Girlfriend in a Coma

von Douglas Coupland 
4,0 Sterne bei44 Bewertungen
Girlfriend in a Coma
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Inhaltsangabe zu "Girlfriend in a Coma"

In this latest novel from the poet laureate of Gen X--who is himself now a dangerously mature 36--boy does indeed meet girl. The year is 1979, and the lovers get right down to business in a very Couplandian bit of plein air intercourse: "Karen and I deflowered each other atop Grouse Mountain, among the cedars beside a ski slope, atop crystal snow shards beneath penlight stars. It was a December night so cold and clear that the air felt like the air of the Moon--lung-burning; mentholated and pure; hint of ozone, zinc, ski wax, and Karen's strawberry shampoo." Are we in for an archetypal '80s romance, played out against a pop-cultural backdrop? Nope. Only hours after losing her virginity, Karen loses consciousness as well--for almost two decades. The narrator and his circle soldier on, making the slow progression from debauched Vancouver youths to semi-responsible adults. Several end up working on a television series that bears a suspicious resemblance to The X-Files (surely a self-referential wink on the author's part). And then ... Karen wakes up. Her astonishment-- which suggests a 20th-century, substance-abusing Rip Van Winkle--dominates the second half of the novel, and gives Coupland free reign to muse about time, identity, and the meaning (if any) of the impending millennium. Alas, he also slaps a concluding apocalypse onto the novel. As sleeping sickness overwhelms the populace, the world ends with neither a bang nor a whimper, but a universal yawn--which doesn't, fortunately, outweigh the sweetness, oddity, and ironic smarts of everything that has preceded it. In this latest novel from the poet laureate of Gen X--who is himself now a dangerously mature 36--boy does indeed meet girl. The year is 1979, and the lovers get right down to business in a very Couplandian bit of plein air intercourse: "Karen and I deflowered each other atop Grouse Mountain, among the cedars beside a ski slope, atop crystal snow shards beneath penlight stars. It was a December night so cold and clear that the air felt like the air of the Moon--lung-burning; mentholated and pure; hint of ozone, zinc, ski wax, and Karen's strawberry shampoo." Are we in for an archetypal '80s romance, played out against a pop-cultural backdrop? Nope. Only hours after losing her virginity, Karen loses consciousness as well--for almost two decades. The narrator and his circle soldier on, making the slow progression from debauched Vancouver youths to semiresponsible adults. Several end up working on a television series that bears a suspicious resemblance to The X-Files (surely a self-referential wink on the author's part). And then ... Karen wakes up. Her astonishment--which suggests a 20th-century, substance-abusing Rip Van Winkle--dominates the second half of the novel, and gives Coupland free reign to muse about time, identity, and the meaning (if any) of the impending millennium. Alas, he also slaps a concluding apocalypse onto the novel. As sleeping sickness overwhelms the populace, the world ends with neither a bang nor a whimper, but a universal yawn--which doesn't, fortunately, outweigh the sweetness, oddity, and ironic smarts of everything that has preceded it.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:0060987324
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:284 Seiten
Verlag:Harpercollins
Erscheinungsdatum:01.02.1999
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.1998 bei Harperaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    LaMargaritas avatar
    LaMargaritavor 8 Jahren
    Rezension zu "Girlfriend in a Coma" von Douglas Coupland

    Klappentext:
    28. Dezember 1997: Die Welt geht unter. Aber Karen und ihre Freunde haben die Wahl: zurück in die Vergangenheit zu gehen und die Weichen anders zu stellen für eine bessere Welt. Coupland spielt mit den Endzeitängsten des ausgehenden Jahrtausends und führt seine Leser in die Zeiten der Postapokalypse, und die ähneln verblüffend dem rasenden Stillstand der neunziger Jahre. Nur die Rückkehr in die Vergangenheit wird die unerträgliche Zukunft abwenden.

    Mein persönlicher Klappentext:
    So etwas mache ich zwar unter normalen Umständen nicht, aber dieser Klappentext ist wirklich schlecht. Den in dem ganzen Buch geht es eigentlich um etwas anderes. Nur in den letzten Seiten wird genau das behandelt, was der Klappentext beschreibt. Also ist hier meine Version:
    Als Karen 1979 im Alter von 17 Jahren plötzlich ins Koma fällt lässt sie ihre Freunde geschockt und verwirrt auf der Erde zurück. Mit dem Wissen, dass es mit jedem Jahr, das Karen im Koma verbringt unwahrscheinlicher wird, dass sie jemals wieder erwacht versuchen die jungen Erwachsenen ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Doch als Karen 17 Jahre später wieder erwacht erkennt sie die Welt in ihrer sinnlosen Rastlosigkeit nicht wieder und sieht als einzige den Weltuntergang in unmittelbarer Nähe.

    Meinung:
    Obwohl das Buch sich als sehr viel anders als erwartet entpuppt hat (woran wohl der Klappentext schuld ist), war ich gegen Ende total in der Geschichte gefangen. Es ist kein typisches "Weltuntergangsbuch" wie sie in letzter Zeit immer mehr zu sehen sind, sondern vielmehr ein Appell an die Menschen, die immer in Eile sind und keine Zeit mehr haben.

    "Das ist es, was uns von anderen Lebewesen auf der Welt unterscheidet - wir haben Zeit."

    Und das erwähnt Coupland in seinem Roman gleich mehrere Male. In gewisser Hinsicht erinnert "Girlfriend in a coma" also an das Kinderbuch (das nicht nur Kinder lesen sollten) "Momo" von Michael Ende (übrigens ein wunderbares Buch, eines meiner Lieblingsbücher aus meiner Kindheit).

    Durch das Auftreten des Geistes Jared wird das Ganze noch etwas unrealistischer ,was aber im Grunde nicht stört. Es ist interessant zu verfolgen, wie die verschiedenen Charaktere mit dem Verlust und der immerwährenden Hoffnung umgehen und wie sie reagieren, als die Welt plötzlich untergeht.
    Dieser Roman ist einer von der Sorte, bei der man während des Lesens einen Tatendrang verspürt, die Welt zu verbessern und die Zeit zu nutzen. Carpe diem!

    Fazit:
    Ein starkes Buch, vielleicht ein wenig zu übertrieben aber trotz allem fesselnd und schockierend. Ich habe während des Lesens zwar nie geweint, aber ich war oft in bedrückter Stimmung und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Die ersten Seiten scheinen zuerst noch etwas mühsam zu lesen, da es nicht von Beginn an fesselt, aber das Weiterlesen ist es wirklich wert!

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    Korianders avatar
    Koriandervor 8 Jahren
    Rezension zu "Girlfriend in a Coma" von Douglas Coupland

    Ich bin gerade noch dabei, "Girlfriend In A Coma" im Original zu lesen. Ich bin so eingenommen von dem Buch, dass ich bereits jetzt ein kurzes Statement abgeben möchte. Allein durch Couplands sprachliches Können und seine Ironie ist das Buch sehr kurzweilig. Er baut einen unglaublichen Spannungsbogen auf, der des Öfteren dazu geführt hat, dass ich versehentlich 2 U-Bahn Stationen zu weit gefahren bin.
    Das Buch ist jetzt bereits eins der besten, die ich bisher gelesen habe. Ein Plädoyer an das Leben, für Invididualität und den Tag!
    (da ich es noch nicht zu Ende gelesen habe, bekommt es von mir erst einmal "nur" vier Sterne)

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    Dilbertines avatar
    Dilbertinevor 8 Jahren
    Rezension zu "Girlfriend in a Coma" von Douglas Coupland

    „Schürft. Spürt. Grabt. Glaubt. Fragt.“ – Douglas Coupland´s - Plädoyer für den Neubeginn
    *******************
    Am 15.12.1979 fällt Karen, 17 jährig und schwanger, nach einer ausgelassenen Party ins Koma. 17 Jahre später wacht sie in einem verbrauchten Körper und mit dem Geist eines Teenagers wieder auf, der altersmäßig dem ihrer, während des Komas geborenen Tochter entspricht. Ihr Blick in die Gegenwart erscheint wie eine Zeitreise. Sie muss gesellschaftliche Weiterentwicklungen verarbeiten und den technischen Fortschritt begreifen (Faxe, E-Mails, schnurlose Telefone), der die psychischen Mankos seiner Besitzer kompensiert.
    *******************
    „Die neue Welt liegt vor ihren Augen, wie eine offene Schatzkiste, ein Vogelschwarm über Afrika, tausend Fernseher, die alle gleichzeitig laufen.“
    ********************
    Das Leben ist härter, hektischer und sinnloser geworden. Keiner kann sich mehr richtig entspannen, alle laufen wie „aufgedrehte Zeichentrickfiguren“ herum. Ihre fünf Freunde sehen aus wie Erwachsene, aber innerlich sind sie keine, es scheint als wären sie in ihrer Entwicklung stehen geblieben. Ihr Leben besteht überwiegend aus Arbeit und sinnlosem Spaß-Aktionismus. Keiner von ihnen kann es ertragen allein zu sein und dennoch sind alle isoliert. Gegenüber der Zukunft sind sie gleichgültig eingestellt. Der Kern, der ihrem Leben einen Sinn geben könnte, fehlt. Keiner ihrer Freunde hat die letzten 17 Jahre genutzt, um die Ziele der Jugend und waren sie noch so klein zu erreichen.
    *******************
    „Die Leute arbeiten mehr als früher, nur um danach nach Hause zu gehen, im Internet zu surfen und lieber E-Mails zu verschicken, als einander anzurufen, zu besuchen oder Briefe zu schreiben. Sie arbeiten, sehen fern, schlafen.“
    *******************
    Drei Monate nach Karens Erwachen fällt die Menschheit in einen Schlaf. Lediglich die alte Freundesclique und Karens 17 jährige Tochter werden vom Tod verschont. Ein Jahr lang leben die sieben verbliebenen Menschen in der Postapokalypse und machen so weiter wie bisher, pflegen ihre persönliche Sinnleere, ehe sie ihre zweite Chance, das Ruder noch einmal rumzureißen, ergreifen und sich entschließen, die Welt zu verändern und den Neubeginn zu wagen.
    *******************
    „Wenn ihr nicht jeden wachen Moment eures Lebens damit verbringt, den Charakter der Welt radikal neu zu überdenken - ihr nicht jeden Moment darauf verwendet, den Kadaver der alten Ordnung abzukochen - , dann verschwendet ihr eure Zeit“
    ********************
    „Girlfriend in a Coma“ ist eine Aufforderung zur Veränderung, zum Neubeginn, zur Prüfung der eigenen Wertvorstellungen und zugleich eine Kampfansage an Mainstream, Langeweile, Sinnleere und Stress.
    In den ersten beiden Teilen des Romans ist dem Autor eine großartige und kluge Inszenierung des Erwachsenwerdens und der Veränderungen, die sich im Lauf eines Lebens einstellen, gelungen. Die Protagonisten sind glaubwürdig, ihre Gedanken über das Leben, die eigene Identität, die Zukunft und das Leben nach dem Tod, dürften keinem Leser im Ansatz fremd sein. Den dritten Teil, dessen Verlauf maßgeblich von einem Geist, namens Jared gesteuert wird, fand ich enttäuschend. Das Ende der Geschichte war mir zu mystisch, zu pathetisch, zu biblisch. Coupland ist ein brillanter Autor, die Idee des Romans ist nahezu genial, aber vielleicht ist er am Schluss seiner Geschichte doch ein bisschen zu weit über das Ziel hinausgeschossen. Von mir gibt es die volle Sternenzahl für Teil eins und zwei des Romans, Teil drei bekommt nur drei Sterne – damit landet die Gesamtwertung bei rund vier Sternen.

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