Dorothee Nolte

 4,6 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Ich liebe unendlich Gesellschaft, Fürst Pückler und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dorothee Nolte

Dorothee Nolte, geboren 1963 in Bonn, lernte das Universitätsleben in Freiburg, Paris, Berlin und Stanford/Kalifornien kennen. Sie ist promovierte Romanistin und arbeitet seit 1992 beim Tagesspiegel in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dorothee Nolte

Cover des Buches Ich liebe unendlich Gesellschaft (ISBN: 9783359030034)

Ich liebe unendlich Gesellschaft

 (11)
Erschienen am 21.04.2021
Cover des Buches Fürst Pückler (ISBN: 9783359011965)

Fürst Pückler

 (10)
Erschienen am 21.09.2020
Cover des Buches Wilhelm von Humboldt (ISBN: 9783359017332)

Wilhelm von Humboldt

 (5)
Erschienen am 31.07.2016
Cover des Buches Die Intrige (ISBN: 9783596314799)

Die Intrige

 (2)
Erschienen am 15.12.2016
Cover des Buches Alexander von Humboldt (ISBN: 9783359013747)

Alexander von Humboldt

 (1)
Erschienen am 06.03.2020
Cover des Buches Wie eine Mutter entsteht (ISBN: 9783423204422)

Wie eine Mutter entsteht

 (1)
Erschienen am 01.09.2001

Neue Rezensionen zu Dorothee Nolte

Cover des Buches Ich liebe unendlich Gesellschaft (ISBN: 9783359030034)Y

Rezension zu "Ich liebe unendlich Gesellschaft" von Dorothee Nolte

Anekdotenreiches Porträt einer Salonière
YukBookvor einem Monat

In diesem schmalen, schmucken Bändchen zeichnet Dorothee Nolte das Leben einer Jüdin, die im Laufe ihres Lebens verschiedenste Rollen einnahm: Tochter eines cholerischen Juwelenhändlers, Verfasserin von über 6.000 Briefen, unglückliche Geliebte, Flüchtling, Wohltäterin und Ehefrau. Doch am meisten gefiel sie sich als Gesellschaftsdame, die Gäste wie die Humboldt-Brüder, die Familie Mendelssohn Bartholdy, Fürst Pückler und Heinrich Heine empfang. Zu gern hätte ich die Salonière persönlich kennengelernt und den geistreichen Gesprächen gelauscht. 

Die Autorin wirft nicht nur Schlaglichter auf die Berliner und Pariser Salons, sondern auch auf das gesellschaftliche und politische Umfeld. Ob Rahels erste größere Reise nach Breslau, ihre Begegnung mit Goethe oder ihre unerfüllten Gefühle für Karl Graf Finck von Finckenstein – Dorothee Nolte verdichtet Wissenswertes und Kurioses zu humorvollen Geschichten, garniert mit zahlreichen Zitaten.

Es ist eine kurzweilige, gelungene Hommage an eine Frau, die zeitlebens verrückt war nach Nahrung für Geist und Gemüt und sich nichts sehnlicher wünschte als Frieden und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

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Cover des Buches Die Intrige (ISBN: 9783596314799)S

Rezension zu "Die Intrige" von Dorothee Nolte

Ein Highlight in meiner Campus-Roman-Sammlung
spookytreevor 2 Monaten

Es beginnt mit einem interdisziplinären Hauptseminar zum Thema „Intrige“, das die grundverschiedenen Charaktere dieses Romanes zusammenführt. Da gibt es einen immer gut gelaunten, pragmatisch denkenden Ingenieur, eine Romanistin, die oft unter ihrem un-akademischen Kleinstadthintergrund zu leiden hat, ein einen verliebten und vergeistigten Philosophen, eine amerikanische Austausch-Studentin der Gender Studies, einen „staubtrockenen“ Doktoranden, einen karrierebesessenen Juristen und eine Ethnologin, die sich stets darum bemüht „eine ähnliche Gelassenheit auszustrahlen“ wie ihr geliebtes Kräuter-Regal. Nachdem zu Beginn des Buches das Seminar endet und die Semesterferien beginnen, könnten sie nun alle eigentlich wieder getrennte Wege gehen, doch ganz so einfach ist das nicht, denn irgendwie sind diese ganzen verschiedenen Leben, dann alle auf verschiedenste Weise miteinander verknüpft: durch angestrebte und zufällig entstehende Liebschaften, durch Forschungsprojekte, Rachefeldzüge und natürlich: Intrigen.

Das Zentrum der Geschichte bildet die fiktive Schriftstellerin Lydia Ottone, Autorin skandal- und intrigen-trächtiger Romane, mit einem ebenso skandalträchtigen Leben. Britta, die sympathische, etwas unsichere Romanistin, möchte die Werke dieser Autorin für ihre Magisterarbeit mit einem in Vergessenheit geratenen italienischen Autor vergleichen. Sigmund, der Doktorand der theoretische Texte jeglicher Beschäftigung mit dem „wirklichen Leben“ vorzieht, wurde von seinem Psychoanalytiker verordnet, die als abstrakt angelegte Doktorarbeit zu einer sinnlichen Biographie zu machen – von Lydia Ottone. Was diese beiden Nachwüchse des Wissenschaftsbetriebs jedoch nicht wissen, ist, dass es einige Menschen – darunter auch den Professor ihres Intrigenseminares gibt – denen es sehr wichtig ist, dass gewisse Einzelheiten aus Ottones Leben nicht an das Auge der Öffentlichkeit geraten.

Wie es häufig üblich ist im Genre des Campus-Romans schreckt Dorothee Nolte nicht davor zurück, sich beim Charakterisieren der Figuren mit vollen Händen im Fundus der Klischees über die verschiedenen Fachbereiche zu bedienen. Was häufig dazu führt, dass Romane durch allzu platte Charaktere, die nicht durch eine ebenfalls platte Handlung zu tragen wissen, zu langweiligen Parodien werden, für die nichts spricht, außer das selbe müde Schmunzeln das einem meist schon der Klappentext entlockt, ist hier richtig gemacht worden: die Handelnden sind mehr als nur das Gerüst der Klischees, aus denen sie gebaut sind, und die Handlungsstränge sind so verworren, überraschend und doch immer anders als gedacht, dass man das Buch in einer Sitzung verschlingen möchte, was bei den knapp 200 Seiten auch gut gelingt.

Abgesehen von den Schlag auf Schlag folgenden immer neuen Erkenntnissen und Ereignissen ist es der stetige Humor der Geschichte, der mich das Buch mit einem konstanten Grinsen im Gesicht lesen ließ. Als Britta auf der ersten Seite lapidar beschrieben wurde mit: „Sie hatte Kartoffelsalat im Rucksack und Wehmut im Herzen“, waren große Hoffnungen auf den Stil in mir geweckt, die nicht enttäuscht wurden. Abgesehen von so treffenden wie spitzzüngigen Beschreibungen der Charaktere kommen natürlich die dunklen Seiten des Uni-Betriebes nicht zu kurz. Es wird als gegeben hingenommen, dass Professoren die Arbeiten ihrer Studierenden nicht selbst korrigieren, weshalb es keine Schande ist, wenn man akademische Ghostwriter beauftragt. Natürlich gibt es einen Psychotherapeuten, der sich auf die Probleme auf dem akademischen Arbeitsmarkt spezialisiert hat („Vergessen Sie nie, daß dies das Wichtigste im Leben ist. Erst der Job, dann die Psyche“, um jenen Analytiker selbst sprechen zu lassen). Obwohl all dies nicht sonderlich aufmunternd klingt, ließ mich das Buch mit einem Lächeln zurück. Der Humor ließ nie nach, die rasche Geschichte hatte keine Durchhänger, und die Charaktere waren mir, trotz der oft skizzenhaften Darstellung, schnell interessant und sympathisch geworden.

Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, sind die gefühlt unzähligen Anspielungen auf Brittas „überflüssige Pfunde“ – klar, ein Mal kann man das erwähnen, damit auch ihre Unsicherheit diesbezüglich gezeigt wird, aber in dem Maße (in den Massen), wie es hier aufkam finde ich dieses Körperbild genau so, wie die Erzählerstimme Brittas Pfunde: überflüssig.
Aber abgesehen davon: Eine große Empfehlung meinerseits!

P.S. Falls ihr euch ganz allgemein für das Thema Campus-Romane interessiert, schaut doch auf meinem Tumblr-Blog hellyeahcampusnovels.tumblr.com vorbei – dort sammle ich Bilder, Zitate, Empfehlungen und Rezensionen nur zu diesem Genre. :)

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Cover des Buches Ich liebe unendlich Gesellschaft (ISBN: 9783359030034)K

Rezension zu "Ich liebe unendlich Gesellschaft" von Dorothee Nolte

Leichtfüßige Einführung ins Leben der Berliner Salonière
KateRappvor 3 Monaten

Ein kleines, feines Büchlein über die faszinierende Frau, die „das Leben auf sich regnen“ ließ: Rahel Varnhagen (1771-1833), geb. Levin, führte bereits im Elternhaus einen Salon in Berlin, als es diesen Begriff noch nicht einmal gab. Sie traf Schiller und Goethe, Fürst Pückler, Humboldt und Jean Paul und wurde von den zeitgenössischen Künstlern und Intellektuellen - überwiegend männlichen- sehr geschätzt. Sie war spritzig, witzig und eloquent, nur eines war sie nicht und beklagte es mit reichlich Selbstironie: hübsch.

Als Jüdin blieb ihr die Heirat mit ihrer großen Liebe Karl Graf Finck von Finckenstein verwehrt. Sie lehnte den orthodoxen jüdischen Glauben ab und fühlte sich stets als Paria, was dazu führte, dass sie sich und ihre Eltern als „Familie Roberts“ bezeichnete, da Levin zu jüdisch klang und sich später in ihrem Leben taufen ließ. Nach dieser schweren Liebesenttäuschung lebte sie 1800 einige Monate in Paris, wohin sie mit ihrer Freundin Gräfin von Schlabrendorf ging, die gern Hosen trug und dort ein uneheliches Kind bekam. Niemals hätte Rahel Varnhagen dies kritisiert. Sie hatte selbst zahlreiche unglückliche Liebschaften, bis sie mit 43 Jahren den 14 Jahre jüngeren Varnhagen heiratete.

Im Rahmen einer Stadtbesichtigung starten wir mit der Autorin Dorothee Nolte an Rahel Levins Geburtsort in der Spandauerstrasse und enden am Grab auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof in Berlin. Dazwischen lernen wir die Varnhagen in unterhaltsamen Anekdoten und Zitaten aus ihrer Feder oder der ihrer berühmten Zeitgenossen kennen. Dabei wird auch ihre leicht überhebliche Art, ihre teilweise recht böse Zunge und hin und wieder ein Hang zum Selbstmitleid offenbar. Doch die neugierige Offenheit, Schlagfertigkeit und ihre vorurteilsfreie Wissbegier machen sie zu einer der bemerkenswertesten und emanzipiertesten Frauen-Figuren ihrer Epoche.

Eine leichtfüßige Einführung in das Leben von Rahel Varnhagen, deren Esprit in 6000 erhaltenen Briefen  schimmert, im Anhang zahlreiche Verweise zum Weiterlesen und Eintauchen in ihre Welt.

Für ein erstes Kennenlernen sehr zu empfehlen.


Eulenspiegel Verlag 2021

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Gespräche aus der Community

Dorothee Nolte ist zurück mit einem weiteren Lebensbild in Anekdoten. Diesmal trifft es Rahel Varnhagen, emanzipierte Schriftstellerin und Gesellschaftsdame. In ihrem literarischen Salon gingen unzählige kluge Köpfe ihrer Zeit ein und aus, unter ihnen die Humboldt-Brüder, Jean Paul und Fürst Pückler. Aber wer war diese Frau, deren Gesellschaft sie alle suchten?

Liebe LovelyBooks-Leser!

Wir verlosen 10 Printexemplare von Dorothee Noltes neuem Buch »Ich liebe unendlich Gesellschaft – Rahel Varnhagen: Lebensbild einer Salonière «.

Rahel war eine berühmte, höchst intelligente Frau, Schriftstellerin und Gesellschaftsdame, die gleichberechtigt mit den großen Geistern ihrer Epoche verkehrte. Ihr literarischer Salon war ein Zentrum der gelehrten und künstlerischen Kommunikation ihrer Zeit. In der geistvollen Atmosphäre ihres Salons, in der auch das neue, romantische Lebensgefühl Raum griff, schien der Zwiespalt überwindbar. Zu den Gästen gehörten die Humboldt-Brüder, die Dichter Tieck, Jean Paul, Börne, der junge Heine, die Familie Mendelssohn Bartholdy, Fürst Pückler. Ihre Freundschaften waren zahlreich, während ihre Liebesbeziehungen scheiterten. Ein Graf machte sich davon, weil die Verbindung mit einem »Judenmädchen ohne Mitgift« nicht opportun war, ein anderer war rasend eifersüchtig auf die vielen Salongäste. Im Alter von 43 Jahren heiratete Rahel den Diplomaten und Publizisten Karl August Varnhagen von Ense; sie sei »völlig frei und wahrhaftig« bei ihm, schrieb sie, die durchaus kritisch notiert hatte, »dass die Frauen ganz von des Mannes Stand geprägt« waren, kaum als »Menschen mit Geist« betrachtet wurden und die Ehe als höchsten menschlichen Zustand ansehen sollten. Sie schrieb Tagebücher, Aphorismen und Briefe, die Einblick geben ins Leben einer emanzipierten Jüdin – und Quellen sind für die faszinierenden biographischen Bilder, die Dorothee Nolte entwirft.

Wir wünschen Euch viel Glück! 

44 BeiträgeVerlosung beendet

Habt Ihr je darüber nachgedacht, wer dieser Fürst Pückler ist, der hinter dem bekannten Eis steckt? Selbst erfunden hat er das Eis nicht. In fürstlicher Manier wurde das Dessert ganz einfach nach ihm benannt. Der meistverkaufte Autor seiner Zeit und passionierte Landschaftsgestalter hat zahlreiche Spitznamen wie Hallodri oder Playboy, zu denen es die ein oder andere witzige Anekdote gibt.

Hallo, liebe Freunde! 

Zum 150. Todestag von Fürst Pückler verlosen wir 10 Printexemplare von Dorothee Noltes »Fürst Pückler: Ein Lebensbild in Anekdoten«. Ein Buch voller witziger Geschichten über den schillernden Fürsten. 

Auch wenn Hermann von Pückler-Muskau, das nach ihm benannte Eis nicht selbst erfunden hat, so hat er doch mancherlei andere Errungenschaften vorzuweisen. Er war der meistverkaufte Autor seiner Zeit und entwickelte eine Passion für die Landschaftsgestaltung. Jedoch gaben ihm seine zahlreichen anderen Talente und Laster seine Spitznamen, von denen er sich wahrlich viele gemacht hat: Hallodri, Prinz-Essiggurke, Mitgiftjäger, Paradiesvogel, Salonlöwe, Luftikus, Playboy… Eine Liste, die kein Ende nimmt! 

Werft schnell Euren Hut in den Ring und mit etwas Glück, seid Ihr schon bald auf einem anekdotischen Streifzug durch den Lebensgarten des Fürsten Pückler!

90 BeiträgeVerlosung beendet

Wilhelm von Humboldt – Das Leben in aller Vielfalt erkunden, studieren, begreifen

2017 feiert der Bildungsreformer seinen 250.Geburtstag!

Wilhelm von Humboldt strebte nach ganzheitlicher Menschenbildung und gründete die Berliner Humboldt-Universität, als Diplomat stemmte er sich gegen die Restauration, erforschte intensiv die Sprachen der Welt, führte mit seiner Frau Caroline eine gleichberechtigte und offene Ehe und war fester Bestandteil der intellektuellen Salonkultur.

Dorothee Nolte hat sich intensiv mit der berühmten Humboldt-Familie befasst. Während der jüngere Bruder Alexander durch die Welt reiste und wegweisend für die Naturwissenschaft wirkte, kämpfte Wilhelm für die Aufklärung, brachte Goethe und Schiller zusammen, entwarf das humanistische Gymnasium und krempelte das Bildungswesen komplett um. Die Autorin liefert ein kurzweiliges und aufschlussreiches Lebensbild in Anekdoten.


Zu Ehren des großen Vordenkers verlost die Eulenspiegel Verlagsgruppe 10 Exemplare des Anekdotenbüchleins »Wilhelm von Humboldt ­– Ein Lebensbild in Anekdoten­«!

Bei den Humboldt-Brüdern scheinen die Rollen klar verteilt: Alexander, der Weltreisende – Wilhelm, der Stubengelehrte.
Um an der Verlosung teilzunehmen, erzählt uns von Euren Erlebnissen mit Geschwistern, Kindern oder einfach aus Eurer Familie. Wer hatte welche Eigenarten? Gab es Rivalitäten? Hat sich die Rollenverteilung im Laufe der Zeit verändert – Aus dem frechen Bruder wurde der gesittete Familienvater und aus der artigen Schwester die Rebellin?


Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Geschichten und drücken Euch die Daumen!



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