Douglas Kennedy

 3.8 Sterne bei 111 Bewertungen
Autor von Nachtblende, Der Job und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Douglas Kennedy

Douglas Kennedy, 1955 in Manhattan geboren, studierte Geschichte am renommierten Bowdoin College in Maine und am Trinity College in Dublin. Er arbeitete jahrelang im Vereinigten Königreich als Drehbuchschreiber von Theaterstücken. Seit 1994 veröffentlicht er Romane. Seine Bücher wurden in diverse Sprachen übersetzt, in Frankreich erhielt er 2006 den renommierten Preis Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres. Douglas Kennedy hat zwei Kinder und lebt zeitweise, in London, Paris und Berlin.

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Douglas KennedyDie Entscheidung
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Die Entscheidung
Die Entscheidung
 (12)
Erschienen am 17.12.2007
Douglas KennedyIn einer einzigen Nacht
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In einer einzigen Nacht
In einer einzigen Nacht
 (9)
Erschienen am 05.11.2007
Douglas KennedyAus der Welt
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Aus der Welt
Aus der Welt
 (8)
Erschienen am 01.09.2012
Douglas KennedyUm jeden Preis
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Um jeden Preis
Um jeden Preis
 (8)
Erschienen am 09.01.2008
Douglas KennedyDie Liebhaberin
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Die Liebhaberin
Die Liebhaberin
 (7)
Erschienen am 11.04.2011
Douglas KennedyEine gefährliche Beziehung
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Eine gefährliche Beziehung
Eine gefährliche Beziehung
 (5)
Erschienen am 12.12.2006
Douglas KennedyNur der Himmel war Zeuge. Ein Thriller, der am verlassensten Ort der Welt spielt: in der Einöde Australiens..
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Nur der Himmel war Zeuge. Ein Thriller, der am verlassensten Ort der Welt spielt: in der Einöde Australiens..
Douglas KennedyAus der Welt: Roman
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Aus der Welt: Roman
Aus der Welt: Roman
 (1)
Erschienen am 01.10.2012

Neue Rezensionen zu Douglas Kennedy

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B

Rezension zu "Aus der Welt" von Douglas Kennedy

"Aus der Welt" von Douglas Kennedy
Baebslivor 2 Jahren

Im Buch "Aus der Welt" beschreibt Jane Howard ihr schwieriges Leben; eine kurze Episode aus ihrer Kindheit, dann Probleme im Beruf, Schwierigkeiten in ihren Beziehungen und diverse einschneidende Schicksalsschläge.
Ich kenne vom Autor einige Bücher und finde sie allesamt gut und fesselnd erzählt.  Dieses Buch von Douglas Kennedy hingegen hat mich etwas enttäuscht. Hier hat es sehr lange gedauert, bis mich die Handlung gepackt hat. Bei einem für mich unbekannten Autor hätte ich wahrscheinlich sogar aufgehört zu lesen. Mit der Zeit war ich dann aber doch noch in der Geschichte voll drin. Grundsätzlich wurde es recht gut und ich las gerne weiter. Jedoch schien mir die Handlung immer sehr weit hergeholt, also all die Erlebnisse der Hauptperson sind schon sehr krass und in ihrer Folge sehr unwahrscheinlich. Dieses Übertreibende hat mich dann auch das ganze Buch hindurch etwas gestört. Trotz der Nachvollziehbarkeit der seelischen Qualen, hat mich das Verhalten von Jane aber auch immer wieder etwas genervt.
Zum einmal lesen ist es ok, ein zweites mal aber sicher nicht.

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NicolePs avatar

Rezension zu "Nachtblende" von Douglas Kennedy

Nachtblende
NicolePvor 2 Jahren

Ben Bradford ist ein erfolgreicher Wallstreet-Anwalt. Er hat mehr Geld, als er je ausgeben kann. Doch sein Leben in dieser oberflächlichen Yuppie-Gesellschaft mit Ehefrau und Söhnen ist nicht das, was ihn glücklich macht. Tag für Tag der gleiche Trott. Ben überhäuft seinen ältesten Sohn mit Geschenken, um sein schlechtes Gewissen über seine lange Abwesenheit von zu Hause zu beruhigen. Von der Frau, die er einst liebte, entfernt er sich immer mehr. Eines Tages entdeckt Ben, dass seine Frau ihn ausgerechnet mit einem Nachbarn betrügt, der ein erfolgloser Fotograf ist. Dann geschieht etwas, und Ben Bradford existiert nicht mehr.

Das Buch beginnt mit Bens Leben in der „Upper-Class“. Geld spielt hier keine Rolle. Was man haben will, kauft man einfach. Dieser Teil des Buches ist langatmig und eintönig. Die ständige Aufzählung, welche Marken Ben zu welchen Preisen kauft, dokumentiert die Langeweile in seinem Leben. Alles ist oberflächlich, nur das Äußere zählt.

Diese Eintönigkeit ist geschickt durch den Autor eingebaut wurden. Der Leser spürt förmlich den Trott, den Ben jeden Tag aufs Neue erlebt. Der gesamte erste Teil spielt sich so ab, und das Durchhalten fällt schwer. Doch der Leser wird durch den weiteren Verlauf der Geschichte dafür belohnt.

Mit einer neuen Identität ein neues Leben beginnen zu können, klingt verführerisch. In dieser Geschichte wird dieser Versuchung nachgegangen. Der Leser begleitet einen Menschen auf der Suche nach seinem neuen „Ich“. Doch kann man auf einer Flucht nie zu sich selbst finden. Die Angst vor Entdeckung schwebt wie ein „Damokles-Schwert“ über diesem neuen Leben.

Bei dieser Geschichte muss man sich in die Zeit hineinversetzen, in der der Roman spielt. Es ist Mitte der 90er-Jahre. Facebook, Twitter & Co. bestimmen noch nicht den Alltag der Menschen. Das Internet steckt noch in den Kinderschuhen. Analoge Fotografie und Zeitungen aus Papier sind die Quellen für Informationen.

Wenn dies alles berücksichtigt wird, ist das Ende des Buches nicht schlecht geschrieben. In unserer heutigen vernetzten Zeit hätte die Geschichte um das Leben in einer neuen Identität ein schnelles Ende gehabt. Das Buch wird von mir als lesenswert eingestuft, auch wenn mir persönlich das Ende nicht gefallen hat.

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Schriftsteller1s avatar

Rezension zu "Aus der Welt" von Douglas Kennedy

„Aus der Welt“ von Douglas Kennedy
Schriftsteller1vor 5 Jahren

Bei dem Roman von Douglas Kennedy handelt es sich um interessante zeitgenössische Belletristik. Ich erhielt über 638 Seiten einen detaillierten Einblick in das Leben der Jane Howard. Begleitete sie, die Ich-Erzählerin, ein langes Stück durch die Untiefen ihres Lebens und erhielt dabei auch dichte Einblicke in ihre Vergangenheit, ihre Kindheit und ihren familiären Hintergrund.

Jane Howard beginnt eine Affäre mit ihrem Professor, während sie an ihrer Doktorarbeit feilt. Diese, zwar nur vage, aber dennoch zufriedenstellende, Beziehung wird jäh beendet, als der Professor plötzlich verstirbt. Jane braucht lange, bis sie sich erholt und unternimmt dabei, um sich selbst zu befreien, einen Ausflug in die Finanzwelt, der wieder interessante Details aus ihrer Vergangenheit zu Tage befördert. Nach einer Weile lernt sie Theo kennen. Sie verliebt sich, tut sich geschäftlich mit ihm zusammen und bringt eine gemeinsame Tochter, Emily, zur Welt. Leider währt das Glück nicht lang. Nach einer folgenschweren Katastrophe, lässt Jane ihr bisheriges Leben hinter sich und scheidet „aus der Welt“.

Der Roman ist in vier Teile strukturiert. Die Sprache ist einfach und klar, beinahe nüchtern. Mir hat der 4. Teil besonders gefallen. Plätschert die Geschichte davor so vor sich hin, greift der Autor hier zu einer Plotidee, die mich schon immer fasziniert hat.

Was machst du, wenn du alles und jeden hinter dir lassen kannst? Keine sozialen Kontakte mehr, keine Bindung an Raum, Job, Geld und Zeit. Das, was wir die grenzenlose Freiheit nennen würden. Die komplette Unabhängigkeit. Was würde ich tun? Douglas Kennedy hat dieses Thema auf eine andere Art bereits in „Nachtblende“ verarbeitet, was ich auch verschlungen habe. Er lässt seine Protagonistin in eine Katastrophe rennen und befreit sie dann von allem, was dem normalen Menschen lebenswichtig ist. Er schickt sie „Aus der Welt“. Was würde man tun, wenn einen nichts mehr hält, wenn einen nichts mehr aufhält? Freiheit!

Kennedy befreit Jane sogar noch mehr, als wir es uns vorstellen können. Er nimmt ihr die existentiellste Angst, die uns von Dingen abhalten könnte. Er nimmt ihr die Todesangst. Jane hat keine Angst mehr vor irgendetwas. Sie scheint befreit von allem zu sein. (S. 410). Jane verlässt mit nur wenig Hab und Gut das Land und richtet sich in einer ihr völlig fremden Stadt neu ein. Schnell wird klar, dass es so einfach nicht ist. Dass man diese grenzenlose Freiheit niemals genießen kann, da sie auch stets an Bedingungen geknüpft ist. Dass einen die Vergangenheit immer einholt und sei es nur in Erinnerungen. Bei Jane ist es die unfassbare Trauer, die ihr jegliche Lebensqualität nimmt. Und es stellt sich auch schnell heraus, dass wir Menschen ohne soziale Kontakte nicht existieren können. So gelingt es auch Jane nicht, obwohl sie immer wieder darauf pocht, ganz alleine zu bleiben.

Jane ist eine Person, die, bedingt durch ihre grobe Kindheit, sehr schnörkellos und introvertiert ist. Sie sehnt sich danach, allein zu sein, befreit von sozialen Kontakten und Verpflichtungen. Sie findet, von je her, nur schwer Freunde und lebt zurückgezogen. Demzufolge bestehen ihre Hobbys auch aus ruhigen Dingen, wie Literatur, Konzerte, Theater. Kommunikatiosarme Beschäftigungen. Jane als Mensch, hätte mich bei einem persönlichen Kennenlernen nicht fasziniert, weil sie seltsam kühl wirkt. Kennt man aber die Geschichte dahinter, ist alles an ihr nachvollziehbar.

Kennedy lässt seine Protagonistin Meinungen äußern, bei denen ich mich wiedergefunden habe. So prangert Jane mehrfach die Architektur der heutigen Zeit an. Die Hässlichkeit von modernen Gebäuden im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten. Dieser kalte, abstoßende Baustil. Sie nennt es sogar „Brutalarchitektur“ (S. 433, S. 445)

Außerdem prangert sie die kleinen Kämpfe und das Mobbing bei der Arbeit an. Sie kann nicht begreifen, warum es sich die Menschen bei ihrer Beschäftigung unnötig so schwer machen können. Sie bezeichnet Arbeitsstätten teilweise als Schlachtfelder (S. 490). Diese beiden Beispiele zeigen, dass Jane trotz äußerlicher Unterkühltheit ein sehr sensibler Mensch ist.

Fazit: Ich habe mich anfangs etwas gelangweilt. Ich denke, dass dieser Roman auch mit 100 oder 200 Seiten weniger gut ausgekommen wäre. Mit Jane Howard warm zu werden und ihre Denkweise nachvollziehen zu können, viel mir ebenso schwer. Aufgeschlüsselt wurde es mir erst, als ich mehr aus ihrem Leben erfahren durfte. Dennoch zog mich das Buch schließlich in seinen Bann und ich habe es spätestens ab dem 3. Teil verschlungen. Lesenwert.

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