Dorothy L. Sayers Der Tote in der Badewanne

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Inhaltsangabe zu „Der Tote in der Badewanne“ von Dorothy L. Sayers

Schon unangenehm, wenn man morgens in der eigenen Badewanne einen Mann findet, der sehr tot und – bis auf einen Kneifer – sehr unbekleidet ist. Noch unangenehmer, wenn man, wie Mr. Thipps, so unter Mordverdacht gerät. Aber der Fall weckt das Interesse von Lord Peter Wimsey. Mit unnachahmlicher Kombinatorik entdeckt der aristokratische Meisterdetektiv die Spur eines raffinierten Mordes.

~ Classic Crime ~

— JuliB
JuliB

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Was wir getan haben

Leider langweilig und langatmig. Habe, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, mehr erwartet.

Buchwurm05

Todesreigen

waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

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  • Fast hundert Jahre alt und immer noch sehr unterhaltsam

    Der Tote in der Badewanne
    PMelittaM

    PMelittaM

    Lord Peter Wimsey hat ein großes Steckenpferd: Er löst gerne Kriminalfälle. Als bei Mr. Thipps ein unbekannter Toter in der Badewanne gefunden wird, ist er sofort dabei, zusammen mit seinem Butler Bunter und seinem Freund Charles Parker von Scotland Yard macht er sich auf, das Rätsel zu lösen. Eigentlich hat Charles Parker einen eigenen Fall, den des verschwundenen Reuben Levy, so dass letztlich zwei Fälle aufzuklären sind.Gelesen habe ich die rororo-Ausgabe, betitelt als „jetzt ungekürzt und in neuer Übersetzung“, die zu Beginn eine „Biographische Notiz“ enthält, durch die man einige Hintergrundinformationen zu Wimsey erfährt, über seine Kindheit und Jugend, seine Familie und wie er und Bunter zusammen kamen. Man erhält dadurch schon einen tieferen Blick auf ihn. Die biographischen Notizen sind nicht in allen Ausgaben enthalten.Erzählt wird nicht nur aus Wimseys Perspektive, sondern auch aus der Parkers. So ist man bei allen wichtigen Ermittlungen hautnah dabei und kann gut miträtseln. Dorothy Sayers erzählt zudem mit viel feinem Humor, zum Teil very british. Die Autorin wählt sehr oft Dialoge (oder auch Briefe), um das Geschehen fortzuführen, mir gefällt das gut. Auch ihre Charaktere sind very british, alle leicht skurril angelegt. Die Auflösung ist gelungen, allerdings für meinen Geschmack etwas zu ausführlich gestaltet.Wimsey ist vermögend, so dass er sich sein Hobby einiges kosten lässt, er hat sich eine besondere Ausstattung zugelegt, z. B. ist sein Monokel ein Vergrößerungsglas und sein Stock birgt auch einige Finessen. Bunter unterstützt ihn sehr und scheint sein Hobby zu teilen. So ist dies auch nicht der letzte Fall, der in Buchform erschienen ist, es gibt eine Reihe weiterer Lord-Peter-Wimsey-Romane, die ab 1923 im Original erschienen sind, wobei dieser der erste ist. Ich habe bereits vor vielen Jahren alle gelesen und kann sie sämtlich empfehlen.Diesen habe ich nun erneut gelesen und er hat mich immer noch vorzüglich unterhalten. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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    • 5
    parden

    parden

    30. March 2016 um 11:12
  • Ein Fall für Lord Peter

    Der Tote in der Badewanne
    JuliB

    JuliB

    Ort des Verbrechens: Battersea, England, Zwanziger Jahre Als Mr. Thipps am Morgen in sein Badezimmer geht, macht er eine gar schaurige Entdeckung. Da liegt ein Toter in seiner Badewanne. Bis auf einen Zwicker gänzlich unbekleidet. - Äußerst unangenehm.  Zudem der arme Mann nun eines gar schaurigen Verbrechens beschuldigt wird: Mord! Lord Peter Wimsey und sein Diener Bunter ermitteln und kommen nach erstklassiger Durchsicht sämtlicher Beweise und einiger glücklicher Fügungen auf des gräulichen Rätsels Lösung...                                               <><><> Ein herausragendes Stück der klassischen Kriminalliteratur Englands von 1923. Dorothy L. Sayers Romane über den forsch agierenden Lord und seinen Helfershelfern stehen denen von Agatha Christie und Sir Arthur Conan Doyle sicher in nichts nach und erlangten auch außerhalb Englands einige Berühmtheit.  Mir hat das Stück "Der Tote in der Badewanne" gut gefallen, obwohl ich zugeben muss,  dass ich mich erst ein wenig einlesen musste, weil der Roman nicht in den modernen Sprachgebrauch übersetzt wurde, sondern sich auch im Deutschen an das altertümliche Original hält.  

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    • 3
    Miamou

    Miamou

    12. November 2015 um 14:20
  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • Mord ist (s)ein Hobby

    Der Tote in der Badewanne
    Stefan83

    Stefan83

    18. November 2011 um 08:04

    Sie ist eine der „British Crime Ladies“ und gehört zu den bekanntesten Schriftstellerinnen des „Golden Age“, dem Goldenen Zeitalter des klassischen Kriminalromans: Dorothy Leigh Sayers. Obwohl mittlerweile etwas angestaubt, erfreuen sich ihre Bücher mit dem Amateurdetektiv Lord Peter Wimsey bis heute großer Beliebtheit. Neben Agatha Christie ist es sie, die nicht nur der Gattung des Whodunits, sondern auch dem „Detection Club“, ihren Stempel aufgedrückt hat. Letzterer wurde im Jahre 1928 aus der Taufe gehoben, mit Sayers als eins der Gründungsmitglieder, welche wie alle anderen, einen Eid auf die „Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman“ schwor. Fairness bezog sich in diesem Fall auf den Leser, dem alle Hinweise zur Hand gegeben werden sollten, um das jeweilige im Buch beschriebene Verbrechen selbst lösen zu können. Im Gegensatz zu manch anderem Mitglied, so z.B. Gilbert Keith Chesterton oder Agatha Christie, sollte Sayers, die dem Club von 1949 bis 1957 als Präsidentin leitete, diese Regeln in ihrer schriftstellerischen Karriere nie brechen. Auch ihr Erstling, „Der Tote in der Badewanne“, stellt hier keine Ausnahme dar. Der Inhalt dieses Buches sei zum besseren Verständnis an dieser Stelle kurz angerissen: Mr. Thipps staunt nicht schlecht, als er am Morgen sein Badezimmer betritt und in der Badewanne den Körper eines toten Mannes vorfindet. Von einem kleinen Zwicker auf der Nase abgesehen, genauso wie Gott ihn geschaffen hat – also komplett nackt. Wie ist er dorthin gekommen? Die Badezimmertür war verschlossen, das Dachfenster nur über die darunter liegenden Dächer der Nachbarhäuser erreichbar. Händeringend und in Panik, alarmiert er die Polizei, bei der er sich mit nervösem Gestammel und widersprüchlichen Aussagen gleich selbst zum Hauptverdächtigen macht. Inspector Sugg, dem ermittelnden Beamten von Scotland-Yard, ist das nur allzu recht, ähnelt die nackte Leiche doch in vielerlei Dingen dem bekannten und verschwundenen jüdischen Börsenmakler Reuben Levy. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und eine weitere Stufe auf der Karriereleiter erklimmen? Er hat allerdings nicht mit der Herzoginwitwe von Denver gerechnet, welche, als alte Freundin von Mr. Thipps, ihren zweiten Sohn, Lord Peter Wimsey, von dem Fall in Kenntnis setzt. Dieser freut sich über die erfrischende Abwechslung einer Morduntersuchung und macht sich gemeinsam mit Detective Inspector Parker daran, Thipps zu entlasten und den wahren Täter zu stellen. Doch im Zuge der Ermittlungen wird Lord Peters Enthusiasmus arg ins Wanken gebracht, als er erkennt, welche Auswirkungen es haben kann, der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen... Eine Leiche zu viel und ein Lebendiger zu wenig. Das fasst im Groben und Ganzen das zu lösende Problem zusammen, vor dem Lord Peter Wimsey, und damit auch der Leser, vor Beginn der Ermittlungen stehen. Dorothy L. Sayers' im Jahre 1923 erschienenes Debütwerk „Der Tote in der Badewanne“ (auf dt. auch unter dem Titel „Ein Toter zu wenig“ veröffentlicht) trägt nicht nur alle typischen Elemente des klassischen Whodunits in sich, sondern wartet auch mit einer Art von Detektiv auf, welcher in seiner Charakterisierung dem großen Sherlock Holmes in vielen Dingen nahe kommt. Auch Lord Peter Wimsey ist von sich und seinen Fähigkeiten mehr als überzeugt. Seine Betätigung als freischaffender Detektiv wird ihm durch Titel, Einfluss und Vermögen erheblich erleichtert, was wiederum erklärt, weshalb er den staatlichen Justizbeamten immer wieder dazwischenfunken kann. Zudem genießt er hohe Anerkennung in den Reihen des Scotland Yard, allen voran bei Charles Parker, mit dem er die Abneigung gegenüber Inspector Sugg teilt. Doch besonders beim ersten Auftritt werden gewisse Unterschiede in der Arbeitsauffassung zwischen Parker und Lord Peter deutlich. Für letzteren nämlich bedeutet die Mördersuche in erster Linie eine erfrischende Abwechslung vom tristen Alltag. Lässig, ja schon beinahe arrogant, begibt man sich an die Arbeit. Stets darauf bedacht die Form zu wahren und, typisch englisch, Fairness walten zu lassen. (...) „Bunter!“ „Bitte sehr, Mylord.“ „Ihre Durchlaucht erzählte mir, dass ein ehrbarer Architekt in Battersea einen Toten in seiner Badewanne entdeckt hat.“ „Wirklich, Mylord? Das ist sehr erfreulich.“ (…) Lord Peter Wimsey, Freund von klassischer Musik, Sammler seltener Bücher und redegewandter, charmanter Lebemann, ist Sayers unterschwellige Abrechnung mit dem britischen Adel, den sie mit ihrer Hauptfigur in gewisser Weise persifliert. Sicherlich in vielerlei Dingen überzeichnet, spiegelt dessen Charakterisierung aber auch die Lebenseinstellung der Goldenen Zwanziger Jahre wieder, in denen man sich trotz drohender Wirtschaftskrise, dem Spaß und Müßiggang hingab, was hier nicht zuletzt selbst der verklemmte Mr. Thipps erfahren muss. Unter der oberflächlichen Korrektheit aller lauert der Wunsch, aus den Zwängen der Gesellschaft auszubrechen und während Lord Peter Wimsey, dessen „Hobby“ von seinem eigenen Bruder abfällig betrachtet wird, die Detektivarbeit als Ventil gewählt hat, suchen andere stattdessen ihre Zuflucht im Verbrechen. Das diese Gefahr die Existenz von ganzen Familien bedrohen kann, erkennt der adlige Detektiv nur nach und nach. Seine Wandlung vom Dandy zum mitleidenden Menschen, ist das Bemerkenswerte dieses Buches und verleiht der Geschichte eine vorher nicht zu erwartende psychologische Tiefe. (…) „Für mich ist es ein Steckenpferd, verstehen Sie. Ich begann es zu reiten, als mir das Leben schal vorkam, weil es eine so spannende Beschäftigung ist, und diese Spannung genieße ich bis zu einem gewissen Grade. Wenn alles auf dem Papier stünde, würde ich sie ganz auskosten. Ich liebe den Anfang einer Aufgabe – wenn man noch keine Ahnung hat und alles nur aufregend und unterhaltend ist. Aber wenn es soweit ist, dass man einen lebendigen Menschen überführt hat und der arme Kerl nun gehängt oder eingesperrt werden soll, dann scheint es mir keine Entschuldigung für meine Einmischung zu geben, da ich davon meinen Lebensunterhalt nicht zu bestreiten brauche. Und ich habe das Gefühl, dass ich es nie mehr unterhaltend finden würde. … Aber das ist es dann doch wieder.“ (…) Geschickt beginnt Sayers oberflächlich, um nach und nach die Schichten der Figuren abzublättern und ihr Innerstes freizulegen. In Lord Peters Fall sind das dessen traumatische Erlebnisse aus dem ersten Weltkrieg, die immer noch ihren Nachhall im Alltag finden und denen er mit jeder möglichen Beschäftigung zu entfliehen versucht. Während Agatha Christie in ihren Geschichten das zu lösende Verbrechen in den Mittelpunkt gestellt hat, sind es hier die gesellschaftlichen Hintergründe und Motive, die im Vordergrund stehen. Was macht den Mensch zum Mörder? Welche sozialen Umstände führen dazu, dass jemand ein Verbrechen begeht? Sayers hat sich damit äußerst intensiv befasst, auch um dem Genre des Detektivromans eine literarische Bedeutung zu geben und von der reinen Unterhaltungslektüre weg zuführen. Dieser erfolgreiche Versuch des Realismus ist ihr großes Verdienst und vielleicht gleichzeitig der Grund, warum viele Leser ihre Werke als zu langatmig und trocken erachten. Tatsache aber bleibt: Die detaillierten und liebevollen Beschreibungen und Charakterisierungen sind es, welche Sayers Bücher von anderen abheben und besonders machen. Wo vorher zwischen Krimi und Gesellschaftsroman große Schluchten klafften, hat sie sehr beeindruckend eine Brücke geschlagen. Insgesamt ist „Der Tote in der Badewanne“ ein unterhaltsamer, vielschichtiger erster Auftritt einer Figur, welche sich im späteren Verlauf der Reihe ihren Platz in der großen Weltliteratur verdient hat. Allen Freunden des klassischen Kriminalromans sei dieser wortgewandte Whodunit, der am Ende erstaunend logisch alle Fäden zu einem verblüffenden Ganzen zusammenführt, ans Herz gelegt.

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  • Rezension zu "Der Tote in der Badewanne" von Dorothy L. Sayers

    Der Tote in der Badewanne
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    22. October 2010 um 11:27

    Mein erster Roman der britischen Autorin Dorothy L. Sayers, in dem Lord Peter Wimsey, in einer leicht arroganten Art und Weise, seine Fälle löst. London in den zwanziger Jahren, der spießige Mr. Thipps kommt morgens in sein Badezimmer und muss die grausame Entdeckung machen, ein Toter liegt in seiner Badewanne. Dazu kommt auch noch, das der Tote nicht standesgemäß gekleidet ist, er trägt nur einen Zwicker. Das geht nun mal gar nicht. Nichts deutet darauf hin, wie der Tote in seine Wohnung gelangt ist. Das Türschloss ist unversehrt und durch das Dachfenster seiner Altstadtwohnung, kann wohl kaum ein Mensch in sein Badezimmer gelangt sein - zumindest geht Mr. Thipps davon aus. Hat der Fremde noch gelebt und warum ist er jetzt tot - oder war er schon tot – wie ist er dann in seine Badewanne gekommen? Lord Peter Wimsey, macht sich an die Ermittlung, wobei er von seinem Diener Mervyn Bunter und von seinem Freund Inspektor Charles Parker mit aller Kraft unterstützt wird. Für mich hat dieser Roman in der Formulierung etwas antikes, einen leichten Hauch von Sherlock Holmes. Was interessant zu lesen ist.

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