Dorit Rabinyan Wir sehen uns am Meer

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Inhaltsangabe zu „Wir sehen uns am Meer“ von Dorit Rabinyan

»Weißt du, eines Tages wird das Meer uns allen gehören ...« In der Heimat wären sie sich nie begegnet, aber durch einen Zufall lernt die israelische Studentin Liat in New York den Maler Chilmi kennen, der aus Ramallah stammt. Die beiden verlieben sich, doch Liat ist zwiegespalten, weil weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde von der Beziehung erfahren dürfen. Und beide wissen: Wenn die Zeit in New York vorbei ist, wird auch diese Liebe, die eigentlich nicht sein darf, enden müssen. Dieser berührende Roman einer unmöglichen Liebe wurde vom israelischen Erziehungsministerium im Januar 2016 von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen, was in der liberalen israelischen Gesellschaft zu einem Skandal wurde und auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief.

Irgendwie sehr schön, doch auch ausschweifend, manchmal zu poetisch und melodramatisch. Trotzdem gibt es eine klare Hörempfelung von mir.

— naninka
naninka

Moderne Romeo und Julia Geschichte in New York, ausschweifend und intelligent erzählt

— SalanderLisbeth
SalanderLisbeth

Die sehr ausschweifende und bildliche Sprache hat mir nicht so sehr gefallen. Die Liebesgeschichte für mich nicht nachvollziehbar.

— Kodabaer
Kodabaer

Sehr bewegende und nachdenklich stammende Liebesgeschichte zwischen Jüdin und Palästinenser mit ein paar Längen.

— Lesestunde_mit_Marie
Lesestunde_mit_Marie

Zwischendurch recht zäh, aber insgesamt eine berührende Geschichte. Hat mir gut gefallen.

— Minni
Minni

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    Wir sehen uns am Meer
    SalanderLisbeth

    SalanderLisbeth

    15. January 2017 um 21:42

    In New York lernt die israelische Studentin Liat zufällig den Künstler Chilmi kennen. Die jüdische Endzwanzigerin kommt aus Tel Aviv und wohnt während eines 6-monatigen Stipendiums in der Wohnung von Freunden. Der Palästinenser Chilmi wuchs in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes in Ramallah auf und verdient sein Geld als Maler. Trotz unterschiedlicher ethnischer Wurzeln und moralischer Wertevorstellungen fühlen die beiden sich zueinander hingezogen und werden ein Liebespaar. Aber es ist nur eine Liebe auf Zeit. Für Liat, die ihr Rückflugticket schon in der Tasche hat, steht mit dem Ablauf ihres Visums schweren Herzens auch das Ende ihrer Liebesbeziehung fest. Ohnehin ist diese moderne Romeo und Julia Geschichte nur möglich, weil die beiden sich fernab ihrer Heimat begegnen. In den verfeindeten Ländern leben sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt, aber in vollkommen unterschiedlichen Welten. Während sie in den Wintermonaten durch die Straßen von New York streifen, versuchen sie, den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu verdrängen. Das gelingt nicht immer und die anerzogenen Einstellungen und Vorurteile lassen die beiden oft auseinander driften. Es wird über die Ein- oder Zwei-Staaten Lösung diskutiert und über die politische Situation in Israel/Palästina gestritten. Die Konflikte werden besonders deutlich, als Chilmi von seinen Erfahrungen in israelischer Gefangenschaft berichtet und Liat dabei an ihre Zeit als Soldatin denkt. Besonders Liat, die Ich-Erzählerin sieht keine Perspektive für ihre Liebe, die sie ängstlich vor ihrer Verwandtschaft und ihren New Yorker Freunden verheimlicht. Sie stammt aus einer konservativen Familie und hat eine enge Beziehung zu ihren strenggläubigen, jüdischen Eltern und ihrer verheirateten Schwester. Liat sieht keine andere Möglichkeit, als nach Israel zurückzukehren und mit einem jüdischen Mann eine Familie zu gründen. Chilmi ist dagegen weltoffener und liberaler erzogen und geht mit ihrer Beziehung offener und selbstverständlicher, vielleicht auch naiver um. Als sein Bruder ihn in New York besucht, weiht er ihn ein und stellt ihm Liat bei einem gemeinsamen Essen vor. Dabei kommt es zu einer Auseinandersetzung, in der sich Liat von ihm provoziert fühlt und empört und enttäuscht feststellen muss, dass Chilmi sie nicht unterstützt. Hier liegt für mich das Problem dieser Liebesgeschichte. Es war für mich überhaupt nicht ersichtlich, was die beiden aneinander finden und ich fand, dass sie gar nicht zusammen passen. Ich fragte mich, ob diese Liebe auch unter normalen Umständen gescheitert wäre. Natürlich kann ich Liats innere Konflikte verstehen, aber mir fehlte irgendwie ein Aufbegehren gegen die Konventionen. Zu keinem Zeitpunkt wird um die Liebe gekämpft, scheinen die Hindernisse unüberwindbar und das Scheitern wird einfach so hingenommen. Liat ist die ganze Zeit weinerlich, oft zickig und feige, lässt sich von dem herzlichen, liebevollen und kreativen Chilmi umsorgen, steht aber gar nicht zu ihrer Liebe. Damit ihre Familie auf keinen Fall von der Liaison erfährt, verleugnet sie den chaotischen Träumer mehrmals und verletzt ihn dadurch sehr. Dies ist der 3. Roman der Israelin Dorit Rabinyan und sie erzählt sehr bildhaft und in einer sehr schönen, poetischen Sprache. An manchen Stellen war es mir aber etwas zu blumig und ausschweifend erzählt, sie verliert sich in ausführlichen Beschreibungen und die Geschichte kommt nicht mehr voran. Obwohl sie mit ihrer intelligenten Beobachtungsgabe auf die Gesellschaft interessante Einblicke in fremde Mentalitäten bietet, war es mir auf weite Strecken mit ihrer Detailverliebtheit einfach zu langweilig. Das Cover in den warmen, orangenen Tönen mit den stilisierten Wellen erinnert an einen Sonnenaufgang am Meer und ist mir gleich ins Auge gesprungen. Beim näheren Hinsehen entdeckt man im Hintergrund die Skyline von New York und die Beine eines Paares aus dem Bild verschwinden. Das passt wunderbar zum Titel und der Geschichte. Die Sehnsucht der beiden Protagonisten im bitterkalten New York nach der warmen Heimat wird von der Autorin mit sehr viel Einfühlungsvermögen rüber gebracht. Das Titel gebende Meer symbolisiert die Unerreichbarkeit für den Nichtschwimmer Chilmi, der noch nie am Meer war. Das Hörbuch wird von Luise Helm, einer preisgekrönten Schauspielerin und Synchronsprecherin, bekannt als deutsche Stimme von Scarlett Johansson eingelesen. Ihre jugendliche und angenehme Stimme passt hervorragend zu der Geschichte. Die für mich unbekannte Aussprache der arabischen Wörter war zwar fremd aber absolut stimmig. Gesellschaftsverändernd fand ich diese traurige Liebesgeschichte nicht und ich kann das Verbot für Schulen von „Wir sehen uns am Meer“ durch das israelische Bildungsministerium nicht nachvollziehen.

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  • Eine Liebe mit Verfallsdatum

    Wir sehen uns am Meer
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    14. November 2016 um 07:25

    Das Buch „Wir sehen uns am Meer“, ein Werk der israelischen Schriftstellerin Dorit Rabinyan, ist nicht unumstritten und in Israel sogar ein Politikum. Gerade solche umstrittenen Werke üben einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Dazu kam die Chance, der Geschichte als Hörbuch zu lauschen, eingelesen von der erfahrenen Sprecherin Luise Helm.Äußerst bemerkenswert finde ich, dass das Werk in Israel zunächst als Schullektüre vorgesehen war, was mich bei diesem Thema sehr verwunderte. Anfang des Jahres wurde es dann allerdings vom israelischen Erziehungsministerium wieder von der Liste der Schullektüren heruntergenommen, da der Inhalt als bedrohlich für die israelische Identität eingestuft wurde. Nach diesem Skandal war ich umso gespannter auf die ungewöhnliche Liebesgeschichte um die Protagonisten Liat und Chilmi.Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Ich-Erzählerin Liat in retrospektiver Betrachtung. Die jüdische Endzwanzigerin Liat lebt eigentlich im israelischen Tel Aviv, ist nun aber für sechs Monate in New York und wohnt dort in der Wohnung von Freunden. Liat hat eine ältere verheiratete Schwester mit Kind, zu der sie ein enges Verhältnis pflegt. Ihre Eltern sind wertekonservative Juden, die aus dem Iran stammen und vor Liats Geburt die „Alija“ vollzogen.Liat trifft durch einen weiteren Freund eher zufällig auf den palästinensischen und zwei Jahre jüngeren Maler Chilmi. Chilmi wuchs in Ramallah und Hebron, in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes, auf. Er ist eines von sieben Kindern, die trotz der Lebensbedingungen im besetzten Gebiet offensichtlich äußerst weltoffen und liberal sowie bildungsnah erzogen wurden.Liat und Chilmi werden trotz der trennenden ethnischen Wurzeln ein Liebespaar. Da Liats Aufenthalt durch ihr Visum begrenzt ist und sie ohnehin nicht vor hat, dauerhaft in Amerika zu bleiben, sondern die Rückkehr nach Israel für sie in Stein gemeißelt ist, handelt es sich aber um eine Liebe mit klar definiertem Verfallsdatum. Hierbei ist bemerkenswert, dass die Liebe zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser für Liat eigentlich ein No-Go ist und sie ihre Beziehung zu Chilmi vor ihrer Verwandtschaft und den mehr oder weniger strenggläubigen Juden in ihrem Bekanntenkreis zu verheimlichen versucht, während Chilmi völlig offen und selbstverständlicher damit umgeht.Ebenso interessant und kontrovers sind die teilweise etwas naiven Diskussionen der beiden über den Nahostkonflikt und dessen Befriedung. Auch hier zeigt sich Chilmi eher weltoffen-liberal und kompromissbereit, während Liat recht radikal-konservative Meinungen vertritt. Es kommt dabei unweigerlich zu Konflikten. Vor allem als Chilmi von seinen Erfahrungen in israelischer Gefangenschaft berichtet und Liat an ihre Zeit als Soldatin denkt.„Ja, nicht wahr, wie bei der Hamas, mit der Kalaschnikow und dem Koran (….) Ist das nicht das gleiche faschistische Szenarium: Soldaten mit Gewehren und heiligen Büchern?“Später kommt es sogar zu einem Konflikt mit Chilmis Bruder, der zu Besuch kommt und Liat scheinbar bewusst provoziert. Hier ist Liat spürbar empört, dass Chilmi sie nicht unterstützt.Während des gesamten Hörbuches hatte ich das Gefühl, dass Liat Chilmi nicht verdient. Sie genießt die Liebe und Zuneigung des fürsorglichen und sympathischen Chilmis, ist aber absolut nicht kompromissbereit. Sie verleugnet und verrät ihre Liebe zu dem Palästinenser in meinen Augen sogar. An der ein oder anderen Stelle kann ich ihren inneren Konflikt zwar verstehen, in Summe halte ich sie aber für opportunistisch und feige. Und so blieb mir die Liebe zwischen den beiden ungleichen Partnern bis zum Schluss ein Rätsel. Aber so ist es schließlich auch im wahren Leben – zwei Menschen fühlen sich zueinander hingezogen, der eine gibt mehr, der andere gibt weniger, was aber die Liebe ausmacht, bleibt unfassbar.Das für mich überraschende Ende hallt nach und macht mich nachdenklich.Das Hörbuch als solches ist in Summe sehr gut von Luise Helm eingelesen. Bekanntermaßen punktet sie mit ihrer Erfahrung und ihrer von Natur aus angenehmen Stimme. An den Betonungen, der Stimmmodulation, der Lautstärke und der Sprechgeschwindigkeit erkennt man den Vollprofi. Allerdings irritierte mich an ein paar Stellen die Aussprache der arabischen Begriffe, die auf mich etwas übertrieben und künstlich wirkten. Ich selber spreche zwar kein Arabisch, empfand die Aussprache aber als unnatürlich. Ob ich damit richtig liege, sei einmal dahin gestellt.Fazit:Sehr besondere aber eigentümliche Liebesgeschichte um zwei junge Menschen, die nicht nur in Hinblick auf ihre ethnischen Wurzeln, sondern auch aufgrund ihrer moralischen Wertevorstellungen extreme Gegenpole sind, die sich magisch anzuziehen scheinen. Hierdurch bekommt der Israel-Palästina-Konflikt sehr persönliche, teilweise subjektive Züge, was ich aber sehr bereichernd finde.

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  • Hörbuchverlosung zu "Wir sehen uns am Meer" von Dorit Rabinyan

    Wir sehen uns am Meer
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    Wem gehört das Meer? Diese Frage stellen sich Liat und Chilmi in Dorit Rabinyans Roman über eine unmögliche Liebe. Die Israelin Liat und der Palästinenser Chilmi lernen sich in New York kennen und verlieben sich unsterblich ineinander. Aber ihrer Liebe sind Grenzen gesetzt... Einfühlsam und ehrlich wird eine bewegende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts erzählt. Ein Hörbuch für alle, die sich aktuellen politischen Themen gerne über private Schicksale nähern.Zum Inhalt»Weißt du, eines Tages wird das Meer uns allen gehören ...« In der Heimat wären sie sich nie begegnet, aber durch einen Zufall lernt die israelische Studentin Liat in New York den Maler Chilmi kennen, der aus Ramallah stammt. Die beiden verlieben sich, doch Liat ist zwiegespalten, weil weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde von der Beziehung erfahren dürfen. Und beide wissen: Wenn die Zeit in New York vorbei ist, wird auch diese Liebe, die eigentlich nicht sein darf, enden müssen. Dieser berührende Roman einer unmöglichen Liebe wurde vom israelischen Erziehungsministerium im Januar 2016 von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen, was in der liberalen israelischen Gesellschaft zu einem Skandal wurde und auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief.Neugierig geworden? Hier geht es zur Hörprobe!Mehr über die AutorinDorit Rabinyan wurde als Tochter einer iranisch-jüdischen Familie in Israel geboren. Ihre beiden Romane »Unsere Hochzeiten« und »Die Mandelbaumgasse« waren Bestseller und wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Der dritte Roman »Wir sehen uns am Meer« wurde ebenfalls in Israel ein Bestseller und erscheint in zahlreichen Ländern. Er wurde mit dem wichtigen Bernstein-Preis ausgezeichnet.Gemeinsam mit Argon vergeben wir 10 Exemplare von"Wir sehen uns am Meer" von Dorit Rabinyan. Was ihr dafür tun müsst? Klickt einfach auf den blauen "Jetzt bewerben" Button* und beantwortet folgende Frage: Wann warst du das letzte Mal mit einem ganz besonderen Menschen am Meer? Erzähl uns, wie es dort war!Ich bin auf deine Antworten gespannt und wünsche dir viel Glück!* Bitte beachte, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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  • ‚Eines Tages [...] wird das Meer uns allen gehören.‘

    Wir sehen uns am Meer
    sabatayn76

    sabatayn76

    30. August 2016 um 21:24

    Inhalt: Die Israelin Liat ist für 6 Monate in den USA und lernt dort den Palästinenser Chilmi kennen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und taumeln in eine Beziehung, obwohl Liat von Anfang an der Meinung ist, dass sie Abstand von Chilmi halten sollte. Letztendlich genießen Liat und Chilmi ihre gemeinsamen Monate in New York, immer wissend, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann und dass ihre Zeit miteinander begrenzt ist. Mein Eindruck:Ich habe mich schon sehr viel mit Israel/Palästina beschäftigt und war deshalb besonders gespannt auf ‚Wir sehen uns am Meer‘. Leider hat mich die Geschichte nicht so sehr packen können, wie ich mir das erhofft und gewünscht habe. Der Einstieg ins (Hör-) Buch hat mir sehr gut gefallen, ist spannend und macht neugierig. Auch das erste Zusammentreffen von Liat und Chilmi sowie die Beschreibung ihrer Annäherung haben mir gut gefallen, zumal das Hörbuch sehr gut gelesen wird, die Stimme von Luise Helm sehr angenehm, die Sprechgeschwindigkeit genau richtig ist. Sehr bald empfand ich die Schilderungen jedoch als etwas zu blumig und etwas zu schwülstig. Auch die Aussprache der arabischen Begriffe fand ich nicht gelungen. Ich spreche selbst Arabisch und kenne viele Araber, aber so, wie die Sprecherin die Wörter betont, redet kein Mensch, da ihre Aussprache viel zu affektiert und übertrieben wirkt. Eher negativ ist mir zudem aufgefallen, wie naiv die beiden Hauptprotagonisten wirken, wenn sie über den Nahostkonflikt sprechen. Ich fand diese Ahnungslosigkeit von den Gegebenheiten auf der ‚anderen‘ Seite unglaubwürdig.Bis zum Ende bliebt für mich unklar, wieso sich die beiden überhaupt ineinander verlieben, was ihre Liebe ausmacht, was sie beieinander hält. Letztendlich war es mir durchweg ein Rätsel, was der kreative, warmherzige, sympathische Chilmi an der berechnenden, feigen, egozentrischen, weinerlichen Liat findet.Auch das gelungene Ende konnte diese negativen Aspekte des Buches leider nicht aufwiegen. Mein Resümee:Auch nach der Lektüre ist mir nicht klar, wieso die beiden Hauptprotagonisten zusammengefunden haben, wodurch der ganze Roman unglaubhaft wirkt.

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