Dorit Rabinyan Wir sehen uns am Meer

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Inhaltsangabe zu „Wir sehen uns am Meer“ von Dorit Rabinyan

In der Heimat hätten sie sich nie kennengelernt, aber durch einen Zufall treffen die Tel Aviverin Liat und der Maler Chilmi aus Ramallah in New York aufeinander und verlieben sich. Liat kämpft mit sich, denn weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde dürfen von der Beziehung erfahren, die ein klares Enddatum hat: Wenn Liat zurück nach Israel geht, ist Schluss. Doch Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen, und die Herkunft der beiden sowie die Perspektivlosigkeit belasten ihre Gegenwart – eine Zukunft scheint unmöglich. Gibt es einen Ausweg, oder ist das private Glück vor dem Hintergrund des Konflikts der beiden Völker unmöglich?
Ein Roman, der mit großer Wucht und in einer bildreichen, emotionalen Sprache von einer unmöglichen Liebe erzählt. Das Buch wurde von der israelischen Erziehungsministerin von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen, was auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief.

Eine schöne, aber ausweglose Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts.

— SamiraBubble

Eigentlich eine ganz normale Liebesgeschichte, die aber durch die Umstände zu etwas Besonderem wird. Interessante Einblicke in die Länder.

— -Leselust-

Ein gutes Buch mit vielen Stärken. Leider konnte es mich nicht ganz bis zum Schluss überzeugen.

— weltenfinderin

Tolles Buch und wunderschöner Schreibstil!

— sophiekatrin

Sehr sehr langatmig.

— berlincici

Super toller Schreibstil! Schöne Liebesgeschichte, aber sehr trauriges Ende...

— Anjuli

Ich liebe den Schreibstil, habe Liat und Chilmi in mein Herz geschlossen und stellenweise geweint vor Wut über diese Ausweglosigkeit,

— hannipalanni

New York - Erneut ein Beweis, dass sie die eigentlich wahre Stadt der Liebe ist

— nicekingandqueen

Überzeugende Liebesgeschichte einer Israelin und eines Palästinensers in New York - einschließlich aller politischen Probleme

— hexhex

Tragische Liebesgeschichte mit starken Bildern um einen politischen Konflikt

— Dominic32

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  • »Weißt du, eines Tages wird das Meer uns allen gehören...«

    Wir sehen uns am Meer

    SamiraBubble

    07. June 2017 um 16:50

    „Wir sehen uns am Meer“ erzählt die Geschichte von zwei jungen Menschen, der aus Israel stammenden Übersetzerin Liat und dem palästinensischen Künstler Chilmi und ihrer Liebe für einander. Durch Zufall treffen sie eines Abends aufeinander und sofort springt der Funke über. Fortan verbringen sie eine intensive Zeit miteinander, erleben erinnerungswürdige Momente und geben sich dabei stets Mühe ihre verschiedene Herkunft, die wie eine unsichtbare Dritte in ihrer Beziehung sich immer wieder nach vorne drängt zu ignorieren. Anfangs vermitteln Liat und Chilmi ein hoffnungsvolles Bild von einem modernen Paar, das trotz seiner ethnischen Differenzen zueinanderhält und nicht zulassen will, dass die politischen Machtkämpfe zwischen ihren Herkunftsländern sich auf ihre Beziehung auswirken. Jedoch lastet der Druck auf beide schwer, vor allem auf Liat, die von Freunden und der Familie für ihre Beziehung stark kritisiert wird. Und auch zwischen den Liebenden kommt es immer wieder zu Reibungen, was frustrierend ist für sie wie auch für den Leser, weil man spürt, wie sehr die zwei sich eigentlich lieben. Man hofft mit ihnen, dass sie gegen die Widerstände, die sie von allen Seiten spüren erfolgreich ankämpfen können, doch am Ende geben sie sich geschlagen und sehen wohl ein, dass ihnen zumindest in diesem Leben keine gemeinsame Zukunft möglich ist. Ich bin unentschlossen, was das Ende angeht. Einerseits hätte ich mir gewünscht, dass sie an ihrer Liebe festhalten. Andererseits mag es vielleicht unrealistisch gewesen sein, denn Liat musste letztlich früher oder später zurück in die Heimat und dort wäre kein Platz für Chilmi an ihrer Seite gewesen. Positiv aufgefallen ist mir ansonsten der Schreibstil der Autorin, der sehr lebendig, bildreich, poetisch und elegant ist. Ihre Beobachtungen zu den Figuren und dem Umfeld, wie etwa den Landschaftsszenarien sind unglaublich präzise, detailliert und anschaulich. Mir hat es eine große Freude gemacht solche Passagen zu lesen. Zum Ende hin gab es aber einige Stellen, die sich sehr stark dahinzogen und langatmig wurden, was sich auch auf die Spannung auswirkte. Nichtsdestotrotz halte ich den Roman für lesens- und damit empfehlenswert!____Diese und andere Rezensionen findet ihr auf meinem insta-blog https://www.instagram.com/books_on_blankets/ (@books_on_blankets). Freu mich euch da zu sehen! :)_____

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  • Eine leise Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen

    Wir sehen uns am Meer

    -Leselust-

    23. May 2017 um 18:29

    Kurzmeinung:Sanft und leise erzählt die Autorin die Geschichte von einer Liebe, die eigentlich nicht hätte sein dürfen. Zwischen zwei Menschen, die ihre Herkunft trennt. Mögen die Umstände auch sehr außergewöhnlich sein, so ist es im Kern doch eine rührende Liebesgeschichte.Zum Buch:Die Israelin Liat trifft in New York den Palästinenser Chilmi. Und die beiden verlieben sich, trotz allem, was sie eigentlich trennen müsst. Doch ihre Liebe hat ein Verfallsdatum, denn Liat ist nur für begrenzte Zeit in den USA. Und wenn sie New York verlässt, muss sie auch Chilmi hinter sich lassen. Oder kann ihre Liebe stärker sein, als die Feindschaft zwischen ihren Völkern?Meine Meinung:In dem Buch schildert die junge Israelin Liat ihre Begegnung mit Chilmi, den sie in New York kennen und lieben lernt. Von Anfang an ist da eine sehr starke Anziehung zwischen ihnen, obwohl sie genau weiß, dass es eigentlich nicht sein darf.In sehr poetischen Bildern beschreibt die Autorin Dorit Rabinyan, wie sich die Beziehung zwischen den beiden Liebenden entwickelt. Wie sie mit sich ringen und rational abwägen und doch nicht gegen ihre Gefühle füreinander ankommen.Während Liat und Chilmi immer mehr Zeit miteinander verbringen, lernen sie auch die jeweils andere Kultur besser kennen. Allerdings bringt ihre Herkunft auch einiges an Konfliktpotential und es kommt zu Missverständnissen und Reibungen. Diese Szenen haben mir persönlich immer besonders gut gefallen, weil hier eine starke Spannung aufgebaut wurde, die diesen Roman von anderen Liebesgeschichten abhebt. Man spürt nicht nur einen Leidensdruck der Protagonisten, die hin- und hergerissen sind zwischen ihrer Liebe zueinander und der Liebe zu ihrem Heimatland und ihrer Kultur. Sondern man erfährt auch noch einiges über die Geschichte der Länder, die Entstehung des Konflikts.Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin führt den Leser mit leiser Stimme durch die Geschichte, aber immer sehr nah an den Personen. Mit poetischen Bildern und viel Raum für Details entwickelt sie eine Szene, eine Stimmung. Manchmal bleibt dabei allerdings die Handlung auf der Strecke und Rabinyan verliert sich zu sehr in einzelnen Beschreibungen.Wovon der Roman lebt, das sind die Bilder, die so meisterhaft gezeichnet werden und die Stimmungen, die sich unweigerlich auf den Leser übertragen. Das ist die Nähe zu den Protagonisten, das Eintauchen in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Und das ist der Autorin wirklich außerordentlich gut gelungen.Fazit:Eine Geschichte, die gerade durch die Zartheit und Intimität besticht, mit der sie erzählt wird. Allerdings verliert sich die Autorin manchmal zu sehr in einzelnen Details, so das auch einige Längen entstehen. Insgesamt aber eine schöne und ungewöhnliche Liebesgeschichte, die außerdem noch interessante Einblicke in die Feindschaft Zweier Völker und die jeweiligen Kulturen bietet.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2508
  • New York - Erneut ein Beweis, dass sie die eigentlich wahre Stadt der Liebe ist

    Wir sehen uns am Meer

    nicekingandqueen

    22. January 2017 um 17:32

    Ich bin fasziniert von der Stadt New York, allerdings wäre diese Stadt so wie für de Protagonistin in dem Werk, nichts für mich, wenn es um die Heimat geht. Beim Lesen konnte ich mich sehr gut in die Personen hineinversetzen, die frei in New York leben, wobei sich ihre Herkünfte bekriegen. Die Liebe war möglich, wenn mir eigentlich auch ein Tick zu schnell voranschreitend, aber das ist Geschmackssache, und hatte allerdings ein Ablaufdatum. Denn was, wenn der Trip in New York enden würde? Würden sie in der Heimat auch zusammenleben können? Werden sie das Ablaufdatum akzeptieren oder übersehen? Insgesamt nette Idee, allerdings hätte mich das Werk mehr überzeugt, wenn die Protagonisten nicht nur aufgrund ihres Hintergrunds miteinander diskutiert hätten, sondern die Argumente ersichtlicher wären hinsichtlich ihrer Handlungen. Denn ich würde einen Muslimen, der Alkohol trinkt, nicht gerade als religiös bezeichnen. Sie erschienen mir viel mehr als Atheisten statt Gläubige, weshalb ich das Buch nicht als aufklärend. Denn sie beiden hatten in der Geschichte ihrer Heimat nicht viel Macht, um zu handeln. Deshalb sollten gerade Unreligiöse sich nicht um die Geschichte der Heimat zanken, wenn es sie letzten Endes doch nicht so sehr interessiert.        

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  • "Wir sehen uns am Meer" von Dorit Rabinyan

    Wir sehen uns am Meer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. November 2016 um 20:46

    Autor: Dorit RabinyanTitel: Wir sehen uns am MeerGattung: Roman; Liebesgeschichte; GeschichteErschienen: 2016 (2014)Gelesene Ausgabe: Kiepenheuer und Witsch, 2016ISBN: 978-3-462-04861-2 Gelesen auf: Deutsch (Hebräisch)Gelesen im: September 2016   Zum Buch: Als gesellschaftsverändernder Roman im Ausland gefeiert, vom israelischen Bildungsministerium verboten, da es die "getrennten Identitäten von Juden und Nicht-Juden" gefährde, hat "Wir sehen uns am Meer" Kritiker aus der ganzen Welt aufgerüttelt.In dieser modernen Romeo und Julia Geschichte, treffen sich die Israelin Liat und der Palästinenser Chilmi durch Zufall in New York. Vor dem Hintergrund des elften Septembers verlieben sich die beiden, doch Liat kämpft mit sich, denn weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde dürfen von der Beziehung erfahren, die ein klares Enddatum hat: Wenn Liat zurück nach Israel geht, ist Schluss. Schnell verfliegt der rosa Zauber und politische Konflikte und die Ein- oder Zwei-Staaten-Lösung lässt die beiden streiten - wird die Liebe der beiden an der politischen Realiät scheitern?Patriotismus, der ihr keine andere Möglichkeit lässt, als nach Israel zurückzukehren und mit einem jüdischen Mann eine Familie zu gründen.Mich persönlich hat zwar die differenzierte Figurengestaltung überzeugt, auch emotional hat es mich mitgerissen, aber gesellschaftsverändernd ist das Buch vermutlich nicht.   Eine der LieblingsstellenZitat: "Die Sanftheit, mit der er Dinge berührte, die sinnliche Zärtlichkeit seiner Hände. Auch jetzt fiel mein Blick auf seine Finger und verweilte auf dem dunklen Flaum."[1] Stil und Sprache: Gut zu lesen.Zitat: "Die Kellnerin brachte mir den Cappuccino mit einem kleinen Butterkeks. Die Uhr an ihrem Handgelenk zeigte zehn Minuten nach vier. Die Glocke bimmelte wieder. Eine Frau kam herein, und hinter ihr noch eine. Jemand ging hinaus."[2] Schlüssigkeit der Handlung: Die einzelnen Handlungen der Personen waren nicht immer ganz klar nachvollziehbar. Ansosnten chronologisch mit Traumsequenzen dazwischen. Das hat mir gefallen: Das Thema, die verschiedenen Facetten der Charaktere.Das hat mir nicht gefallen: Die teilweise teenagerhafte Dramatik. In One Sentence: Nette Liebesgeschichte zwischen einer Israelin und einem Palästinenser und der Problematik dieser Beziehung. Sterne: 3 [1] S.34[2] S.24

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  • Gefühlsgewaltiger Liebesroman aus Israel,

    Wir sehen uns am Meer

    Fragmentage

    30. October 2016 um 10:29

    An einem kühlen Herbstnachmittag lernen sich Liat und Chilmi in New York kennen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und so werden aus dem kurzen Treffen mehrere Stunden, am Abend landen beide in Chilmis Künstlerwohnung, wo Liat am nächsten Morgen aufwacht. Eigentlich der klassische Auftakt zu noch einem beliebigen Liebesroman, einer romantischen Komödie vielleicht. Doch dieser ist anders, denn Liat ist eine Jüdin aus Tel Aviv, Chilmi ein palästinensischer Künstler aus Ramallah. Ihre Liebesgeschichte, die so unkompliziert beginnt, ist nur möglich, weil beide sich fernab der Heimat begegnen, wo sie ihr kulturelles und historisches Gepäck zwar nie ganz ablegen, es aber immerhin erfolgreich verdrängen können. Durch die kalten New Yorker Wintermonate hindurch leben die beiden in einer Realität auf Zeit, einem Traum, in dem die Frage nach der Zukunft niemals konkret ausgesprochen wird, obwohl beiden vor der unausweichliche Trennung graut.Dorit Rabinyan ist es mit ihrem Roman gelungen, ein, wie ich finde, realistisches Szenario zu zeichnen, wie eine Liebesbeziehung zwischen Israelis und Palästinensern aussehen könnte. Die Konflikte und Krisen, denen sich Liat und Chilmi stellen müssen, sind für mich absolut vorstellbar, obwohl die beiden Protagonisten alles andere als (religiöse) Fanatiker sind. Getragen wird die Geschichte aber nicht von den Konflikten, sondern der Beschreibung dieser großen, mühelosen Liebe, die das Feindbild, das beide vom Volk des anderen haben, überwindet. Unüberwindbar scheint dagegen die Realität in der Heimat, nach der sich beide in diesem kalten Winter sehnen, und in der sie so nah und doch so weit voneinander entfernt aufgewachsen sind.Helene Seidler hat die Geschichte um Liat und Chilmi, die sich in New York verlieben und einen kalten, aber wunderbaren Winter zusammen verbringen, bevor die unbarmherzige Realität des Nahostkonflikts sie unweigerlich trennen muss, souverän und stimmig übersetzt. Positiv überrascht war ich über die Wahl des deutschen Titels. Normalerweise bin ich ja sehr dafür, Buchtitel so nah wie möglich am Original zu übersetzen, aber in diesem Fall finde ich “Wir sehen uns am Meer” sogar gelungener als den etwas sperrigen hebräischen Titel "Gader Chaya - Lebende Hecke".

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  • Wie kann die Liebe die Politik überwinden?

    Wir sehen uns am Meer

    Nil

    21. October 2016 um 11:29

    „Gegenwärtig und vorrübergehend wie das Leben, vergänglich wie das alles hier."(S. 184) Der neue Roman von Dorit Rabinyan „Wir sehen uns am Meer" ist eine melancholische Liebesgeschichte, die einem langwierigen politischen Konflikt zum Opfer fällt. Wir befinden uns im Jahr 2003 in New York City. Die Israelin Liat lebt vorrübergehend in der Stadt und hütet die Wohnung von Freunden so lange diese durch Asien tingeln. Durch einen Zufall lernt sie den palästinensischen Künstler Chilmi kenne und beide verlieben sich ineinander. Der erste Teil des Romans „Herbst" ist die Kennenlerngeschichte der beiden, wie sie sich verlieben und wie die beiden sich nahe kommen. Im zweiten Teil lebt man praktisch mit ihnen und erlebt einen sehr kalten Winter in New York und ist hautnahe bei allen Konflikten dabei die ihre Identitäten mit sich bringen. Diese innere Zerrissenheit, vor allem der Israelin, ist sehr gut beschrieben. Sie liebt Chilmi und andererseits ist sie ihrem Volk stärker verbunden als sie annahm. Man merkt wie die Prägung sich, auch so weit weg von der Heimat, nicht verleugnen lassen kann. Bei Chilmi spürt man förmlich den Starrsinn seiner Ideen. „Warum mussten ausgerechnet wir beide, die wir uns doch so nahe waren und uns liebten, immer wieder dort scheitern, wo die ganze Welt seit Jahren ebenfalls scheitert?" (S.213) Der dritte und abschließende Teil „Sommer" erläutert den Beginn der Rückkehr von Liat nach Israel und wie die Geschichte zwischen den beiden weiter geht. Sehr gut an dem Roman finde ich die Diskussionen zur Lösungen des Nahostkonflikts aus solch persönlichen Perspektiven. Eine gute Ergänzung zum sonst so sachlich Thema aus unserer mitteleuropäischen Sicht. Dorit Rabinyan beschreibt sehr detailliert was vor sich geht. Der Roman ist eher prosaisch mit weniger wörtlicher Rede. Für mich persönlich ergeben sich dadurch an der ein und anderen Stellen zu lange beschreibende Passagen, die ich als langwierig empfand. Es ist aber zugleich sehr poetisch zum eintauchen und entschleunigen. Wie in diesem Beispiel deutlich wird: „…ich [empfinde] den gleichen seltsamen Widerspruch von Vertrautheit und Fremdheit, von Schuld und Betrug, von leicht anrüchiger Heimlichkeit" S. 209 Fazit: Es ist eine Liebesgeschichte, aber bei weitem keine romantische Frauengeschichte. Der Roman spricht sicherlich eher Frauen an, aber es ist weder kitschig, noch romantisch noch sonst irgendwie gefühlsduselig. Der Roman ist ein gutes Stück Literatur! Es ist eher wie ein Unfall den man beobachtet und man weiß von Anfang an da kracht gleich was gegen die Wand, aber leise, fast unhörbar knackt es und bricht.  

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  • Wir sehen uns am Meer

    Wir sehen uns am Meer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. October 2016 um 10:15

    Wir sehen uns am Meer Autorin: Dorit Rabinyan Verlag: Kiepenheuer&Witsch Seitenzahl: 368 Preis: 19,99 Euro Liat und Chilmi lernen sich durch Zufall in New York kennen. Und verlieben sich sofort ineinander. Was normalerweise kein Problem wäre, wenn Liat nicht Jüdin aus Tel Aviv und Chilmi Palästinenser wäre. Liat versucht diese Liebe vor ihrer Familie und ihren Freunden zu verheimlichen. Für sie ist die Zeit mit Chilmi sowieso begrenzt, da für Liat feststeht, wenn sie in ein paar Monaten in ihre Heimat zurückkehrt, wird sie Chilmi nicht wiedersehen und die Zeit mit ihm und somit ihre Liebe ist dann vorbei. Sie verleben wunderschöne Monate in New York, im schlimmen kalten Winter und Frühling und ihre verschiedene Herkunft und die Feindschaft ihrer beiden Völker halten sie außen vor und wollen nicht, dass dies ihre Beziehung belastet. Sie erleben gemeinsam viele interessante Dinge, Chilmi, als Maler vormals nicht erfolgreich, erhält einen tollen Auftrag und ist Tag und Nacht mit seiner Malerei beschäftigt. Doch bei nicht zu vermeidenden zufälligen Treffen auf der Straße mit Bekannten oder Freunden von Liat versteckt sie sich ängstlich und hofft, dass sie mit Chilmi nicht gesehen wird, denn ihre Familie zu Hause würde sonst sofort davon erfahren. Liat lernt Chilmi’s Bruder kennen, der nach kurzer Zeit auf Politik und die Lage im Land zu sprechen kommt und sie sich heftig streiten, so dass sie mit ihm keine Freundschaft schließen wird. Zu groß sind die Unterschiede und politischen Konflikte zwischen ihnen und ihren Ländern. Chilmi hat noch nie das Meer gesehen und da fragt er Liat aus heiterem Himmel, wo denn ihr Lieblingsplatz am Meer in Israel ist. Und dann kommt der Zeitpunkt, an dem Liat wieder nach Hause geht und New York verlässt. Doch Gefühle kann man nicht einfach abstellen… Dorit Rabinyan erzählt sensibel, bildhaft und melancholisch die Liebe zwischen Liat und Chilmi. Die wunderschöne Zeit der beiden in New York aber auch die großen und nicht zu überwindbar scheinenden Hindernisse bezogen auf ihre Herkunft, der Konflikt zwischen Isrealis und Palästinensern sowie die aktuelle Lage der verfeindeten Länder. Die beiden Themen, Liebe und Herkunft, Verschiedenheit und Verletztheit verwebt Dorit Rabinyan perfekt miteinander. Auf der einen Seite steht die große und doch verletzliche Liebe von Liat und Chilmi und auf der anderen Seite werden die Schwierigkeiten benannt, die diese Liebe nicht locker und genießerisch sein lassen können, da im Hintergrund doch immer wieder Bedenken und schlechtes Gewissen mitherrschen. Eindrucksvoll und sensibel erzählt, taucht man in diese Geschichte ein und bleibt nachdenklich zurück, über eine Liebe zwischen zwei Menschen, die wohl nicht sein darf.

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  • Romeo und Julia aus dem Nahen Osten

    Wir sehen uns am Meer

    sydneysider47

    08. October 2016 um 23:51

    Die Handlung: Liat lernt Chilmi in New York kennen und lieben. Er ist Palästinenser aus Ramallah (Westjordanland), sie ist Israelin aus Tel Aviv (Israel). Eigentlich ist das eine Partnerschaft, die keine Zukunft hat, da Israelis und Palästinenser verfeindet sind. Aber zwischen Liat und Chilmi herrscht etwas wie Magie. Sofort finden sie sich sympathisch, als sie sich in einem Café treffen. Sofort unterhalten sie sich, als ob sie sich schon Jahre kennen. Liat begleitet Chilmi, als er in einem Laden Malfarben kauft. Und kurz danach ist sie in seiner Wohnung. Er zeigt ihr seine Kunstwerke, denn er ist Maler. Und dann bleibt sie die Nacht bei ihm. Liat und Chilmi erleben einige glückliche Monate in New York. Natürlich gibt es auch Streit und Diskussionen. Liat weiß nicht, wie sie mit der Tatsache umgehen soll, dass sie mit einem Palästinenser liiert ist. Sie getraut sich nicht, ihn zu einem Treffen mit israelischen Freunden in New York mitzunehmen. Als aber Chilmis Familie in New York weilt und in einem Restaurant speist, ist Liat dabei. Aber da gibt es heftige politische Diskussionen. Irgendwann ist der Tag gekommen, an dem Liat und Chilmi  Abschied nehmen müssen, weil beide in ihre Heimatländer für einige Zeit zurückkehren werden. Aber vielleicht gibt es doch noch Möglichkeiten, dass beide für immer zusammenbleiben können….   Meine Meinung: Schon die Leseprobe hat mich gefesselt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive verfasst. Liat ist die Ich-Erzählerin und sie erzählt vorwiegend im Präsens (Gegenwart). Beide Hauptpersonen – Liat und Chilmi – sind sehr sympathisch. Da ist die ordnungsliebende Liat, die in New York in der Wohnung von Freunden leben darf, weil diese gerade längere Zeit abwesend sind. Und andererseits gibt es den etwas chaotischen Chilmi – der aber ein guter Künstler ist. Die beiden haben sich sofort ineinander verliebt, sie reden viel miteinander. Und gerade durch diese wörtliche Rede erfährt der Leser viel über sie. Die Ereignisse in dem Buch sind meistens sehr detailliert und ausschmückend beschrieben. Wie eine Erinnerung, von der die Autorin nicht will, dass sie vergessen wird. Die Sprache ist schön, ich habe sie sehr gerne gelesen. Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist der, dass das Buch oft nicht spannend ist. Aber mein Leseinteresse ist geweckt, weil ich wissen will, wie und ob Liat und Chilmi für immer zusammenkommen können. Was mir an dem Buch auch sehr gefallen hat, ist, über einige Feste und Gewohnheiten und andere Ereignisse bei Israelis und Palästinensern zu lesen. So lese ich, dass Liat Chanukka und den Sabbat (auch „Schabbat“ genannt) zelebriert. Und Chilmi erzählt einmal, dass es im Westjordanland verboten war, Farben, die in der Flagge der Palästinenser vorhanden sind, zu verwenden. Solche und andere Dinge habe ich mit großem Interesse gelesen und dadurch wieder mehr über Israel und das Westjordanland gelernt. Der Schluss hat mich sehr überrascht. Nein, vorhersehbar war er nicht.   Mein Fazit: Das Buch „Wir sehen uns am Meer“ von Dorit Rabinyan ist eine Art moderne „Romeo-und-Julia-Geschichte“, bei der man als Leser mitfiebert, ob die Liebe zwischen einer Israelin und einem Palästinenser eine Zukunft haben kann. Die Hauptfiguren sind sympathisch und man erfährt viel Interessantes. Da mir einige Male die Spannung fehlte, ziehe ich einen Stern in der Gesamtwertung ab, vergebe also die Note „gut“ (vier Sterne) und eine Leseempfehlung.   P.S.: In ähnlicher Form wurde diese Rezension bereits an einigen Stellen im Internet veröffentlicht. Beispielsweise bei „vorablesen.de“, wo ich unter dem Nick „sydneysider47“ unterwegs bin. Auch bei Amazon.de steht eine Rezension von mir drin unter dem Namen „Irina Melbourne“. Ebenfalls bei buch7.de. Dort bin ich als „adel69“ unterwegs. Auch auf weiteren Webseiten wurden schon Rezensionen veröffentlicht.    

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  • wir sehen uns am Meer

    Wir sehen uns am Meer

    bblubber

    03. October 2016 um 16:40

    Eine kniffelige Rezi, die ich hier schreiben muss. Ein Abwägen und Hin und Herdrehen der Eindrücke. Gefallen hat mir - Das Cover zu aller erst. Der Hauch der New Yorker Skyline, dazu die Wellenbewegungen und die zwei Schatten und alles in einem warmen sonnigen Farbton. Ein echter Eyecatcher im Buchladen. - Der Klappentext der eine ungewöhnliche, ja womöglich schwierige Liebesgeschichte erwarten lässt. Dazu die politische Lage eines Landes, welches mir noch weitgehend fremd ist. Ich weiß natürlich um den uralten Streit von Israelis und Palästinensern. Aber dass es bis heute so krasse Auswirkungen auch auf das Privatleben und die Liebe hat, war mir nicht bewusst und hat mich angesprochen. - Die Leseprobe hat mir gut gefallen und ich hoffte auf ein paar unterhaltsame Stunden mit Tiefgang. Nicht gefallen hat mir - Der wahnsinnig ausführliche Erzählstil. Es wurde wirklich – sorry – jeder Pups, jedes Fitzelchen, jede noch so kleinste Gefühlsregung lang und breit und so intensiv erklärt und beschrieben, dass ich irgendwann leider angefangen hat, ganze Seiten zu überfliegen oder nur noch quer zu lesen. - Die zwei Hauptdarsteller, die ziemlich bald auseinanderdriften. Ich hatte Probleme, die Tiefe ihrer Zuneigung zu erfassen, hatte bald das Gefühl, dass sie gar nicht zusammen passen, da sie ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und ihrem Land haben. Dadurch wurde mir ihre Beziehung schnell uninteressant was für den spannenden Fortgang einer Liebesgeschichte nicht förderlich ist. - Das Ende, weil es zu wenig positiv und hoffnungsvoll war und mir einfach zu nichtssagend. Ganz allgemein stellte ich mir die Frage, was die Autorin mit dieser Story überhaupt sagen wollte, was ihre eigene Meinung ist. Am Ende war ich ziemlich angestrengt von diesem Buch und gebe gerade noch 3 Sterne. Es war einfach nicht dass, was ich erwartet und erhofft hatte.

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  • Sehr bewegende Geschichte einer aussichtslosen Liebe

    Wir sehen uns am Meer

    Zabou1964

    01. October 2016 um 14:17

    Bereits die Leseprobe auf Vorablesen.de konnte mich überzeugen. Der Einstieg in Liats und Chilmis Geschichte war so bewegend und in einer sehr poetischen Sprache geschildert, dass ich den Roman unbedingt lesen wollte. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, ein kostenloses Leseexemplar vom Verlag zu bekommen. Die Israelin Liat hat ein Stipendium in den USA und lebt in New York. In einem Café lernt sie den Künstler Chilmi kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Leider gibt es ein Problem: Chilmi ist Palästinenser. Eine Liebe zwischen ihnen ist eigentlich unmöglich. Zu Anfang will Liat schnell die Affäre beenden. Doch es gelingt ihr nicht. So wird aus der Affäre schnell eine ausweglose Liebe. Denn Liat hat bereits ihr Rückflugticket nach Israel in der Tasche. Die Tage der Liebe sind gezählt. In diesem Roman werden nicht nur die schönen Momente der Liebe beschrieben. Auch die Konflikte der Protagonisten finden immer wieder Erwähnung. Hier konnte ich Liat manchmal nicht verstehen. Sie verletzt Chilmi regelmäßig, indem sie ihn verleugnet. Ich hatte durchaus Verständnis dafür, dass sie nicht wollte, dass ihre Eltern von dieser Verbindung erfahren. Aber in ihrer Wortwahl ist sie oft sehr grob. Das führte dazu, dass mir diese Figur im Laufe der Geschichte immer unsympathischer wurde. Chilmi geht dagegen offener mit seiner Liebe um. Seinen Eltern erzählt er nichts, aber seinen Bruder lernt Liat durchaus kennen. Immer wieder finden auch die politischen Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern in Form von Diskussionen Erwähnung. Hier wiederholt sich die Autorin leider öfters, sodass das Buch einige Längen hatte. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen. Ansonsten konnte mich der Roman aber vor allem mit seiner poetischen Sprache fesseln und hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Sehr bezeichnend finde ich, dass das Werk in Israel von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen wurde. Das ist eigentlich noch ein Grund mehr, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Ich glaube, die Erziehungsministerin hat mit ihrer Aktion genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich wollte.Fazit: Sehr bewegend erzählte Geschichte einer Liebe, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt zu sein scheint.

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  • langatmig

    Wir sehen uns am Meer

    wusl

    18. September 2016 um 13:43

    Die israelische Autorin Dorit Rabinyan erzählt aus der Sicht der Israelin Liat, die in New York studiert. Sie lernt schon am ersten Tag den Palästinenser Chilmi kennen und verliebt sich schnell in den gutaussehenden, charmanten jungen Maler. Aber sie tut sich auf Grund ihrer Herkunft von Anfang an schwer mit Chilmis Herkunft, seiner politischen Gesinnung, seiner Nationalität. Sie verbirgt ihn vor Familie und Freunden. Sie will die Beziehung geheim halten und an dieser Lügerei krankt die Beziehung von Anfang an. Auch wenn man anfangs die Hoffnung hat, dass eine Israelitin und ein Palästinenser wie Romeo und Julie über ihren Schatten springen und durch ihre Liebe und ihre Zuneigung über alle politischen und gesellschaftlichen Grenzen zueinander finden. Schwer getan habe ich mich mit dem Rhythmus des Erzählstils, der sehr intensiv, langsam und ausufernd genau ist. Jede Bewegung, jede winzigste Gefühlsregung werden von jeder Seite beleuchtet und haarklein beschrieben. Dafür passiert spannungstechnisch über weite Strecken sehr wenig. Ich gebe zu, ich habe manchmal nur quergelesen, weil ich mich gelangweilt habe. Ich hatte mir einfach mehr erwartet von diesem Buch. Ich kann nicht mehr wie 3 Sterne vergeben.

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  • Liebe, die nicht sein darf

    Wir sehen uns am Meer

    krimielse

    16. September 2016 um 17:09

    In dieser dichten, bildgewaltigen und traurigen Liebesgeschichte erzählt die Autorin Dorit Rabinyan von der unmöglichen Liebe einer Jüdin und eines Palästinensers fernab von der Heimat. Klappentext In der Heimat hätten sie sich nie kennengelernt, aber durch einen Zufall treffen die Tel Aviverin Liat und der Maler Chilmi aus Ramallah in New York aufeinander und verlieben sich. Liat kämpft mit sich, denn weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde dürfen von der Beziehung erfahren, die ein klares Enddatum hat: Wenn Liat zurück nach Israel geht, ist Schluss. Doch Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen, und die Herkunft der beiden sowie die Perspektivlosigkeit belasten ihre Gegenwart - eine Zukunft scheint unmöglich. Gibt es einen Ausweg, ist das private Glück vor dem Hintergrund des Konflikts der beiden Völker unmöglich? Ein Roman, der mit großer Wucht und in einer bildreichen, emotionalen Sprache von einer unmöglichen Liebe erzählt. Das Buch wurde von der israelischen Erziehungsministerin von der Lektürenliste der Oberstufe gestrichen, was auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief. Der Konflikt der beiden Völker bleibt zu Beginn der Beziehung außen vor, wichtig ist nicht die Herkunft sondern der Wunsch nach Liebe und Nähe. Doch Liat schafft es nicht, unabhängig von ihrer Volksgruppe zu Chilmi zu stehen, der Hass zwischen den beiden Völkern strömt schnell in die Beziehung ein und belastet sie durch festgelegte und eingefahrene Frontlinien. Die Protagonisten schaffen es letztlich beide nicht, sich unabhängig von ihrer Volksgruppe und von einer Krise, die sie beide nicht verursacht haben, zu lieben, zu respektieren, zu akzeptieren. Das, was anfangs funktionierte, verkompliziert sich nach ein paar Wochen aufgrund der Verhärtung von Fronten bei Diskussionen - der Streit um Politik steht immer als Stolperfalle im Weg - weil sowohl Liat als auch Chilmi ihren Liebsten nicht unvoreingenommen und unkompliziert zu Einladungen ihrer jeweiligen New Yorker Freunde mitnehmen wollen oder können und weil für Liat das Rückreisedatum nach Israel als Ende der Beziehung unverrückbar feststeht. Zudem verleugnet Liat ihren Liebsten vor ihrer Familie, Chilmi hingegen spricht mit seiner Mutter ganz offen über seine jüdische Freundin. Da nützt es auch nichts, dass Chilmi seiner Liebsten folgt, um ihr wenigstens geografisch nahe zu sein. In der Heimat sind beide vielmehr wie die Königskinder, die sich nahe sind, sich aber nicht erreichen können. Die Sprache der Autorin ist sehr poetisch, sinnlich, bildhaft und durchsetzt von einer immer währenden Melancholie, die auch in glücklichen Augenblicken des Paares durchzuschimmern scheint. Als Leser erlebt man die anfangs große Liebe ebenso intensiv wie die Sehnsucht nach der Sonne, nach der Wüste und vor allem nach dem titelgebendem Meer, das die Unerreichbarkeit für Chilmi, der noch nie am Meer gewesen ist, symbolisiert, zum anderen Überfluss und Glück verspricht. Das Buch thematisiert durch die Liebesgeschichte die Sichtweisen des Konfliktes zwischen Juden und Palästinensern auf sehr kluge Weise. Die Autorin setzt sich mit der Täter-Opfer-Rolle der Beteiligten auseinander, beleuchtet Argumente, spielt mit Trauer, Stolz und der Unfähigkeit der Vergebung und des Vergessens, ohne zu werten. Das Konzept geht gut auf und lässt mich als Leser sehr nachdenklich zurück. Dorit Rabinyan wurde als Tochter einer israelisch-jüdischen Familie in Israel geboren. Ihre beiden Romane "Unsere Hochzeiten" und "Die Mandelbaumgasse" waren Bestseller und wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Dieser dritte Roman wurde ebenfalls in Israel ein Bestseller und erscheint in zahlreichen Ländern. Er wurde mit dem wichtigen Bernstein-Preis ausgezeichnet

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    • 2
  • Völkerverständigung durch Liebe

    Wir sehen uns am Meer

    levi34

    12. September 2016 um 18:46

    Das Buch startet mit der Beschreibung eines speziellen Besuches. Eine Israelin names Riat, die zur Zeit in New York lebt, bekommt Besuch vom FBI. Sie wird verdächtigt, staatsfeindliche Aktivitäten zu betreiben oder vorzubereiten und wird deshalb von den Beamten des FBI ausführlich befragt. Die ganze Befragung ist etwas skuril und schließlich stellt sich der Vedacht als unbegründet heraus. Durch diese Befragung versäumt Liat fast ein Treffen mit Andrew, einem amerikanischen Freund. Allerdings ist Andrew verhindert und schickt stattdessen Chilmi hin, einen anderen Bekannten von Andrew. Chilmi stammt aus Ramallah. Zögerlich entwickelt sich zwischen Liat und Chilmi eine zarte Beziehung. Die beiden wollen sich wieder treffen und eine große Liebe nimmt ihren Anfang. Die Sprache ist sehr schön und klar gehalten. Alltägliche Dinge werden sehr detailliert beschrieben und man kann sich das Leben dieser zwei Menschen in New York gut vorstellen und sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen. Es ist sehr spannend zu lesen, wie sich diese schwierige Konstellation der Beziehung zwischen einer Israelin und einem Araber weiterentwickelt und es bleibt einem nichts anderes übrig, als das Buch zu Ende zu lesen.

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  • Schwierig - das Thema sowie der Schreibstil

    Wir sehen uns am Meer

    vicky_1990

    12. September 2016 um 16:24

    Das Cover sieht toll aus. Die Farben orange, schwarz und weiß passen super zusammen und ergänzen sich gut. Die Skyline von New York fügt sich gut ins Bild ein. Das Buch beginnt mit einem wunderschönen Gedicht von Avot Yeshurun: Alle Flüsse. Man kommt gut in die Geschichte von Liat rein. Teilweise war ich etwas verwirrt bei den Szenen zwischen Chilmi und Liat - irgendwie verwirrend und nicht ganz nachvollziehbar... Aber es bessert sich teilweise im Laufe der Geschichte. Der Roman ist in drei große Bereiche eingeteilt. Der erste war okay, man lernt die Charaktere kennen. Der zweite war mir zu langatmig und verwirrend - habe mir seit längere Zeit nicht mehr so schwer getan ein Buch zu lesen, musste mich regelrecht dazu zwingen weiterzulesen nachdem ich es immer wieder aus der Hand gegeben haben. Der Dritte Teil ist wieder okay. Die Geschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren finde ich an und für sich gut. Es kommen teilweise sehr wichtige Themen vor aber ich konnte mich mit dem Schreibstil der Autorin absolut nicht anfreunden. Außerdem hat es mir an emotionaler Tiefe gefehlt - speziell wenn man deren Hintergründe und ihre Abstammung von den zwei verschiedenen Völkern miteinbezieht. Vereinzelte Kapitel gingen einigermaßen aber durch den Großteil musste ich mich regelrecht durchkämpfen. Hätte ich nicht unbedingt das Ende dieser im Grunde guten Geschichte erfahren wollen hätte ich vermutlich aufgrund der Schwere des Schreibstils vorzeitg aufgegeben. Deswegen auch drei Sterne Abzug. Fazit: Einigesmaßen gutes Buch aber zwischendurch sehr schwer zum Lesen und auch zum Nachvollziehen. Definitiv kein Buch für Zwischendurch, es erfordert die gesamte Aufmerksamtkeit von einem und selbst dann ist es ungewiss ob sich einem alles erschließt.

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