Dorothy Baker Zwei Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Zwei Schwestern“ von Dorothy Baker

Jetzt auch als Taschenbuch!Als Cassandra Edwards sich zur Hochzeit ihrer Zwillingsschwester Judith aufmacht, hat sie vor allem eines im Sinn: die Vermählung zu verhindern. Was will ihre hochmusikalische Schwester mit irgendeinem durchschnittlichen, jungen Arzt? Kompromisse und Mittelmaß sind ihr ein Gräuel, und sich selbst treu zu bleiben, ist in ihrer Familie oberstes Gebot. Wird Cassandra auf der Suche nach sich selbst in ihrer symbiotischen Beziehung zu Judith gefangen bleiben? Wird Judith sich aus der beklemmenden schwesterlichen Zweisamkeit befreien können? Beiden steht eine existenzielle Herausforderung bevor. Ein hochintelligenter, witziger und zeitloser Roman über Bindung, die Spielarten von Erotik und unsere Suche nach der großen, erfüllenden Liebe, jener Seelenverwandtschaft, die von unserer Einsamkeit eine Brücke zum anderen schlägt.

Das Buch hat mich gefesselt - stilistisch brilliant, sehr psychologisch. Ich bin sehr froh, Dorothy Parker entdeckt zu haben!

— maria1
maria1

Mir ist das alles etwas zu weit gegangen - nicht mein Geschmack, leider.

— MissStrawberry
MissStrawberry

Leider total fad.

— lui_1907
lui_1907

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  • Beklemmend und berührend

    Zwei Schwestern
    once-upon-a-time

    once-upon-a-time

    10. June 2017 um 13:01

    Klappentext. Cassandra und Judith sind Zwillingsschwestern – sie gleichen einander aufs Haar und sind doch grundverschieden. Als Judith sich verliebt, überblickt sie nicht, welche Katastrophe sie damit auslöst. Schwankend zwischen Provokation, Sich-Fügen und Verzweiflung entfesselt Cassandra am Vorabend von Judiths Hochzeit ein Drama.Erster Satz. Ich sagte ihnen, dass ich bis zum einundzwanzigsten alles erledigt haben könnte und am zweiundzwanzigsten heimkommen würde.Inhalt. Der Inhalt des Romans hat mich so ungefähr von Seite zu Seite mehr gefesselt und gleichzeitig verstört. Da es aus der Sicht einer der Protagonistinnen (phasenweise auch aus der einer anderen) geschildert wird, hat der Leser eine sehr subjektive Sicht auf die Geschehnisse und stellt nach und nach fest, dass vielleicht doch nicht alles genau so ist, wie er (und besagte Protagonistin) glaubt.Kurz nach der Mitte zieht die Handlung an und wird, während sie vorher vielleicht noch etwas schleppend (aber nicht zu schleppend!) verlief, ziemlich rasant und atemlos.Personen. Die Personen haben mich ziemlich gefangen genommen, weil ich mich aus persönlichen Gründen auch der Geschichte recht nah fühlte. Zwischendurch war es ein wenig unheimlich, die Sichtweise der erzählenden Cassie zu sehen und Judiths Hilflosigkeit zu spüren.Insgesamt hat man hier Charaktere, die durchweg überzeugen und durch ihre Hilflosigkeit, ihren Blickwinkel, ihre Unvollkommenheit berühren.Fazit. Ein sehr lohnendes Weihnachtsgeschenk und auf jeden Fall ein sehr empfehlenswerter Roman. Berührend, fesselnd, beängstigend, versöhnlich.

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  • Für mich nicht das Richtige

    Zwei Schwestern
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    11. April 2017 um 20:02

    Judith und Cassandra sind Zwillingsschwestern. Während Judith das Leben lebt und genießt, sich weiterentwickelt und die Liebe findet, will Cassandra sich mit Judith lieber in einer Traumwelt verschließen, nur sie beide, keine anderen Menschen in diesen Kreis eindringen lassen. Als Judith dann heiraten will, plant Cassie die Verhinderung der Hochzeit.Ich sage immer, dass viele Bücher ihre Zeit haben, in der sie funktionieren. Einige sind danach einfach nur noch schwer verständlich oder langweilig oder sinnentleert oder oder oder … Leider fand ich zu dieser Story einfach keinen Zugang. Sie hat mich nicht abgeholt, auch nicht mit Verspätung. Ich stand einfach da und habe gewartet, dass sich etwas tut, aber nix da.Judith ist eine relativ normale junge Frau, aber Cassie wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Total auf sich und ihre Bedürfnisse fixiert überrollt sie alles und jeden, der ihre seltsamen Vorstellungen nicht teilt. Auch kann ich den Erzählstil von Dorothy Baker nicht wirklich loben. Hier kommt zu stark der Stil der 1960er Jahre durch, den ich wohl eindeutig nicht mag, zumindest dieses Jahr. Da ändert auch der „dramatische Höhepunkt“, an dem die Erzählperspektive zu Judith wechselt, nichts. Der letzte Teil wird dann wieder aus Cassies Sicht erzählt.Sicher ein toller Roman für diejenigen, die auf diesen Stil stehen. Leider mache ich das nicht. Gut geschrieben ist das Buch aber. Die Bewertung fällt mir schwer. Ich schwanke zwischen zwei und drei Sternen, vergebe aber aus sentimentalen Gründen drei Sterne.

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  • Brilliant und packend

    Zwei Schwestern
    Buchhandlung_am_Schaefersee

    Buchhandlung_am_Schaefersee

    16. February 2016 um 22:23

    Cassandra und Judith sind Zwillingsschwestern. Von Geburt an eng verbunden, eine gemeinsame Wohnung während des Studiums, ein dekadentes aber liebevolles Zuhause auf dem Land - Cassandra sieht idyllische Zweisamkeit auch für die Zukunft vor sich. Doch Judith bricht aus, möchte ein eigenes Leben beginnen. In Cassandra, nach der ungewollten Prophetin Trojas benannt, erheben sich ihre inneren Dämonen. Eine faszinierende Geschichte über Zwillingsschwestern, Fluch und Segen dieser besonderen Verbindung. Die Geschichte beginnt langsam. In kristallklaren Worten entwickelt sich ein Setting, ein Charakter, und plötzlich öffnet sich das Blickfeld des Lesers: Brilliant gemacht, traurig, mutmachend und bizarr zugleich. Ein großartiges Buch! Stilistisch brilliant, tief psychologisch und ohne offensichtlich zu psychologisieren hat Dorothy Baker 1962 einen Roman geschaffen, der alle Leser von John Williams' 'Stoner' und Sylvia Plaths 'Glasglocke' begeistern wird. Und hoffentlich auch alle anderen!

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  • Zwei Schwestern

    Zwei Schwestern
    vormi

    vormi

    Inhalt von der Amazon--Produktseite - Als Cassandra Edwards sich zur Hochzeit ihrer Zwillingsschwester Judith aufmacht, hat sie vor allem eines im Sinn: die Vermählung zu verhindern. Was will ihre hochmusikalische Schwester mit irgendeinem durchschnittlichen, jungen Arzt – wie hieß er noch? Seinen Namen kann sie sich nicht merken. Kompromisse und Mittelmaß sind ihr ein Gräuel, und radikal sich selbst treu zu bleiben, das ist in ihrer Familie oberstes Familiengebot. – Wird Cassandra auf der Suche nach sich selbst in ihrer symbiotischen Beziehung zu Judith gefangen bleiben? Wird Judith die Reise ins Unbekannte antreten und sich aus der beklemmenden schwesterlichen Zweisamkeit befreien können? Beiden steht eine existentielle und, wie sich zeigen wird, extrem bedrohliche Herausforderung bevor. – Ein hochintelligenter, vielschichtiger und scharfzüngiger Roman über Bindung und unsere Suche nach der großen, erfüllenden Liebe, jener Seelenverwandtschaft, die von unserer Einsamkeit eine Brücke zum Anderen schlägt. Hier in diesem besonderen Fall habe ich darauf verzichtet, selbst eine Zusammenfassung des Inhaltes zu schreiben. Wobei ich nur ein paar kleine Änderungen vorgenommen habe, mit denen ich so nicht einverstanden war. Es geht also um Zwillinge und ihre besondere Beziehung zueinander.. Und was mit der einen passiert, wenn die andere aus dieser engen Beziehung ausbricht um erst alleine in einer anderen Stadt zu wohnen und dann auch noch, sich zu verlieben und heiraten zu wollen... Interessant dabei finde ich, daß besonders Cassandra, obwohl vordergründig die Stärkere und Redelsführerin, nicht mit der Veränderung klar kommt. Wer schöne Worte mag, ist hier in diesem Buch auf jeden Fall richtig. Wer, wie ich, lieber eine handfeste nachvollziehbare Story und "realistische" Handlungen und Personen mag, der braucht hier einen langen Atem. Ein sehr interessantes, und auf jeden Fall, total ungewöhnlichess Buch. Voll mit überraschenden Einblicken. Mir war leider die Figur der Cassandra etwas zu verschroben und ungewöhnlich. Mit ihr habe ich mich nur sehr schwer anfreunden können. Wer aber durchhält, wird mit einer ungewöhnlichen Geschichte belohnt, die auch noch die eine oder andere überraschende Wendung bereithält. Beim Lesen selber merkt man gar nicht, daß das Buch schon über 50 Jahre alt ist. Höchstens daran, daß es in einer Zeit spielt ohne Handys, ohne Computer sondern noch mit Schreibmaschinen oder übermäßigem Fernseh-Konsum, wenigstens wird dieser Apparat nicht einmal erwähnt. Erstaunlicherqeise würde ich die schreibweise als eher modern einstufen, gar nicht verstaubt. Nur halt mit ungewöhnlichen Worten, aber die sind ja zum Glück noch nicht ausgestorben. Interessant ist, das ich versucht habe, meine Gefühlr beim Lesen zu beschreiben, siehe oben, und nachdem ich das geschrieben habe, habe ich erst ein total passendes Zitat entdeckt, gefunden im Nachwort von Peter Cameron - -Die Lektüre von "Zwei Schwestern" ist eine berauschende Erfahrung, wenigstens für Leser mit einem Sinn für vollkommene Erzählkunst.- Besser kann man es kaum zusammenfassen, und leider fehlt mir genau dieser besondere Sinn für die vollkommene Erzählkunst, mir ist ein wenig mehr Action lieber und dafür ein bißchen weniger philosophische Betrachtungen. Aber da sieht man wieder, wie gut, daß die Geschmäcker verschieden sind. 4 Sterne für ein außergewöhnliches Buch.

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    • 2
  • Bedeutungsschwanger, aber großteils handlungsarm

    Zwei Schwestern
    anushka

    anushka

    Cassandra und Judith sind Zwillinge. Seit ein paar Monaten wohnen sie nicht mehr zusammen und nun will Judith plötzlich auch noch heiraten. Cassandra soll die Trauzeugin sein und so reist zu zurück zum Familienanwesen. Mit der Hoffnung, diese Hochzeit zu verhindern ... Der Stoff, aus dem andere Autoren leichte Unterhaltungslektüre gemacht haben oder hätten, drückt hier schwer auf die Seele. In diesem Roman aus den 1960ern  geht es um die Identiätskrise von Zwillingen, von denen alle erwarten, dass sie zusammenkleben wie "Pech und Schwefel", aber die sich letztlich auch nur nach einem eigenen Leben sehnen. Oder - in diesem Buch - zumindest eine von ihnen, während die andere sich allein unvollständig fühlt. Dabei haben beide ein Leben lang betont und zwanghaft ausgelebt, dass sie Individuen sind. Dieses Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei der erste und der dritte die Handlung aus Cassandras Sicht schildert. Doch gerade die exaltierte, aber bindungsscheue Cassandra ist ein sehr schwieriger Charakter mit düsteren und bedrückenden Gedanken. So ist das Lesen dieser Abschnitte schwer, deprimierend und teilweise zäh. Gerade, weil Cassandra eine eher unzuverlässige Erzählerin ist, war das Lesen manchmal sehr frustrierend. Eine Wohltat war dagegen Judiths Abschnitt, da sie zwar im gleichen Alter, aber wesentlich erwachsener und auch im Erzählstil etwas einfacher gestrickt war. Durch sie konnte der Leser Cassandras Äußerungen zum einen ins Verhältnis setzen (z.B. zur Familiengeschichte) und zahlreiche Äußerungen objektiver deuten. Die tatsächliche Handlung umfasst eigentlich nur drei oder vier Tage, auch wenn es Rückblicke in die Kindheit gibt. Da jedoch das meiste in den Köpfen der Schwestern geschieht, ist die Geschichte streckenweise ziemlich langatmig. Dafür gibt es sicherlich auf der Bedeutungsebene viele interessante Aspekte und auch die Figuren sind hervorragend gezeichnet. Für meinen Geschmack war das Buch aber zu oft zäh und langatmig. Sicherlich hat es ein interessantes Thema und für die damalige Zeit sicherlich auch einige Tabuthemen aufgegriffen, aber für mich persönlich hat das nicht ausgereicht. Leider hat auch das Nachwort mit Sätzen wie "Die Lektüre von >Zwei Schwestern< ist eine berauschende Erfahrung, wenigstens für Leser mit einem Sinn für vollkommene Erzählkunst." das Buch nicht sympathischer gemacht. Peter Cameron, der Verfasser des Nachworts, verwendet mir zu viele Superlative. Statt den Roman einfach einzuordnen und Interpretationshilfen zu geben, erklärt er gleich noch, wie der verständige Leser das Buch zu finden hat. Alles in allem war dieses Buch für mich ein schwieriges Leseerlebnis, da es auf der Bedeutungsebene sehr wohl zahlreiche interessante Impulse setzt, auf der Handlungsebene aber für meinen Geschmack zu wenig bietet.

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    • 2
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Zerreissprobe

    Zwei Schwestern
    BeaMilana

    BeaMilana

    28. December 2015 um 20:45

    Wenn man von Shakespeare absieht, ist das Thema eineiige Zwillinge in der Literatur sehr selten. "Wir hätten schon die ganze Zeit eine Person sein sollen", sagt Cassandra, eine der beiden Schwestern. Anlässlich der baldigen Hochzeit ihrer Zwillingsschwester trifft sie auf der Ranch ihrer Familie ein. Doch ein Leben ohne ihre Schwester ist für sie unvorstellbar und der Konflikt zwischen einer verliebten Braut und einer Brautjungfer, der der Zukünftige instinktiv zuwider ist, gerät zu eskalieren. Über diesem Konflikt und der Frage, wie das Hochzeitsvorhaben endet (nicht so wie man meinen könnte!), versucht die 24-jährige den Sinn ihres Lebens zu ergründen. Hin- und hergerissen zwischen der inneren Ablehnung (zu schreiben, zu lieben), aufgewachsen in einer exklusiven Welt mit Pool, Hausmädchen, Granny, einem intellektuellen Vater, der sich selbst genügt, einer Mutter, die als berühmte Schriftstellerin verstarb, und der Liebe zu ihrer Zwillingsschwester Judith, ist sie eine Suchende, die sich selbst und ihren Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden hat. Auch ihre familiären Strukturen haben mit denen da draußen nichts gemein. Zwei Schwestern ist ein zeitloser (verfilmungswürdiger) Klassiker, den man nicht so schnell vergisst. Dialoge, Gedanken, Beschreibungen, Handlungen sind brilliant geschildert, das erzählerische Ich zeitweise ein wenig hochmütig, aber originell. Dorothy Baker schrieb "Zwei Schwestern" 1962. 2004 wurde der Roman von der NYBR wiederentdeckt und 2015 neu ins Deutsche übersetzt (dtv).

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  • Und jetzt?

    Zwei Schwestern
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2015 um 23:30

    Cassandra und Judith sind Zwillingsschwestern. Äußerlich gleich unterscheiden sie sich im Inneren zutiefst. Während Judith kurz vor ihrer Hochzeit steht, kommt Cassandra mit dieser Nachricht nur schlecht klar. Und so kommt ihr eine Idee: sie muss die Hochzeit verhindern. Um jeden Preis... "Zwei Schwestern" ist ein Roman aus den 60ern von Dorothy Baker. Und das hat mich schon vor Beginn der Lektüre überrascht. Ich dachte, ich halte ein neues Werk in den Händen und musste beim Überfliegen der Verlagsangaben erkennen, dass es dieses Buch schon mal unter dem Titel "Cassandra bei der Hochzeit" gab. Das war schon zu Beginn verwirrend, aber auch gut zu wissen. Denn spätestens beim Lesen selbst wäre ich stutzig geworden, wie wenig Moderne in dem Roman enthalten ist. Die Geschichte wird großteilig von Cassandra erzählt. Auch Judith kommt mal zu Wort, jedoch ist Cassy die Hauptfigur in diesem Werk. Und sie zeigt auf subtile Art und Weise, wie sehr sie der Gedanke zerstört, dass ihre Zwillingsschwester, ihre zweite Hälfte ein eigenes Leben aufbaut. Obwohl sich beide Schwestern immer gegen das "Wir sind eins" gewehrt haben, wird Cassandra erst kurz vor der Trauung bewusst, was die Hochzeit für ihre Zukunft bedeutet. Darauf reagiert sie....nun ja für unsere heutige Zeit fast vorhersehbar, für damalige Verhältnisse vielleicht noch außergewöhnlich. Für mich selbst war die Reaktion vorhersehbar und wenig überraschend. Mir persönlich hat der Abschnitt, in dem Judith aus ihrer Perspektive über die Erlebnisse erzählt, am besten gefallen. Denn die junge Frau wirkt bodenständig, geordnet und fest im Leben verankert. Sie zeigt zwar auch Emotionen, aber lang nicht so geladen und ab und an übertrieben wie ihre Schwester. Das war wie eine Erholung für mich beim Lesen. Die Story selbst ist sehr ruhig, fast schon langatmig. Denn die Geschehnisse sind erahnbar, die Schilderungen manchmal verworren, wenn auch geistreich und das Ende fügt sich einfach ein, ohne dass eine der Figuren eine wirkliche Wandlung durchgemacht hätte. Das fand ich schade. Der Stil von Dorothy Baker ist gut, wenn auch nicht immer flüssig zu lesen. Ihre Ausführungen sind ab und an wie eine Extrawindung im Gehirn, für die heutige Zeit leicht angestaubt und nicht immer konnte ich ihr folgen. Alles in allem kam ich aber dennoch gut klar. Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Für mich hat die Lektüre nichts gebracht.

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  • Was für eine Wiederentdeckung

    Zwei Schwestern
    antjemue

    antjemue

    Dieser im Jahr 1962 erstmals veröffentlichte Roman um die beiden Zwillingsschwestern Cassandra und Judith Edwards hat mich sehr positiv überrascht. Jetzt nach Ende der Lektüre kann ich es noch immer kaum glauben, dass er von einer Autorin geschrieben wurde, die, als ich geboren wurde, schon gar nicht mehr unter uns weilte. Denn bis auf das Fehlen jeglicher Handtelefone und Computer könnte die Geschichte gut und gern auch im Hier und Jetzt spielen. Sie handelt von der problembeladenen Beziehung eineiiger Zwillinge, aus der sich die eine Schwester bereits vor Monaten gelöst hat. Die Andere fühlt sich seit dem unvollständig und wünscht sich nichts sehnlicher als das gemeinsame Zusammenleben zurück. Als Judith nun auch noch heiraten möchte, kommt es fast zu einer Katastrophe. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, in denen die Schwestern jeweils in der ersten Person zu Wort kommen. In einer wunderbar ausgefeilten Sprache und Ausdrucksweise lerne ich die die kleine Familie der beiden zuerst aus Cassandras und später aus Judiths Perspektive kennen. Obwohl das dramatische Chaos im Gefühlsleben von Cassandra die gesamte Zeit spürbar ist, entlocken mir diverse Formulierungen und Vergleiche immer wieder ein Schmunzeln. Im letzten Teil kommt noch einmal Cassandra zu Wort. Das Ende des Romans ist offen und das ist gut so, denn das bedeutet Hoffnung. Hoffnung für die junge Hauptprotagonistin aus diesem Roman, aber auch Hoffnung für den Leser, dass keine Situation ausweglos sein muss… Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere sind hervorragend gezeichnet und weder als reine Sympathiefiguren, noch als Antihelden angelegt. Es ist eine Konstellation von Individualisten, deren Zusammenleben von vorn herein ein gutes Maß an Kompromissbereitschaft erfordert. Ich persönlich hatte beim Lesen des Romans oft den Eindruck, dass die ungesunde Fixierung Cassandras auf die Person ihrer Zwillingsschwester lediglich in den Ängsten vor der eigenen Realität begründet ist. Sie ist anders, als es vom Großteil der Gesellschaft – damals wie heute – als normal bezeichnet wird. In der heutigen Zeit hätte die Autorin das sicher deutlicher ansprechen können. Vielleicht wären dann aber viele geschickte und reizvolle Formulierungen sowie die Adaptierbarkeit auf ganz andere menschliche Konstellationen verloren gegangen. Eine wunderbarer Roman, sprachlich wie inhaltlich!

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  • Hochzeit mit Hindernissen

    Zwei Schwestern
    Bellexr

    Bellexr

    28. October 2015 um 18:13

    Cassandras Zwillingsschwester Judith will heiraten und Cassie ist auf dem Weg zur heimatlichen Farm, auf der die Zeremonie stattfinden soll. Doch die Gefühle von Cassie sind zwiegespalten. Wie kann ihre hochgebildete, musische Schwester nur einen einfachen Arzt heiraten, dessen Namen Cassie sich kaum merken kann. Auf der Ranch angekommen, am Vorabend der Hochzeit, kann Cassie ihre Gefühle kaum noch zügeln und löst dadurch ein Drama aus.   Eigentlich hatte Cassie vorgehabt, erst am nächsten Tag von Berkeley, wo sie auf Lehramt studiert, zur Ranch aufzubrechen. Aber eine innere Unruhe treibt sie ins Auto und schnurstracks nach Hause. Ihre Beziehung zu Judith ist sehr eng, deren Umzug nach New York, wo sie ihren Verlobten Jack kennengelernt hat, hat Cassie nicht verwunden. Sie fühlt sich nur halb, ist auf der Suche nach ihrer Identität und gleichzeitig der festen Überzeugung, dass Judith einen Riesenfehler mit der Hochzeit begeht. Doch sie will die Form wahren, nach außen all das machen, was von einer Brautjungfer erwartet wird und ihre Gefühle im Zaun halten. Doch dies ist für die eigenwillige, exzentrische Cassandra Edwards, für die es nur ganz oder gar nicht gibt, schier unmöglich.   Die Fassade hält somit auch nicht lange nach der Ankunft auf der Ranch und Cassies Gefühlschaos erlebt man hautnah aus ihrer Sicht. Intensiv, humorvoll, lebendig und kraftvoll beschreibt Dorothy Baker die Ereignisse und man mag bei dem modernen Erzählstil und der ebensolchen Denkweise gar nicht glauben, dass der Roman bereits in den 1960er Jahren geschrieben wurde.   Es ist eine Abnabelung, ein Loslassen und der Umgang damit, was Dorothy Baker in ihrem fantastischen Roman beschreibt. Ein Unterfangen, was gerade bei Zwillingen oftmals nicht einfach ist. Aber es ist auch die Suche nach der eigenen Identität, welche die Autorin auf ihre unnachahmlich packende Weise erzählt. Doch nicht nur Cassie kommt in dem Roman zu Wort, auch Judith selbst erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und die Braut ist so ein ganz anderer Typ als ihre temperamentvolle, kompromisslose Schwester. Auf den ersten Blick eher blass, zeigt Judith erst bei näherem Hinsehen ihre wahren Qualitäten, eine kämpferische, selbstsichere junge Frau, die viel reifer als ihr Zwilling ist und erkannt hat, wie wichtig die Abnabelung von seinem anderen Ich ist.   Fazit: Bis auf einige kleine Längen ein fantastischer Roman, ein kleines Juwel, der vom Verlag wiederentdeckt wurde.

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  • Zwei Schwestern von Dorothy Baker

    Zwei Schwestern
    thenight

    thenight

    21. October 2015 um 07:48

    Als Dorothy Baker diesen Roman (Erscheinungstermin der englisch sprachigen Originalausgabe 1962) schrieb waren viele der heutigen Leser nicht einmal geboren, sie schrieb ihn in einer Zeit als es für viele Frauen das Höchste Glück auf Erden war zu heiraten und eine Familie zu gründen, es aber auch schon Frauen gab, denen das nicht genügte die ihren eigenen Weg gehen wollten. Cassandra Edwards scheint mir eine davon zu sein, sie will unabhängig und selbstbestimmt leben, sich an keinen Mann binden, eigentlich an niemanden, aber sie kann das nicht allein, sie braucht dazu ihre Zwillingsschwester Judith, mit der sie sich bis vor kurzem eine Wohnung und praktisch ihr ganzes Leben teilte, ihre zweite Hälfte, bevor diese nach New York ging. Als Cassandra überraschend die Einladung zu Judiths Hochzeit bekommt, will sie alles daran setzen die Hochzeit zu verhindern, denn ohne Judith, ihre Seelenverwandte ihre zweite Hälfte, kann und will Cassandra nicht leben. Bedenkt man die Zeit, in der dieses Buch entstand, so ist dieses sehr offen, die Autorin spricht über Selbstmordgedanken und sogar über einen Selbstmordversuch und ganz ganz leise auch von der Homosexualität der Protagonistin Cassandra, die weder sich noch ihrer Umwelt ihre Neigung eingestehen mag. Im Laufe des Buches scheint sich Cassandra damit abzufinden, das ihr Leben zukünftig ohne Judith verlaufen wird, sie hilft beim ausrichten der Hochzeit und will Judith das gemeinsam erworbene Klavier schenken, was diese aber ablehnt, da ihr zukünftiger Mann kein Verständnis für Musik hat, dieses Zugeständnis zeigt meiner Meinung besonders den Unterschied der beiden Schwestern, Cassandra will frei und unabhängig von allen leben (außer wie schon erwähnt von ihrer Schwester) Judith will ihr Glück in der Ehe finden und für dieses Glück trennt sie sich sogar von ihrer Leidenschaft der Musik. Das Buch hat seine Längen, besonders da ich es im Rahmen einer Leserunde nur Häppchenweise gelesen habe, das bekam dem Lesefluss nicht gut. Die Protagonistin Cassandra, hätte ich am liebsten geschüttelt, arrogant und unverschämt, kam sie mir vor, bis ich zum Ende des Buches ihr wahres verletzliches Ich entdeckte. Judith kam mir etwas zu kurz, in sie konnte ich mich bis zum Schluss nicht ganz hineinfinden. Alles in Allem sind *Die zwei Schwestern* durchaus lesenswert, nicht ganz einfach und vielleicht etwas angestaubt, aber auf keinen Fall Mainstream.

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  • Familienbande

    Zwei Schwestern
    Marapaya

    Marapaya

    20. October 2015 um 00:16

    Um das gleich vorne wegzunehmen, wer meine Rezension lesen will ohne das Buch zu kennen – Achtung Spoiler Alarm! (Wie es so jetzt immer so schön neudeutsch heißt.) Ich habe hin und her überlegt, wie ich über das Buch von Dorothy Baker schreiben kann, ohne zuviel zu sagen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es nicht kann und will. Ihre „zwei Schwestern“ sind nicht nicht einfach nur Schwestern, sie sind Zwillinge, eineiige. Und so ist bereits der Beginn des Romans irgendwie befremdlich, weil ein Zwilling nach Hause fährt zur Hochzeit des anderen Zwillings und man den Widerwillen und die Verzweiflung von Cassandra aus jeder Pore bzw. Zeile spüren kann. Cassandra erzählt und ich bin ihr von der ersten Seite an verfallen. Sie erzählt so voller Kraft, ist gleichzeitig völlig verunsichert und wirkt in ihrer Wohnung in Berkeley wie ein kleiner verirrter Spatz der verzweifelt vor dem Fenster auf und ab flattert, in der Hoffnung irgendwo den Ausgang in die Freiheit zu finden. Auf der Fahrt nach Hause beginne ich mir ernsthaft Sorgen um sie zu machen, habe Angst, sie macht Dummheiten, fährt das Auto gegen einen Baum oder an der Einfahrt zur Ranch vorbei. Und ich mag ihre Schwester nicht. Dieser egoistische Zwilling, der einfach nach New York geht, alle Brücken abbricht und nach nicht mal einem Jahr mit nem Typen auftaucht und ihn im Kreise der kleinen Familie heiraten will. Haben Zwillinge sonst nicht immer dieser wahnsinnig enge Verbindung, was ist denn in sie gefahren? Dann ist Cassie daheim und ich erlebe sie plötzlich ganz anders. Immer noch ist sie die Erzählerin der Handlung und doch mache ich mir keine Sorgen mehr um sie, sondern beginne allmählich eher Angst vor ihr zu haben. Aus dem Spatz ist eine fiese Krähe geworden und je mehr ich das Familiengefüge erlebe, desto dankbarer bin ich um meine eigene. Die Familie ist dominiert durch eine große Fehlstelle – das ist der Krebstod der Mutter. Vater und Großmutter leben im Haus, die Mädchen sind studieren gegangen. Alle wirken, als spielten sie das Leben nur, die einzige, die mir am normalsten vorkommt, ist Judith. Judith, die ihr Glück gefunden hat, weil sie es wagte, sich von ihrer dominanten Schwester zu befreien. Die ihre Familie liebt und dennoch den Abstand suchte, um bei sich bleiben und sich gleichzeitig dem Leben und den anderen Menschen da draußen zuwenden zu können. Die eingespielten Muster im gewohnten Zuhause der Kindheit bringen einige Momente der Verwirrung und Unentschiedenheit. Fast hätte Cassie ihre Schwester davon überzeugt, dem jungen Arzt den Laufpass zu geben. Doch Judith ist klar und konsequent, und als wüsste Cassie um ihren Zwilling, entscheidet sie sich für ein letztes radikales Mittel, um die Hochzeit doch noch zu verhindern. Ich lese Cassie als trotziges, spätpubertierendes Mädchen, hochbegabt und intelligent und darum verzweifelt und suchend. Die kleine Schwester war ihr Anker. Judith in der gemeinsamen Wohnung wissend, gab ihr den Halt und die Energie, um nach draußen zu gehen und Kontakte zu suchen. Ohne ihren Zwilling fühlt sie sich verloren, weil sie nur noch auf sich selbst reflektiert. Der Spiegel im gleichaussehenden Gegenüber ist ihr verwehrt. Natürlich ist Cassandra der spannendere Charakter, doch meine Sympathie liegt klar bei Judith. Ihr drücke ich für die gemeinsame Zukunft mit Jack ganz fest beide Daumen und verstehe schnell, dass New York gerade weit genug weg ist. Bemerkenswert ist das Alter dieses Romans. Das liest man ihm nämlich nicht an. Stutzig wird man zwischendurch schon etwas bei Begriffen wie Schreibmaschine und Telefonzelle mit Vermittlungsdame, aber die Frauenfiguren wirken so modern und die Konflikte wie aus unserer Zeit gegriffen, dass ich es erst nicht wahrhaben wollte, hier eine Neuauflage aus den 60er Jahren in den Händen zu halten. Dorothy Bakers Erzählstil, ihre Sprache hat mich umgehauen. Wenn gleich ich einige Wendungen in der Handlung auch vorhergesehen habe, so bin ich mir nicht sicher, ob die Autorin dies nicht sogar mit einkalkuliert hat. Die Verteilung der Erzählstimme auf beide Schwestern hilft die Figuren klarer zu sehen und interpretieren zu können. Die dargestellte Kommunikation in der Familie hat mir teilweise wirklich die Schuhe ausgezogen. In dieser Form habe ich das so noch nicht gelesen. Bakers Roman zwingt einen, sich auf diese Figuren einzulassen. Wie ein Sog zieht dich die zum Teil eigentlich unspektakuläre Handlung in ihren Bann, du musst weiterlesen bis zum bitteren Ende und dann ist der Roman noch immer nicht vorbei.

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  • Zwei Schwestern

    Zwei Schwestern
    RebekkaT

    RebekkaT

    17. October 2015 um 19:20

    Cassandra und Judith, eineiige Zwillinge, versuchen schon früh, eben nicht "gleich" zu sein. Als sich ihre Wege im Erwachsenenalter trennen, ist das für Cassandra schlimm. Sie kommt nicht damit klar, einen Zwilling zu haben, will lieber alleine leben. Als Judith heiraten will, will Cassandra diese Hochzeit verhindern. Sie begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um in der Gegenwart zu landen und die Zukunft dann zu akzeptieren. Das Buch "Zwei Schestern" ist ein gut gefühltes Buch, oft muss man ein paar Sätze zurück gehen, um zu verstehen, warum die Handlung so endet. Gerade am Anfang habe ich mich oft gefragt, was mir dieses Buch sagen will, aber immer mehr nimmt es an Fahrt auf, sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Cover: zurückhaltend und leise, es ist nicht zu sehen, wie dramatisch es wird. Ich habe erst zur Mitte hin das Cover verstanden und finde es jetzt passend. Schreibstil: Man muss rein kommen und vor allem rein fühlen. Lesen und verstehen. Die Autorin hat beiden Schwestern Kapitel gewidmet und es so geschafft, jeder eine eigene Stimme zu geben, ihre Unterschiedlichkeit hervorgehoben, sodass der Leser sich seinen "Liebling" aussuchen kann, obwohl das meiste von Cassandra ge- und beschrieben wurde. Wenn man erstmal die Fahrt nach Berkley überstanden hat, gewinnt das Buch an Tempo und immer vertrauter werden die Schwestern, immer mehr findet man das Geschriebene in alltäglichen Situationen. Die Angst vor Veränderungen, vor Verlusten, vor dem Erwachsen werden, dem Sich-Abnabeln und seinen eigenen Weg gehen, den nur ich gehen kann und sonst kein anderer. Ein Buch, das noch lange nachwirkt und mich ab der Mitte gefangen hatte...

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  • Eine wunderbare Wiederentdeckung ...

    Zwei Schwestern
    engineerwife

    engineerwife

    17. October 2015 um 08:00

    Heute Morgen habe ich dieses bewegende Buch zugeklappt und möchte gleich meinen Eindruck zu Papier bringen. Zu Anfang ist dem Leser nicht bewusst, in welche Tiefen der menschlichen Seele er im Laufe des Buches abtauchen wird. Wir lernen Cassie auf dem Weg in ihr Elternhaus kennen, den sie antritt um der Hochzeit ihrer identischen Zwillingsschwester beizuwohnen. Sie kommt schon einen Tag früher als geplant mit dem Hintergedanken, ihrer Schwester die Heirat zu einem für sie unbedeutenden Mann auszureden. Sie beginnt ihr Spiel zu spielen und versucht mit allen Mitteln der Kunst, Judith umzustimmen. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht umso schmerzhafter wird einem bewusst, dass ein Außenstehender eigentlich gar keine Chance haben kann, dieser Familie näher zu kommen. Fast wie Einsiedler leben die Mitglieder dieser Familie - Vater, Schwiegermutter/Oma und die beiden Zwillinge. Nachdem die Mutter der Zwillinge früh verstirbt, achten sie penibel darauf den Einflüssen von außen zu widerstehen. Als Judith schließlich die erste Trennung von ihrer Zwillingsschwester vollzieht, in dem sie nach New York zieht, scheint sich Cassies Leben langsam aufzulösen … Ich habe selbst eine Schwester, denke aber, dass es ein großer Unterschied ist, eine eineiige Zwillingsschwester zu haben. Wie kann man damit umgehen, ein äußerlich identisches Ebenbild zu haben? Judith scheint es gelungen zu sein, eine eigene Identität zu schaffen, Cassie hingegen tut sich schwer und wählt als Ausweg einen drastischen Schritt. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Für mich persönlich war es eine Bereicherung, dass dieses Buch aus den Tiefen der Literaturwelt wieder zum Leben erweckt wurde. Das Buch verdeutlicht immer wieder, dass das Zwillingsdasein nicht wirklich etwas mit der Welt des „Doppelten Lottchens“ zu tun hat, sondern ein stetiger Kampf um die eigene Persönlichkeit ist, der sicher aber auch oft sein schönes Gesicht zeigt. Von mir persönlich erhält der Roman eine eindeutige Leseempfehlung.

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  • Wir sind alle eins ...

    Zwei Schwestern
    Bri

    Bri

    07. October 2015 um 09:13

    Wie sehr verbunden sind wir Menschen miteinander? Oder vielmehr wie sehr verbunden können wir miteinander sein? Es gibt Theorien, die behaupten, es gäbe so etwas wie ein kollektives Gedächtnis, was darauf schließen ließe, dass wir alle miteinander verbunden sind. Auf Gedeih und Verderb, ob wir es wollen oder nicht. Andere Theorien - vor allem die der Existentialisten - bemängeln die Auffassung, dass der Mensch von vornherein durch bestimmte Annahmen beschränkt sei und gehen davon aus, dass er sich nur durch sein eigenes Erleben verstehen kann. Somit gibt es keine kosmologische oder göttliche Ordnung und Menschsein bedeutet in diesem Fall ein Einzel-Dasein. Cassandra und Judith sind Zwillinge. Äußerlich gleichen sie sich, wie es bei Zwillingen häufig der Fall ist - sogar sehr. Doch in ihrem Wesen sind sie durchaus verschieden. Ihre Eltern - die Mutter Schriftstellerin und leider bereits verstorben, der Vater ein ehemaliger Philosophieprofessor mit einer Vorliebe für Five-Star-Hennessy und einer Abneigung gegen einzuhaltende Termine - versuchen, diese Unterschiedlichkeit auch äußerlich zu unterstützen. Gran - die Großmutter - jedoch spürt, dass die beiden Mädchen sehr stark miteinander verbunden sind und wünscht sich, dass das auch äußerlich sichtbar wird. Die Familie selbst schottet sich nach außen hin ab - ob bewußt oder nicht, das ist nicht wichtig. Sie genügt sich eben selbst. Die einzelnen Familienmitglieder sind durchweg kluge Persönlichkeiten - eine Gemeinschaft außergewöhnlicher Menschen, in deren Kreis des Vertrauens man nur mit Mühe aufgenommen wird ... Dass der Name Dorothy Baker kaum einem Leser in Deutschland bisher etwas sagen dürfte, ist mehr als schade. Doch das wird sich durch die Wiederentdeckung in ihrem Heimatland und die längst überfällige Neuveröffentlichung ihres großartigen Romans Zwei Schwestern - der Originaltitel lautet Cassandra at the wedding - hoffentlich ändern. Denn Dorothy Baker zeichnet ihre Figuren so lebendig, dass die Lektüre zu einer atemlosen Reise wird, mitten hinein in diese außergewöhnliche Familie. Die Figur der Cassandra war für mich die herausragendste: Exzentrisch bis exaltiert, überaus klug, snobistisch, elitär denkend und in keiner Weise selbstsicher, was ihre Fähigkeiten angeht, besitzt sie trotz ihres nicht sonderlich sympathischen Wesens eine solche Strahlkraft, dass man sich ihr nicht entziehen kann. Eigentlich ist sie ein wahres It-Girl. Sie hat das gewisse Etwas, ohne dass man benennen könnte, was das ist. Sie ist egoistisch und versucht, ihrer Schwester ein individuelles Leben auszureden. Die Verbindung, die sie zu ihr spürt, ist für sie so einzigartig, dass sie sich ohne die ruhigere, gefälligere, nettere Judith nur als halbes Wesen fühlt. Und dennoch bezaubert sie jeden, der sie kennenlernt. So auch mich. Was Cassandra an Intellektualität im Übermaß besitzt, geht Judith ein wenig ab. Nicht, dass sie einfältig oder naiv wäre - nein, eher pragmatisch und offen für andere Menschen ist sie. Und damit begibt sie sich in Cassandras Augen in die Niederungen der Normalsterblichen und verkauft sich und ihre Talente unter Wert. Dass Judith sich in einen MANN und noch dazu in einen gewöhnlichen verlieben konnte, ist ihr unbegreiflich. Nicht nur die Dialoge zwischen Judith und Cassandra sind großartig entwickelt und das heißt in diesem Fall auch wieder großartig ins Deutsche übertragen. Die flirrende Hitze, der sich kühl ergießende Wasserstrahl, die Mondnacht, die die beiden Schwestern Cognac trinkend am heimischen Pool verbringen - all das kann man förmlich spüren, sehen, atmen. Und nebenbei werden existenzielle Themen behandelt: Was ist der tatsächliche Sinn des Lebens? Wie definiert man Identität und wodurch ist sie zu erlangen? Wo stellt sich wahre Liebe ein und wie kann man sie erkennen? Immer ohne zu sehr ins Dramatische oder Schwere abzugleiten. Unglaublich leicht und geschickt miteinander verstrickt und trotzdem nie an der Oberfläche bleibend, sondern so existentiell - das ist zeitlos und berührt genau deshalb auch heute noch so sehr wie vor über 50 Jahren. Ob wir Menschen nun hineingeworfen sind in unser Leben und eine wahre Verbindung zwischen uns nie möglich sein wird oder ob wir vielmehr alle miteinander verbunden und eins sind, auch wenn wir uns nicht zur selben Zeit am selben Ort befinden - welcher Theorie man zustimmen mag, das ist eine individuelle Entscheidung. Die Lektüre dieses vielschichtigen, klugen und warmherzigen Romans jedoch ist keine Entscheidung, sondern ein MUSS! Nach Stoner von John Williams nun die Zwei Schwestern von Dorothy Baker - so kann es weitergehen ... ein großer Dank geht an die Verlage, die solche verschütteten Juwelen wieder heben!

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