Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada

von Dorothe Zürcher 
5,0 Sterne bei5 Bewertungen
Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

phantastische_fluchtens avatar

man muss sich einlesen. keine leichte Kost aber gut recherchiert und spannend geschrieben

L

Ein Highlight im Genre der historischen Romane

Alle 5 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada"

Als Mädchen weigert sich die adlige Wiborada zu heiraten. Sie flieht ins Kloster St. Gallen zu ihrem Bruder und begibt
sich auf eine gefährliche Pilgerreise nach Rom. Dort wird in ihr der Wunsch geweckt, ein religiöses Leben nach dem
Vorbild der Mönche im Kloster St. Gallen zu führen - unmöglich für eine Frau im 10. Jahrhundert.
Wiborada sucht ihren eigenen Weg. Von den Geistlichen misstrauisch beäugt, endet sie nur dank ihrer Verhandlungsgabe
nicht auf dem Scheiterhaufen. Sie willigt ein, sich in eine Zelle einmauern zu lassen, wo sie ihr Leben ganz der Askese widmen könne. Doch die Mönche haben nicht mit Wiboradas seherischen Fähigkeiten gerechnet.
Ein Roman über eine mutige Frau, die 100 Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen wurde.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783906240787
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:380 Seiten
Verlag:IL-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:01.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    nirak03s avatar
    nirak03vor einem Tag
    Stabilitas loci - Beständigkeit

    Vuiberat ist noch jung, als ein einschneidendes Erlebnis sie dazu bewegt, ihr Leben im Gebet zu verbringen. Eine Heirat kommt für die junge Frau nicht infrage. Ihr Weg führt sie zunächst ins Kloster von St. Gallen, dann auf eine Pilgerreise nach Rom, um dann wieder in der Nähe des Klosters ein Leben als Einsiedlerin zu führen. Am Ende gerät sie in Bedrängnis durch den Abtbischof Salomon III. Sie kann ihr Leben nur dadurch retten, indem sie zustimmt, sich in eine Zelle einmauern zu lassen und eine Inkluse zu werden. Es scheint ein schwerer Weg für Vuiberat zu sein, aber sie liebt die Menschen und hilft, wo sie kann. Nicht nur mit Taten, sondern auch oft mit Worten und Gebeten.


    Vuiberat lebte im 10. Jahrhundert in der Nähe des Klosters St. Gallen. Sie war eine junge Frau, die wohl ein schweres Leben hatte. Durch ihre Liebe zum Glauben ist es ihr aber gelungen, ihren Weg zu gehen. Sie hat den Bischof Salomon III. beraten, und noch so einige adlige Menschen dieser Zeit mehr. Dabei war sie wohl immer darauf bedacht, das Wohl ihrer Mitmenschen im Auge zu behalten. Sie gab so manchen Ratschlag, der befolgt wurde. Aus heutiger Sicht mag es schwer zu verstehen sein, dass sich eine Frau freiwillig in eine Zelle einmauern lies. So wie es überliefert wurde, war es bei Vuiberat wohl der Fall. 100 Jahre nach ihrem Tode wurde sie unter dem geläufigeren Namen Wiborada heiliggesprochen. Aber ob das wirklich für die erlittenen Qualen ein gerechter Preis war? Und hat diese Frau überhaupt gelitten oder waren diese Erfahrungen für sie der Weg zum Ziel? Genau wird sich dies sicher nie klären lassen.


    Ich habe die Geschichte dieser Frau fasziniert gelesen. Sie hat ihren Frieden im Gebet gefunden. Die Autorin hat insgesamt ein stimmiges Bild von Wiborada erschaffen. Frau Zürcher erzählt davon, wie es vielleicht gewesen sein könnte und was diese junge Frau dazu bewegt hat, sich so intensiv dem Glauben hinzugeben. Immer wieder sind Bibelzitate eingefügt und erzählen davon, wie gut sich Wiborada mit den einzelnen Psalmen auskannte. Diese Psalmen sind zunächst in Latein zu lesen, werden aber gleich übersetzt, sodass ich nicht aus dem Lesefluss gerissen wurde. Diese Psalmen zeigen sehr schön, wie tief und intensiv Wiborada mit der Zeit mit ihrem Glauben verwuchs. Überhaupt lässt sich der Erzählstil gut lesen, und dass obwohl einige alte Begriffe ihren Weg in die Geschichte gefunden haben.


    Es wird aber nicht nur einfach die Lebensgeschichte dieser Heiligen erzählt, sondern auch von der Politik aus dem 10. Jahrhundert. Das Land wurde von Kriegen erschüttert, der König war noch ein Kind und brauchte Führung und die Adligen sowie der Klerus unter sich dachten nur an ihre eigene Macht und ihren eigenen Reichtum. Hier war nun eine Frau, die offen für die Wünsche der Menschen war. Sie stand ihnen zur Seite, heilte ihre Wunden und gab ihnen Ratschläge fürs Leben. Für die Menschen, die an ihrer Seite lebten, war sie der Mittelpunkt ihrer Welt. Sie folgten ihr, wo auch immer sie hinging und sorgten für sie.


    „Stabilitas loci. Der Weg der Wiborada“ ist ein historischer Roman, der etwas Besonderes ist. Er erzählt nicht nur eine Geschichte einer Heiligen, sondern verleiht ihr ein Gesicht. Der Autorin Dorothe Zürcher ist es gelungen, ein authentisches Bild dieser jungen Frau aus dem 10. Jahrhundert zu zeichnen. Eine Frau, die vielleicht eine Heilige, eine Märtyrerin oder einfach nur ein bisschen verrückt war. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und vor allem einiges von einer Frau erfahren, die mir vorher kein Begriff gewesen ist. Wohl nicht zuletzt, weil ich mich in den Heiligenlegenden der Kirche nicht auskenne.


    Kommentieren0
    12
    Teilen
    L
    lielo99vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Highlight im Genre der historischen Romane
    Das Highlight 2018

    Ich las selten einen so hervorragenden historischen Roman wie Stabilitas Loci- Der Weg der Wiborada von Dorothe Zürcher. Hier wird ein Teil des Lebensweges von Wiborada aufgezeigt, die tatsächlich lebte. Bereits früh erlebte sie ein schreckliches Trauma, welches sie nie ganz überwinden konnte. Sie pilgerte nach Rom, um am Grab der Apostel zu beten und war durch ihr unbeirrbares Vertrauen zu Gott bei vielen Menschen beliebt.

    Das Buch gefiel mir so gut, weil ich den Pilgerweg nachvollziehen konnte. Sämtliche hier aufgeführten Städte gibt es tatsächlich. Auch die Erlebnisse dieser frommen Frau sind historisch belegt. Klar, bei den Unterhaltungen musste die Autorin auch ihre Phantasie einbringen. Das geschieht aber so subtil und passend, dass ich mich jederzeit hineinversetzen konnte.

    Dorothe Zürcher hat mich mit ihrem Buch auf eine Reise geführt, die vor vielen Jahren stattfand. Sie straft alle Leser Lügen, die sich bei historischen Romanen an davongelaufene Nonnen, Liebesschnulzen oder wiederkehrende Anekdoten erinnern. Ein Kleinod, welches von vielen Lesern beachtet werden sollte.


    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Didi2256s avatar
    Didi2256vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: ein historisches Buch über den Lebensweg der Hl. Wiborada
    Sehr beeindruckend

    Der Weg der Wiborada fürhrt uns in das 10. Jahrhundert und beschreibt den Lebensweg der Vuiberat (Hl.Wiborada), die sich, im Glauben an Gott, an einem Kloster in der Schweiz einmauern lies.
    Wir begleiten Vuiberat auf eine Pilgerreise nach Rom, die im Jahre 908 beginnt und eine Herausforderung wird. In Rom angekommen ist sie enttäuscht über die Freizügikeit und Schlechtigkeit der Bewohner Roms.
    Als sie wieder in der Heimat zurück ist, fühlt sie sich berufen Einmauern zu lassen.

    Vuiberat hat einen sehr starken Glauben und kommt mutig rüber. Sie kasteit ihren Körper mit wenig Nachrungsaufnahme, der für den Leser oft unverständlich ist.
    Die Autorin beschreibt mit ihrem unglaublichen Hintergrundwissen die Zeit des 10. Jahrhunderts. Dem  Leser bleiben keine Fragen offen, denn am Anfang hilft eine Einleitung und am Ende ein Personenverzeichnis sich in dem Buch zurecht zufinden.
    Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, wenn mich auch am Anfang die vielen Psalmen etwas genervt haben, passten sie aber zum Gesamtbild.
    Das Cover ist einfach gehalten und erinnert etwas an ein biblisches Buch.
    Ich habe es mit Begeisterung gelesen und man muss nicht Bibelfest sein um hier ein außergewöhnlich, schönes Buch zu lesen.
    Sehr empfehlenswert für historische Buchliebhaber, darum von mir 5 von 5 Sterne.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Rose75s avatar
    Rose75vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Die Geschichte einer Frau, die die Askese als Weg der persönlichen Freiheit wählt
    Eingemauert in eine Zelle, um Gott näher zu kommen

    Schweiz - 10. Jahrhundert -  Der Lebensweg der Vuiberat ( Hl. Wiborada),  die im Jahre 1047  von Papst Clemens II. heilig gesprochen wurde. 


    In diesem Buch wird die Geschichte einer Frau erzählt, die  sich schon als Kind mit der biblischen Martha identifiziert.   Sie will dem Herrn dienen.
    Doch nicht als Ehefrau oder Nonne, sondern als Einsiedlerin. Erst im Wald, nur zwei enge Vertraute begleiten und versorgen sie,  dann eingemauert in eine Zelle beim Kloster Sankt Gallen. 

    Vuiberat ist keine sympathische Frau.  Sie erscheint fanatisch und tief gläubig, kurz darauf überrascht sie mit messerscharfem politischem Verstand. 

    Der Autorin ist es gelungen, trotz der spärlichen Überlieferungen aus dieser Zeit,  eine beeindruckende Version ihres Lebens zu schreiben.



    Kommentieren0
    3
    Teilen
    phantastische_fluchtens avatar
    phantastische_fluchtenvor 19 Stunden
    Kurzmeinung: man muss sich einlesen. keine leichte Kost aber gut recherchiert und spannend geschrieben
    Kommentieren0

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Doromaras avatar

    Ostfränkisches Reich, 10. Jh.: Ein schwacher König, marodierende Ungaren und mittendrin eine Frau, deren Visionen Mauern durchbrechen.

     

    Liebe Lovelybooker /- innen

     

    Ihr lest gerne historische Romane über Menschen, die es wirklich gegeben hat? Oder ihr seid interessiert an Büchern, die von Religion und Heidentum handeln? Dann seid ihr hier richtig.

    Die Adelige Wiborada liess ich im 10. Jh. freiwillig in eine Zelle mauern, lebte zehn Jahre darin und wurde zur Beraterin von Äbten und Herzögen. Mehr als hundert Jahre nach ihrem Tod wurde sie zur Patronin der Bibliotheken ernannt. Und hier der Klappentext: 

     

    Die Adelige Wiborada pilgert nach Rom, anstatt zu heiraten. Dort wird in ihr der Wunsch geweckt, ein religiöses Leben nach dem Vorbild der Mönche im Kloster St. Gallen zu führen – unmöglich für eine Frau im 10. Jh.

    Wiborada sucht ihren eigenen Weg. Von den Geistlichen misstrauisch beäugt, endet sie nur dank ihrer Verhandlungsgabe nicht auf dem Scheiterhaufen. Sie willigt ein, sich in eine Zelle einmauern zu lassen, wo sie ihr Leben ganz der Askese widmen könne. Doch die Mönche haben nicht mit Wiboradas seherischen Fähigkeiten gerechnet.

     

    Zu verlosen gib es zehn Print-Bücher. Die Gewinner verpflichten sich, auf Lovelybooks und mindestens zwei weiteren Portalen (z.B. Amazon …) ihre Rezension zu veröffentlichen.

     

    Ich bin gespannt auf Euch, Eure Fragen und Leseeindrücke und freue mich darauf, Euch bald hier zu treffen.


    Eure Dorothe


    Doromaras avatar
    Letzter Beitrag von  Doromaravor einem Tag
    Ganz herzlichen Dank für die schöne und ausführliche Rezension!
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks