Die Letzten ihrer Art

von Douglas Adams und Mark Carwardine
4,5 Sterne bei244 Bewertungen
Die Letzten ihrer Art
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (213):
otegamis avatar

Äußerst unterhaltsame Reisebeschreibungen zu den aussterbenden Tieren und ihren - mit vielen Widrigkeiten kämpfenden - Beschützern.

Kritisch (2):
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Reisebericht, der auch in der 33. Auflage von 2012 noch in alter Rechtschreibung erschienen ist

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Inhaltsangabe zu "Die Letzten ihrer Art"

Früher ist Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" gefahren. Jetzt unternimmt er mit dem Zoologen Mark Cawardine eine Reise rund um den Globus, zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten des Planeten Erde, zu der Drachenechse von Komodo, zum größten und fettesten Papagei der Welt auf Neuseeland und zu den hörgeschädigten Delphinen des Yangtse.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453061156
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:269 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:01.11.1992
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.02.2003 bei Der Audio Verlag, DAV erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mysticcats avatar
    mysticcatvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Reisebericht, der auch in der 33. Auflage von 2012 noch in alter Rechtschreibung erschienen ist
    Reisebericht, der auch in der 33. Auflage von 2012 noch in alter Rechtschreibung erschienen ist

    Dieses Buch habe ich schon länger zu Hause, da ich den Schreibstil von Douglas Adams mag und mich für Zoologie interessiere - die besten Voraussetzungen für die 33. Auflage des Anfang der 1990er erschienenen Buches - dachte ich!

    Dieses Buch ist tatsächlich ein Reisebericht. Hier geht es ganz intensiv um die Reisebedingungen und Erlebnisse auf der Reise, teilweise historische Fakten der Länder und ganz am Rande (nicht mal 10%) geht es tatsächlich um die Tiere und die Tierbeobachtungen. Schade, denn hier hatte ich falsche Erwartungen an dieses Werk. Ich wollte Hintergrundinformationen über die bedrohten Tierarten und deren Lebensraum, mit ein paar Reiseszenen zwischendurch.
    Mühsam finde ich vor allem, das Buch in alter Rechtschreibung zu lesen. Wenn ich über ein Jahrzehnt nach einer Rechtschreibreform zu einer Neuauflage greife, dann erwarte ich die aktuelle Rechtschreibung (außer, es handelt sich um einen Klassiker, der wegen seiner sprachlichen Schönheit nur im Original gelesen werden kann).

    Fazit: Da ich komplett falsche Erwartungen an das Buch hatte, bin ich enttäuscht. Ich greife lieber auf Internetseiten zurück, das ist informativer.

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    dominonas avatar
    dominonavor 4 Jahren
    falsche Hoffnungen

    Man erwartet hier etwas spannendes, aber auf mich hat das ganze eher wie ein klamaukiger Reisebericht gewirkt. Die Tiere, um die es eigentlich gehen soll, kommen meiner Meinung nach zu kurz. Das Buch mag in seiner Art der Herangehensweise ans Thema neu sein, aber das macht es nicht gut, ganz im Gegenteil. Es hat schon seine Gründe, warum solche Bücher von Biologen verfasst werden.

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    awogflis avatar
    awogflivor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Genial einzigartiges Werk! Der Science Fiction Autor Douglas Adams besucht zusammen mit Zoologen und anderen Fachleuten einige Exemplare von Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Dieses Buch ist ein Mittelding zwischen Reisebericht, populärwissenschaftliches Sachbuch zu Biologie, Zoologie und Genetik und - man glaubt es kaum - eine gehörige Portion Satire bzw. Galgenhumor ist auch noch drinnen.

    Naiv wie seine Figuren im Anhalter entdeckt Douglas Adams diesmal auf unserem Planeten völlig fremde Welten bzw. auch bekannte Phänomene und beschreibt sie wie ein ausserirdischer Ethnologe sprachgewaltig und mit spitzer Feder. Beispielsweise werden die Komodo-Warane, weisse Nashörner, Yangtse Delfine, Berggorillas und viele andere bedrohte Tiere besucht, die Dramatik der Situation ausführlich mit viel Hintergrundwissen und sehr plakativ beschrieben und ganz nebenbei und lapidar auch noch die afrikanische Bürokratie, der Indonesische Tourismus oder der chinesische Umgang mit der Umwelt herrlich auf die Schippe genommen.

    Fazit: Viel gelernt und gut amüsiert. Sprachlich ein Hammer - alles was ein Favorite auf meinen Bücherregalen braucht.

    Ach ja mein Lieblingswort im Buch "bewusstseinszerknüllend"

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    ralluss avatar
    rallusvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Douglas Adams ist uns bekannt als witziger, ironischer Science Fiction Schreiber der leider viel zu früh von uns gegangen ist.
    Relativ unbekannt ist die Reise die er mit einem bekannten Zoologen antritt um die letzten Tiere ihrer Art aufzuspüren und zu fotografieren.
    Dabei lernen wir etwas über die Lemuren auf Madagaskar und warum Madagaskar einige der seltensten Tierarten der Welt beherbergt, die Komodowarane in Indonesien, dem Kakapo in Neuseeland, den Baiji, einen Yangtse-delfin in China und die Vogelarten auf Mauritius.
    Adamas zählt diese Fauna und Flora nicht einfach auf, er geht mit einer behutsamen, naiven aber einfühlsamen Art an die Probleme heran, die eine aussterbende Rasse mit Umwelt, eingeschleppten fremden Feinden und dem schlimmsten Tier, dem Menschen, hat.
    Wichtig ist auch zu verstehen wie die menschliche Kultur, in der diese Tiere leben, mit Tieren und ihrer Umwelt umgeht.
    Die meisten Probleme haben aber die Inseln die viele endemische Arten beherbergen, die auf Umweltveränderungen, eingeschleppte kolonisierte Haustiere und dem dummen Menschen sehr kritisch reagieren.
    Bei dem Buch beschleicht einen das Gefühl, das wir bisher, trotz unserer Zivilisation und technologischem Fortschritt, nichts gelernt haben.
    Auch unsere Beziehung zu Tieren wird oft gefährlich vermenschlicht; Adams versetzt sich emphatisch in die Tiere, in die Delfine die durch den Geräuschmüll lebensunfähig geworden sind, oder die Lemuren die durch die Affen, die den Gebrauch des Zweiges erlernten, bedroht sind.
    Ein anderes, wunderschönes Reisebuch, mit wahren und leider traurigen Wirklichkeiten:
    Die meisten Arten sind in den letzten 50 Jahren ausgestorben.
    Der Kakapo hat zur Zeit eine Population von 147, Tendenz steigend durch die rigorose Umsiedlung auf nicht-menschliche Inseln.
    Das weiße Nashorn ist inzwischen auf freier Wildbahn ausgestorben, dank der Bürgerkriege in Zaire und Umgebung.
    Der Chinesische Flussdelfin gilt heute als wahrscheinlich ausgestorben.
    Der Bestand der Rosentaube auf Mauritius hat sich wieder erholt, doch sind etliche Arten seit Erscheinen des Buches dort ausgestorben.
    Ein Buch das zeigt, wie der Mensch unsere Welt immer weiter zerstört und zu einem dunklen traurigen Ort macht.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Kakapo und Komodowaran oder 'Die Welt wäre ärmer, dunkler und einsamer ohne sie.'

    Inhalt:
    Mit dem Aye-Aye fing alles an: Douglas Adams und der Zoologe Mark Carwardine machen sich auf den Weg nach Madagaskar, um die fast ausgestorbene Lemuren-Art auf der Insel aufzuspüren. Inspiriert durch diese Reise unternehmen die beiden drei Jahre später eine Reise zu den Komodowaranen. Reisen in verschiedenste Gegenden der Erde folgen, bei denen die beiden Autoren fast ausgestorbene Tierarten aufsuchen: Berggorillas und weiße Nashörner in Zaire, Kakapos in Neuseeland, Baiji-Delphine im Yangtse, Flughunde und Vögel auf Mauritius.

    Mein Eindruck:
    'Die Letzten ihrer Art' liest sich - trotz des tragischen und wenig amüsanten Themas - unterhaltsam, ist humorvoll geschrieben und enthält viel Wissenswertes zum Thema Zoologie und Evolution. Dabei ist es Adams und Carwardine hervorragend gelungen, den Leser sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken zu animieren. Dadurch macht die Lektüre nicht nur Spaß, sondern vermittelt auch Wissen und sorgt vielleicht sogar dafür, dass man sich in Zukunft etwas detaillierter mit dem Thema Tierschutz befasst.

    Mein Resümee:
    Ein ebenso spannendes wie wichtiges Buch. Sehr empfehlenswert!

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Diesem Planeten und seiner Fauna würde es wesentlich besser ergehen wenn sich der Homo Sapiens Sapiens nicht derart unkontrolliert vermehrt hätte .
    Keine natürlichen Feinde, ausser sich selbst, scheint nicht auszureichen um diese räuberische Art einzudämmen.
    Der Dodo ist schon längst nutzlos hingeschlachtet. Der im Buch gesuchte Yangtse Delphin Bajii, letztes Jahr als ausgestorben gemeldet.
    Um den Rest zu retten, braucht die Menschheit Idealisten wie Douglas Adams, die bereit sind unter unkommoden Bedingungen um die Welt zu reisen, seltene Tiere und ihre noch idealistischeren Bewahrer zu finden und herumlungernden Zoologen via genialer Schreibe eine Stimme zu verschaffen.
    Natürliche Fressfeinde von ausserhalb ( menschenfeindlich gesinnte Aliens) wären ebenfalls nützlich , ich hoffe aber auf einen bessreren Weg .

    Douglas Adams gab dem Aye Aye , einer nachtaktive Lemurenart aus Madagaskar ein Gesicht und er schaffte es mir zu vermitteln warum ein ziemlich dämlicher , flugunfähiger Vogel namens Kakapo eigentlich ein faszinierendes, schützenswertes liebreizendes Lebewesen ist dessen Lebensweise jahrhundertelang wunderbar funktionierte , wegen der über seine Inseln schwappenden Zivilisation in Form von Fressfeinden, nun aber nicht mehr .
    Auch sein Einfühlungsvermögen in den Bajii Delphin (ein Blinder, der in der Disco wohnt) im verschmutzten, überfüllten Yangtse Fluss schafft Verständnis .

    Die Letzten ihrer Art ist launig , absolut lesenswert und sehr traurig wegen der Raffgier und Dummheit der die Erde unterdrückenden , gierigen Affenart der man selbst angehört .
    Sehr gelungene Tier und Reisebeschreibungen muntern ein wenig auf.

    Kommentare: 3
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Douglas Adams ist berühmt geworden mit seiner fünfteiligen Trilogie „Per Anhalter durch die Galaxis“, einem Meisterwerk des britischen Humors und der Science-Fiction, über das Leben, das Universum und alles andere. Dort hat er unter anderem eine Antwort auf die alles entscheidende Frage jedes intelligenten Lebewesen gefunden, die für sich genommen schon Kultstatus erreicht hat.
    Ich spreche natürlich von „42“.
    Die Letzten ihrer Art ist keine fiktive Geschichte, es ist eine Sammlung von Erfahrungsberichten aus Reisen, die Adams mit seinem Freund Mark Carwardine, einem Zoologen, unternommen hatte. Das Erstaunliche daran ist, dass dieses Tagebuch genauso skurril und komisch ist, wie seine Science-Fiction Persiflage, nur ist die unterschwellige Botschaft eine viel ernstere:
    Adams begab sich mit Carwardine in die entlegensten Orte der Welt, um dem Titel des Buches entsprechend im wahrsten Sinne des Wortes nach den Tieren, und nicht irgendwelchen, sondern nach den Letzten ihrer Art zu suchen.
    -
    Es verschlug sie nach Madagaskar, nach Zaire, an den Yangtse-Fluss in China, nach Mauritius etc., wo sie Lemuren, Schimpansen, Weisse Nashörner, Flussdelphine, flugunfähige Vögel und viele weitere bedrohte Tierarten aufsuchten, in der Hoffnung, eines der letzten noch lebenden Exemplare zu erspähen und nach Möglichkeit deren prekäre Lage bei den dort tätigen (oder untätigen) Behörden und den dort lebenden Menschen ins Bewusstsein zu rufen.
    -
    Man könnte meinen, dass ein humoristisches Buch für das Vorhaben Artenerhaltung eher kontraproduktiv ist, weil sich ein schlechter Autor seine Spässe auf Kosten der Tiere, der Tierschützer oder umgekehrt auf Kosten der korrupten Behörden und der „bösen“ Einwohner machen könnte.
    Doch Douglas Adams ist kein schlechter Autor. Er schafft es, durch seine völlig selbstironische Art eine Komik aufzubauen, die einerseits zum Brüllen komisch ist, aber gleichzeitig respektvoll ist und Sympathie weckt für die hilflosen Tiere und die mehrheitlich schrulligen Tierschützer aus aller Welt.
    -
    Zum Beispiel Carl, ein Ornithologe auf Mauritius, der – wie Adams beschreibt – eine besonders ausgeklügelte Strategie entwickelt hat, um seine Mitfahrer zu schnellem Antworten zu bewegen. Carl hat einen gemeingefährlichen Fahrstil und die leidliche Angewohnheit, sich vom Steuer abzuwenden und seinen Mitfahrern Fragen zu stellen. Wenn es nur Fragen nach dem Wetter oder dem Befinden wären, wäre das nicht ganz so tragisch, aber wenn er zum Beispiel nach den Gründen für den Aufenthalt auf Mauritius fragt, kommt man nicht auf die Idee, lange Schachtelsätze zu bilden.
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    Was Die Letzten ihrer Art ferner auszeichnet, ist Adams‘ Erzählperspektive. Stilistisch verwendet er die Vergangenheitsform, wovon man bei einer Sammlung von Erfahrungsberichten ausgeht. Immer wieder hatte ich Adams vor Augen, wie er eine Tasse Tee schlürfend hinter seinem Schreibtisch sitzt, die Füsse auf der Tischplatte und köstlich amüsiert seine Erlebnisse zu Papier bringt.
    Auf der anderen Seite hatte ich ein starkes Gefühl von Gegenwärtigkeit, als ob ich mich direkt mit Adams und Carwardine im Dschungel, in der Savanne oder wo auch immer befand, Auge in Auge mit den wildesten Tieren, schwitzend, schnaufend und stöhnend – mitfühlend und mitleidend.
    Eine besonders eingängige Mischung aus Nacherzählen und Gleichzeitigkeit, die ich so überhaupt nicht kannte.
    -
    Und noch was:
    Wer von uns Mitteleuropäern hat zum Beispiel schon mal ein Weisses Nashorn in Natura gesehen? Wohl die allerwenigsten. Wie vermittelt man dem Leser nun die Gestalt und die beeindruckende Ausstrahlung dieses Savannengiganten?
    Adams‘ grösste Stärke ist es, völlig Unbekanntes (wovon es in den exotischen Lokalitäten jede Menge gibt) mit völlig Naheliegendem zu beschreiben.
    Ein Weisses Nashorn sei wie ein Bagger, der in aller Seelenruhe Unkraut jätet.
    Lass dieses Bild auf dich wirken …
    Solche illustrativen Beispiele bringt Adams ständig. Eines besser als das andere. Ich weiss nicht, wo er seine Inspiration für solche Bilder her nimmt. Sie sind einfach nur grossartig und beeindruckend. Ich beneide ihn um seine Kreativität.
    -
    Nun befinde ich mich in der Zwickmühle der Bewertung. Man sollte sich bekanntlich davor hüten, zu hohe Noten zu vergeben, weil man nicht mehr höher hinauf kann. Zuerst wollte ich dem Buch eine 4 geben. Das hat es mindestens verdient. Aber wieso nicht gleich eine 5?
    Glaubt mir, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Die Letzten ihrer Art eines der besten Bücher ist, das ich jemals gelesen habe! Es verdient die Höchstnote!

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    mjahns avatar
    mjahnvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Auf eine sehr humorvolle Weise beschreibt Douglas Adams in seinem Buch einer Reise um die Erde auf der Suche nach seltenen Tierarten. Dabei beschreibt er uns Lesern die Schicksale der Tierarten und die Bemühungen einiger Menschen, diese zu beschützen.

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    Zaras avatar
    Zaravor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    Dieses Buch hat meine Erwartungen leider nicht ganz getroffen. Mit dem Humor von Douglas Adams bin ich nicht so recht warm geworden. Seine Art, wie er über die Bürokratie in manchen Ländern "herzieht", mag zwar begründet sein, war aber für mich dann doch mühsam zum Lesen.

    Die Infos über die Tiere waren sehr interessant, nur hatte ich mir mehr Infos erhofft. Man erfährt zwar interessante Dinge, aber irgendetwas, das ich nicht so ganz in Worte fassen kann, hat mir gefeht. Aber ich habe durch dieses Buch ein neues Tier kennengelernt: Den neuseeländischen Papagei Kakapo. Der hat es mir wirklich angetan :herz:

    Die tollen Bilder haben das ganze Buch dann noch schön abgerundet. Alles in allem war es für mich zwar kein Lese-Highlight, es verdient sich aber trotzdem 3 Sterne.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams

    "Eine Art nach der anderen verabschiedet sich. (...) Es gibt nur noch knapp zwanzig weiße Nashörner, und um die ist ein erbitterter Kampf mit den Wilderern ausgebrochen. Die leben in Zaire. Oder nimm die Berggorillas - obwohl sie zu den engsten lebenden Verwandten des Menschen gehören, haben wir sie in diesen Jahrhunderten fast vollständig ausgerottet. Aber das passiert überall auf der ganzen Welt. Hast du schon mal was vom Kakapo gehört?"
    "Vom was?"
    "Vom Kakapo. Das ist der größte, dickste, und flugunfähigste Papagei der Welt. Lebt in Neuseeland. Ist der seltsamste Vogel, den ich kenne, und wird wahrscheinlich genauso berühmt, wie der Dodo, falls er ausstirbt."
    "Wie viele gibt's denn noch von denen?"
    "Vierzig, Tendenz fallend. Kennst du den Yangtse-Delfin?"
    "Nein."
    "Die Drachenechse von Komodo? Den Rodrigues-Flederhund?"

    1988 machen sich Douglas Adams (Autor der Si-Fi-Romanreihe 'Per Anhalter durch die Galaxis) und Mark Carwardine (Zoologe für den WWF) auf die Suche nach den damals aussterbenden Tieren unserer Erde. Sie besuchen die Komodoechsen, die zu ihrer eigenen Arterhaltung für Touristen in einer Monstershow präsentiert werden. Die beiden wandern durch dichte Regenwälder, um einem Berggorilla Auge in Auge gegenüber zu stehen. Das riesige Männchen flößt Adams in erster Linie einen vernünftigen Fluchtreflex und echten Respekt ein. Gegen die Wilderer, die den Gorilla hauptsächlich für Sammler einzelner Körperteile der Tiere abschießen, nützt dieses Auftreten allerdings nicht.
    Adams und Carwardine reisen bis nach Neuseeland, um sich den gefährdeten Kakapo anzusehen, der allein durch sein Paarungsverhalten genug Probleme hat und zusätzlich von den eingeführten Katzen auf der Insel bedroht wird, vor dem Aussterben steht. Genauso, wie der Yangtse-Delfin, der vom Dreck und Lärm der größten chinesischen Wasserstraße vollkommen orientierungslos gemacht, immer wieder Schiffsschrauben zum Opfer fällt.
    All die Tiere, die bereits damals zu den aussterbenden Arten gehörten, beschreibt Douglas Adams mit den Augen eines Menschen, der nicht mehr Vorwissen hat, als jeder Andere. Allein seine Neugier und die Besorgnis, die im Verlaufe seiner Reise und seines Berichts darüber immer deutlicher hervor tritt, machen das Buch schon zu etwas Besonderem. Und vor allem verdeutlicht er mit seinem Text, der zwar auch eine große Portion an Ironie - man könnte es in Anbetracht der Tatsachen als Galgenhumor bezeichnen - wie schlimm es um den Tierbestand und vor allem um das Interesse der Menschen geht, diese zu schützen.
    Zwar treffen Adams und Carwardine bei ihren Expeditionen immer auf Organisationen und einzelne Menschen, die sich dem Schutz der Arten verschrieben haben, aber es wird allein durch deren zitierte Aussagen deutlich, dass sie auf sehr verlorenem Posten stehen.
    Oder vielmehr standen.

    Mich persönlich hat das Buch sehr beeindruckt. Es ist flüssig und leicht zu lesen, lässt einen sogar ab und an lachen und trotzdem trifft es sehr genau den Punkt und lässt mich vor allem mit dem Absatz zurück, den der Co-Autor Mark Carwardine ans Ende des Buches setzt.

    "Es gibt noch einen letzten Grund, sich zu kümmern, und ich glaube, daß er allein ausreicht. Jenen Grund, der zweifellos die vielen Menschen antreibt, die ihr ganzes Leben damit zubringen, sich den Interessen von Nashörnern, Sittichen, Kakapos und Delphinen zu widmen. Es ist ein sehr einfacher Grund: Die Welt wäre ärmer, dunkler und einsamer ohne sie."

    Die Tierbestände heute:
    Komodowaran - geschätzte 5000 Tiere
    Nördliches Breitmaulnashorn - gilt als kaum noch zu retten, nur noch mehrere dutzend Tiere
    Kakapo - gilt in Freiheit als ausgestorben
    Berggorillas - 600/700 Tiere, Tendenz fallend
    Yangtse Delfin - Zahl unbekannt
    Rodriguez Flughund - ausgestorben

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