Doron Rabinovici

 3.9 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Andernorts, Die Außerirdischen und weiteren Büchern.
Doron Rabinovici

Lebenslauf von Doron Rabinovici

Doron Rabinovici wurde am 2. Dezember 1961 als Sohn rumänischer Eltern in Tel Aviv geboren. Als er drei Jahre alt war, zog seine Familie nach Wien. Er studierte an der dortigen Universität und promovierte als Historiker. Aufgrund der Geschichte seiner Eltern, die vor den Nazis aus Rumänien nach Israel flohen, ist er sehr engagiert in Vereinen gegen Antisemitismus und Rassismus. Heute lebt er nach wie vor in Wien.

Neue Bücher

"Alles kann passieren!"

Neu erschienen am 21.11.2018 als Taschenbuch bei Zsolnay, Paul.

Die Außerirdischen

 (17)
Erscheint am 14.01.2019 als Taschenbuch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Doron Rabinovici

Andernorts

Andernorts

 (27)
Erschienen am 23.01.2012
Die Außerirdischen

Die Außerirdischen

 (17)
Erschienen am 14.01.2019
Ohnehin

Ohnehin

 (7)
Erschienen am 29.08.2005
Suche nach M

Suche nach M

 (4)
Erschienen am 21.12.1998
"Alles kann passieren!"

"Alles kann passieren!"

 (0)
Erschienen am 21.11.2018
Herzl reloaded - Kein Märchen

Herzl reloaded - Kein Märchen

 (0)
Erschienen am 10.01.2016
Papirnik

Papirnik

 (0)
Erschienen am 27.02.1994
Eichmanns Jews

Eichmanns Jews

 (0)
Erschienen am 04.10.2011

Neue Rezensionen zu Doron Rabinovici

Neu
Linker_Mopss avatar

Rezension zu "Die Außerirdischen" von Doron Rabinovici

Mein Buchhighlight 2018
Linker_Mopsvor 4 Monaten

Der Roman "Die Außerirdischen" von Rabinovici ist mein bisheriges Buch-Highlight 2018. Angekündigt wird im Klappentext die Ankunft von Außeriridischen. Doch diese sind in diesem Buch nur eine Randnotiz. Hauptaugenmerk ist das zwischenmenschliche Zusammenspiel in Krisensituation. Und da zeigt Rabinovici gut, welches Monster der Mensch sein kann.

Ich will hier nicht spoilern, aber das letzte Drittel des Buches war überraschend, grausam und aufrüttelnd. Der Autor macht dies zudem mit einer klaren Sprache - unverschnörkelt und direkt. Die Charaktere sind nicht immer Symphatieträger. Sol - als Hauptfigur - kommt manchmal sogar dröge daher. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch.

Mein Fazit: Unbedingt lesen. Eigentlich gehört es in jeden Lesekanon. Vertane Zeit ist auf jeden Fall nicht.

Kommentare: 2
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A

Rezension zu "Die Außerirdischen" von Doron Rabinovici

Die Außerirdischen
Anna_Resslervor 10 Monaten


Was passiert, wenn plötzlich alle Radios die Meldung von einer Landung der Außerirdischen verkünden? Darauf folgend ein Strom- und Funkausfall.
Mit dieser ungünstigen Konstellation von Zufällen beginnt die interessante Geschichte um den Journalist Sol und seine Frau Astrid. 
Schnell bricht Chaos in der Stadt aus und die Menschen drehen durch. 
Es braucht eine Weile bis sich die Panik wieder legt.
Mit Berichten über die Außerirdischen wird Sols Show erfolgreich. 
Irgendwann fordern die Fremden Mächte freiwillige Opfer - und die Menschheit fügt sich.
Natürlich artet das ganze in eine schreckliche Abscheulichkeit aus. 
An deren Ende die Insel (der neue Name für KZ) steht und das gegenseitige Versprechen der Menschen so etwas nie wieder geschehen zu lassen.
Interessant fand ich die Tatsache, dass man die Außerirdischen eigentlich nie richtig zu "Gesicht" bekommt. Sie melden sich auch nicht wirklich... Es bleibt also dem Leser überlassen an zu entscheiden, ob die Grausamkeiten durch eine fremde Zivilisation ausgelöst oder doch nur Menschen gemacht waren. Vor allem die Vorstellung von Variante zwei lässt mich immer noch frösteln.
 

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Jaris avatar

Rezension zu "Die Außerirdischen" von Doron Rabinovici

Doron Rabinovici - Die Ausserirdischen
Jarivor einem Jahr

An dieses Buch ging ich heran, ohne den Hintergrund des Autoren zu kennen. Ich las den Rückentext und dachte, "Das wär doch was!". Schlussendlich entwickelte sich die Handlung in eine ganz andere Richtung, als dass ich zu Beginn gedacht hatte, doch fand ich genau das richtig faszinierend und begeisternd.

Interessant war auch, dass mir Sol eigentlich eher unsympathisch ist, zumindest seit dem Gespräch mit dem Tierrechtler war er bei mir unten durch. Trotzdem ging er mir nicht auf die Nerven und nur das ist es, was mich an Figuren stört. Ja, Hauptfiguren dürfen unsympathisch sein, ob nun vom Autoren gewollt oder aufgrund von persönlichen Neigungen (wie hier bei mir). Als lesenswert erachte ich das Buch dennoch.

"Die Ausserirdischen" ist ein spitzes Portrait unserer heutigen Gesellschaft. Angeblich sind Ausserirdische gelandet - was tun wir? Machen wir eine Talkshow draus! Dafür gibt es eigentlich keinen handfesten Beweis, dass die Aliens tatsächlich existieren. Die Art und Weise wie dies von allen Menschen einfach angenommen wird, lässt an Schwarmbewusstsein denken. Auch am Ende wissen wir nicht, ob es die titelgebenden Ausserirdischen und ihre Forderung wirklich gegeben hat oder nicht.

Der Mensch wird zur Schlachtbank geführt - aber freiwillig und human. Es soll Spiele geben, in denen die freiwilligen Märtyrer gegeneinander antreten. Der Gewinner wird belohnt, die Verlierer von den Aliens verzehrt. Natürlich tritt die uns bekannte Maschinerie sofort in Gang: alles wird vermarktet, verkauft, verfilmt.

Dann erst, im letzten Drittel, merkt man, worauf Rabinovici hinauswill: wir fühlen uns mehr und mehr an die Zeit des Dritten Reiches erinnert. Es sind von Deportationen die Rede, von Lagern. In diesem Moment war dieses Buch ein Schlag ins Gesicht für mich: so eindrücklich hievt der Autor die Geschehnisse der Vergangenheit in die Gegenwart und zeigt uns, wie ein allfälliger Dritter Weltkrieg aussehen könnte oder wie die Machenschaften Hitlers heutzutage aussehen könnten.

Ist "Die Ausserirdischen" zu Beginn bis in die Mitte noch ein sehr polarisierendes Buch, so nimmt der Autor doch zum Enge hin mehr und mehr Stellung und öffnet dem Leser die Augen. Auf diese Weise ist mir das Buch ziemlich eingefahren. Es ist kein Titel, der enorm spannend oder ausserordentlich gefühlsduselig ist, Rabinovici ist ein ruhiger und distanzierter Beobachter, aber genau das gefiel mir.

Schlussendlich bleibt es dem Leser überlassen, seine eigene Position in dieser neuen und doch so bekannten Welt zu finden. Wo wirst du sein, wenn die Ausserirdischen kommen?

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Doron Rabinovici wurde am 02. Dezember 1961 in Tel Aviv (Israel) geboren.

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