Douglas Murray

 4.4 Sterne bei 8 Bewertungen

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Douglas MurrayDer Selbstmord Europas
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Der Selbstmord Europas
Der Selbstmord Europas
 (3)
Erschienen am 12.03.2018
Douglas MurrayThe Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam
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The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam
Douglas MurrayBosie: Biography of Lord Alfred Douglas
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Bosie: Biography of Lord Alfred Douglas
Bosie: Biography of Lord Alfred Douglas
 (2)
Erschienen am 15.03.2001

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der Selbstmord Europas" von Douglas Murray

“Wen die Götter vernichten wollen, machen sie zuerst wahnsinnig.”
Bellis-Perennisvor 6 Monaten

Dieses Buch ist akribisch recherchiert und betont sachlich. Es beschreibt die, im wahrsten Sinne des Wortes selbstmörderischen Folgen der islamischen Massenimmigration. Der Autor legt das Versagen der europäischen Regierungen und Medien in dieser Frage rücksichtslos offen.  

In 17 Kapiteln listet der Autor die Tatsachen, Versäumnisse, Ursachen etc. auf, die zur aktuellen Lage geführt haben. 

Unter dem Deckmäntelchen der Nächstenliebe und der falschen Propaganda stürmten (und stürmen nach wie vor) hunderttausende, mehrheitlich junge schlecht oder gar nicht ausgebildete Männer Europa, um ihre vermeintlichen Rechte am Wohlstand geltend zu machen.

Was für Kriegsflüchtlinge aus Syrien gedacht war, ist leider völlig aus dem Ruder gelaufen. Die „Wir-schaffen-das“-Politik der deutschen Bundeskanzlerin und der unterschiedlichsten NGOs, die es penibel verhindern, dass Nicht-Asyl-Berechtigte wieder abgeschoben werden können, haben dieses Desaster verursacht.

Die Probleme hier und jetzt sind: Kaum einer der jungen Männer ist für den Arbeitsmarkt wirklich zu gebrauchen; die meisten können weder lesen noch schreiben und haben sich vom “Goldenen Westen“ Wohnung, (arbeitsloses) Einkommen, Sozialleistungen und ein Auto erwartet, wozu sie nicht, aber auch gar nichts beigetragen haben. Nicht erhofft, sondern erwartet. 

Aus diffusen Schuldgefühlen, die noch aus dem Dritten Reich stammen (Kap. 10 ab S. 171), hat es die deutsche Bundesregierung verabsäumt, hier rechtzeitig Maßnahmen zu setzen, der ungefilterten Massenzuwanderung Einhalt zu gebieten. Dies führt in weiten Teilen Europas dazu, dass, wie z. B. in Teilen von London, die eigenen Staatsbürger in der Minderheit sind. 

"Hätte Enoch Powell jemand 1968 geraten, in seiner Rede die Vorhersage zu wagen, dass noch zu Lebzeiten seiner Zuhörer weiße Briten in ihrer Hauptstadt eine Minderheit sein würden, hätte er diesen Berater als Verrückten entlassen. Selbst sein berühmtester Prophet hat das Unheil, das die Migration über fast alle europäischen Länder bringen sollte, erheblich unterschätzt." (S.27) 

Dieses Buch zeigt klar und deutlich, dass “multi-kulti” kläglich gescheitert ist. Denn wie kann es sein, dass nicht die Zuwanderer sich assimilieren müssen, sondern das Zusammenleben mit ihnen muss täglich neu "ausgehandelt" werden muss? Es müsse einen Prozess der gegenseitigen Anpassung geben (S. 63).
Wenn ein Eurpäer in ein islamisches Land reist, so hat er die dortigen Gepflogenheiten wie Bekleidungsvorschriften, Umgang mit den Menschen etc. einzuhalten, widrigenfalls er mit Strafen zu rechnen hat. Für Muslime in Europa soll das umgekehrt nicht gelten? Keine Anpassung an die hierorts üblichen Umgangsformen? Männer die Frauen den Handschlag verweigern? Die sich von Ärztinnen nicht behandeln lassen wollen? Junge Männer, die nicht verschleierte Frauen für sexuelles Freiwild halten, das man ungestraft vergewaltigen kann? 

Ein wirklich krasses Beispiel von Täter/Opfer-Umkehr ist auf S. 213 zu lesen: Eine 24-jährige Deutsch-Türkin wird von drei Migranten vergewaltigt und SIE entschuldigt sich in einem Brief an die Täter, dafür, dass sie das Verbrechen angezeigt hat. Der Schlusssatz in ihrem Brief “Danke dass es dich gibt – und schön, dass du da bist.” Was soll man zu so einer kranken Einstellung sagen? Die junge Frau ist Mitglied einer linkslinken Organisation. 

Muslime lassen sich nicht einfach integrieren, weil sie – so führt der Autor aus – allein aufgrund ihrer nicht säkularer Religion, dies gar nicht können. Auf diese Idee kommen die europäischen Regierungen gar nicht erst.

Der schon erwähnte Enoch Powell hat in seiner als “Ströme aus Blut”-Rede (1968) u.a. den griechischen Philosophen Euripides zitiert, der heute aktueller den je ist: “Wen die Götter vernichten wollen, machen sie zuerst wahnsinnig.”  

Denn wie anders soll erklärt werden, dass es nun zu diesen Zuständen gekommen ist? Dass die Wünsche, Sorgen und Ängste der eigenen Bevölkerung von den Regierungen nicht wahrgenommen werden? 

Leider werden Menschen, die vor einer unkontrollierten Masseneinwanderung warnen, sofort ins rechte Eck gestellt. Noch werden die sogenannten Visegrad-Staaten dafür gescholten, keine Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen.

Noch regieren einige westeuropäische Regierungschefs abgehoben, gegen die eigene Bevölkerung, doch der Zahltag bei der nächsten Wahl kommt bestimmt. Dann ist allerdings zu befürchten, dass die rechtsradikalen Populisten die Mehrheit stellen werden. 

Ob wir das wollen? 

Fazit: 

Ein bewegendes Buch, das sich kritisch mit der unkontrollierten muslimischen Massenimmigration nach Europa auseinandersetzt. Keine leichte Kost, dennoch gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

 


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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Der Selbstmord Europas" von Douglas Murray

"Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig"
R_Mantheyvor 8 Monaten

Wenn man sich die steinernen Überreste des Römischen Reiches im heutigen Italien ansieht und sich in den damaligen Stand von Technik und Kultur vertieft, dann stößt man sehr schnell auf die Frage: Wie konnte ein so entwickeltes Imperium so plötzlich verschwinden und mit seinem Untergang den Weg für viele Jahrhunderte voller Dunkelheit und Primitivität freimachen? Nun liegt dieser Teil der Menschheitsgeschichte zu weit zurück, um für den modernen Menschen eine Warnung zu sein. Doch gewisse Parallelen zur europäischen Gegenwart sind nicht zu übersehen.

Es ist jedoch nicht Europa, das den Selbstmord sucht, sondern es sind die sogenannten europäischen Eliten, die es ermorden. Wenn es einen Kritikpunkt an diesem Buch gibt, dann ist es dieser Irrtum. Natürlich kann man auch den europäischen Völkern vorwerfen, dass sie sich mehrheitlich von irrgeleiteten Leuten regieren lassen. Ein solcher Vorwurf geht allerdings ins Leere, denn er beruht auf der falschen Annahme, dass die sogenannten demokratischen Systeme den tatsächlichen Volkswillen widerspiegeln. Tatsächlich bieten sie jedoch nur das Bühnenbild für Diktaturen von konkurrierenden Minderheiten (Parteien), die jeweils über einen Plan und verschiedene Machtmittel für dessen Durchsetzung verfügen.

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Migration von kulturfremden Volksgruppen, mehrheitlich Muslimen, nach Europa, beginnend mit der Jahrtausendwende. Dabei entlarvt es die zahlreichen Propagandalügen der europäischen Eliten und ihren Irrglauben, Europa durch eine ungefilterte Einwanderung aus der sogenannten demographischen Falle befreien zu können. Man kann einfach zusammenfassen, was in diesem Buch steht: Die westeuropäischen Eliten haben völlig den Verstand verloren. Sie besitzen weder politische, noch ökonomische Vernunft, sondern haben mit ihren Ideologien komplett die Bodenhaftung und den Bezug zur Realität verloren. Der Autor zeigt an vielen Stellen dieses Buches ganz konkret, wie sich diese Abgehobenheit äußert.

Man kann sich natürlich so viel in die Tasche lügen, wie man will – am Ende landet man dennoch stets auf dem Boden der harten Tatsachen. Das wird auch hier nicht anders sein. Dabei liegen diese Tatsachen, wie der Autor an vielen Stellen schreibt, bereits auf dem Tisch. Es kommen mehrheitlich keine Menschen, die der europäische Arbeitsmarkt gebrauchen kann, sondern Massen, die nie in die europäischen Sozialsysteme eingezahlt haben, aber von ihnen teilweise mehr profitieren als diejenigen, die es getan haben. Nicht die Zuwanderer müssen sich assimilieren, sondern das Zusammenleben mit ihnen muss täglich neu "ausgehandelt" werden. Es müsse einen Prozess der gegenseitigen Anpassung geben (siehe S. 63).

Während die ewige deutsche Bundeskanzlerin noch kurz nach der Jahrhundertwende in einer klarsichtigen Minute befand, das Multikulti "absolut gescheitert ist", versucht sie es ein Jahrzehnt später mit einem neuen Feldversuch ungeheuren Ausmaßes. Man kann diese Schizophrenie nur verstehen, wenn man begreift, dass es keine ist, sondern dass ein aberwitziger Plan dahinter steht, der selbstverständlich ebenso scheitern wird, weil er, wie der Autor immer wieder nachweist, auf zwei völlig falschen Annahmen beruht:

Erstens verändert sich wegen der viel höheren Geburtenrate der Zuwanderer die europäische Bevölkerungsstruktur. Das wird weitreichende kulturelle und ökonomische Folgen nach sich ziehen, die die jetzigen Eliten nicht begreifen oder nicht begreifen wollen. Sie glauben (oder geben das zumindest vor), dass alle Menschen gleich sind, egal, welche kulturelle Herkunft sie besitzen. Deshalb – so ihre Hoffnung – würden sich die Zuwanderer hier integrieren und irgendwann genauso sein wie die ursprünglichen Europäer. Völkerverschiebungen hätte es schließlich schon immer gegeben. Die politischen und kulturellen Überzeugungen der Zuwanderer spielen deshalb in der ganzen öffentlichen Debatte, wenn es sie denn überhaupt gibt, keine Rolle. Und wenn es Ereignisse gibt, die eine solche Debatte eigentlich erzwingen sollten, gelingt es den Eliten dennoch, sie klein zu halten.

Zweitens zeigt sich bereits heute, dass sich noch nicht einmal die dritte Generation der einstmals zugewanderten Türken in Deutschland wirklich integriert hat. Ganz im Gegenteil. Fragt man nach den Gründen dafür, dann kann das nur daran liegen, dass die Deutschen Fehler gemacht hätten. Auf die Idee, dass sich ein großer Teil der Zuwanderer überhaupt nicht integrieren will, weil er es wegen seiner religiösen Ausrichtung gar nicht kann, kommt man gar nicht erst.

Statt sich einmal tatsächlich etwas tiefer mit dem Islam zu befassen, werden "Plattitüden über die großen Weltreligionen" gemurmelt, wie es so schön im Buch heißt. Wieder eine Stelle, wo man die ganze Weltfremdheit der westeuropäischen Pseudo-Eliten festmachen kann. Tatsächlich nämlich wiederholt sich immer der gleiche Vorgang, den man gut am Euro-Desaster deutlich machen kann, denn das ist der am weitesten fortgeschrittene Destabilisierungsprozess, der von diesen Leuten in Gang gesetzt wurde: Zunächst gibt es eine absurde Idee. Hier ist es der Gedanke, man könne die europäische Einigung dadurch beschleunigen, dass man möglichst vielen Ländern gegen alle Warnungen und ohne Berücksichtigung ihrer volkswirtschaftlichen Lage eine gemeinsame Währung überstülpt. Danach werden die dramatischen Folgen dieses Irrsinns kleingeredet und mit immer neuem Unsinn (Euro-Rettung) zudeckt. Damit wird die zwangsläufige Katastrophe nur in die Zukunft verschoben und immer mehr vergrößert.

Man muss leider davon ausgehen, dass es sich bei der sogenannten "Flüchtlingskrise" völlig ähnlich verhalten wird. Dieses Buch beschreibt die entsprechenden Vorgänge mit aller Deutlichkeit. Es wird die weitere Entwicklung nicht verhindern können, vielleicht aber einigen Menschen mehr die Augen öffnen.

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metalmels avatar

Rezension zu "Bosie: Biography of Lord Alfred Douglas" von Douglas Murray

Rezension zu "Bosie: Biography of Lord Alfred Douglas" von Douglas Murray
metalmelvor 9 Jahren

Ich bin ein großer Fan von Oscar Wilde, besonders fasziniert hat mich sein Leben. Und da natürlich Lord Alfred Douglas, seine ganz persönliche Nemesis.
Schön wie ein Engel, talentiert, reich und vor allen Dingen jung. Aber dazu auch verzogen, jähzornig, beleidigt, überheblich, zerstörerisch.

Dies ist bei weitem die beste und auch ausführlichste Biographie, die ich je über ihn gelesen habe und ich habe mittlerweile bestimmt mehr als 10 Bücher über ihn und auch von ihm. In 3 Werken beschreibt er sein Leben, was sehr spannend ist, denn er ist niemals objektiv, er stellt sich dar, so wie er es gerne möchte, in einem leugnet er sogar seine Beziehung zu Oscar.
Was wohl als erwiesen gilt, ist, dass er zwar eine homosexuelle Beziehung zu Wilde hatte, die aber nur von relativ kurzer Dauer war. Und dennoch blieben die beiden ein Leben lang mehr oder weniger verbunden. Oscar liebte Bosie abgöttisch und ruinierte damit sein Leben.
Bosie wächst auf in dem Wissen, dass dem Adel alle Türen offenstehen. Sein Vater ist ein brutaler Schläger, der züchtigt wo es geht, seine Mutter duckt sich weg und unternimmt nichts dagegen. Sie wird ja selber geschlagen. Bosie ist nicht besonders klug in der Schule, wozu sich anstrengen, wenn man Geld hat. Er will dichten und schreiben. Schon im Magdalen College unterhält er homosexuelle Beziehungen und als er auf einer Party erstmals auf Wilde trifft, nimmt das Schicksal eine Wendung. Um Wilde ist es sofort geschehen und Bosie weiß das geschickt für sich zu nutzen. Er will glänzen, er will das Gespräch der Stadt sein, was auch gelingt. Er hegt einen jahrelang gepflegten Hass gegen seinen Vater und als sich die Gelegenheit bietet ihn zu verklagen, setzt er alles daran. So landet Wilde vor Gericht, verliert den Prozess und wird zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach ist er ein gebrochener Mann und will von Bosie nichts mehr wissen. Doch nach drei Monaten sind die beiden wieder zusammen. Als Wilde stirbt ändert Bosie sein Leben radikal. Es gibt einen immensen Bruch und er wird Katholik und heiratet, bekommt sogar ein Kind. Relativ lange kann er sein jugendliches Aussehen behalten, doch viele Prozesse, die er anstrengt und seine große Verbitterung lassen ihn schließlich rapide altern. Auch nach Wildes Tod bleibt sein Leben turbulent und es gibt als Konstante eigentlich nur seine Mutter, die er sehr verehrt. Er stirbt 1945 als verbitterter Mann und wird in Crawley neben seiner geliebten Mutter beigesetzt.

Murray beleuchtet jeden Aspekt seines Lebens, man erfährt sehr viel und lernt einen Menschen kennen, getrieben von einer Sehnsucht geliebt zu werden, der doch nur alle vor den Kopf stößt und sich immer wieder falsch verstanden fühlte, mit viel Wut und Hass, die es ihm nicht möglich machen Frieden zu schließen mit sich und der Welt. Ein unheimlich spannendes Leben!

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