Douglas Kennedy Die Liebhaberin

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Inhaltsangabe zu „Die Liebhaberin“ von Douglas Kennedy

Erotisch - tödlich - obsessiv Paris im Winter. Das Leben des amerikanischen Filmdozenten Ricks liegt in Trümmern. Auf einer Party trifft er eine geheimnisvolle Fremde. Niemand kennt sie, niemand sieht sie - außer ihm. Eine abgründige, obsessive Affäre beginnt. Bis Ricks ein schrecklicher Verdacht kommt: Was hat seine Liebhaberin mit der mysteriösen Mordserie zu tun, die Paris erschüttert? Unaufhaltsam gerät er in den Bann einer düsteren, unheimlichen Macht ...

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  • Rezension zu "Die Liebhaberin" von Douglas Kennedy

    Die Liebhaberin
    gurke

    gurke

    23. December 2011 um 19:31

    Rick ist vom Schicksal, gelinde ausgedrückt ganz schön gepiesackt worden. Von der Frau wurde er wegen Verleumdung verlassen. Natürlich hat diese bereits einen neuen Liebhaber und Rick gleich den Umgang mit seiner über alles geliebten Tochter verboten. Völlig pleite sieht er nur noch enien Ausweg: Frankreich. Er macht sich also mit seinen letzten Habseligkeiten und dem letzten wenigen Geld auf nach Paris, um dort vergessen zu können. Hier versucht er sein Glück und will endlich in Ruhe sein Buch schreiben. Aber auch dort ist ihm sein Glück nicht hold. Er wird weiterhin vom Pech verfolgt und gerät mitten in Intrigen, schmutzige Geschäfte und Verbrechen. Als er die schöne Margit kennenlernt und eine leidenschaftliche Affäre mit ihr beginnt, scheint sich das Blatt zunächst zu wenden. Aber weit gefehlt - der Horror geht jetzt erst richtig los... Der Thriller überzeugt nicht durch Spannung und enorm viele Wendungen. Die Geschichte plätschert vor allem am Anfang eher vor sich hin. Das ist aber hier kein Kritikpunkt, denn das Buch zeigt andere Qualitäten. Wir lesen von einem sympathischen Menschen, der sehr viel Pech in seinem Leben hatte und von einem bösen Fettnäpfchen ins nächste tritt. Begleitet wird seine tragische Geschichte von Stimmung, die man von den hinterletzten Ecken in Paris erwartet: depressiv, melancholisch, kalt und dreckig. So nach und nach steigert sich die Spannung dennoch und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil man einfach wissen muss, wie es mit unserem Helden weitergeht und wie er wieder aus der Verstrickung der Umstände herauskommt und ob er sich überhaupt aus dieser schlimmen Lage hinausmanövrieren kann. Gleichzeitig ist der Schreibstil so flüssig, dass man gut durch die Handlung kommt und richtig in den Sog und der düsteren Stimmung von Paris gezogen wird. Da es nur einen Handlungsstrang aus der Sicht des Hauptprotagonisten gibt, kann man dem Verlauf ohne Verwirrungen folgen. Mit "Die Liebhaberin" halten wir einen sehr geradlinigen Thriller in den Händen. Alles in allem war ich sehr positiv überrascht. Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich Revue passieren lassen, was alles in der Geschichte passiert ist. Es geschieht gar nicht so sehr viel und auch die Spannung steigt nur langsam. Dennoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und ich bin einfach nur begeistert von der düsteren Stimmung. Ich habe mich von dem Sog der traurigen Gefühle mitziehen lassen und kann abschließend nur sagen, dass es sich hier um einen Thriller handelt, der mal etwas anderes ist!

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  • Rezension zu "Die Liebhaberin" von Douglas Kennedy

    Die Liebhaberin
    TheRavenking

    TheRavenking

    27. September 2011 um 17:39

    Nach dem Scheitern seiner Ehe flüchtet sich der amerikanische Filmdozent Ricks nach Paris, in die einstige Stadt seiner Träume. Dort hat er in seiner Jugend einige glückliche Monate verbracht, nun will er neuen Lebensmut finden und an seinem Buch arbeiten. Doch gleich nach seiner Ankunft muss er auf dem Boden der Tatsachen landen. Er erkrankt schwer, verliert all seine Ersparnisse und landet mitten im Ghetto unter türkischen Immigranten. Er beginnt als Nachtwächter für die dortigen Kriminellen zu arbeiten und lernt auf einer Party die geheimnisvolle Ungarin Margit Kádár kennen. Trotz ihrer spröden Art fühlt sich Ricks sofort von der älteren Frau angezogen und beginnt mit ihr eine Affäre. Doch als plötzlich alle Menschen, die ihm irgendwie geschadet haben auf gewalttätige Weise ums Leben kommen, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht. Liebesgeschichte, Sozialdrama, Serienkiller-Thriller; Die Liebhaberin bietet viele Genres in einem und zunächst scheint das auch zu klappen. Douglas Kennedy erzeugt eine dichte Atmosphäre und hat mit Ricks eine sehr sensible und nachdenkliche Hauptfigur geschaffen, deren problembeladene Existenz einen von Anfang an fesselt. Erst am Ende, wenn bei der Auflösung die Handlung ins Übernatürliche kippt, fällt auch das bis dahin recht stabile Konstrukt des Romans wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Das Finale ist dermaßen lächerlich geraten, dass man die Zurechnungsfähigkeit des Autors in Frage stellen muss. Was als Thriller für das denkende Publikum beginnt wird so schließlich zum literarischen Äquivalent eines schlechten B-Movies. Das Buch wurde mit Ethan Hawke und Kristin Scott Thomas verfilmt und startet in Frankreich schon diesen November in den Kinos.

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