Dorothy Gilman Mrs. Pollifax and the Golden Triangle

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Inhaltsangabe zu „Mrs. Pollifax and the Golden Triangle“ von Dorothy Gilman

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  • Der Duft von Blüten und Liebe.

    Die Dufthändlerin

    Leuchtturmwaerterin

    09. July 2017 um 11:59

    "Die zarten, leichten Düfte, aber auch die sinnlich-schweren, ließen einem das Herz weit werden und streichelten die Seele."Inhalt:Leer um 1700: Die junge Josefine wächst in der Apotheke ihres Vaters zwischen Schmelztiegeln, Mörsern und wunderlichen Rezepturen auf und ist eine Meisterin in der Kunst des Duftmischens. Eines Tages erhält sie von Zar Peter dem Großen eine Einladung nach St. Petersburg. Josefine soll der schwermütigen Zarin mit einem magischen Duft zu neuem Lebensmut verhelfen. Doch am Zarenhof gerät sie in eine Intrige, die sie in höchste Gefahr bringt.Autorin:Jutta Oltmanns, geboren 1964, schreibt neben ihrer Tätigkeit bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen historische Romane. Ostfriesland ist zugleich Inspiration und Schauplatz ihrer Bücher. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und zwei Söhnen in Warsingsfehn, wo sie an ihrem nächsten großen Roman arbeitet.Meinung:Die junge Apothekerstochter Josefine versteht sich auf das Mischen von Parfüms und erhält eine Einladung nach St. Petersburg, um Zarin Katharina einen Duft zu mischen. Zu Beginn ist das Buch luftig locker, leicht und man hat scheinbar einen Hauch von Duft in der Nase. Es plätschert recht ruhig dahin und man hat einfach Freude daran Josefine in ihrem Alltag zu begleiten.Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr ersehnt man sich ein paar Steine, die der guten Dufthändlerin in den Weg geworfen werden. Doch wenn man das erwartet, wird man enttäuscht. Die Geschichte plätschert tatsächlich 400 Seiten einfach so dahin. Letztlich ist nur der Grund der Rückreise aus St. Petersburg etwas mit Spannung versetzt, und man hofft, dass alles gutgehen wird.Das Ende ist so vorhersehbar, wie das ganze Buch.Schreibstil:Zu Beginn hat man gleich das Gefühl von umher wabernden Düften und wunderbaren Blüten und Kräutern, die man nicht nur in der Fantasie, sondern auch in der Nase hat. Die Sprache ist angenehm, passend zur Geschichte und macht das Ganze sehr authentisch. Leider fehlt auf langer Sicht die Spannung und so plätschert die Geschichte einfach vor sich hin.Charaktere:Josefine ist eine sehr taffe junge Frau, die ihren Weg geht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie ist mir sofort sympathisch gewesen.Die beiden Apotheker Bertram und Meinhardus sind grandios im Zusammenspiel, leider kommen sie im Doppelpack zu selten vor. Da hätte ich mir mehr Sticheleien gewünscht.Die anderen Nebencharaktere sind schön beschrieben und passen gut ins Gesamtbild.Mein Fazit:Wer einen unaufgeregten, netten historischen Roman lesen möchte, ohne vor Spannung in die Kissen zu beißen, der ist mit diesem Buch genau an der richtigen Adresse.Für meinen Geschmack ist es leider etwas zu seicht und es hat sich an einigen Stellen wirklich gezogen.

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  • Verschenktes Potenzial

    Die Dufthändlerin

    Losnl

    04. April 2017 um 09:41

    Eine junge Duftmischerin,eine Reise nach Russlandund eine geheime LiebeInhalt Leer um 1700: Die junge Josefine wächst in der Apotheke ihres Vaters zwischen Schmelztiegeln, Mörsern und wunderlichen Rezepturen auf und ist eine Meisterin in der Kunst des Duftmischens. Eines Tages erhält sie eine Einladung von Zar Peter dem Großen. Josefine soll der schwermütigen Zarin mit einem magischen Duft zu neuem Lebensmut verhelfen. Doch am Zarenhof von St. Petersburg, gerät sie in eine Intrige, die sie in höchste Gefahr bringt.MeinungJosefine lebt bei ihrem Vater und arbeitet gemeinsam mit ihm und ihrem Onkel in der Apotheke. Sie führt für die damalige Zeit, ein sorgenfreies, behütetes Leben.Josefine ist sehr klug, besitzt einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und trägt ihr Herz auf der Zunge. Als sie einen Wanderapotheker bloß stellt, lernt sie Henk kennen. Dieser ist im Auftrag des Zaren unterwegs und soll Josefine und ihren Vater auf der Reise zum Zaren begleiten. Alle gehen davon aus, dass der Zar es auf das Kuriositäten - Kabinett des Vaters abgesehen hat. Denn der Zar möchte Russland mit aller Macht zum Fortschritt bewegen und die Traditionen hinter sich lassen, was so manchen Russen aufstachelt.Bald stellt sich jedoch heraus, dass Josefine der schwermütigen Zarin, mit ihren kreierten Düften helfen soll. Das Wohlergehen der Zarin ist von großer Bedeutung, denn nur sie ist in der Lage, ihren Mann im Zaum zu halten und ihn auf den rechten Weg zu lenken.Auf der Reise kommen sich Henk und Josefine näher. Gemeinsam retten sie den kleinen Straßenjungen Petre vor dem sicheren Tod. Beide schließen das Kind sofort ins Herz und kümmern sich rührend um sein Wohlbefinden.Das Kuriositäten - Kabinett von Josfines Vater, bestehend aus Sammelsurien aus aller Welt, übernimmt in der Geschichte eine wesentliche Rolle. Denn in diesem sieht der Zar einen Fortschritt für sein Land und möchte dieses unbedingt in St. Petersburg präsentieren.Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Durch ausschweifenden Passagen blieb die Darstellung der Charaktere aber leider sehr fad und es fehlte mir eindeutig die Tiefe.Dennoch konnte mich die Autorin vor allem mit ihrem fundierten Wissen über Zar Peter, den historischen Zusammenhängen und den Einblick in das Leben des russischen Volkes in der damaligen Zeit, überzeugen.„Vielleicht ist es gerade das, wovor sich die Menschen hier fürchten. Ihre Welt – das ist Russland mit seinen bekannten Regeln, mit seinen Grenzen. Wenn dies nicht alles ist, dann gerät ihre Welt aus den Fugen, und wer will das schon?“ ( S. 414 )FazitDieser historische Roman „ Die Dufthändlerin“, konnte mich unterhalten. Doch leider kann ich ihn dennoch nur bedingt weiterempfehlen, da hier etwas mehr Tiefe und Spannung gutgetan hätte.

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  • Die Dufthändlerin von Jutta Oltmanns

    Die Dufthändlerin

    Tanasya

    11. February 2017 um 22:48

    Klappentext: Leer um 1700: Die junge Josefine wächst in der Apotheke ihres Vaters zwischen Schmelztiegeln, Mörsern und wunderlichen Rezepturen auf und ist eine Meisterin in der Kunst des Duftmischens. Eines Tages erhält sie von Zar Peter dem Großen eine Einladung nach St. Petersburg. Josefine soll der schwermütigen Zarin mit einem magischen Duft zu neuem Lebensmut verhelfen. Doch am Zarenhof gerät sie in eine Intrige, die sie in höchste Gefahr bringt. Beurteilung: Josefine lebt bei ihrem Vater und ihrem Onkel ein glückliches, außergewöhnlich freies Leben. Sie ist mutig, taff, schlau und nicht auf den Mund gefallen. Als sie verbal auf einen Scharlatan losgeht, der vor der Apotheke ihres Vaters ein „Wundermittel“ verkauft, fällt sie Henk auf. Henk ist im Dienste des Zaren von Russland, was Josefine dato aber noch nicht weiß. Umso überraschter ist sie, als sich herausstellt, dass ihr Vater und sie zum Zaren eingeladen sind und Henk ihre Begleitung sein wird. Als Grund für die Einladung vermuten Josefine und ihr Vater das Kuriositäten-Kabinett ihres Vaters. Es ist allen bekannt, dass der Zar eine Schwäche für Kuriositäten aller Art hat. Er will sein Reich in den Fortschritt und weg vom Aberglauben führen, was den traditionsbewussten Russen aber insgesamt ein großer Dorn im Auge ist. Es stellt sich jedoch heraus, dass der eigentliche Grund für Josefines Aufenthalt die schwermütige Zarin ist. Nachdem ihr Säugling, ein Junge, verstorben ist, hat sie jegliche Lebenslust verloren und hofft, das Josefine, der ihr Ruf voraus geeilt ist, ihr einen Duft mischen kann, der ihr hilft über ihren Schwermut hinwegzukommen und sie aus ihrer inneren Starre zu befreien. Denn ohne ihre ganze Kraft ist auch der Zar verloren. Nur sie vermag es, ihn auf dem rechten Weg zu halten und ihn selbst und andere vor seinem ungezügelten Temperament zu schützen. Dazu entwickelt sich zwischen Henk und Josefine eine zarte Liebesgeschichte. Auch sind sie durch den kleinen Petre verbunden, einem Waisenjungen. Auf der Reise zum Zaren entdeckt Henk diesen in einer misslichen Lage und nimmt sich seiner an. Sowohl Henk, als auch Josefine schließen den kleinen Jungen schnell in ihr Herz. Eine große Rolle in diesem Roman spielen auch die Kuriositäten. Von ausgestopften Tieren, über besondere Fossilien bis hin zu eingelegten, missgebildeten Embryonen ist alles zu finden. Es ist eine geradezu makabere Faszination, die Peter den Großen zu ihnen hinzieht. Im Laufe der Geschichte tauchen immer mehr Intrigen und Unstimmigkeiten des Russischen Hofes auf, die Josefine mit ihrem losen Mundwerk in Gefahr bringen. Alles in allem ist der Roman beständig geschrieben und gut recherchiert. Ich hätte mir aber etwas mehr Emotionen und Spannung gewünscht. Die oft bemängelten langen Passagen des Duft-Kreierens fand ich persönlich toll, da ich mich sehr für Düfte und deren Wirksamkeit interessiere. Dennoch konnte mich das Buch nicht packen, was ich sehr schade fand. Ich fand es insgesamt eher etwas langatmig und hatte immer wieder Lust anderes zu lesen, da mir das gewisse Etwas fehlte. Möglicherweise war es auch nur der falsche Zeitpunkt dieses Buch zu lesen oder das Russische Zarenreich ist einfach nicht mein Thema. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem Buch ist, das einem beim Abtauchen aus dem Alltag hilft und in eine ganz andere Welt entführt. Besonders wenn man sich für Düfte interessiert und mehr über Peter den Großen erfahren möchte, wäre es ein passendes Werk. Mein Exemplar steht nun im Regal und möglicherweise werde ich es in einem Jahr nochmals lesen… 3 von 5 Blumen Eure Melo PS.: Vielen Dank an Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar! Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Dufthaendlerin/Jutta-Oltmanns/Heyne/e452198.rhd

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  • Auf den Spuren der Düfte

    Die Dufthändlerin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. January 2017 um 14:14

    Autor: Jutta Oltmanns Seiten: 512Verlag: HeyneISBN: 978-3-453-47132-0 Inhalt Josefine ist die Tochter eines in Leer ansässigen Apothekers. Dort innerhalb der Räume der Apotheke kann sie ihrer Leidenschaft frönen: dem Mischen von exquisiten Düften. Diese Gabe bringt ihr sogar eine Einladung des russischen Zaren Peter dem Großen ein. Dieser bittet sie darum, einen außergewöhnlichen Duft zu kreieren, der der Zarin wieder zu neuem Lebensmut verhilft. Daher reist Josefine nach Russland an den St. Petersburger Hof und gerät alsbald in die Fänge einer Intrige, die ihr das Leben kosten könnte... Meine Meinung Jutta Oltmanns Roman ist eine Hommage an das russische Zarenreich unter Peter dem Großen. Sie skizziert das ruhlose Treiben am Petersburger Hof minutiös und lässt es vor dem inneren Auge des Lesers eindrucksvoll zum Leben erwecken. Die Figur der Josefine, durch die Leser alles wahrnimmt, ist ein bezauberndes und manchmal sogar ein zu naives Wesen, was für das Buch aber keinen Nachteil darstellt. FazitFür mich war die Geschichte eine kleine zauberhafte Reiselektüre durch das nördliche Deutschland bis zum zaristischen Hof. Doch die seitenlange detaillierte Beschreibung der Entstehung eines neuen Duftes machten es mir schwer, die Geschichte zu genießen. Es nahm sogar manchmal die Züge an, dass ich das Buch beiseite legen musste, um mich dann von Neuem daran zu wagen. Also wer gerne mal sich wie ein Duftmischer fühlen möchte und auch ein bisschen Historie schnuppern will, sollte das Buch auf jeden Fall in die Hand nehmen. Ich gebe, wegen den kleinen Abstrichen, dem Buch 3/5 Schnecken.

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  • Die Intrigen haben mir gefehlt. Ansonsten ein guter Roman!

    Die Dufthändlerin

    Liss

    06. November 2016 um 10:12

    Die Intrigen haben mir gefehlt. Ansonsten ein guter Roman!Ich habe mich seit Jahren mal wieder an einen historischen Roman heran getraut. Meistens schrecken mich ja die hohen Seitenzahlen ab, aber eigentlich mag ich solche Bücher sehr gerne. Bei diesem hier erleben wir die Reise der Duftmischerin Josefine aus einer Kleinstadt, die vom Zaren persönlich nach St. Petersburg eingeladen wird, damit sie seiner Frau mithilfe eines ganz besonderen Duftes, zu neuer Blüte verhilft. Zu Beginn war ich auch echt begeistert, aber dann schlug das Buch die Richtung ein, dass zum einen sehr viel gereist wurde und zum anderen auch die Perspektive erweitert wurde und noch von Henk, einem Diener des Zaren erzählt wurde.Zwar wird es zwischen den beiden sehr intim, allerdings war mir die Handlung an sich irgendwie zu knapp. Die großen Intrigen von denen im Klappentext die Rede war, waren für mich nicht so ganz enthalten. Zwar weiß man, dass es bei Königshäusern oftmals nicht mit rechten Dingen zugeht und viel vertuscht und verheimlicht wird, aber so wirkliche Intrigen waren für meinen Geschmack nicht dabei. Man erfährt einiges über heilende Pflanzen und Kräuter. Ich nehme an, dass das alles auch gut recherchiert und richtig war, so kann man beim Lesen auch noch ein bisschen was lernen. ;) Was ich vermisst habe, waren größere Zeitsprünge. Ich muss zugeben, dass ich bisher nur Bücher von Sarah Lark als historische Romane gelesen habe, welche sich immer über einen laaangen Zeitraum erstrecken. Ich glaube dieses Buch geht nur über 2-3 Jahre? Die Protagonisten entwickeln sich nicht so ganz weiter für meinen historischen Geschmack. Aber vielleicht sind die Bücher der Autorin auch etwas anders geschnitzt.Fazit "Die Dufthändlerin" hat mir zu Beginn sehr gut gefallen, allerdings fehlten mir beim Lesen dann doch die versprochenen Intrigen und ein längerer Handlungsstrang, wie ich es von anderen historischen Romanen gewöhnt bin. Trotzdem hat mir die Geschichte von Josefine, die wirklich viel Ahnung von Kräutern und heilenden Pflanzen hat, gut gefallen. 4/5 Punkte.

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  • Mein Leseeindruck

    Die Dufthändlerin

    ChattysBuecherblog

    25. October 2016 um 13:03

    Angezogen durch das bezaubernde Cover, hatte ich grosse Hoffnung auf einen spannenden historischen Roman, so wie ich sie bereits von der Autorin kenne. Eine schöne Geschichte, die auch etwas weich anmutet, hatte ich auf den 500 Seiten erwartet. Nun ja, voller Anmut war die Geschichte stellenweise schon. Wie ihr nun bemerken könnt, schwingt in meinen Wörtern so ein leichter Unterton mit. Dieser rührt aus dem tatsächlichen Plot. Ellenlange Passage, wie ein Parfüm hergestellt wird. Herznote, Kopfnote, Odeur etc. all diese Begriffen werden dem Leser Seitenlänge um die Ohren geballert. Ein Spritzerchen hiervon, ein Hauch davon....hach, wie herrlich das duftet. Hm...sorry, aber mir war das stellenweise echt zu viel. Allein die Protagonisten haben die Geschichte am Leben erhalten. Durch witzige Dialoge, oder unvorhersehbaren Einlage, war es mir möglich, das Buch zuende zu lesen. Oftmals habe ich auch nur die Dialoge gelesen. Der Schreibstil ist der Epoche angepasst, jedoch die oben genannten sehr ausführlichen Passagen, haben meinen Lesefluss gebremst und meinen Lesespass minimiert. Fazit: Ein sehr lehrreiche Roman in Bezug auf die Herstellung von Duftwässerchen. Für mich leider nicht ansprechend.

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  • Düfte die deine Sinne betören

    Die Dufthändlerin

    Schneeflocke2013

    24. October 2016 um 16:10

    Inhalt:Wenn Josefine eins kann dann mit Düften umgehen. Sie hat eine gute Nase dafür und nutzt es natürlich. Dazu hilft sie noch im Haus ihres Vaters, wo auch ihr Onkel Bertram lebt.Dann hört allerdings auch der russische Zar Peter I. von ihr und hofft, dass sie seiner Frau Katharina helfen kann. Die leidet sehr unter dem Verlust ihres Sohnes und weiß nicht wie sie wieder froh werden kann. Josefine folgt ihr nach Russland. Lernt dabei den jungen Henk de Jonge kennen - und lieben. Doch darf sie das? Wie gefährlich ist es in der Nähe des Zaren zu leben und warum fürchten die Russen die Wunderkammes mit den Kuriositäten so in der Josefine tätig ist?Meine Meinung:Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch.Jetzt ärgere ich mich so lange damit gewartet zu haben, Denn die Geschichte in diesem Buch hat mich von Anfang an gefesselt.Wir lernen Josefine kennen, ihren Vater, Onkel und die Haushälterin Dietlinde. Josefine ist ohne Mutter aufgewachsen, doch es fehlt ihr an nichts. Sie ist eine starke, offene, begabte kluge und energische junge Frau. Nicht auf den Mund gefallen und bereit anderen zu helfen. Sie liebt die Arbeit in der Apotheke, doch mehr noch in ihrem kleinen Labor, dort kann sie sich dem Widmen was sie am liebsten macht: Düfte kreieren. Im Gegensatz zu den meisten anderen hat Josefine eine sehr gute Nase. Sie schafft es nicht nur Düfte kreieren, sondern die Bestandsteile so zu mischen, dass es den Anwenderinnen damit viel besser geht.Zufällig wird Zar Peter I. auf sie aufmerksam und dadurch macht sie die Bekanntschaft mit Katharina, Zarin von Russland.Von den zwei Herrschern wird ein sehr deutliches, glaubhaftes Bild gegeben. Peter I: groß, laut, launisch, jähzornig, wittert überall Verrat und hasst den Thronfolger.Katharina: ruhig, gelassener, vorsichtig, bedacht, gefühlvoller und als Einzige im Stande den Zaren zu besänftigen.Die Zwei ergänzen sich und sind auf den jeweils anderen angewiesen.Alexej, der älteste Sohn des Zaren, ist seinem Vater sehr ähnlich und doch fürchtet er ihn - nicht ohne Grund. Was allerdings auf Gegenseitigkeit beruht.Henk ist wie ein Russe aufgewachsen, spricht ihre Sprache, lebt wie einer, wurde so erzogen, ist Vertrauter des Zaren und doch hat er jede Menge Feinde. Und Probleme.Henk ist verschlossene, diszipliniert, gebildet, offener Veränderungen gegenüber und liebt es Josefine auf die Palme zu bringen.Außer der beginnenden Zuneigung zwischen den Beiden gibt es zwei weitere Sachen die sie verbindet: Petre - ein kleiner, aufgeweckter Waisenjunge den die zwei adoptieren - und die Arbeit zur Errichtung/Vollendung der zarischen Wunderkammer.Dazu kommen noch andere Charakter in dem Buch: der Gnom Caspar, Alexander Menschikow der Politiker dem Zar Peter vertraut. Varvara - eine Mätresse des Politikers - die ein Auge auf Henk geworfen hat und Humbertus der mit in der Wunderkammer arbeitet. Und und und...Ich merke auf jeder Seite wie viel Arbeit in den einzelnen Personen steckt. Die Beschreibungen sind sehr genau und detailliert. Bis auf wenige Stellen lies sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Die Geschichte wurde vor meinen Augen lebendig und ich möchte wirklich nicht zu der Zeit in Russland gelebt haben. Die Angst vor dem Zaren und der Hass auf die ganzen Ausländer wäre mir zu viel. Und doch ist die Geschichte dadurch noch mal brandaktuell. Für mein Bücherregal ist das Buch eine Bereicherung. Ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden der Geschichte mag!

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  • Starke Frau mit starker Geschichte!

    Die Dufthändlerin

    denise7xy

    10. October 2016 um 16:13

    >> "Die Seele gehört Gott, der Kopf dem Zaren und der Rücken dem Herrn." << S. 408Erster SatzDer Ort lag in dichtem Nebel.MeinungJosefine, die Tochter eines Apothekers aus Leer, wächst bei ihrem Vater und dessen Bruder wohlgehütet auf. Desto älter das Mädchen wird umso mehr greift sie ihrem Vater im Geschäft unter die Arme und bietet nebenbei ihre eigenen Waren zum Verkauf an. Die junge Frau stellt verschiedenste Düfte her, die den Menschen in vielen Lebenslagen helfen. Sei es die Trauer um einen geliebten Menschen oder die Betörung eines Geliebten, es gibt keine Situation für die sie die richtigen Aromen kreiert. Sie liebt ihre Arbeit, ihr Zuhause und die Menschen um sie herum und könnte sich nicht vorstellen woanders zu leben. Doch dann erhält sie eine Einladung vom Zar, der sie zu sich an den Hof in St. Petersburg einlädt.Das Cover ist schlicht und einfach. Man sieht eine junge Frau, im Hintergrund einen Hafen. Das gesamte Buch wirkt vom Aussehen sehr harmonisch und leicht, durch die Pastelltöne.Der Schreibstil ist sehr schön, flüssig und leicht zu lesen. Er ist sehr detailliert, die Umgebungen und Szenerien werden reichlich beschrieben und ausstaffiert, weswegen man sich sehr schnell in die Geschichte und in die damalige Zeit zurück versetzen kann. Ebenso wird auch die Vergangenheit der einzelnen Charaktere ausführlich beschrieben.Abwechselnd folgt der Geschichtenstrang zwei Personen. Die erste die wir kennenlernen ist Josefine. Sie ist eine starke, selbstbewusste junge Frau, obwohl das zu der Zeit nicht üblich und besonders nicht ungefährlich und einfach war. Sie lässt sich nicht den Mund verbieten und weiß meist immer zu kontern, sollte einer ihr dumm kommen. Auch zögert sie nicht, in brenzlichen Situationen einzuschreiten. Die zweite Person, aus dessen Sicht wir der Geschichte folgen, ist Henk de Jonge. Ein Anhänger des russischen Zaren Peter dem Großen. In jungen Jahren folgten seine Eltern den Aufruf des Zaren, nach Russland zu kommen, dort zu leben und zu arbeiten. Als seine Eltern starben kümmerte sich der Zar um ihn, als wäre er sein Bruder. Von den meisten Russen verachtet dient er dem Zaren und begleitet ihn auf seinen Streifzug durch Europa. Er und Josefine geraten immer wieder aneinander, finden jedoch auch viele Gemeinsamkeiten, die sie näher bringen.Auch der Rest der Charaktere sind liebreizend, authentisch und auf Anhieb sympathisch.Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, zwischen diesen Teilen vergeht immer eine gewisse Zeit. Die Zeitsprünge stören dem Verlauf der Geschichte jedoch überhaupt nicht und lassen meist nur einige Wochen, der eintönigen Arbeit und des Warten aus. Zum Ende hin wurde es allerdings etwas zu schnelllebig. Der letzte Abschnitt weist sehr viele Lücken auf, die ich persönlich doch gerne ausführlicher beschrieben gesehen hätte. Es wirkte leider so, als wollte die Autorin nur noch schnell zu Ende kommen, was wirklich sehr schade ist.FazitIm Ganzen betrachtet ist die Dufthändlerin ein wirklich schöner und ausführlicher historischer Roman, dem ich eigentlich nichts Negatives abgewinnen konnte. Nur das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Deswegen gibt es von mir 4/5 Sternen

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  • Die Dufthändlerin

    Die Dufthändlerin

    seschat

    18. September 2016 um 08:58

    INHALTLeer um 1700. Josefine ist ein besonderes Mädchen. Anders als ihre Altersgenossinnen interessiert sie sich brennend für das Apothekerhandwerk ihres Vaters Meinhard und hilft sogar in der Familienapotheke aus. Ihr Steckenpferd ist aber die Kunst des Duftmischens, wovon bald auch der russische Zarenhof Wind bekommt. Fortan soll Josefine für Zarin Katharina einen Duft kreieren, der sie von ihrer postnatalen Depression kuriert. Doch sollte man sich im Winterpalais vor Intrigen in Acht nehmen... MEINUNGJutta Oltmanns Historienroman ist mit seinen insgesamt 512 Seiten ein richtiges Mammutwerk bzw. ein richtiger Wälzer. Daher ist es umso wichtiger, den Plot spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Was Oltmanns leider nur partiell gelungen ist. Viel zu oft verliert sich die Autorin in langatmige, dahinplätschernde Beschreibungen/Szenen. Es hat mir deutlich an Pep gefehlt. Josefine als Dufthändlerin blieb zudem recht eindimensional, was u.a. mit den recht überschaubaren Passagen über ihr Talent bzw. Handwerk zu tun hatte. Hier hätte ich mir im Vergleich zu den pompösen Beschreibungen von Zar Peters Kuriositätenkabinett mehr Ausführlichkeit gewünscht. Darüber hinaus wurde auch an Emotionen gespart. Haupt- und Nebenfiguren blieben blass, ihnen fehlte es an Tiefe. Das konnte auch die Liebelei zwischen Josefine und Henk bzw. die Hofintrige am Ende nicht herausreißen. Am meisten konnten mich die Ausführungen zum Zarenreich und Zar Peter im Speziellen überzeugen. Hier beweist die Autorin eine fundierte Kenntnis der historischen Zusammenhänge und Biografie. Atmosphärisch fühlte ich mich wohl und perfekt in die Zeit hineinversetzt, nur auf Plot und Figuren hätte mehr Augenmerk gelegt werden müssen. Cover und Klappentext hatten etwas anderes versprochen. FAZITMehr Spannung und weniger Seiten hätten dem Buch gut getan. So kann ich für die solide Erzählung leider nur drei Sterne vergeben.

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  • Ich hatte mehr erwartet...

    Die Dufthändlerin

    SunshineSaar

    17. September 2016 um 15:48

    Ich bin bei historischen Romanen immer vorsichtig und ich muss sagen, dass mir das Buch „Die Dufthändlerin“ zwar recht gut gefallen hat, aber es gab leider auch ein paar langweiligere Passagen, die etwas mühsam zu Lesen waren. Das Buch spielt im Jahr 1700 in Leer. Dort wächst die junge Josefine in der Apotheke ihres Vaters zwischen Schmelztiegeln, Mörsern und wunderlichen Rezepturen auf und ist eine Meisterin in der Kunst des Duftmischens. Eines Tages erhält sie von Zar Peter dem Großen eine Einladung nach St. Petersburg. Josefine soll der schwermütigen Zarin mit einem magischen Duft zu neuem Lebensmut verhelfen. Doch am Zarenhof gerät sie in eine Intrige, die sie in höchste Gefahr bringt…Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es ist die ganze Zeit über ein recht schöner Lesefluss gegeben, so dass ich auch sehr schnell in die Geschichte hinein gefunden habe. Gut identifizieren konnte ich mich mit der Hauptfigur Josefine, die eine sehr starke Frau war – vor allem im Hinblick darauf, dass der Roman im 17. Jahrhundert spielt. So ist sie zwar sehr warmherzig und intelligent, aber sie stößt ihre Mitmenschen auch gerne mal vor den Kopf (was aber nicht unbedingt negativ ausgelegt werden sollte..)Jedoch habe ich etwas mehr von dem Roman erwartet – ich wollte etwas über das Duftmischen erfahren, aber leider ist dem nicht so gewesen. Das Duftmischen wird immer nur am Rande behandelt und richtig spannend wurde es leider erst gegen Ende, als endlich die lang erwartete Intrige am Zarenhof passierte, die jedoch auch sehr schnell abgehandelt wurde. In der Mitte plätschert die Geschichte somit leider etwas vor sich hin und es fiel mir schwer, überhaupt noch weiter zu lesen. Deshalb kann ich dem Buch nur drei Sterne geben, da ich nicht wirklich mitgerissen wurde.Fazit:Ein ruhiger, gut geschriebener Roman mit einer sympathischen Hauptfigur, der aber leider in der Mitte nur vor sich hinplätschert und kaum Spannung entfaltet. Ich hatte leider mehr erwartet.

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  • Leider etwas anderes erwartet

    Die Dufthändlerin

    Maerchenfee

    16. September 2016 um 17:10

    Gleich zu Beginn lernen wir Josefine kennen und erfahren, wie sie ihre Kunst des Duftmischens so perfektionieren konnte. Josefine ist eine liebenswürdige Person, die jedoch eine sehr spitze Zunge hat. Daher macht sie sich eher unbeliebt. Wenn sie auch den Leuten hilft, sind diese ihr nicht etwa dankbar, sondern schütteln eher den Kopf über sie, wie man als Frau nur so sein kann.Eines Tages begegnet ihr Henk, der sie um einen Duft für die Zarin bittet, um deren Schwermut zu vertreiben. Doch Josefine lehnt das Ansinnen ab, weil sie nur Düfte für Personen kreieren kann, die sie persönlich kennt. Daher reisen sie am nächsten Tag zur Zarin, die mit ihrem Mann unterwegs ist und Josefine schafft es, einen Duft zu zaubern, der der Zarin wieder zu neuem Lebensmut verhilft.Glücklich darüber, dass es seiner Frau wieder so gut geht, bittet der Zar Josefine mit nach St. Petersburg zu kommen und Düfte für die russischen Frauen zu kreieren und ihm beim Aufbau seines Kuriositätenhauses zu helfen.Bis hierher hat mir die Geschichte gut gefallen, dann jedoch wurde ich ziemlich enttäuscht. Anhand des Titels und des Klappentextes habe ich auf eine ganz andere Geschichte gehofft.Aber das Hauptthema sind nicht etwa die Entstehung der Düfte oder der Handel damit sondern der Aufbau des Kuriositätenhauses.Auch die Entstehung des Duftes für die Zarin erleben wir nicht mit, Josefine überlegt nur kurz, welche Kräuter sie dafür verwendet, dann kommt ein kurzer Zeitsprung von 14 Tagen, der Duft ist bereits kreiert und die Zarin ist schon wieder bei bester Laune.Das ging mir eindeutig zu schnell.Dafür wird die Reise nach St. Petersburg umso langatmiger beschrieben und auch sämtliche Kuriositäten und Mißgeburten werden genau ausgeführt, die der Zar für sein Kabinett sammelt.Auch hier wird nur kurz erwähnt, welchen Duft Josefine für welches Zimmer verwendet hat.Die Geschichte plätschert leider nur vor sich hin und ich habe immer auf die spannende Intrige gewartet, doch die kommt auch erst 50 Seiten vor Schluß und wird wiederum total schnell abgehandelt.3 Sterne kann ich dennoch vergeben, einen gibt es für den tollen Anfang der Geschichte. Den zweiten für Henk, meinen Lieblingsprotagonisten, der wirklich alles richtig gemacht hat und den dritten Stern bekommt das hübsche Cover.Leider kann ich die Geschichte nur bedingt weiterempfehlen. Für jemanden, der aber gefallen an Kuriositäten findet, der ist mit diesem Buch bestens bedient.

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  • Mit dem Pferdetross

    Windstochter

    Saphir610

    03. March 2014 um 22:27

    1698. Die junge Frau Franke lebt im ostfriesischen Weener bei ihrem Onkel, sie führt ihm den Haus-halt, übernimmt größtenteils seine Arbeit bei einem benachbarten Friesengestüt und wird von ihm trotzdem nur geduldet. Die Pferde, die Arbeit mit ihnen ist ihre große Leidenschaft, und die Freundschaft zum Tierheiler Jakob gibt ihr Halt. Doch dann verschlechtert sich ihre Lage, und dazu erfährt sie etwas über ihre Herkunft und sie schließt sich einem Tross an, der Friesenhengste nach Italien bringt. Eine recht typische Geschichte um eine starke, nicht unbedingt für ihre Zeit typische, Frau, die auch ihre Liebe findet. Für mich ein Highlight ist, dass es dabei auch um Pferde und die damalige Reitkunst geht. Auch die Art und Weise, wie die verschiedenen Länder und Gestüte miteinander die Tiere austauschten fand ich sehr interessant. Und wie viel von der Reitkunst auch heute noch zu finden ist. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Geschichte war gut zu lesen. Doch irgendwie war vieles vorher-sehbar. Ein gut durchdachte Geschichte, gute Unterhaltung, doch mir fehlte da noch etwas, was mich so richtig an das Buch fesselt.

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  • Eine Suche nach den Wurzeln und nach dem eigenen Glück auf Wangerooge

    Das Geheimnis der Inselrose

    LettersFromJuliet

    14. February 2014 um 14:26

    Meine Meinung Mir hatte “Tochter der Insel” von Jutta Oltmanns schon ganz gut gefallen und ich war sehr gespannt auf dieses Buch, wobei es mich vom Klappentext jetzt nicht sooo angesprochen hat. Bislang konnte mich Ostfriesland nicht reizen, aber die Landschaftsbeschreibungen haben wir sehr gut gefallen und jetzt würde ich mir furchtbar gerne mal Wangerooge anschauen. Die Inselbewohner kennen die Gefahr, die das Meer ausüben kann und dann halten sie zusammen. Sie helfen sich gegenseitig und sie geben nicht auf, auch wenn das Meer mal wieder Häuser zerstört hat. Ich finde das sehr bewundernswert. Auf der einen Seite der Zusammenhalt und auf der anderen Seite diese Stärke. Leider plätschert die Geschichte meistens so vor sich hin. Manchmal wird es etwas spannender, wenn Jeels etwas von seiner verstorbenen Mutter erfährt, aber ansonsten ist es ein sehr ruhiges Buch. Erst als es zu der großen Sturmflut kommt überschlagen sich die Ereignisse und man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war dann richtig klasse. Wir haben es mit unterschiedlichen Charakteren zu tun, wobei diese ganz klar entweder gut oder böse sind. Das war mir dann etwas zu sehr schwarz-weiß gemalt, denn jeder noch so böse Mensch hat auch seine guten Seiten. An die Namen musste ich mich am Anfang etwas gewöhnen, da sich mir so nicht geläufig sind und wenn ich ehrlich bin, sie mir auch nach dem Buch nicht besonders gefallen. Sie wirken alle recht hart und kalt auf mich Die Autorin schildert wunderbar das Leben der Klassengesellschaft. Zum einen gibt es den Kurbetrieb, wo die reiche Hofrätin schaltet und waltet, damit es ihren gut betuchten Gästen an nichts fehlt. Zum anderen gibt es die Inselbewohner, die leider auf die Hofrätin angewiesen sind, wenn sie überleben wollen. Diese Unterdrückung hat mich sehr schockiert, denn ich wusste gar nicht, dass es so etwas auf den Inseln gab. Natürlich gibt es verschiedene Beispiele dafür wie die Reichen die Armen unterdrücken und sie von sich abhängig machen wollen, aber ich war mir nicht bewusst, dass es so etwas auch in den Kurbetrieben gab. Sollte nämlich das große Kurhaus voll belegt sein, dann hat die Hofrätin den Inselbewohnern Gäste zugewiesen. Dass die Inselbewohner sich dann in ihrem eigenen Haus einschränken müssen, ist den hohen Herrschaften natürlich absolut egal. Und sollte es sich ein Inselbewohner mit der Hofrätin (übrigens ist das eine ganz unsympathische Person) verscherzen, dann bekommen sie keine Gäste mehr zugeteilt, was zu Geldproblemen führt. Unsere Protagonistin Wemke hat vor kurzem ihre Eltern verloren und muss sich nun um ihre kleine Schwester kümmern. Sie kann nicht in Jever bleiben und da kommt ihr die Zeitungsanzeige genau richtig. Sie gibt ihr Leben auf, nur um ihrer Schwester eine Zukunft bieten zu können. Sie lässt sich in etwas hereinziehen und ihr fehlt der Mut dagegen vorzugehen. Natürlich hatten es alleinstehende Frauen damals nicht leicht, trotzdem wirkt sie auf mich wie ein kleines schüchternes Reh. Letztendlich steht diese Entscheidung und auch sie selbst sich und ihrem Glück mit Jeels im Weg. Genau da habe ich dann mitgefiebert, ich wollte dass sie ihr Glück finden kann, was vor allem durch die Hofrätin gar nicht so einfach ist. Diese Frau muss überall mitmischen, ihre Meinung sagen und über alles bestimmen. Nach dem Tod seines Ziehvaters erfährt Jeels, dass er von der Insel Wangerooge kommt und möchte mehr über seine richtige Familie erfahren. Dabei stößt er auf das ein oder andere Familiengeheimnis und deckt längst vergessen Verbrechen auf. Diese Suche nach Informationen hat den größten Teil der Spannung in diesem Buch ausgemacht. Insgesamt war es ein nettes Buch, was ich jetzt nicht nochmal lesen müsste, aber ich werde mir ganz bestimmt noch die anderen Bücher von Jutta Oltmanns anschauen, da ihr Schreibstil mich überzeugt hat. Fazit Eine Suche nach den Wurzeln und nach dem eigenen Glück auf Wangerooge. Dabei dürfen wir Wemke und Jeels begleiten, wobei die beiden noch nicht wissen, dass sie mitten in eine Sturmflut gehen. Ein eher ruhiges Buch mit netten Charakteren, der ein oder anderen Überraschung und vielen Informationen über das Leben der Inselbewohner.

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  • Ruhige Auswandersaga, die bestimmt noch mehr Potenzial gehabt hätte

    Tochter der Insel

    LettersFromJuliet

    27. January 2014 um 12:17

    Meine Meinung Bei dieser Auswandersaga war ich wirklich skeptisch, ob sie mir gefallen wird. Bislang konnte mich dieses Thema nicht so reizen, aber jetzt möchte ich unbedingt noch andere Bücher in dieser Richtung lesen. Die beiden Zwillinge sehen sich zwar äußerlich zum Verwechseln ähnlich, aber von der Art her sind sie recht verschieden. Lea ist eher die Ruhige, während Rebekka aufbrausend sein kann. Lea bleibt am Anfang unscheinbar und ich hätte nicht gedacht, dass sie den Mut aufbringt nach Amerika zu reisen. Für Frauen war es zur damaligen Zeit ziemlich schwierig, vor allem auf eigenen Beinen zu stehen und erst recht auszuwandern. Kein Wunder also, dass sie Lea einer Notlüge bedient, die ihr das Leben aber auch schwierig machen kann. Ich konnte Immo nicht viel abgewinnen und war froh, dass Lea in Amerika jemand trifft, der viel besser zu ihr passt. Dort wartet ein ganz anderes Leben auf sie, doch die Vergangenheit lässt sie nicht los. Das Ende des Buches konnte ich absolut nicht nachvollziehen und ich hätte mir etwas anderes erhofft. Es passt auch nicht wirklich zum Rest der Geschichte, was sehr schade war. Durch den gelungenen und recht einfach gehaltenen Schreibstil kommt man zügig durch das Buch, wobei mir die Spannung gefehlt. So war die Handlung recht gleichbleibend, aber ich hätte mir mehr Höhen und Tiefen gewünscht. Wer allerdings ruhigere Bücher mag, der wird wahrscheinlich begeistert sein. Fazit Ruhige Auswandersaga, die bestimmt noch mehr Potenzial gehabt hätte. Gelungener Schreibstil, ganz nette Charaktere, aber mit einem abstrusen Ende.

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  • Wie der Duft einer Rose

    Das Geheimnis der Inselrose

    Calantha

    25. March 2013 um 14:11

    Das Buch spielt um das Jahr 1850, an der Nordsee, als der Tourismus in dieser Region begann. Es ist hauptsächlich ein historischer Liebesroman.  Das Lesen des Buches ist wie der Duft einer Rose und somit ganz genau wie das wundervoll gelungene Cover. Das Leseerlebnis ist seicht und sanft. Man kann sich der malerischen Landschaft hingeben und träumen. Danach verfliegt der Duft jedoch auch schnell wieder. Es ist ein schönes Buch. Schön. Leider aber auch nicht mehr, was nicht unbedingt schlecht ist. Das Buch ist zb. hervorragend als Urlaubslektüre geeignet und kann auch mal ohne große Konzentration nebenbei gelesen werden. Was fehlt ist ein bisschen das Besondere. Alles wirkt ein bisschen zu malerisch. Die Charaktere sind eher stereotypisch und der Sprachstil ist sehr einfach gehalten. Wahrscheinlich hat die Autorin versucht die Epoche der Romantik unterschwellig einzubringen, daraus ist dann leider eher etwas geworden, was man schon fast als oberflächlich bezeichnen kann. Gerade wenn man tatsächlich Werke liest, die in dieser Epoche geschrieben wurden, fällt Einem ein sehr großer Unterschied auf. Ganz abgesehen davon, dass bereits zu dieser Zeit die Epoche am Ausklingen war. 

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