Dorothy L. Sayers

 4,2 Sterne bei 433 Bewertungen
Autorin von Ein Toter zu wenig, Aufruhr in Oxford und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dorothy L. Sayers

Dorothy L. Sayers, 1893 - 1957, legte als eine der ersten Frauen an der Universität ihres Geburtsortes Oxford ihr Examen ab. Mit ihren mehr als zwanzig Detektivromanen schrieb sie Literaturgeschichte, und sie gehört neben Agatha Christie und P.D. James zur Trias der großen englischen «Ladies of Crime». Schon in ihrem 1923 erschienenen Erstling «Ein Toter zu wenig» führte sie die Figur des eleganten, finanziell unabhängigen Lord Peter Wimsey ein, der aus moralischen Motiven Verbrechen aufklärt. Dieser äußerst scharfsinnige Amateurdetektiv avancierte zu einem der populärsten Krimihelden des Jahrhunderts.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Keines natürlichen Todes (ISBN: 9783805200783)

Keines natürlichen Todes

 (1)
Neu erschienen am 23.03.2021 als Hardcover bei ROWOHLT Wunderlich.

Alle Bücher von Dorothy L. Sayers

Cover des Buches Aufruhr in Oxford (ISBN: 9783644218819)

Aufruhr in Oxford

 (30)
Erschienen am 22.07.2016
Cover des Buches Ein Toter zu wenig (ISBN: 9783644222014)

Ein Toter zu wenig

 (31)
Erschienen am 22.01.2016
Cover des Buches Mord braucht Reklame (ISBN: 9783644219113)

Mord braucht Reklame

 (25)
Erschienen am 22.04.2016
Cover des Buches Hochzeit kommt vor dem Fall (ISBN: 9783644219014)

Hochzeit kommt vor dem Fall

 (23)
Erschienen am 22.07.2016
Cover des Buches Der Glocken Schlag (ISBN: 9783644221819)

Der Glocken Schlag

 (21)
Erschienen am 01.12.2015
Cover des Buches Starkes Gift (ISBN: 9783644223219)

Starkes Gift

 (23)
Erschienen am 22.04.2016
Cover des Buches Der Mann mit den Kupferfingern (ISBN: 9783644221918)

Der Mann mit den Kupferfingern

 (19)
Erschienen am 22.01.2016
Cover des Buches Diskrete Zeugen (ISBN: 9783644555914)

Diskrete Zeugen

 (18)
Erschienen am 22.01.2016

Neue Rezensionen zu Dorothy L. Sayers

Cover des Buches Diskrete Zeugen (ISBN: 9783805200639)OvidsMetamorphosens avatar

Rezension zu "Diskrete Zeugen" von Dorothy L. Sayers

Geht im Sumpf ein Mörder um? - Lord Peter dreht alle Steine herum.
OvidsMetamorphosenvor einem Monat

Captain Cathcart ist tot. Seine Leiche wird um drei Uhr nachts gefunden, nahe der Wintergartentür zum Jagdhaus in Riddlesdale. Residierende im Haus sind: der Lord von Denver, dessen Schwester Lady Mary, Oberst Marchbanks und Frau, die Pettigrew-Robertsons, Bedienstete. Bezichtigt wird der Herzog, den Mord an seinem Gast begangen zu haben. Was bleibt Lord Peter Wimsey, Amateurdetektiv, da anderes übrig, als schleunigst von Paris einzufliegen und seinen Bruder von der Anklage zu befreien? Gemeinsam mit seinem alten Freund von Scotland Yard, dem Polizisten Parker, und mit der Unterstützung seines treuen Dieners Mr. Bunter macht er sich daran, den Spuren des Verbrechens auf den Grund zu gehen und ergründet dabei so manches, was in den sumpfigen Gegenden Yorkshires vor sich geht.

Im Grunde genommen war ,,Diskrete Zeugen“ ein solider Krimi, der allerdings in einigen Punkten von übrigen Büchern der Autorin abfällt (ich lese diese Reihe quer durcheinander, weshalb dieses hier nicht erst das zweite Buch daraus für mich ist). Wie eingangs schon erwähnt, beschreibt die Geschichte für mich keinen gut ausgebauten Spannungsbogen, sondern schreitet mäßig dahin, mit gelegentlichen Ausfällen, die sich sogleich wieder auflösen. Außerdem gab es kaum sich mit Fortgang des Buches häufende Indizien, die den Fall immer undurchsichtiger und verworrener werden lassen, derer der Ermittelnde (und der Leser, der ja auch Teilermittelnder ist) allerdings bedarf, um der Lösung des Rätsels auf die Schliche zu kommen. Um jetzt hoffentlich nicht zu kryptisch zu werden, aber dennoch keine Spoiler vorweg zu geben: Genauer genommen gab es nur einen wirklichen Hinweis, den Lord Peter zur Auflösung benötigte, und selbst diesen konnte er nicht als solchen nehmen, sondern es war wirklich nur ein Hinweis, der Wimsey zu einem recht einfach gehaltenen Mittel zur Auflösung führte. Nun fand ich das etwas schade, mag ich es doch, wie der Detektiv am Ende seine Schlussfolgerungen darlegt, auf welche Weise sie ihm nach und nach die Erleuchtung brachten, und all die kleinen versteckten Indizien und Einzelheiten ans Tageslicht und - vor allem - in Zusammenhang bringt, die vorher den nun Erhellten wie dem Leser doch größtenteils Kopfschmerzen bereitet haben. Demnach fiel der ,,große Shutdown“, der gewöhnlich gegen Schluss eines Krimis auf einen wartet, eher gering aus.

Gemessen an anderen Büchern von Dorothy L. Sayers möchte ich diesem also nur drei Sterne vergeben; nichtsdestotrotz hatte es auch seine guten Seiten (die ich jetzt hier nicht aufzählen möchte, da die Rezension bereits Ausmaße annimmt) und ist (für Interessenten englischer Kriminalromanliteratur und Begeisterte Dorothy L. Sayers' sehr) lesenswert. 



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Cover des Buches Keines natürlichen Todes (ISBN: 9783805200783)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Keines natürlichen Todes" von Dorothy L. Sayers

Ein Höhepunkt der englischen Kriminalliteratur
aus-erlesenvor 2 Monaten

Da sitzt man gerade gemütlich mit einem Freund beim Frühstück und erfreut sich des Lebens bei erlesenen Speisen und ergötzt sich an dem erfrischenden Gespräch, da drängelt sich der Gast vom Nachbartisch dazwischen und berichtet – nachdem man ihm zu erkennen gegeben hat, dass man seiner durchaus nicht überdrüssig sei – von einem wahrhaft seltsamen Tod. Der Eine, der das Frühstück genießt, ist Lord Peter Wimsey, seines Zeichens adeliger Philanthrop, der aus reinem Spaß an der Freude (bereits zum dritten Mal!) Kriminalfälle löst. Ihm gegenüber sitzt sein Freund Charles. Der Drängler ist ein Arzt, der auf dem Land zwar nicht seiner Passion, der Krebsforschung frönen kann, jedoch als Arzt ein ansehnliches Auskommen hat und tatsächlich einmal einen exquisiten Fall von Krebs zu behandeln hatte. Denn die alte Dame, deren Krebs er diagnostiziert hatte, klagte bald schon über das Pflegepersonal. Über Schmerzen sowieso. Die Schwester wurde ausgetauscht und siehe da, das alte Mädchen erlebte eine Art zweiten, dritten Frühling. Doch der währte nur kurz. Gerade eben noch ein dem Tod von der Schippe gesprungener Hoffnungsschimmer, drei Tage später ein lebloser Körper. Was war passiert?

Lord Wimsey nimmt den redseligen Arzt und seine Geschichte mit, lässt sie sich in aller Ausführlichkeit erzählen. Natürlich ist seine Neugier geweckt. Natürlich will er herausfinden, was mit der verstorbenen Miss Dawson passiert ist. Und natürlich weiß er auch wie er den Fall angehen wird. Miss Alexandra Katherine Climpson ist seine Geheimwaffe. Auch so ein altes Mädchen, das – wie Wimsey nicht ohne ein gewisses Lächeln auf den Lippen – die Verschwendung der Zeit symbolisiert. Damen wie Miss Climpson können Fragen stellen, die sonst keiner sich traut zu stellen. Und sie ist zäh, unnachgiebig, und bei der Recherche ein Ass. Dass ihr Mundwerk dabei nicht immer stillsteht, kann auch nicht gerade zum Nachteil sein. Sie soll erstmal die Sterbeurkunde von Miss Dawson finden. 

Und sie findet das Dokument. Und sie findet noch vieles mehr heraus. Zum Beispiel das rothaarige Frauenzimmer, das als Schwester der armen Miss Climpson so sehr Angst einjagte. Allein schon der Brief, den Miss Dawson an Lord Peter schreibt, ist es wert in diesen Roman immer wieder zurückzublättern und sich an der ergreifenden Sprache zu ergötzen. Ihre ausschweifenden Gedanken sind jedoch ein Füllhorn an Informationen für den Adeligen, der von sich behauptet den Detektiv nur zu spielen. Auch wenn er selbst in Gefahr gerät … Und eine weitere Leiche auftaucht …

Dorothy L. Sayers spielt nicht mit dem Leser, sie erfindet den Krimi neu! Wimsey ist eloquent, belesen, beherrscht, unnachgiebig. Und so sollte man den dritten Fall von Lord Peter Wimsey nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dass etwas passieren wird, kündig sich lange vorher schon an. Doch was passieren wird, kann nun wirklich keiner ernsthaft vorhersagen.  


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Cover des Buches Aufruhr in Oxford (ISBN: 9783644218819)KateRapps avatar

Rezension zu "Aufruhr in Oxford" von Dorothy L. Sayers

DER feministische Collegekrimi!
KateRappvor 2 Monaten

Dorothy L. Sayers ist bekannt für ihren Detektiv Lord Peter Wimsey. Aber eines Tages hatte sie wohl genug von reiner männlicher Perspektive und ließ ihn auf Harriet Vane treffen. Sie ist eine Kriminalschriftstellerin und wurde in einem seiner Fälle des Giftmordes beschuldigt.

Nunja, er fand heraus, dass sie niemanden getötet hatte und verliebte sich in sie und dies ist der erste Fall, den sie eigenständig löst. Ganz allein ohne seine männliche Unterstützung, denn sie ist zu Besuch in ihrem alten College, als die Drohungen beginnen.

Es sind Briefe, es ist eine gehängte Puppe im Talar und Harriet verfolgt verschiedene Spuren, geht den Freundschaften und Feindschaften, den Animositäten und ehrgeizigen Vorhaben der Beteiligten nach, nicht ohne  ironischen Unterton und intelligenten Witz.

Glücklicherweise darf Harriet Vane noch in weiteren Fällen ermitteln, Es ist wie immer ein sehr atmosphärisches Rätselvergnügen! 

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Zusätzliche Informationen

Dorothy L. Sayers wurde am 18. Juni 1893 in Oxford (Großbritannien) geboren.

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