Dorothee Schmitz-Köster

 4 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Raubkind, "Deutsche Mutter, bist du bereit..." und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dorothee Schmitz-Köster

1950 in Bergisch Gladbach geboren, in einer katholischen Großfamilie aufgewachsen. Dreizehn Jahre Schule, Abitur 1969. Studium der Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Bonn, 1976 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Redakteurin bei einer Bonner Auto-Zeitschrift. 1983 Promotion über DDR-Literatur, Ebert-Stipendiatin. Umzug nach Bremen, Referendariat und Zweites Staatsexamen Lehramt.Seit 1985 freiberufliche Journalistin und Autorin. Verschiedene Lehraufträge an der Universität Bremen, drei Jahre Dozentin für Journalistik an der Hochschule Bremen. Mitglied des Bremer Medienbüros von 1997 bis 2008.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dorothee Schmitz-Köster

Cover des Buches Raubkind (ISBN:9783451383809)

Raubkind

 (13)
Erschienen am 20.08.2018
Cover des Buches "Deutsche Mutter, bist du bereit..." (ISBN:9783746680941)

"Deutsche Mutter, bist du bereit..."

 (5)
Erschienen am 01.09.2002
Cover des Buches "Deutsche Mutter, bist du bereit ..." (ISBN:9783746670850)

"Deutsche Mutter, bist du bereit ..."

 (4)
Erschienen am 01.10.2010
Cover des Buches Lebenslang Lebensborn (ISBN:9783492958714)

Lebenslang Lebensborn

 (1)
Erschienen am 12.09.2012
Cover des Buches Der Krieg meines Vaters (ISBN:9783746681146)

Der Krieg meines Vaters

 (0)
Erschienen am 01.05.2004
Cover des Buches Kind L 364 (ISBN:9783871345647)

Kind L 364

 (0)
Erschienen am 20.07.2007

Neue Rezensionen zu Dorothee Schmitz-Köster

Neu

Rezension zu "Raubkind" von Dorothee Schmitz-Köster

Ein vergessenes Kapitel der nationalsozialistischen Ideologie
skiaddict7vor 10 Monaten

Klaus B. und tausende andere Kinder wurden während dem 2. Weltkrieg aus ihrer Heimat verschleppt um germanisiert zu werden. Denn, so Hitlers Theorie, auch im Osten gibt es Personen arischer Herkunft welche daher germanisiert werden sollten, einerseits um das deutsche Volk aufzubessern und um zu verhindern, dass diese Personen später im eigenen Land hohe Positionen annehmen. So wurde Klaus B. mit nur 5 Jahren entführt, seiner Mutter und den Großeltern weggenommen, und nach Deutschland überführt. Dort kommt er in verschiedene Heime, zuletzt ein Lebensborn Heim, von wo aus ihn seine Pflegefamilie abholt. Klaus erinnert sich daran nicht. Bis er von der Autorin kontaktiert wird...

Dorothee Schmitz-Köster stieß durch Zufall auf Klaus B.'s Geschichte. Es gelingt ihr, ihn zu kontaktieren. Durch eine lange, detailreiche Recherche gelingt es ihr, weitere Informationen herauszufinden und Klaus Geschwister in Polen zu lokalisieren. Klaus Geschichte steht stellvertretend für alle verschleppten Kinder. Ich fand das Buch sehr interessant zu lesen. Das Thema war für mich neu. Die Autorin hat es sehr gut aufgearbeitet und beschrieben. Das Buch ist einfach zu lesen, wenn auch sehr traurig. Ein sehr informatives Buch! 

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Rezension zu "Raubkind" von Dorothee Schmitz-Köster

interessante Reportage über Kindesraub in der dunkelsten Zeit Deutschlands
sabrinchenvor einem Jahr

Raubkind las sich wie eine interessante Dokumentation.
Der Text war mit Fakten, Zitaten und Bildern verfeinert was ein Verständnis für das Schicksal von Klaus B. noch besser möglich machte.

Es ist in gut nachvollziehbaren Schreibstil gehalten und die 200 Ebook Seiten hatte ich innerhalb eines Tages durchgelesen.
Damit begab ich mich auf die Reise in Klaus B. Vergangenheit.
Es wurde verständlich erläutert, war interessant, natürlich schockierend und gab mal wieder eine andere Sicht auf die Grausamkeiten der dunkelsten Kapitel Deutschlands.
Es zeigt Abgründe in den Charakteren auf das es dieses Schicksal und einige andere erst geben konnte.
 
Eine Stelle hat mich besonders fasziniert und ich habe was lernen können.
Die Autorin hat die Form des Kindesraubes in verschiedenen Glaubensrichtungen oder Zeitalter beschrieben das fand ich sehr spannend.

Ich vergebe für Raubkind 4 Sterne und empfehle es an diesem Thema interessierten Lesern.

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Rezension zu "Raubkind" von Dorothee Schmitz-Köster

„Raubkind“ von Dorothee Schmitz-Köster
Blubb0butterflyvor einem Jahr

Er wälzt sich auf die Seite, zieht die Beine an, macht sich wieder lang – nein, so wird das nichts. Also auf die andere Seite. Sofort spürt er sein Herz. Wieder auf den Rücken. Der Wecker tickt. Dreißig Jahre ist das Ding bestimmt schon alt. Und funktioniert immer noch. Sonja schnarcht leise. Eigentlich stört es ihn. Aber er hat sich daran gewöhnt. Wie er sich immer an alles gewöhnt hat, von klein auf.

Eckdaten
eBook
Untertitel: Von der SS nach Deutschland verschleppt
Herder Verlag
201 Seiten
2018
ISBN: 978-3-451-81306-1

Cover
Es ist durchaus passend, aber mich spricht es gar nicht an. Daher würde ich es auch nicht in die Hand nehmen.

Inhalt
Klaus B. ist Mitte Siebzig und ein richtiger Schwabe. Doch plötzlich gerät sein ordentliches Leben aus den Fugen. Stück für Stück erfährt er, dass er als Kind Opfer eines Verbrechens wurde. Er selbst kann sich an nichts erinnern – in seinem Gedächtnis findet er nur eine einzige Szene: Er steht auf einem Tisch, um ihn herum "schwarze Männer". Wer waren diese Männer? Was haben sie mit ihm gemacht? Mit Hilfe einer Journalistin findet Klaus B. heraus, dass er in Polen zur Welt gekommen ist. Dass er im Sommer 1943 seiner Familie geraubt wurde und die "schwarzen Männer" vermutlich von der SS waren. Dass sein Name, seine Herkunft, seine Identität mit Hilfe des "Lebensborn" gefälscht wurden, der ihn dann bei linientreuen deutschen Pflegeeltern unterbrachte. Klaus B. und die Journalisten erfahren: Dieses Schicksal teilten Zehntausende Kinder aus Polen und anderen osteuropäischen Staaten. Sie wurden von nationalsozialistischen „Rassenspezialisten“ ausgewählt, ihren Familien entrissen und zur "Germanisierung" nach Deutschland verschleppt. Bis heute sind viele dieser Schicksale ungeklärt, bis heute wissen viele „Raubkinder“ nichts von ihrer Herkunft. Klaus B. macht sich auf die Suche nach seiner polnischen Familie. Was erwartet ihn?

Autorin
Dr. phil. geb. 1950; Studium der Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften: seit 1985 freiberufliche Journalistin und Autorin; zahlreiche erfolgreiche Bücher zur deutschen Zeitgeschichte, insbesondere zur NS-Geschichte und zum „Lebensborn“.

Meinung
Normalerweise lese ich keine Bücher aus diesem Genre und nach dem Lesen dieser Lektüre weiß ich auch wieder ganz genau, weshalb das der Fall ist. Aber mich hat der Klappentext sehr neugierig gemacht und da wollte ich einfach schauen, wie es inhaltlich sein würde.
Die Schriftgröße ist ziemlich klein, was mich etwas stört, weil es das Lesen anstrengender macht. Daher hätte die Schriftgröße ruhig etwas größer ausfallen können.
Klaus, der Protagonist dieser Geschichte, erhält einen schockierenden Brief, der mehr über seine Vergangenheit, seine Herkunft aussagen soll. Sein Leben, das er bisher gekannt hat, scheint auf einer „Lüge“ aufgebaut zu sein. Es wird auseinandergenommen und noch einmal durchleuchtet.
Lange habe ich es nicht ausgehalten. Ich habe das Buch sehr früh abgebrochen, weil es für mich einfach sterbenslangweilig war. Für den Protagonisten ist das sicherlich eine neue und erschreckenden Erfahrung, aber ich hätte darauf verzichten können, ihn bei diesem Abenteuer zu begleiten.
Mir hat der Schreibstil auch nicht so wirklich gefallen. Er wirkte zu sachlich an einigen Stellen und dann wieder so uninteressant. Naja, auf jeden Fall war es einfach nicht meins.

❤ von ❤❤❤❤❤

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