Doug Magee

 3,3 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor*in von Schöne Ferien.

Lebenslauf

Doug Magee war Fotograf, Journalist, Drehbuchautor und Regisseur. „Schöne Ferien“ ist sein erster Roman. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Spanish Harlem.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Schöne Ferien (ISBN: 9783746628318)

Schöne Ferien

(19)
Erschienen am 25.06.2012

Neue Rezensionen zu Doug Magee

Cover des Buches Schöne Ferien (ISBN: 9783352007934)
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Rezension zu "Schöne Ferien" von Doug Magee

lucatrkis
Rezension zu „Schöne Ferien“

„Schöne Ferien“ begann direkt im Geschehen mit der Abholung von Lenas Tochter Sarah, die zwei Wochen ihrer Ferien in Camp Rondo verbringen sollte. Nur wenige Seiten später stellte sich jedoch der Schock ein: Erneut klingelten Mitarbeiter des Sommercamps an der Tür, womit sich J.D., der erste Mann, als Hochstapler herausstellte. Ich mochte den Einstieg sehr gern, leider konnte die vorgelegte Spannung allerdings nicht aufrechterhalten werden.

Der auf dem Cover abgebildete typisch amerikanische Schulbus kam in der Geschichte überhaupt nicht vor, da Camp Rondo die Kinder mit einem normalen Kleinbus abzuholen pflegte, und die Sommercamp-Lüge wurde nach den ersten hundert Seiten kaum noch thematisiert, stattdessen folgte die Handlung dem Plot einer klassischen Entführungs-Story mit abgelegener Waldhütte als Versteck sowie trauernden Eltern zu Hause. Mich enttäuschte das ein wenig, ich hatte mir den Roman nämlich ein wenig anders – mehr mit Fokus auf die ursprüngliche Idee – vorgestellt.

Der Satz des Klappentexts, in dem erwähnt wird, dass eine Suchmannschaft die erste Leiche findet, weckt zudem völlig falsche Erwartungen, denn jenes passiert erst fünfzig Seiten vor Schluss und ist (SPOILER) keines der Kinder, sondern bloß ihr unter abstrusen Umständen – dazu gleich mehr – umgekommener Entführer Mr. Everett, dessen Ableben der Polizei bereits vorher bekannt gewesen war. (SPOILER ENDE)

Im Mittelteil erlangte die Polizei kaum neue Erkenntnisse; die meiste Zeit las man irgendwelche Konferenzen der vier betroffenen Elternpaare oder Sarahs betrübte Gedanken. Langweilig war das nicht – tatsächlich kam ich schnell und ohne Längen durch das Buch –, doch genauso wenig besonders spannend. Es gab eine Perspektive der entführten Kinder sowie des einen Kidnappers Chase, der den Camp-Abholer gemimt hatte, die nach einigen aufregenden Kapiteln ebenso bald abflachten. Ich glaube, stets zu wissen, was die beiden Parteien taten, raubte ein wenig Nervenkitzel, immerhin hatte man als Leser so einen enormen Informationsvorteil gegenüber Lena und den Ermittlern.

Darüber hinaus gab es einige extrem unrealistisch, nahezu absurd anmutende Textstellen, auf die ich im Folgenden näher eingehen werde: (SPOILER) Nach 140 Seiten tauchte plötzlich eine Spaziergängerin vor der Hütte auf, in der Mr. Everett die Kinder versteckte, woraufhin er ihr unauffällig in den Wald folgte und sie tötete. Außer vielleicht ein wenig Spannung zu erzeugen, hatte das für den Plot rein gar keinen Sinn. Viel bizarrer wurde es gleichwohl, als Mr. Everett nicht einmal eine Seite später selbst verunfallte, indem er während eines erhitzten Telefonats auf einem Steg am See stürzte. Die Szene kam mir vollkommen hanebüchen vor, weil nicht einmal eine Begründung für seinen Fall angegeben wurde, abgesehen davon, dass er sich schnell umdrehte und auf einmal taumelte.

Kurz darauf stießen die Ermittler des FBIs durch einen Fehler in der Verschlüsselung einer verschickten Droh-Mail der Kidnapper auf Everetts Sohn Chase (alias J.D.), den sie berechtigterweise verdächtigten, die Kinder mit dem Kleinbus abgeholt zu haben. Sie hatten sogar die von ihm dabei getragene Lockenperücke in einer Mülltonne gefunden, wenngleich sie ihn nicht zwingen konnten, sie aufzusetzen, weshalb sie ihnen den Eltern (von denen alle außer Lena ohnehin aus Ablenkung von der „Beschäftigung mit ihren Kindern“ während des Abschieds angegeben hatten, J.D. nicht identifizieren zu können) nicht vorführten. Ich fragte mich an der Stelle nur: What in the Hannah Montana is going on? Als ob man ihn nicht mehr erkennen würde, nur weil er keine Perücke trägt??

Von den neunjährigen (!) entführten Kindern, die nach Mr. Everetts Ableben Zugang zu seinem – natürlich fast keinen Akku mehr aufweisenden – Laptop hatten, wusste aus irgendeinem Grund niemand, wie man einen Computer richtig bedient, was ich in Zeiten, in denen man bereits zur Einschulung das erste Handy bekommt, etwas unrealistisch fand, vielleicht muss man dem Buch hier aber auch die fünfzehn Jahre zugutekommen lassen, die seit seiner Veröffentlichung vergangen sind. (SPOILER ENDE)
Was mir ebenfalls auffiel, war, dass oft Sarah etwas dachte oder tat und ihre Mutter dann just in dem Moment auf die gleiche Idee kam, damit der Plot vorangetrieben wurde. (SPOILER) Das sah man etwa, als Sarah ihr mit dem Laptop des Kidnappers eine Nachricht über FaceBook geschickt hatte und Lena urplötzlich an ihren entsprechenden Account dachte. (SPOILER ENDE)
Das Ende war ein bisschen klischeehaft – (SPOILER) verzweifelter Vater rennt nach stundenlanger erfolgloser Suche allein in den Wald, schreit nach seiner Tochter und dann ertönt schlagartig ihre Stimme in der Ferne (SPOILER ENDE) –, aber in Ordnung und sogar ein bisschen rührend.
Fazit: Ich gebe „Schöne Ferien“ drei Sterne, die jedoch ziemlich nah an der Grenze zu vier Sternen angesiedelt sind. Das Buch ließ sich gut lesen, war aber weder eine Spannungsexplosion noch die realistischste Geschichte, die mir je untergekommen ist.

Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 96 fehlt ein Komma vor „wenn“, auf Seite 99 steht eins mitten im Satz bei „Während des Theologiestudiums hatte sie eine Predigt, gehalten, von der sie sich vorher nur Stichworte notiert hatte“, auf Seite 121 steht „nicht … noch“ statt „weder … noch“, auf Seite 219 fehlt ein Wort bei „Wir möchten, dass Sie es sich allein [ansehen]“ und auf Seite 355 ist „hatte“ doppelt.

Cover des Buches Schöne Ferien (ISBN: 9783746628318)
✗

Rezension zu "Schöne Ferien" von Doug Magee

Ein LovelyBooks-Nutzer
Rezension zu "Schöne Ferien" von Doug Magee

Buchrückentext:
Lena hat schon bessere Tage gesehen – ihre Ehe mit David kriselt. Insgeheim glaubt sie, dass er sie betrügt. Sie freut sich daher sehr auf ein paar ruhige Tage, wenn ihre neunjährige Tochter Sarah ins Sommercamp reist. Pünktlich fährt der Kleinbus für das Ferienlager vor. Sarah steigt aufgeregt ein, und Lena unterschreibt dem freundlichen Fahrer, der sich J. D. nennt, die erforderlichen Papiere. Kaum ist der Kleinbus weg, fühlt Lena sich erleichtert. Nun hat sie endlich Zeit, über sich und David nachzudenken. Zehn Minuten später klingelt es wieder an ihrer Tür. Eine junge Frau steht da und fragt, ob Sarah fertig sei. Sie wolle sie ins Camp abholen. Ein schrecklicher Albtraum beginnt.

Meine Meinung:
Psychothriller dürfen gerne mal unblutig sein, solange sie dennoch Spannung erzeugen können.
Doug Magee hat diese Erwartungen für mich erfüllen können.
Sarah, die neunjährige Tochter von Lena und David, soll mit 3 anderen Kindern ein Sommercamp besuchen. Lena hofft während Sarahs Abwesenheit, ihre Ehe mit David retten zu können.
Der Kleinbus kommt und holt Sarah ab, doch wenig später erfährt Lena – dieser Kleinbus gehörte nicht zum Camp. Sarah und die 3 anderen Kinder wurden entführt!
Damit beginnt der spannende Thriller. Gleich zu Beginn erlebt der Leser die Entführung. Durch verschiedene Perspektivwechsel lassen sich die Gefahr und die Angst der Eltern aber auch der Kinder selbst, gut nachvollziehen.
Zum einem liest man von Sarah, die mit aller Macht versucht, sich und ihre Freunde zu retten. Hierbei sollte der Leser nicht vergessen, dass das Mädchen noch keine 10 Jahre ist.
Eine einsame Hütte, Schnee und Bären – da wird nicht nur der Entführer selbst zur Gefahr.
Auch der Täter selbst kommt in dem Thriller zu Wort. Der Leser verfolgt die Gedanken und die Pläne und man fragt sich die ganze Zeit, was aus den Kindern wird.
Lena bekommt ebenfalls ihre Rolle in diesem Thriller. Ich war mit ihrem Charakter etwas hin und hergerissen, sie erschien mir zu naiv und schwierig, ihr Mann David war mir noch unsympathischer.
Somit kann ich behaupten, dass die Charaktere an sich, ganz gut dargestellt waren allerdings erschienen sie mir ab und an zu übertrieben, andere wiederum zu blass.
Vieles kann man in diesem Thriller vorhersehen, was mir persönlich aber überhaupt nichts ausmachte, da die Spannung dennoch aufrechterhalten wurde. Selbst wenn der Spannungsbogen mal etwas abflachte, so wurde er wenige Seiten später wieder aufrechterhalten.
Allerdings weist er auch kleinere Schwachstellen auf, in denen mir gewisse Situationen zu unglaubwürdig erschienen und auch das Ende hat mich etwas geärgert. Ich fand es zu übertrieben und rasch abgehandelt.
Manchmal wirken die Eheprobleme zwischen Lena und David zu viel, was aber auch an meiner Ungeduld liegen könnte, denn für mich war es interessanter zu erfahren, wie es mit den Kindern weitergeht.
Der Schreibstil ist einfach aber spannend. Der Thriller ließ sich richtig gut weglesen und ich hatte ihn an einem Tag durch. Aufgebaut ist die Geschichte in 35 Kapiteln und einem Epilog, auf 395 Seiten.

Fazit:
Schöne Ferien ist ein guter und spannender Thriller, der zwar kleine Schwachstellen hat, mich aber dennoch überzeugen konnte, da er trotz wenigem Blut vergießen für mich zu einem Pageturner wurde.
Gesamtwertung:5/5 Sterne

© Michaela Gutowsky

Cover des Buches Schöne Ferien (ISBN: 9783352007934)
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Rezension zu "Schöne Ferien" von Doug Magee

Callso
Rezension zu "Schöne Ferien" von Doug Magee

Absolute Popcorn-Literatur. Gute bis solide Unterhaltung, spannend und kurzweilig. Gleichwohl: wenig tiefsinnig, nicht überragend geschrieben und insgesamt keine Story, die vor Originalität oder Genialität strotzt. Eine gefühlte US-Mainstream-Story.
Die Entführung von vier rund neunjährigen Kindern, die eigentlich für eine Teilnahme an einem Feriencamp abgeholt werden sollten, liest sich dennoch ziemlich flott, so dass das Buch einen sehr ordentlichen Spannungsgrad aufweist. Bis zum Happy-End sind freilich 360 Seiten zu bewerkstelligen. Ein Thriller, dessen größtes Pfund die Spannung ist, doch bei einem echten Mitfiebern mit den zitternden Eltern habe ich mich nur selten ertappt.

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