Dorothea Zeemann Das Rapportbuch

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Inhaltsangabe zu „Das Rapportbuch“ von Dorothea Zeemann

Wien, Ende 1937 bis März 1938. Eine Irrenanstalt. Leben, die enden. Schauspieler, die neurotisch sind. Menschen, die zögern. Die lieben. Sich ducken. Oder wegschauen. Eine Welt, die mörderisch aus den Fugen geht. Dorothea Zeemanns großer, an Doderer geschulter Roman einer Endzeit. »Mit dem Rapportbuch hat das deutschsprachige Publikum etwas, wonach es angeblich lechzt: einen seriösen Unterhaltungsroman. Erzählt wird, wie im (Innen-)Leben medizinisch gebildeter und anderer Persönlichkeiten sich jene welthistorische Zerstörung vorbereitet und abspielt, die mit dem Namen ›Hitler‹ verbunden ist.« (Franz Schuh)

Alter Roman von 1959, der heute etwas merkwürdig aber erfrischend anmutet und mit Schlagfertigkeit überrascht.

— Liebes_Buch

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    Das Rapportbuch

    Liebes_Buch

    27. September 2014 um 20:26

    "Das Rapportbuch" habe ich mir gekauft, weil ich mir vorstellte, einen Roman zu lesen, der in einer Psychiatrie spielt zur Zeit des Anschlusses Österreichs. Was ich dann wirklich zu lesen bekam war viel Busen, Po, Beine und Hüften. Die Autorin scheint dem Zustand der Brüste aller weiblichen Figuren grosse Bedeutung für den Verlauf der Geschichte beizumessen... Eigentlich handelt das Buch von der adeligen Krankenschwester Concha, die Seidenunterwäsche unter dem Kittel trägt und morphiumsüchtig ist- kein Wunder bei der politischen Entwicklung. Trotzdem schenkt die Autorin Hitler im Vergleich zur Körperbeschreibung der Figuren nur wenig Platz. Die Handlung ist wirr und ziellos. Trotzdem habe ich mich beim Lesen köstlich amüsiert! Dorothea Zeemann garniert diesen Roman mit einer ganzen Reihe gepfefferter Sätze, die ich genossen habe und die das Buch trotz seiner merkwürdigen Helden zu einem Lesespass machen. Merkwürdig aber erfrischend, wenn man über die Schwächen hinwegsieht. Zeemann arbeitete auch als Journalistin. Das Nachwort bezeichnet sie als Zeitzeugin HItlers Einmarsch in Österreich.

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