Dorothy Leigh Sayers

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Acht Fälle für Lord Peter

Erscheint am 05.03.2019 als Hörbuch bei Audiobuch.

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Rezension zu "Diskrete Zeugen (MP3-CDs)" von Dorothy Leigh Sayers

Kompliziert und trocken
fredhelvor 2 Tagen

Eigentlich sind die Krimis von Dorothy L.Sayers für mich immer ein Highlight, doch bei diesem habe ich mich etwas schwer getan. Vielleicht liegt es daran, dass ein Hörbuch doch mehr Konzentration einfordert als das geschriebene Wort. Es hat auch etwas gedauert, bis mir die Vorleserstimme gefiel. Anfangs klingt es etwas zu monoton und sachlich, bis Christian Brückner dann endlich in Fahrt kommt. 
Lord Peter Wimseys ganzes Detektivgeschick ist hier gefordert, als der Verlobte seiner Schwester Mary erschossen wird. Hauptverdächtiger ist Peters Bruder Gerald, der verstockt schweigt und darauf vertraut, dass sein Adelstitel schon in Justitias Waagschale das richtige Gewicht legen wird. Doch auch seine Schwester Mary gesteht plötzlich die Tat.
Peter Wimsey kann natürlich in allerletzter Minute alles aufklären, keiner der Wimseys macht Bekanntschaft mit dem Henker und über so manchen Charakter wird Unangenehmes publik.
Der Fall ist durch und durch logisch und wird
in Sherlock-Holmes-Manier grundlegend aufgeklärt, doch leider köchelt der Spannungsbogen meistens nicht auf hohem Niveau. Mir haben andere Bücher der Autorin besser gefallen.

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Nach der ersten Box mit vier Fällen für Lord Peter Wimsey legt Audiobuch sofort nach mit weiteren vier Fällen. Obwohl es sich um eine fiktive Figur, erschaffen von Dorothy L. Sayers, handelt, hat man mitunter das Gefühl, dass die ein oder andere reale Persönlichkeit oder Begebenheit in die Erzählung eingeflossen ist. Entsprechend authentisch wirken die Darstellungen, so dass man sich ob des Wahrheitsgehalts manchmal überhaupt nicht mehr sicher ist.

Wieder darf man sich auf vier Fälle freuen, die von komplett unterschiedlicher Natur sind, aber dafür umso mehr das Interesse des Lords wecken, der weitere Male seinen detektivischen Spürsinn dazu nutzt, den Übeltätern auf die Spur zu kommen.


Das Bild im Spiegel
Mehr durch Zufall trifft Lord Peter auf Robert Duckworthy, der ihm seine Lebensgeschichte und die damit einhergehende Verwirrtheit offenbart. Scheinbar leidet er unter zeitweiligen Aussetzern, die Polizei scheint gar nach ihm zu fahnden, da er eine Frau ermordet haben soll. Duckworthy kann sich allerdings an nichts erinnern. Wimseys Interesse ist geweckt, er will die Wahrheit herausfinden, denn so einfach will er die Täterschaft Duckworthys nicht in Kauf nehmen.

Schon bald entwickelt der Hörer eine eigene Theorie, die der Lord Peters ähnlich ist. Doch hat man es lange Zeit ausschließlich mit Indizien zu tun, deren Überprüfung nicht ohne Weiteres möglich ist. Auch kennt man selbst Duckworthy ebenso wenig, so dass es nach wie vor möglich sein kann, dass er einfach nur ein begnadeter Schauspieler ist, seine Unschuld ist keineswegs in Stein gemeißelt. Entsprechend gebannt verfolgt man den Verlauf des Geschehens, der so manche Ungereimtheit entwirren kann, dafür aber ebenso weitere Fragen aufwirft. Es scheint, als hätten einige Personen in Duckworthys Umfeld etwas zu verbergen, und Lord Peter versucht sie zum Reden zu bringen...


Der Mann ohne Gesicht
Der Strand von East Felpham liegt zumeist einsam und verlassen da. Doch eines Tages findet man genau dort eine Leiche, erwürgt und das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Vom Täter fehlt jede Spur, es scheint sogar, als sei das Opfer überhaupt nicht in Begleitung am Strand gewesen. Wie aber konnte es dann zu diesem Vorfall kommen?

Eine Leiche ohne Gesicht, keinerlei Hinweise auf Täter und Motiv, da steht nicht nur die Polizei vor einem Rätsel. Es fängt schon damit an, dass die Identifizierung des Opfers alles andere als leicht fällt, jegliche Ansätze sind möglich, können aber ebenso gut und schnell in Sackgassen enden, die dazu führen, wieder von vorne beginnen zu müssen. Wimsey ermittelt ebenfalls, auf seine ganz eigene Art, ahnt aber ebenfalls nicht sogleich was er auf- und entdecken wird. Der Hörer könnte kaum ahnungsloser sein, verfolgt Ermittlungsergebnisse und spürt Hinweisen nach, die zumindest laut Bauchgefühl in die richtige Richtung gehen. Doch häufig kommt es anders als man denkt, so auch dieses Mal...


Der Zank um den Knochen
Nach dem Tod des Gutsbesitzers Burdock erscheint um Mitternacht die legendäre Todeskutsche. Das Fatale: Man hört kein einziges Geräusch, das von ihr ausgeht und Kutscher sowie Pferd haben keinen Kopf. Außerdem scheint das Testament des Verstorbenen verschollen, dessen Leiche kurze Zeit später ebenfalls verschwindet. Gibt es einen Zusammenhang zwischen seinem Tod und dem Auftauchen der Schreckensgestalt?

Erst ein nicht auffindbares Testament, dass plötzlich auf wundersame Weise doch entdeckt wird, dann allerdings verschwindet die Leiche, nicht zu vergessen die gesichtete Todeskutsche. Dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, spürt man sofort. Doch noch kann man nicht so recht eingrenzen wer genau seine Finger im Spiel hat und warum. Lord Peter geht es ähnlich, als er beginnt sich mit dem Fall auseinanderzusetzen. Doch scheint es, als sei er der Lösung schon viel näher als gedacht, sein Verhalten wirkt mitunter gezielt planlos, damit die weiteren Protagonisten keinen Verdacht schöpfen. Allerdings wird auch der Hörer somit im Dunkeln gelassen, denn man selbst hat zwar ebenfalls eine Ahnung, doch fehlt es an konkreten Beweisen.


In Ali Babas Höhle
Eine gut organisierte Diebesbande hat schon diverse Beutezüge hinter sich, ohne jemals belangt worden zu sein, als Lord Peter sich inkognito in die Höhle des Löwen begibt. Doch trotz akribischer und langwieriger Planung fliegt seine Tarnung auf. Er stellt eine Gefahr für den Verbund dar und muss beseitigt werden, doch Wimsey hat Vorkehrungen getroffen...

Der Hörer ahnt bereits zu Beginn, dass Lord Peter sich dieses Mal in eine Gefahr begeben hat, deren Ausmaß er möglicherweise nicht gänzlich korrekt eingeschätzt hat. Dass seine Tarnung auffliegen könnte wird er im Hinterkopf gehabt haben, doch alles was danach folgt war nicht vorhersehbar. So bleibt ihm nur zu Pokern und seinen Kopf zu benutzen, um heil aus der Sache herauszukommen. Der Hörer verfolgt diese Versuche gebannt, denn selbst kann man sich ebenfalls schwerlich vorstellen, dass es hier zu einem guten Ende kommt, auch wenn man natürlich hofft, dass es noch weitere Kniffe Wimseys gibt, die bisher nicht offenbart wurden.

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Dorothy L. Sayers hat mit Lord Peter Wimsey eine fiktive Figur mit hohem detektivischen Interesse erschaffen. Seine Herkunft und der damit einhergehende Wohlstand gestatten ihm mehr Freizeit als manch anderem, sodass er seinem Hobby im der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ohne weiteres frönen kann. Der Audiobuch-Verlag hat nun zwei Sammlungen mit je vier Hörspielen neu aufgelegt, in denen man Lord Peter und sein Umfeld kennenlernt, sofern man von ihm noch nichts gesehen, gelesen oder gehört hat.

Auf Grund der historischen Zeit und der Gesellschaftsschicht, in der die Fälle spielen, muss man sich zunächst möglicherweise ein wenig einfinden, doch schon bald fiebert man mit und versucht die Lösung schneller zu ermitteln als der Detektiv selbst. Vier Fälle unterschiedlichster Art und Bedeutung warten darauf gelöst zu werden.


Das Spukhaus im Merriman's End
Konstabler Burt zweifelt an seinem Verstand, als das Haus, aus dem er bei einem Streifengang Hilfeschreie vernommen hatte, plötzlich verschwunden ist. Er kann sich unmöglich geirrt haben, doch niemand will ihm glauben. Einzig Lord Peter ist gewillt dem geheimnisvollen Vorkommen auf den Grund zu gehen.

Selbst als Hörer, der das Haus überhaupt nicht sehen kann, bekommt man den Eindruck übermittelt verrückt zu werden. Die Schilderungen des Konstablers sind so real, dass man überhaupt keinen Zweifel daran hat, dass er wirklich das gesehen hat was er beschreibt. Umso überraschter ist man natürlich, als das Haus plötzlich nicht mehr aufzufinden ist. Wie kann das sein? Gemeinsam mit Lord Peter begibt man sich auf Spurensuche, an deren Ende eine eigentlich simple Lösung wartet, auf die man aber niemals von alleine gestoßen wäre.


Der Pfirsichdieb
Im Hause Wimsey wird das Thema Kindererziehung diskutiert als sich herausstellt, dass Wimsey jr. sich an Nachbars Pfirsichen bedient hat. Miss Quirk, die gerade bei Lord Peters Familie als Gast verweilt, verteidigt vehement einen antiautoritären Erziehungsstil, während der Lord selbst zum Rohrstock greift. Kaum scheint die Situation durchgestanden, gibt es einen neuerlichen Diebstahl im angrenzenden Garten...

Auch wenn Miss Quirk steif und fest behauptet den jungen Wimsey mit eigenen Augen gesehen zu haben, so glaubt man zu keiner Sekunde, dass auch der zweite Diebstahl auf sein Konto geht. Aber wer war es dann und wo liegt das Motiv? Das herauszufinden gestaltet sich alles andere als leicht, denn es gibt kaum verwertbare Spuren. Diejenigen, die Lord Peter vorfindet zeigen ihm zwar auf, dass sein Sohn die Wahrheit sagt, doch über den tatsächlichen Täter kann man zunächst nur spekulieren. Da müssen erst weitere Hinweise aufgezeigt werden, bis sich eine mögliche Lösung abzeichnet, die natürlich erst noch überprüft werden muss. Dieser Fall zeigt, neben der detektivischen Leistung gleichsam die humoristische Seite, die Lord Peter ebenfalls besitzt, wenn er sie auch nicht immer zur Schau stellt.


Die geheimnisvolle Entführung

Professor Langley muss zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass es sich wirklich um die schöne Alice handelt, die ihm gegenüber steht. Die einst so attraktive Frau hat sich in eine Person verwandelt, die uralt wirkt und geistig verwirrte Züge an den Tag legt. Langley ist sich sicher, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zu gehen kann.

Wie kann sich ein Mensch in einem so hohen Maße und in relativ kurzer Zeit verändern? Augenscheinlich handelt es sich um eine Krankheit, doch ob diese psychischer oder physischer Natur ist, lässt sich ohne eingehende Untersuchung natürlich nicht sagen. Hinzu kommt die Zeit, in der die Geschichte spielt, so dass man gespannt ist, ob die Umstände, die für die Veränderung zuständig sind, tatsächlich herausgefunden werden können. Bis zum Schluss warten zahlreiche Überraschungen auf den Hörer, die dieser nicht einmal ansatzweise erahnen konnte.


Die Weinprobe
Lord Peter begibt sich in geheimer Mission zu Comte du Rueil, um die Formel für ein wirksames Giftgas sicherzustellen. Doch auf dem Schloss angekommen zeigen sich bereits zwei Doppelgänger, die die Formel ebenfalls an sich bringen wollen. Wo ist die undichte Stelle zu suchen und wird das Vorhaben dennoch gelingen?

Wer ist wer, wer will was und warum? Zig Fragen, doch wie es scheint, zumindest erst einmal, keine Antworten. Auch der Hörer muss konzentriert bei der Sache bleiben, um sich nicht plötzlich in einem Gewirr von Doppelgängern zu verlieren. Womöglich folgt man schlussendlich noch dem Falschen und das sollte nicht geschehen. Entsprechend gebannt lauscht man den Ereignissen, die nur auf den ersten Blick wirr erscheinen. Mit der Zeit löst sich Faden um Faden und gibt so den Blick frei.

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