Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt
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Obwohl es sehr schleppend beginnt, konnte man sich gegen Ende großartig amüsieren!

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Dieser schmale Band macht Lust, sich mehr mit Wilhelm von Humboldt zu beschäftigen

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Inhaltsangabe zu "Wilhelm von Humboldt"

»Gelehrte zu dirigieren ist nicht viel besser, als eine Komödiantentruppe unter sich zu haben!«
Mit diesen Worten lehnte Wilhelm von Humboldt seine Berufung ins preußische Kultusministerium ab - doch der König bestand auf seiner Wahl. Humboldt krempelte das Bildungswesen komplett um: Er entwarf das humanistische Gymnasium und strebte eine Hochschule an, die der freien Wissensaneignung als ganzheitlicher Menschenbildung dient. Doch der Mann, dessen offene Ehe für einiges Aufsehen sorgte, brachte selten eine Arbeit zu Ende, denn der Spaß an der Sache war ihm wichtiger als das Gelingen. Sein Wirken in Klassik und Aufklärung, der liberale Lebenswandel und das gespaltene Verhältnis zu Bruder Alexander liefern reichlich Stoff für diesen Anekdotenband.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783359017332
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:Eulenspiegel Verlag
Erscheinungsdatum:31.07.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Moonwishess avatar
    Moonwishesvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Obwohl es sehr schleppend beginnt, konnte man sich gegen Ende großartig amüsieren!
    Die Geschichte eines Reformators

    Die Humboldts - jeder hat von ihnen gehört. Der bekannteste und beliebteste von ihnen ist Alexander. Der Weltenerkunder, der Reisende, der Entdecker.
    Doch was hat eigentlich Wilhelm berühmt gemacht?
    Wilhelm begann die Uni und die Schule zu reformieren, war ein Denker, wollte freies Wissen unter die Menschen bringen.

    Dieses Buch ist keine Biografie im üblichen Sinne. Diese arbeitet lediglich mit Anekdoten über den berühmten Humboldt. Lange Ausschweifungen sind somit nicht aufzufinden.
    Während ich zu Anfang Schwierigkeiten damit hatte und mir der rote Faden fehlte, so musste ich ab Mitte des Buches mehr als einmal herzlich Lachen. Und vorallem Staunen. Kaum eine Persönlichkeit dieser Zeit brachte so neue Ideen in Erziehung und Bildung hervor wie Wilhelm von Humboldt.
    Aber auch in Sachen Liebe war er fortschrittlicher als die meisten unserer Zeitgenossen.

    Besonders Studenten möchte ich dieses Buch raten, da man erfahren kann, wie Uni eigentlich gemeint war, bevor wir in Deutschland das BA/MA-System integrierten.

    Es ist ein ganz besonderes Buch

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    Becky_Bloomwoods avatar
    Becky_Bloomwoodvor einem Jahr
    Spannende und humorvolle Anekdoten

    Als ehemalige Studentin der Humboldt-Universität müsste ich wohl doch etwas mehr über Wilhelm von Humboldt wissen - bin ich doch eine Weile auch täglich an seinem Denkmal vorbeigegangen. Tat ich aber nicht. Umso interessierter war ich, als mir dieses Büchlein in die Hände fiel. Wie der Titel schon sagt, erzählt Dorothee Nolte darin Wilhelm von Humboldts Lebensbild in Anekdoten.

    Das Buch gibt einen guten kleinen Einblick in das Leben oder eher das Denken Humboldts, die jeweiligen Anekdoten sind zumeist weniger als eine Seite lang, so dass man bequem immer mal wieder eine kleine Episode lesen kann. Als kleines Schmankerln zwischendurch ist Ein Lebensbild in Anekdoten wirklich zu empfehlen. Es macht Spaß, die klugen, spannenden und auch lustigen Anekdoten zu lesen und ich habe sehr viel über den Universitäts-Begründer erfahren.

    Fazit: Ein unterhaltsames, gut geschriebenes Buch, das sicher sowohl Wilhelm von Humboldt-Kennern als auch Leuten, die sich (noch) nicht so sehr mit ihm beschäftigt haben, zusagt.

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    kalligraphins avatar
    kalligraphinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Klein, aber fein. Sehr unterhaltsame Anekdoten-Sammlung über den zu Unrecht weniger bekannten der beiden Humboldt Brüder: Wilhelm.
    Wilhelm von Humboldt

    „Ich bin den Menschen immer ein Geheimnis gewesen und habe nie verlangt, ihnen zu gefallen.“ (Wilhelm von Humboldt)

    Wilhelm von Humboldt. Gelehrter, Bildungsreformer, Universitätsgründer und der zu Unrecht unbekanntere der beiden Humboldt Brüder. Ein liberaler, freiheitsliebender Mensch, der Kontakt zu seinen bekannten Zeitgenossen wie Schiller und Goethe pflegte.
    Eher unwillig folgt er dem Ruf in den preußischen Staatsdienst, wo er mit dem Auftrag betraut wird, das Schul- und Bildungswesen zu reformieren. Doch schon bald wird deutlich, dass er in dieser Funktion Ideen umsetzen kann, die ihm schon seit über zwanzig Jahren durch den Kopf gehen: Bildung sollte für alle Menschen zugänglich sein. Sie sollte allgemeiner, und nicht auf ein konkretes Fach ausgerichtet sein und auch der Persönlichkeitsentfaltung des Lernenden dienen. Ein Bildungsideal, das noch immer aktuell scheint.
    Auch wer in der Linguistik zu Hause ist, hat sicherlich schon von ihm gehört. Denn Wilhelm von Humboldt war einer der ersten, die sich um Vergleichende Sprachwissenschaft bemüht hat.

    „Ein Suchender, ein radikaler Individualist und eine Schlüsselfigur der deutschen Kulturgeschichte.“ (Klappentext)

    In Anekdoten erzählt Dorothee Nolte aus Wilhelm von Humboldts Leben. Zunächst wirkte dieses Aneinanderreihen von kleinen Geschichten etwas abgehackt. Aber trotz der scheinbar fehlenden Überleitungen liest sich das Büchlein sehr flüssig und unterhaltsam. Und man weiß schon bald zu schätzen, dass keine überflüssigen Zeilen auf Drumherumgerede verwandt werden. Kurz und pointiert wird aus allen Lebensbereichen Humboldts das Interessanteste und Einflussreichste zusammengefasst.

    Ein kleines, feines Büchlein, das Spaß macht und die Lust weckt, sich näher mit Wilhelm von Humboldt zu befassen.

    Kommentare: 1
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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieser schmale Band macht Lust, sich mehr mit Wilhelm von Humboldt zu beschäftigen
    Ein Leben in Anekdoten

    Alexander und Wilhelm von Humboldt: Zwei sehr unterschiedliche Brüder. Der eine, Alexander, immer auf Achse und die Welt entdeckend, der andere, Wilhelm, zwar ebenfalls reisefreudig, doch noch innerhalb Europas, den Geisteswissenschaften zugetan.

    Die Autorin Dorothee Nolte betrachtet in ihrem kleinen, aber feinen Buch, Wilhelm und sein Umfeld in zahlreichen Anekdoten und zeitgenössischen Kommentaren.

    »Gelehrte zu dirigieren ist nicht viel besser, als eine Komödiantentruppe unter sich zu haben!« 
    Mit diesem flapsigen Ausspruch wollte er seine Ernennung zum Kultusminister ablehnen, doch konnte er sich dem Willen/Befehl des Königs von Preußen schwer widersetzen. Was macht Wilhelm also: Er krempelt das Bildungssystem um (Einige seiner Errungenschaften leben bis heute im Schulsystem fort.) und schafft sich damit auch keine Freunde.

    Wilhelm ist ein vielbeschäftigter Mann, doch wird er zeitlebens wenige seiner Aufgaben wirklich zu Ende bringen. Schnell verliert er die Freude an einem Projekt.

    Eine interessante Einstellung pflegt Wilhelm der Ehe gegenüber: Er ist mit seiner Gemahlin Caroline völlig d’accord, beiderseits Liebschaften zu tolerieren. Ja, ich hatte sogar den Eindruck, dass er dies sogar gefördert hat - diese Mènage à trois. Vielleicht um seinen eigenen Gedanken und Beschäftigungen nachzugehen? Immerhin ist die Mutter der Kinder eindeutig bekannt, bei den Vätern gibt es hin und wieder Zweifel.

    In dieser Beziehung ist Wilhelm wohl ein Kind der Französischen Revolution, die er in Paris miterlebt.

    Er pflegt Freundschaft mit Schiller und Goethe und ist zweimal Gesandter Preußens und Minister.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist flüssig, die Anekdoten gut ausgewählt.
    Um sich ein umfassendes Bild von Wilhelm von Humboldt machen zu können, ist dieses Buch mit seinen nur 128 Seiten viel zu kurz. Als Auftakt, sich mit dem großen Gelehrten auseinandersetzen zu wollen, ist es jedenfalls gut geeignet.

    Fazit:

    Eine nette Anekdotensammlung, die bestimmt auch als Mitbringsel Anklang findet.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Eulenspiegel_Verlagsgruppes avatar

    Wilhelm von Humboldt – Das Leben in aller Vielfalt erkunden, studieren, begreifen

    2017 feiert der Bildungsreformer seinen 250.Geburtstag!

    Wilhelm von Humboldt strebte nach ganzheitlicher Menschenbildung und gründete die Berliner Humboldt-Universität, als Diplomat stemmte er sich gegen die Restauration, erforschte intensiv die Sprachen der Welt, führte mit seiner Frau Caroline eine gleichberechtigte und offene Ehe und war fester Bestandteil der intellektuellen Salonkultur.

    Dorothee Nolte hat sich intensiv mit der berühmten Humboldt-Familie befasst. Während der jüngere Bruder Alexander durch die Welt reiste und wegweisend für die Naturwissenschaft wirkte, kämpfte Wilhelm für die Aufklärung, brachte Goethe und Schiller zusammen, entwarf das humanistische Gymnasium und krempelte das Bildungswesen komplett um. Die Autorin liefert ein kurzweiliges und aufschlussreiches Lebensbild in Anekdoten.


    Zu Ehren des großen Vordenkers verlost die Eulenspiegel Verlagsgruppe 10 Exemplare des Anekdotenbüchleins »Wilhelm von Humboldt ­– Ein Lebensbild in Anekdoten­«!

    Bei den Humboldt-Brüdern scheinen die Rollen klar verteilt: Alexander, der Weltreisende – Wilhelm, der Stubengelehrte.
    Um an der Verlosung teilzunehmen, erzählt uns von Euren Erlebnissen mit Geschwistern, Kindern oder einfach aus Eurer Familie. Wer hatte welche Eigenarten? Gab es Rivalitäten? Hat sich die Rollenverteilung im Laufe der Zeit verändert – Aus dem frechen Bruder wurde der gesittete Familienvater und aus der artigen Schwester die Rebellin?


    Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Geschichten und drücken Euch die Daumen!



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