Doug Wead

 3,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Donald Trump.

Lebenslauf von Doug Wead

Doug Wead ist »New York Times«-Bestsellerautor und hat mehr als dreißig Bücher verfasst. Er war als Berater für zwei amerikanische Präsidenten tätig, hat ein Buch mit einem von ihnen mitverfasst und war im »Senior Staff« des Weißen Hauses. Er lebt außerhalb von Washington, D.C. mit seiner Frau Myriam.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Doug Wead

Cover des Buches Donald Trump (ISBN: 9783959722803)

Donald Trump

 (4)
Erschienen am 11.12.2019

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Rezension zu "Donald Trump" von Doug Wead

"In Donald Trump steckte mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen war"
R_Mantheyvor einem Jahr

Seit er Präsident ist gibt es über Donald Trump jede Menge Bücher. Meist dienen sie dem klar ersichtlichen Zweck, ihn als unfähigen, dummen oder tölpelhaften Menschen darzustellen, der sich nur für sich selbst interessiert und die Welt in den Abgrund führen wird. Die deutschen Medien halten sich an ganz ähnliche Drehbücher. Aus ihnen triefen Gehässigkeit und Ablehnung.

Gewöhnlich verbergen Menschen ihre wahren Absichten ebenso wie ihre tatsächlichen Ansichten. Nur in extremen Situationen, in denen sie aus völlig verstört aus dem inneren Gleichgewicht geraten sind, öffnet sich meist kurz der Vorhang für Einblicke ins Wesentliche. Eine solche extreme Situation war der Wahlsieg Donald Trumps im Herbst 2016. Die Fassungslosigkeit in den Medien und im Establishment saß tief. Und sie offenbarte, dass der Mythos von den freien Medien, die fair und ausgewogen berichten, ein Märchen ist, wie so vieles andere auch. Es soll tatsächlich Moderatorinnen in US-Fernsehsendern gegeben haben, die in Tränen ausgebrochen sind.

Nun also gibt es mit diesem Buch eine autorisierte Darstellung der bisherigen Präsidentschaft Trumps. Geschrieben hat sie Doug Wead, ein konservativer Autor, der bereits zahlreiche Bücher über andere Präsidenten und ihre Familien verfasste, im Weißen Haus arbeitete und viele ehemalige Präsidenten persönlich kennt. Für dieses Buch konnte Wead mit allen Trump-Kindern, außer dem jüngsten, und auch mit deren Ehepartnern sprechen, was nicht unwichtig ist, denn einige von ihnen gehören zum engsten Kreis im Weißen Haus. Entstanden ist so ein Bild von Donald Trump und seiner Präsidentschaft aus der Sicht von Insidern, die selbstverständlich nicht unparteiisch sind, die aber über Informationen verfügen, die andere, insbesondere verschiedene Autoren anderer Trump-Bücher, nicht kennen können.

Schon allein deshalb ist dieses Buch lesenswert. Ihm fehlt Gehässigkeit ebenso wie überzogene Kritik. Vielmehr versucht der Autor die Lage so zu schildern wie sie ist oder wie sie ihm dargestellt wurde. Damit überlässt er es dem Leser, sich seine Meinung selbst zu bilden.

Dass die Medien und das politische Establishment ein Problem mit diesem Präsidenten haben, kann man nicht übersehen. Doch warum das so ist, bleibt in Wirklichkeit unverständlich. Und das soll auch so sein. Der tatsächliche Konflikt zeigt sich jedoch bereits in Trumps Wahlspruch "Make America great again". Trumps Sohn Eric sagte dem Autor: "Mein Vater ist Bauunternehmer. Und oft sah er die Probleme Amerikas aus dieser Perspektive. Bei uns stürzen Brücken ein. Unsere Autobahnen sind marode. Unsere Flughäfen waren einst die besten der Welt und sind jetzt in einem verheerenden Zustand. Und unsere Politiker verschwenden amerikanisches Geld und tun nichts für unser eigenes Land."

Den meisten US-Konzernen ist ihr Land inzwischen mehr oder weniger egal. Sie produzieren weltweit, eben dort, wo für sie der meiste Profit herausspringt. Und das ist nicht nur ein gewaltiger Unterschied zu früheren Zeiten, sondern auch genau der zentrale Punkt, der den Wahlsieg Trumps erklärt. Präsidenten werden gewählt, damit sie sich erst einmal um ihr Volk und ihr Land kümmern. Das sollte man jedenfalls annehmen. Seltsamerweise war das Trumps Vorgängern nicht so wichtig. Auch in Deutschland steht die Rettung der Welt an erster Stelle, während die Infrastruktur zerbröselt.

Dass Donald Trump dumm und unbeholfen ist, können nur Leute glauben, die entweder naiv sind oder sich nicht die Mühe machen, Informationen oder offenkundige Propaganda zu hinterfragen. Dieses Buch nun bietet die Gelegenheit, die ganze Familie etwas näher kennenzulernen und die wirklichen Beweggründe für Trumps Präsidentschaft und andere Zusammenhänge aus der Sicht der Trump-Familie dargestellt zu bekommen.

Da das Buch recht umfangreich ist, kann man hier nicht auf die vielen Einzelheiten eingehen. Konzeptionell geht der Autor ganz einfach vor: Einerseits folgt er der Zeitlinie beginnend mit Trumps Entscheidung, sich um die Präsidentschaft zu bewerben. Und andererseits lässt er alle Kinder Trumps aus seiner vorherigen Ehe zu Wort kommen, die die Zusammenhänge aus ihrer Sicht schildern.

Ergebnisse dieser Präsidentschaft werden in den deutschen Medien ebenso verschwiegen oder kleingeredet wie in den amerikanischen. Sie passen einfach nicht ins Bild eines angeblich ahnungslosen Präsidenten. Allein die wirtschaftlichen Erfolge sind gemessen an denen anderer Präsidenten herausragend. Dabei geht es nicht nur um das nicht für möglich gehaltene Wirtschaftswachstum, sondern vor allem um die Gründe dafür. Während seine Vorgänger über vieles nur geredet haben, hat es Trump gemacht. Eine Steuerreform beispielsweise. Oder eine Deregulierung und Entbürokratisierung besonders kleiner Unternehmen. Insbesondere dies hat einen enormen Wachstumsschub und viele Arbeitsplätze geschaffen.

Das würde übrigens auch in Deutschland passieren. Leider wissen die meisten Menschen nicht, welche Kosten und welcher Aufwand kleinen Unternehmen durch sinnlose Vorschriften, nutzlose Dokumentationspflichten und anderen bürokratischen Maßnahmen auferlegt werden. Dieses Geld und diese Zeit fehlen für produktive Zwecke. Trump hat das geändert. Unter Trump sind sechs Millionen Arbeitsplätze neu entstanden. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit 50 Jahren nicht mehr, und das quer durch alle Ethnien in der US-Bevölkerung. Bisher hat Trump alle seine Wahlversprechen entweder erfüllt oder sie begonnen umzusetzen. Und das zum Teil gegen den erbitterten Widerstand seiner Gegner. Versprechen umzusetzen, scheint in einer Demokratie ungewöhnlich zu sein.

Allein schon weil dieses Buch ein Gegengewicht zu der massiven Anti-Trump-Stimmung darstellt, die vom Establishment nicht nur in den USA geschürt wird, ist es lesenswert.

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