Dorothee Schmitz-Köster

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Raubkind
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Neu erschienen am 20.08.2018 als Hardcover bei Verlag Herder.

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Dorothee Schmitz-Köster"Deutsche Mutter, bist du bereit..."
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"Deutsche Mutter, bist du bereit..."
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Erschienen am 01.09.2002
Dorothee Schmitz-Köster"Deutsche Mutter, bist du bereit ..."
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"Deutsche Mutter, bist du bereit ..."
"Deutsche Mutter, bist du bereit ..."
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Erschienen am 01.10.2010
Dorothee Schmitz-KösterRaubkind
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Raubkind
Raubkind
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Erschienen am 20.08.2018
Dorothee Schmitz-KösterLebenslang Lebensborn: Die Wunschkinder der SS und was aus ihnen wurde
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Dorothee Schmitz-KösterDeutsche Mutter, bist du bereit... Alltag im Lebensborn
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Dorothee Schmitz-KösterKind L 364
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Kind L 364
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Erschienen am 20.07.2007
Dorothee Schmitz-KösterDer Krieg meines Vaters
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Der Krieg meines Vaters
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Erschienen am 01.05.2004
Dorothee Schmitz-KösterFrauen ohne Kinder
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Frauen ohne Kinder
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Erschienen am 01.07.1994

Neue Rezensionen zu Dorothee Schmitz-Köster

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Rezension zu "Raubkind" von Dorothee Schmitz-Köster

Eine ausradierte Kindheit
MissNorgevor 12 Tagen

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Klaus B. ist Mitte Siebzig, als sein ordentliches Leben aus den Fugen gerät. Er erfährt, dass er als Kind Opfer eines Verbrechens wurde. Er selbst kann sich an nichts erinnern. Mit Hilfe einer Journalistin findet Klaus B. heraus, dass er in Polen zur Welt gekommen ist. Dass er 1943 seiner Familie geraubt wurde, vermutlich von der SS. Dass sein Name und seine Herkunft mit Hilfe des »Lebensborn« gefälscht wurden, der ihn dann bei linientreuen deutschen Pflegeeltern unterbrachte. Klaus B. und die Journalistin lernen: Dieses Schicksal teilten Zehntausende Kinder aus Polen und anderen osteuropäischen Staaten. Sie wurden von nationalsozialistischen »Rassenspezialisten« ausgewählt, ihren Familien entrissen und zur »Germanisierung« nach Deutschland verschleppt. Bis heute wissen viele »Raubkinder« nichts von ihrer Herkunft. Klaus B. macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln und findet eine Familie, die ihn seit sieben Jahrzehnten vermisst.
(Quelle: Seite des Herder Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Ein Buch welches in die Kategorie Biografie und Erinnerung passt, aber kein Buch, welches man so schnell "ablesen" kann wie einen Roman. Einfach unvorstellbar was den Kindern damals angetan wurde und wie diese Erinnerungen ihr ganzes Leben geprägt haben. Im Buch nennt sich die Autorin Dorothee Schmitz-Köster nur "Die Journalistin". Durch diese namenlose Erwähnung kann ich mir vorstellen, soll allein die Geschichte im Mittelpunkt stehen. Denn eigentlich geht es hier hauptsächlich um das Schicksal der Kinder, was aus ihnen wurde und wie sie heute, mit den Vorgängen von damals, leben. Hauptperson ist Klaus B., mittlerweile Mitte 70 und er führt ein bescheidenes Leben mit seiner Frau Sonja, bis Die Journalistin anfängt zu recherchieren und auf seine Vergangenheit stößt. Unvorstellbar das staatliche Behörden und SS-Organisationen Hand in Hand arbeiteten und die Kinder, die ihr germanisches Aussehen weitergeben sollten, so von jetzt auf gleich aus der eigenen Familie gerissen wurde. "Die Besten" kamen in ein Lebensborn-Heim und hatten die Aussicht, nach Begutachtung, in eine SS-Familie zu kommen. Vorher wurde ihnen im Heim alles genommen, ihre Herkunft, ihre Sprache, ihre kleine Persönlichkeit und sogar ihr Name und ihr echtes Geburtsdatum, denn es sollte sehr schwer werden, zurückzuverfolgen was aus jedem einzelnen Kind wurde. Ihnen wurde immer erzählt sie würden bald abgeholt werden, doch die kleinen Kinder verstanden das sie von ihren echten Eltern abgeholt würden und saßen so tagtäglich an den Fenstern und warteten, doch die Eltern kamen niemals. Viele Kinder sind bis heute verschwunden und es ist nicht eindeutig zu beziffern wie viele damals verschleppt wurden. Einen richtige Bindung kann man zu Klaus B. und seiner Lebensgeschichte aufbauen, weil viele Bilder und Kopien der Akten mit in das Buch eingearbeitet wurden. Klaus B. hat Glück und findet seine Geschwister in Polen, doch das ist nicht vielen Verschleppten passiert. Eine gewissen Distanz bleibt trotz allem, allein schon die Sprachbarriere und die Entfernung. Doch man merkt auch, das den Geschwistern das gemeinsame Leben fehlt, die gemeinsame Vergangenheit, die es einfach nicht gab. Die innere Verbindung kann nicht hergestellt werden, denn die Zeit hat bei allen tiefe Wunden hinterlassen.
✿ Fazit ✿
Ein Buch welches Erinnerungen und eine historisch schreckliche Zeit verbindet. Schwere Kost, die vor allem durch die Ausdrucksweise und Beurteilung der Kinder sprachlos macht, aber trotzdem auch ein kleiner Hoffnungsschimmer, das sich vielleicht doch noch die einen oder anderen Familienangehörigen wiederfinden.

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W

Rezension zu "Raubkind" von Dorothee Schmitz-Köster

Informativ und bewegend
WinfriedStanzickvor einem Monat



Dies ist die Geschichte von Klaus B., der 1943 in Polen von der SS seinen Eltern weggenommen und  nach Deutschland gebracht wurde. Die Autorin Dorothee Schmitz-Köster, die seit langem Bücher zur deutschen Zeitgeschichte schreibt und sich auf die NS-Geschichte und den „Lebensborn“ spezialisiert hat, stößt im Rahmen ihrer Forschungen auf seinen Fall und nimmt mit Klaus B. Kontakt auf, der mittlerweile Mitte siebzig ist.

Von ihr (im weiteren Fortgang des Buches wird sie nur „die Journalistin“ genannt) erfährt er, dass er als Kind das Opfer eines Verbrechens wurde. Dass er 1943 vermutlich von der SS seiner Familie geraubt wurde. Sein Name und seine Herkunft wurden mit Hilfe des »Lebensborn« gefälscht, der ihn dann bei linientreuen deutschen Pflegeeltern unterbrachte.


Nach längerem Zögen willigt er ein, sich zusammen mit der Journalistin auf die Suche zu machen. Beide finden heraus, dass Zehntausende Kinder in Polen und anderen Teilen Osteuropas Klaus B.`s Schicksal teilen. Sie wurden von nationalsozialistischen »Rassenspezialisten« ausgewählt, ihren Familien entrissen und zur »Germanisierung« nach Deutschland verschleppt. Viele dieser „Raubkinder“ wissen bis heute nichts von ihrer Vergangenheit.

Mit Hilfe der Journalistin macht sich Klaus B. auf eine bewegende Suche nach seinen Wurzeln. Er findet tatsächlich seine Ursprungsfamilie, die ihn auch nach sieben Jahrzehnten nicht vergessen hat.

In einer gelungenen Mischung aus historischem Sachbuch und einer bewegenden und berührenden Schilderung eines persönlichen Schicksals gelingt es Dorothee Schmitz-Köster Licht in das Dunkel der Herkunft jener „Raubkinder“ zu bringen, denen eine gerichtliche Anerkennung ihres erfahrenen Unrechts bis heute verwehrt geblieben ist.
Die Geschichte von Klaus B. steht stellvertretend und exemplarisch für die Geschichte aller Raubkinder. Und dennoch hat jedes dieser Mädchen und Jungen ein ganz eigenes Schicksal.



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Sokratess avatar

Rezension zu ""Deutsche Mutter, bist du bereit ..."" von Dorothee Schmitz-Köster

Rezension zu "„Deutsche Mutter, bist du bereit …“" von Dorothee Schmitz-Köster
Sokratesvor 7 Jahren

Dorothee Schmitz-Köster, promovierte Absolventin der Germanistin, Philosophie und Sozialwissenschaften, hat viele Jahre nach Überlebenden und verschwundenen Dokumenten recherchiert, um den „Lebensborn-Heimen“ auf die Spur zu kommen. So haben sich diverse Mythen gehalten wie beispielsweise die Vorstellung, dass die Heime als nationalsozialistische „Zuchtanstalten“ genutzt worden wären. Doch gerade dies konnte die Autorin trotz intensiver Recherche nicht bestätigen. Stattdessen fand sie eine Reihe von ehemaligen Mitarbeiterinnen, dort niedergekommenen Frauen und dort geborenen Frauen. Die Autorin schreibt souverän, klar und sehr lebendig; das schwierige Thema und die aufwendige Recherchearbeit sind so als spannende Suche nach Informationen und Beantwortung von Fragen gestaltet, die sich „von ganz alleine liest“. Der wissenschaftliche Anspruch der Autorin macht das Buch auch verwendbar für die akademische Arbeit. Die aktuelle Ausgabe hat die Autorin um neue Informationen erweitert. Darüber hinaus ist es um viele s/w-Abbildungen erweitert und enthält einen umfangreichen Anhang.

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