Dorota Maslowska Schneeweiss und Russenrot

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Inhaltsangabe zu „Schneeweiss und Russenrot“ von Dorota Maslowska

Umstritten und verwegen: Die neue Stimme aus Polen In einer völlig neuen Sprache, die kreativ mit Regeln spielt, gelingt Dorota Maslowska ein ganz erstaunliches, zwischen poetisch und schmutzig, nostalgisch und rebellisch changierendes literarisches Porträt der Subkultur in einer heutigen polnischen Stadt. Erzählt wird die Geschichte von Andrzej, genannt der Starke, der von seiner Freundin verlassen wird und dies von seinen Freunden erfährt, während sich Polen auf einen neuen Krieg gegen Russland vorbereitet. Auf der Suche nach Speed lässt er sich mit verschiedenen Frauen ein, verliert seinen Hund, fährt ans Meer, wird verhaftet und verhört, kommt ins Krankenhaus. Dorota Maslowska landete mit ihrem Debüt einen überraschenden Bestsellererfolg. Wie Irvine Welsh, Mian Mian und Nick McDonell schreibt sie abseits des literarischen Mainstreams und fasziniert damit ein ganz neues Lesepublikum. Schneeweiß und Russenrot erscheint unter anderem in den USA, in Italien, Russland, Ungarn und Holland.

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    Schneeweiss und Russenrot
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. January 2015 um 15:47

    Als ich 2004 da im Laden zufällig reinblätterte, hab ich es direkt nach der ersten Seite gekauft. Maslowska mischt derbe Ausdrücke und Fachsprache und die Grammatik ist oft falsch, aber unterm Strich ist das ein sehr poetisches Sprechen und mich hat es einfach umgehauen. Ich finde vor allem ihre Beschreibung einer postkommunistischen Stadt in Polen, deren Bewohner sich gerade irgendwie in den Kapitalismus hereinfinden wollen, sehr lyrisch. Naja, vergangenes Weihnachten habe ich das Buch meiner Mutter geschenkt, das war keine gute Idee. Sie findet die Sprache anstrengend und will es nur zu Ende lesen, um den Sinn der Geschichte zu erfahren. Leider gibt es den nicht! Der Protagonist lässt sich einfach treiben. Es ist mehr ein Stimmungsbuch und ich habe es schon mehrmals gelesen.

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  • Rezension zu "Schneeweiss und Russenrot" von Dorota Maslowska

    Schneeweiss und Russenrot
    Poiree

    Poiree

    07. March 2011 um 21:28

    Ein Debütroman des Enfant Terrible der polnischen Literaturszene, Dorota Masłowska. Der Inhalt besteht aus einem riesigen Redeschwall des Protagonisten Andrzej, der -wenn nicht gerade im Rausch der Drogen oder der Liebe -von all dem berichtet, was gerade um ihn herum passiert, was auf den Leser ziemlich grotesk und skurril erscheint. Erzählt wird ungeschminkt, obszön, ehrlich, vulgär und das in einem temporeichen Schreibstil, streckenweise zieht es sich aber hin wie Leim. Aber dieses Spiel mit dem Zeitempfinden verleiht diesem Roman eine Vitalität. Für Liebhaber experimenteller Prosa der Gegenwart.

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  • Rezension zu "Schneeweiss und Russenrot" von Dorota Maslowska

    Schneeweiss und Russenrot
    ariella

    ariella

    25. March 2010 um 07:29

    Mit "Schneeweiß und Russenrot" ist der polnischen Jungautorin Dorota Maslowska meiner Meinung nach ein erstaunliches Debüt gelungen. Andrzej wird von seiner Freundin verlassen und irrt danach voller Wut und auf Speed durch die Gegend. Dabei begegnet er skurrilen Menschen und landet in absurden Situationen, die aus dem Rausch entstehen oder durch ihn verzerrt werden. Er lässt sich mir unmöglichen Frauen ein, macht mit einem Freund Randale und wird verhaftet, wobei er die Autorin kennenlernt. Das Tempo und die Sprache dieses Buches sind sehr schnell, meist in Form von Andrzejs Gedanken. Die Autorin spielt mit Wörtern, nimmt sie auseinander und setzt sie in neuen Kontexten wieder zusammen. Die Sprache ist mal vulgär und mal poetisch, aber immer gekonnt eingesetzt. Schön ist auch, dass Dorota Maslowska sich selbst (oder ein vermeintliches Selbst) in die Geschichte mit einflicht und Dialoge mit Andrzej führt. Ein Stern Abzug gibt es für die deutsche Übersetzung, bei der es vor allem am Anfang auffällt, dass ganz seltsame Satzgebilde entstehen, bei denen das "weil" nach dem Komma besser durch ein "denn" ersetzt worden wäre (..., weil, das geht voll auf die Nerven). Das ist vielleicht ein paar mal okay, aber wenn so etwas zehnmal auf einer Seite vorkommt, dann ist das störend. Auch wenn das im Polnischen vielleicht genau in dieser Reihenfolge dort stand, hat das nicht zu bedeuten, dass man das eins zu eins so übersetzen muss, weil der Übersetzerin eigentlich klar sein müsste, dass die polnische Grammatik nach ganz anderen Regeln spielt als die deutsche. Zum Glück ist das nur am Anfang so und wird mit jeder Seite weniger. Wahrscheinlich hat es die Übersetzerin irgendwann selbst abgenervt. Schade ist auch, dass Anmerkungen zu spezifisch polnischen Details fehlen, denn nicht jeder weiß, was z.B. "Vogelmilch" ist. Aber abgesehen von Teilen der Übersetzung ist dies ein absurd-komisches Buch mit einer wunderbaren Sprache. Empfehlen würde ich es frühestens ab 16, bei jüngeren Lesern könnte es eher verstörend wirken. Obwohl es von einer damals 18-Jährigen geschrieben worden ist, ist es kein Jugendbuch, sondern eine Geschichte, die das Gefühl von Maslowskas Generation wiedergibt. Wem der kreative Gebrauch von Sprache gefällt, der wird dieses Buch auch mögen.

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  • Rezension zu "Schneeweiss und Russenrot" von Dorota Maslowska

    Schneeweiss und Russenrot
    vivien

    vivien

    20. July 2008 um 11:10

    ..dafür, dass sie es mit 18 geschrieben hat, is das buch der hammer...is jedoch streckenweise echt anstrengend zu lesen!