt die Krämpfe in den Muskeln, die Kälte des Wassers auf der Haut und schließlich die Erschöpfung und die Angst, wenn scheinbar nichts mehr geht. Man atmet mit Hanna im gleichen Rhythmus, spürt die Schwimmzüge nach und will schließlich einfach nur noch ankommen. Dorit Linke hat mit Jenseits der blauen Grenze einen Roman geschaffen, der unter die Haut geht und den Leser nicht mehr loslässt. Die Spannung ist buchstäblich auf jeder Seite spürbar und macht es unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Es wird nichts beschönigt, aber auch nichts verdramatisiert, was die Geschichte noch einmal beklemmender macht. Dazu trägt auch das eindrucksvolle Cover von Christian Keller bei. Der Stacheldraht, der den Strand und das offene Meer abtrennt, bleibt immer im Blickfeld, selbst wenn man sich auf die dahinterliegende Strandidylle konzentrieren möchte. Und es verdeutlicht, dass jenseits der blauen Grenze auch jenseits des Stacheldrahts, jenseits der Unterdrückung bedeutet, und wie unmöglich es scheint, diese Grenze zu überwinden.   http://www.constanze-budde.de/b%C3%BCcherregal/rezensionen/jenseits-der-blauen-grenze/

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  • Jenseits der blauen Grenze von Dorit Linke

    Jenseits der blauen Grenze

    LillianMcCarthy

    15. October 2014 um 17:30

    Inhalt: Die DDR im August 1989: Hanna und Andreas sind ins Visier der Staatsmacht geraten und müssen ihre Zukunftspläne von Studium und Wunschberuf aufgeben. Stattdessen sehen sie sich Willkür, Misstrauen und Repressalien ausgesetzt. Ihre einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben liegt in der Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser trennen sie von der Freiheit – und nur ein dünnes, verbindendes Seil um ihr Handgelenk rettet sie vor der absoluten Einsamkeit… (lovelybooks.de) Meine Meinung: Heute wage ich mich an die Rezension zu Jenseits der blauen Grenze. Ich habe sie sehr lange aufgeschoben, nicht, weil ich keine Lust hatte das Buch zu rezensieren. Mir wollten nicht die richtigen Worte einfallen, die diesem Buch gerecht werden. Denn es hat mich zutiefst berührt. Zugegeben: Das erste, was mir eingefallen ist, als ich den Klappentext gelesen habe war: Wie können 300 Seiten über eine Flucht auf dem Meer spannend sein? Und obwohl ich da noch ein wenig misstrauisch war, habe ich mich sehr gefreut, als der Magellan Verlag mir ein Rezensionsexemplar hat zukommen lassen, denn ich bin ein riesiger Geschichtsfan und finde solche Themen generell immer sehr spannend. Das Buch spielt in der DDR. Im August 1989. Kurz vor dem Mauerfalll. Es erzählt die Geschichte von Hanna und Andreas. Sie sind auf der Flucht. Ihr Ziel: Westdeutschland. Ihre Route: Die Ostsee. Nichts als eine dünne Schnur verbindet sie. Und obwohl ich meine Zweifel hatte, wie spannend das Buch tatsächlich sein könnte hat es mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.  Das liegt primär wohl an dem Schreibstil. Dorit Linke hat es wirklich geschafft mit Worten eine so unglaubliche Spannung zu erzeugen und konnte die Atmosphäre, die herrscht immer sehr gut einfangen. Der Schreibstil drückt immer so gut Hannas Zustand aus. Die Sätze sind lang und komplex, wenn Hanna über etwas Wichtiges nachdenkt. Kurz und abgehackt, wenn ihre Kräfte am Ende sind. Für mich ist das ganz klar eine kleine Meisterleistung, die das Buch zu etwas ganz besonderem macht. Auch Hanna und Andreas machen das Buch lesenswerter. Hanna ist eine Träumerin. Gefangen im politischen System der DDR, obwohl sie frei sein möchte. Studieren, was immer sie möchte. Dennoch ist sie still, angepasst. Anders Andreas der auffällt wo er nur kann und kein Geheimnis daraus macht, was er von der DDR hält. Die beiden machen sich auf in den Westen um dort Sachen-Jensi wiederzutreffen. Die drei haben sich kennengelernt als Jensi von Sachsen nach Rostock gezogen ist und waren unzertrennlich bis zu dem Tag, an dem Jensi ausreisen durfte. Neben den Gedanken, die Hanna und Andreas im Jetzt, auf dem Meer, durch den Kopf gehen erfahren wir in Rückblenden unglaublich viel aus dem Leben der drei in der DDR, erfahren, wie beengend es sein muss, in solch einem System zu leben. Sie wollen ausbrechen und letztendlich wagen sie das Unglaubliche. Eine Flucht über die Ostsee. Bewertung: In ihrem Roman Jenseits der blauen Grenze zeigt uns Dorit Linke auf eine wunderschöne und gleichzeitig erschreckende Art, was in den Köpfen der Jugend der DDR vorgeht. Sie erzählt von dem Wunsch frei zu sein, nicht an den Kommunismus und seine Kontrolle gebunden zu sein und davon, was Menschen tun würden, um diese Freiheit am Ende zu erlangen. Jenseits der blauen Grenze ist ein wundervoll geschriebener und nachdenklich stimmender Roman, der von mir 5 von 5 Füchschen bekommt. Dankeschön an den Magellan Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.

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  • Jenseits der blauen Grenze (Dorit Linke)

    Jenseits der blauen Grenze

    LieLu

    11. August 2014 um 14:32

    Magellan Verlag Die Autorin Dorit Linke, geboren 1971 in Rostock, wuchs in der DDR auf. Sie machte Abitur, war Leistungssportlerin und Rettungsschwimmerin. Den politischen Wandel Ende der Achtziger erlebte sie bewusst mit, nahm an den Montagsdemonstrationen teil und war achtzehn Jahre alt, als die Mauer fiel. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Jenseits der blauen Grenze Hannah und Andreas, beides Jugendliche in der DDR, geraten immer öfter durch ungebührliches Auftreten ins Visier der Staatsmacht. Es kommt soweit, dass beide ihre Zukunftspläne aufgeben und stattdessen beispielsweise im Dieselmotorenwerk Rostock arbeiten müssen. Für beide ist das kein hinnehmbarer Zustand und immer wieder lehnen sie sich dagegen auf. Im Gegensatz zu ihrem Schulkameraden Jens Blum, welcher durch einen Ausreiseantrag nach Westdeutschland ziehen kann, gelingt es den beiden nicht die DDR hinter sich zu lassen. In ihnen reift ein tollkühner Plan, zusammen wollen sie die Grenze der Deutschen Demokratischen Republik über die Ostsee überwinden. Sollten sie die Drei-Meilen-Zone erst einmal passiert haben, sollten sie sich im internationalen Gewässer befinden und von niemandem mehr zurück geholt werden können. So also der Plan, mit einem dünnen Seil um ihre Handgelenke, welches sie zusammenhält, machen sie sich auf die gefährliche Reise. Doch das Schwimmen in der Ostsee ist schwieriger als gedacht… Fazit Ein unglaubliches Buch voller Tiefe, Emotion und Gefühl. Das Bild der sozialistischen Jugend, die zwischen Aufmüpfigkeit und Resignation schwebt ist für den Leser greifbar. Immer wieder spürt man die Resignation und die vielen Zweifel auf Seiten der Jugendlichen. Hannah versucht sich mit ihrem Leistungssport über Wasser zu halten, doch durch ihre uneinsichtige Art gegenüber dem politischen Regime der DDR, schafft sie es nicht auf die Sportschule. Auch für ihren Schulkameraden Andreas, sieht eine Zukunft in der östlichen Hälfte Deutschlands nicht wirklich rosig aus. Durch antisozialistische Aussagen und Auflehnungen gegen die Politik der DDR gerät auch er in das Visier der Staatssicherheit und muss sogar einige Zeit im Jugendwerkshof absitzen. Er ist es, der den Plan zum Schwimmen durch die Ostsee ausheckt. Das Buch beginnt mit dem Anfang des Fluchtversuches. Die beiden Jugendlichen hocken am Ostseestrand und warten darauf, dass die Wachtürme abgeschalten werden, um in die Ostsee zu springen. Bereits nach wenigen Schwimmzügen spüren sie die Kälte des Wassers und die Gefährlichkeit ihres Unterfangens. Nun bringen sie auch ihre Trainingsstunden in der Schwimmhalle nicht mehr weiter. Die Episoden der Flucht wechseln sich zu gleichen Teilen ab mit dem Beschreibens des Alltags der Jugendlichen bis hin zum Reifen des Plans. Der Leser erfährt, wie die Schulzeit von Hannah, Andreas und Jens aussah, wie sie zur Freien Deutschen Jugend gehörten, bis hin, dass Hannah und Andreas kein Abitur machen dürfen. Der Roman über die Flucht aus der DDR in den Westen Deutschlands berührt den Leser tief. Immer mehr wird die aussichtslose Lage von Hannah und Andreas sichtbar. Beide wollen nicht regimekonform leben, aber ein Aufbegehren lässt die Staatsmacht DDR nicht zu. Ein wirklich eindrucksvolles Buch voller Leben, Emotion und den politischen Kampf gegen die Staatsgewalt.http://immer-mit-buch.blogspot.de/2014/08/jenseits-der-blauen-grenze-dorit-linke.html

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  • Leinen los: Aktionswoche zum Start des Magellan-Verlags

    TinaLiest

    16. July 2014 um 11:59

    Ahoi ihr buchverrückten Leseratten! Es gibt wieder eine fantastische Neuigkeit aus der wunderbaren Welt der Bücher zu vermelden: Es ist ein neuer Verlag in Sicht! Magellan - der Verlag mit dem Wal - geht mit einem breit gefächerten Programm an den Start und erfreut uns mit herrlichen Kinder- und Jugendbüchern, die nicht nur optisch einiges hermachen. Mit einer Aktionswoche möchten wir gemeinsam mit dem Magellan-Verlag die Premiere feiern und einen Blick auf die vielen neuen Bücher werfen, die ab Juli erscheinen. Zudem gibt es jeden Tag eine neue Möglichkeit, die Schätze aus dem Hause Magellan zu gewinnen und somit eure Büchersammlung um das ein oder andere Prachtexemplar zu erweitern. Hier findet ihr alle Aktionen der Woche in der Übersicht: Montag: Leserunde zu "Glücksdrachenzeit" mit Autorin Katrin Zipse Dienstag: Die Magellan Kinderbücher: Verlosung eines Bilderbuch-Pakets  Mittwoch: Leserunde zu "Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte" von Crystal Chan Donnerstag: Buchverlosung zu "Perfekt ist jetzt" von Tim Tharp Freitag: Fragerunde mit Katharina Nüßlein vom Magellan Verlag und Verlosung eines großen Magellan-Goodie-Pakets Mehr über den Verlag mit dem Wal: "Magellan ist ein konzernunabhängiger Verlag mit den Schwerpunkten Bilder-, Kinder- und Jugendbuch Als innovative „Buchschmiede“ möchten wir unsere Leserinnen und Leser mit einer neuen Art des Büchermachens für uns gewinnen. Mit anspruchsvollen Titeln, die sich sowohl inhaltlich als auch optisch und haptisch vom Mainstream abheben. Lebensnahe Themen für alle Altersstufen liegen uns am Herzen, wir möchten Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen. Unsere Autoren erzählen Geschichten, die in der Realität verhaftet sind und dennoch immer das Besondere bieten. Wir trauen unseren Lesern mehr zu. Ernstere Themen werden nicht ausgespart. Gleichzeitig bewegen wir uns mit skurrilem Humor, außergewöhnlichen Illustrationen und schrulligen Charakteren weg von eingefahrenen Mustern. " Zudem achtet der Verlag auch besonders auf umweltverträgliche und nachhaltige Produktion der Titel - ganz nach dem Slogan "Natürlich Magellan"! Es wird auf säurefreien und chlorfrei gebleichten FSC-Papieren aus verantwortungsvollen Quellen gedruckt und Farben auf Pflanzenölbasis, Klebstoffe ohne Lösungsmittel, Lacke auf Wasserbasis und Zellophanierfolie ohne Weichmacher benutzt - produziert wird hauptsächlich in Deutschland. Mehr Informationen zum Verlag bekommt ihr auf der Website und auf der Facebook-Seite. Jetzt wünschen wir euch viel Spaß bei der Aktionswoche mit den vielen Leserunden und Gewinnspielen und auch bei der Fragerunde am Freitag! Es gibt viel zu entdecken, viel zu sehen und natürlich viel zu lesen! Leinen los!

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