Doron Rabinovici

 3.9 Sterne bei 61 Bewertungen
Autor von Andernorts, Die Außerirdischen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Doron Rabinovici (©Lukas Becker / Quelle: Suhrkamp Verlag)

Lebenslauf von Doron Rabinovici

Doron Rabinovici wurde am 2. Dezember 1961 als Sohn rumänischer Eltern in Tel Aviv geboren. Als er drei Jahre alt war, zog seine Familie nach Wien. Er studierte an der dortigen Universität und promovierte als Historiker. Aufgrund der Geschichte seiner Eltern, die vor den Nazis aus Rumänien nach Israel flohen, ist er sehr engagiert in Vereinen gegen Antisemitismus und Rassismus. Heute lebt er nach wie vor in Wien.

Alle Bücher von Doron Rabinovici

Cover des Buches Andernorts9783518463109

Andernorts

 (28)
Erschienen am 23.01.2012
Cover des Buches Die Außerirdischen9783518469354

Die Außerirdischen

 (20)
Erschienen am 14.01.2019
Cover des Buches Ohnehin9783518457368

Ohnehin

 (7)
Erschienen am 29.08.2005
Cover des Buches Suche nach M9783518394410

Suche nach M

 (5)
Erschienen am 21.12.1998
Cover des Buches Herzl reloaded - Kein Märchen9783633542765

Herzl reloaded - Kein Märchen

 (1)
Erschienen am 10.01.2016
Cover des Buches Papirnik9783518118894

Papirnik

 (0)
Erschienen am 27.02.1994
Cover des Buches "Alles kann passieren!"9783552059436

"Alles kann passieren!"

 (0)
Erschienen am 21.11.2018
Cover des Buches Eichmanns Jews9780745646831

Eichmanns Jews

 (0)
Erschienen am 04.10.2011

Neue Rezensionen zu Doron Rabinovici

Neu

Rezension zu "Die Außerirdischen" von Doron Rabinovici

Wow! Satirisch und erschrecken real...
Readratvor einem Jahr

Eine Kurz-Rezension/Fazit:

Oh, was für ein böses, satirisches und auch schreckliches Buch:

Außerirdische sind angeblich auf der Erde gelandet. Alle sind in Aufruhr und vieles gerät aus den Fugen. Aber die Ankömmlinge sollen sanftmütig sein und gut. Sie sind scheu und meiden den Kontakt… die Welt beruhigt sich wieder. Tja, da kommt dann nur diese eine Sache: sie bitten um Menschenopfer. Und das auf freiwilliger Basis. Also lasset die Spiele beginnen...!!!

Mit Biss und gesellschaftlichem Fingerzeig wird diese doch arg gruselige Geschichte aus der Sicht des Protagonisten namens Sol erzählt. Wie ihn die absurden Geschehnisse verändern und wie die Menschen um ihn herum zu Ungeheuern werden. 

Zu Beginn fand ich das Buch noch eher bissig-witzig. Dann wurde es mehr und mehr schrecklich ernst gruselig erschütternd realistisch. Und das war genau richtig so!

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L

Rezension zu "Die Außerirdischen" von Doron Rabinovici

Die Außerirdischen
LenaSilbernaglvor einem Jahr

Darum geht's:

Erschreckend die Nachricht, die eines Morgens von sämtlichen Sendern gemeldet wird: Eine extraterrestrische Macht hat über Nacht die Erde erobert. Sol, Mitbegründer eines Online-Magazins, ist sofort von der Wahrheit der Meldung überzeugt, seine Frau Astrid ist skeptisch. Nach der ersten allgemeinen Panik sickern Neuigkeiten durch: Die Außerirdischen sind sanftmütig; sie meiden scheu jeden Kontakt; sie bringen Aufschwung und Frieden. Da ist nur ein kleiner Haken – sie bitten um Menschenopfer auf freiwilliger Basis. Überall werden Spiele ausgerichtet, um die Auserwählten zu bestimmen. Wer mitmacht, dem winken enorme finanzielle Vorteile.

Sols Online-Magazin ist mit einer rasch etablierten Talkshow dicht dran an den Ereignissen. Als sich aber Sols junger Nachbar Elliot als Kandidat für die Spiele meldet, stellt das Sol und Astrid auf die Probe. Und die Fragen werden drängend: Wer ist mitschuldig, wer profitiert, wer begehrt auf?

Das Buch:
Das Buch beginnt spannend. Einerseits erinnert die Thematik an "Krieg der Welten", andererseits ist dieses Buch dennoch komplett anders. 
Zu Beginn des Buchs steht auch die Invasion der Aliens, die völlig lautlos vonstatten geht. "Nichts war zu hören; kein Lärm, keine Schreie, keine Schüsse." Die gesamte Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Sol erzählt, der auch zu Beginn schon sagt: "Im Rückblick war das einzig Ungewöhnliche die Stille, die über uns lag." Bereits hier ist schon unklar, ob die Invasion überhaupt erfolgte oder nicht. Diese Frage beschäftigt den Leser das gesamte Buch über. 
Während die Hintergründe von Sols Leben mit seiner Frau Astrid erzählt werden, werden auch die Fakten genannt, die auf Grund der Invasion stattfanden. Beispielsweise Aufstände. 
Während viele Spekulationen über die Außerirdischen kursieren, gibt es viele offene Fragen, die im Buch beantwortet werden oder auch nicht. 
Bis die Außerirdischen den ersehnten Frieden bringen, dafür jedoch freiwillige Menschenopfer fordern.
Ab diesem Zeitpunkt stellt sich dem Leser, aber auch dem Protagonisten die entscheidenden ethischen Fragen. Wer über Leben und Tod entscheiden darf und natürlich die typische Spock-Frage: ist es besser einen Menschen für viele Menschen zu opfern?
Dabei werden sowohl der Leser als auch der Protagonist und andere Figuren des Romans in eine Denkweise gedrängt. 
Das Buch regt definitiv zum Denken an. Es handelt sich hierbei um ein wunderbares Gedankenspiel nach Art von "Was wäre wenn,...". Und während die Figuren zueinander in Diskussion treten, muss sich auch der Leser diesen Fragen stellen. 
Der Leser kann wunderbar mitverfolgen, was die Landung der Außerirdischen mit der Menschheit macht. Wie einzelne Format entstehen und wie die Menschheit sich verändert - oder auch nicht. Der Protagonist wird indes wird von Höhen und Tiefen befördert und sorgt zum Einen dafür, dass die Spiele prominent werden.
So werden einige Figuren, die seit Beginn des Buchs eigentlich sympathisch waren, korrumpiert. 

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Rezension zu "Die Außerirdischen" von Doron Rabinovici

Mein Buchhighlight 2018
Linker_Mopsvor 2 Jahren

Der Roman "Die Außerirdischen" von Rabinovici ist mein bisheriges Buch-Highlight 2018. Angekündigt wird im Klappentext die Ankunft von Außeriridischen. Doch diese sind in diesem Buch nur eine Randnotiz. Hauptaugenmerk ist das zwischenmenschliche Zusammenspiel in Krisensituation. Und da zeigt Rabinovici gut, welches Monster der Mensch sein kann.

Ich will hier nicht spoilern, aber das letzte Drittel des Buches war überraschend, grausam und aufrüttelnd. Der Autor macht dies zudem mit einer klaren Sprache - unverschnörkelt und direkt. Die Charaktere sind nicht immer Symphatieträger. Sol - als Hauptfigur - kommt manchmal sogar dröge daher. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch.

Mein Fazit: Unbedingt lesen. Eigentlich gehört es in jeden Lesekanon. Vertane Zeit ist auf jeden Fall nicht.

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Zusätzliche Informationen

Doron Rabinovici wurde am 02. Dezember 1961 in Tel Aviv (Israel) geboren.

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