Demon - Sumpf der Toten

von Douglas Preston und Lincoln Child
4,0 Sterne bei25 Bewertungen
Demon - Sumpf der Toten
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Positiv (16):
S

Wie immer ein spannender Pendergast! Ich bin noch immer Fan und habe jeden Fall des charismatischen Ermittlers mit freude gelesen!

Kritisch (1):
BerniGunthers avatar

Beginnt vielversprechend, baut zunehmend ab und verliert sich in den Niveau eines Groschenromans.

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Inhaltsangabe zu "Demon - Sumpf der Toten"

Eine geheime Gruft, ein mysteriöser Schiffbruch und ein Mord in den Salzmarschen - der 15. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast

In der Kleinstadt Exmouth an der Küste von Massachusetts soll Special Agent Pendergast den Raub einer wertvollen Weinsammlung aufklären. Im Weinkeller stößt er überraschend auf eine frisch zugemauerte Nische. Hinter der Wand sind Ketten zu finden, außerdem ein menschlicher Fingerknochen. Offenbar wurde hier vor langer Zeit jemand lebendig eingemauert. Die Einbrecher haben das Verlies geöffnet, das Skelett herausgeholt und die Mauer wieder geschlossen – der Weinraub war anscheinend reine Ablenkung. Schnell muss Pendergast lernen, dass Exmouth eine äußerst dunkle Vergangenheit hat. Das Skelett ist nur der erste Hinweis auf eine Verfehlung aus alter Zeit, die bis heute ungesühnt ist.

"Spannung Abenteuer, unvorhergesehene Wendungen: Lesefutter mit Suchtpotential." WDR

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426514962
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Schnuffelchens avatar
    Schnuffelchenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wie die ganze Reihe hat auch das Buch Höhen und Tiefen. Trotzdem muss ich weitermachen :)
    Eine Achterbahn

    Die Romane um Aloysius Pendergast sind nicht einfach. Die haben eine sehr speziellen Hauptprotagonisten und auch seine Fälle sind nicht 08/15. Das sprich vielleicht nicht jeden Leser an, aber seine Fans sind dafür umso treuer. Wir können auch einmal ünber ein Buch hinweg sehen, das wir to much finden oder auch das Gegenteil. Alles ist schon vorgekommen. Und so bin ich jedes Mal doppelt gespannt, wenn ich ein Buch der Reihe lese oder höre.

    Ein wenig erinnert mich Pendergast an Sherlock Holmes. Er ist ein extrem spezieller Charakter, der bei anderen aneckt und es regelrecht genießt. Er hat auf Grund seines familiären Backrounds  einen speziellen Umgang mit Recht und Gesetz, was sich schon in seine geheimnisvolle Stellung beim FBI widerspiegelt. Und es spiegelt sich im Sprecher wieder. Detlef Bierstedt kommt dem ungeübten Hörer vermutlich gelangweit rüber, doch es ist die perfekte Vertonung von Agent Pendergast – ein wenig gelangweilt, ein wenig genervt und eine gute Portion versnobt. Dadurch wirkt das Hörbuch regelrecht autentisch. So habe ich mir Pendergast beim Lesen immer vorstellt.

    Was seinen aktuellen Fall angeht, bin ich nicht ganz so begeistert. Fast wirkt es als wäre so langsam die Luft raus. Alles wirkt unrund, als hätten die Autoren versucht zwei verschiedene Ideen zusammenzupacken, das ganze aber nicht zusammen. Dadurch hängt es manchmal ganz schon und auch in der Logik gibt es Sprünge, die schon fast Abgründen überwinden müssen. Das hat auch dem geübten Hörer einiges abverlangt. Insgesamt war die Geschichte dann zwar wieder ordentlich, aber so einige Punkte könnte ich auf der Minus-Liste ansetzten, allerdings würde ich dabei spoilern, so das ich das lassen muss. Aber ich sage nur, das hier einige Charakterezüge gezeigt wurden, die ich mit den bisherigen Eigenschaften der Figuren nicht vereinbaren konnte und auch nicht möchte. Den 16. Band Obsidian habe ich bereits liegen und mal schauen, ob mich der wieder versöhnt. Den das Ende dieses Buches, verspricht eine interessante Weiterführung.

     

    Fazit: Ungetrübt war dieses Hörvergnügen nicht, aber das bin ich von der Reihe ja gewohnt. Ob mir die Richtung gefällt, in der die Autoren ihre Protagonisten entwickeln kann ich noch nicht entscheiden. Aber mit dem nächsten Buch wird auf jeden Fall weitergemacht, den ich bin nach wir vor von Pendergast und seinen Freunden, Bekannten und Mündeln gefesselt.

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Demon ist ein weiterer Teil in der Pendergast-Reihe, der mich nicht vollständig überzeugen konnte und unbefriedigt zurücklässt.
    2 quotes why: Demon von Douglas Preston / Lincoln Child

    Vorwort: Ich schreibe Rezensionen, weil es mir Spaß macht, mich auch im Nachhinein noch einmal mit einem Buch zu beschäftigen und zu reflektieren. Allerdings merke ich immer mehr, dass mir das nicht mehr so gelingt, deshalb versuche ich jetzt erst einmal was Neues: Ich möchte meine favorsierten Zitate aus dem Buch aufschreiben. So lese ich aufmerksamer und genauer und ich bin gespannt, wie das mein Lesevergnügen beeinflussen wird.

    1. „Wie hieß noch gleich diese Webseite? Sie ist nach einer großen mathematischen Zahl benannt.“ „Google?“ „Ach ja. Google den Namen doch bitte für mich.“ [Seite 8]

    2. „Wenn die meisten Verbrechen banal und dumm sind, dann deshalb weil sie meisten Menschen es sind.“ Ihre Antwort verblüffte Gavin. „Das ist ihre Ansicht über die menschliche Natur? Dass Menschen im Grunde dumm sind?“ „Ja. Es gibt Ausnahmen von der Regel. Manche Menschen entziehen sich einfachen Erklärungen. Und das gilt auch für manche Verbrechen.“ [Seite 129]

    Fazit: Demon ist ein weiterer Teil in der Pendergast-Reihe, der unabhängig gelesen werden kann, wobei es sich natürlich immer anbietet, Reihen in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Im vorliegenden Roman wird Agent Pendergast zusammen mit seinem Mündel Constance in ein Küstendorf gerufen, wo er eigentlich den Diebstahl einer Weinsammlung aufklären soll. Stattdessen stößt er auf einen lange zurückliegenden Mordfall, es ereignet sich ein aktueller Mord und die Hexen von Salem spielen plötzlich auch eine wichtige Rolle. Und dann gerät auch Pendergast selbst in Gefahr.
    Mal wieder wie man leider sagen muss. Schon im vorherigen Teil geriet Pendergast in große Gefahr und jetzt trifft es ihn erneut. Und das wird irgendwie langweilig. Ich meine, ich mag die Reihe echt gerne, ich mag Pendergast als Protagonist richtig gerne und die Bücher sind auch spannend. Aber auch irgendwie langsam ein wenig langweilig und vorhersehbar. Viele Muster und Motive tauchen immer wieder auf, sodass man als Leser schon mehr oder weniger genau weiß, was passieren wird. Ist doch blöd. Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Autoren sich mal wieder etwas Neues ausdenken. Auch würde ich mir wünschen, dass es nicht immer ins Übernatürliche abgleitet. Das war am Anfang der Reihe in Ordnung, aber mittlerweile ist auch das äußerst vorhersehbar. Ich hatte hier zum Teil fast das Gefühl, den ersten Teil der Reihe nochmal zu lesen, weil es einfach echt sehr ähnlich dazu war.
    Davon abgesehen muss ich ehrlich sagen, dass ich überhaupt kein Fan von Constance bin. Ich liebe Corrie Swanson und auch D´Agosta mag ich echt gerne. Mit Constance hingegen werde ich einfach nicht warm.
    Alles in allem gebe ich für Demon drei Punkte und eine Leseempfehlung, auch für alle, die die Reihe noch nicht kennen. Lest ein Buch der Reihe und Pendergast wird Euch nicht mehr loslassen!

    Kurzmeinung: Demon ist ein weiterer Teil in der Pendergast-Reihe, der mich nicht vollständig überzeugen konnte und unbefriedigt zurücklässt.

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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    M
    michael_lehmann-papevor 8 Monaten
    Anders als gewohnt

    Anders als gewohnt

    Eine Art „Sommerfrische“ ist es, die in diesem Pendergast-Thriller die gleichnamige Hauptfigur mit seinem Mündel Constanze Green antritt. Meinen die beiden zumindest.

    Ein Weinkeller wurde seiner kostbaren Sammlung beraubt. Nach mehrmaliger Ablehnung der Untersuchung aber kann der Besitzer der Sammlung Percival Lake, Pendergast doch Ködern. Gar zu selten und wertvoll sind die Weine.

    Nach ruhiger Fahrt und mit Seeluft in der Nase überschlagen sich dann aber die Ereignisse. Denn nicht nur der Wein ist aus dem Keller verschwunden, sondern noch etwas ganz anderes hatte wohl in einer zugemauerten Nische seit langer Zeit mit wertvollen Hinweisen „gelagert“.

    Trotz des Fehlens anderer Hauptfiguren, Freunde und Widersacher, aus Vorgängerthrillern kommt in diesem Teil des Buches durchaus „Pendergast-Feeling“ auf, zudem steht es den Ereignissen gut zu Gesicht, dass sich mehr Raum als sonst für die Entfaltung der Rolle Constanzes und ihrer „feinen Eigenarten“ entwickelt.

    Verschiedene Verdächtige, ein lange zurückliegendes Schiffsunglück, das nicht gar so zufällig war, wie man über diese Zeit hinweg meinte, abscheuliche Morde mit seltsamen, eingeritzten Zeichen und das alles in kaum überschaubarer Marschlandschaft, in der man an jeder Ecke, vor allem im hohen Gras, auf der Hut sein muss.

    Flüssig und spannend zu lesen, dazu wieder einmal sehr interessant in der Ermittlungsweise des FBI Agenten mit der, was Mode angeht, klar begrenzten Haltung. Ein hintergründiger Humor, wenn Pendergast einem Koch Nachhilfe erteilt, all das reicht nicht ganz heran an die umfassenden und ausführlichen Thriller der letzten Jahre um den Ermittler herum, bietet aber doch eine sehr anregende Lektüre.

    Die nicht vorbei ist, wenn sie vorbei scheint (nach Lösung des Falles) sondern, ein Gewisser Bruch in der Lektüre, ins „magische“, „dämonisch Gefährliche“ abgleitet. Das könnte man durchaus so auffassen, als müsste zu diesem Zeitpunkt einfach (aus Gewohnheit) noch der Gruselfaktor mit „magischen Zirkeln“ „eingeschaltet“ werden. Auch dieser Teil ist gut zu lesen, ihr Handwerk verstehen die Autoren bestens, hängt aber letztlich eher nur lose mit dem ersten, vom Raum her überwiegenden, Teil des Buches zusammen.

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    S
    salzpetravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wie immer ein spannender Pendergast! Ich bin noch immer Fan und habe jeden Fall des charismatischen Ermittlers mit freude gelesen!
    Wird einfach nie langweilig!

    Ein neuer Fall für Pendergast, diesmal in einer Kleinstadt, beginnt mit einem Weindiebstahlt. Was dann kommt, ist mal wieder ein rasanter Mix aus Ermittlung und dem was "ein Pendergast" so macht. ;)
    Ich liebe diesen exzentrischen Ermittler, der für mich immer etwas von einem adligen McGyver hat. Er kann alles, weiss alles und ist in keiner Situation wirklich aufgeschmissen.
    Er wühlt sich durch die Historie der Kleinstadt und befördert mal wieder brisantes Material zu tage. Es geht um einen misteriösen Schiffbruch und einen Keller, in dem es an Ketten ud Verstecken nicht mangelt.
    Den Rest solltet ihr dringend selbst lesen! :)

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    nscho-tschis avatar
    nscho-tschivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wie immer genial, diesmal aber mit einer etwas anderen Note...
    Wie immer genial, diesmal aber mit einer etwas anderen Note...

        Eine wertvolle Weinsammlung wird in der Kleinstadt Exmouth gestohlen. Aus Ermangelung an polizeilicher Aufklärungsarbeit, zieht der Besitzer Special Agent Pendergast  hinzu, um den Fall aufzuklären. Im Keller entdeckt Pendergast jedoch weitaus mehr als die von den Dieben übergelassene Kiste mit Flaschen eines überaus wertvollen und seltenen Weines und er muss zusammen mit seinem Mündel Constance Greene einem weitaus älteren und grausameren Verbrechen auf die Spur gehen...

        "Demon" ist vielleicht etwas anders, als die übrigen Bände um Pendergast. Am Anfang verläuft die Handlung mehr im Stil einen handelsüblichen - wenn auch spannenden - Krimis, erst mit einer, wenn ich hier spoilern darf, überraschenden und bösen Wendung nimmt die Handlung wieder die vertrauten Formen auf. Und über das Ende will ich hier nichts sagen. Ich verfluche nur, dass ich nicht direkt den Folgeband zur Hand habe.
        Ebenfalls etwas ungewöhnlicher im Vergleich ist die Figurenbestzung. Man hat es 'nur' mit Constance und Pendergast zu tun, die anderen vertrauten und altbekannten Charaktere bleiben außen vor, sie werden lediglich einmal genannt. Dies ist natürlich nicht allzu tragisch, so lernt man hier die Beiden doch mal etwas mehr von einer persönlicheren Seite kennen.

        Was soll ich groß zu "Demon" sagen? Ich bin den Büchern von Preston und Child, insbesondere den Pendergast-Bänden, hoffnungslos verfallen. Genial, spannend, unvorhergesehen,toll. Wer keines der anderen Bücher kennt, dem würde ich dieses Buch vielleicht nicht als Einstieg empfehlen (da ist meine Empfehlung weiterhin "Attic"), da es diese anderer persönlichere Note hat, obwohl es wie viele andere der Bände als unabhängiger Roman zu lesen ist.

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    Roman-Tippss avatar
    Roman-Tippsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geheimnisvoll, schaurig und spannend - Pendergast und Constance ermitteln wieder zusammen
    "Demon - Sumpf der Toten" von Douglas Preston und Lincoln Child

    Meine Meinung:

    Unheimlich und mysteriös ist der mittlerweile 15. Band der Pendergast-Reihe „Demon – Sumpf der Toten“. Pendergast und Constance ermitteln – nur wenige Monate nach den Ereignissen aus „Labyrinth“ – zum dritten Mal gemeinsam in einem Fall. Diesmal in der neuenglischen Küstenstadt Exmouth, umgeben von weiten Salzmarschen, dem gefährlichen Wechsel von Ebbe und Flut, den Legenden über Hexen und Dämonen, einem verlassenen und fernab liegenden Fischerdorf; anfangs in einem scheinbar simplen Diebstahl ermittelnd, welcher jedoch an Komplexität gewinnt, die Ursache in der Vergangenheit liegt, aber nicht der einzige zu lösende Fall bleiben wird, womit Pendergast absolut nicht gerechnet hat.

    Die Darstellung der Umgebung ist wie immer sehr gut gelungen, bildhaft, detailliert und, neben der recht spannenden Handlung – u.a. der Schiffbruch und die Morde, wie bzw. ob alles zusammenhängt – sehr schön unheimlich und geheimnisvoll. Zum Ende hin scheint die Geschichte etwas zu stark und untypisch für diese Reihe unrealistisch zu werden, was jedoch durch „wissenschaftliche“ Erklärungen wieder zum Teil rückgänig gemacht und in ein realistischeres Bild gerückt wird, wie man es von dem Autorenduo gewöhnt ist. Allerdings wirkt der Erzählstil an sich leider hier recht verändert im Vergleich zu den anderen Bänden. Dennoch sehr flüssig zu lesen.

    Das unzeitgemäße Verhalten von beiden, besonders jedoch Constances nicht zeitgerechte Kleidung, tritt hier sehr deutlich hervor. Constance wird – da sie Pendergast aktiv bei den Ermittlungen hilft – nicht selten vor das Problem gestellt, mit Menschen dieser Zeit zu interagieren, was ihr oft Schwierigkeiten bereitet. Im Laufe der Handlung kommen Constance und Pendergast sich zum ersten Mal näher.

    Das Ende zeigt einen dramatischen Showdown und weist dadurch ziemlich starke Ähnlichkeiten zu dem Ende von „Burn Case“ auf, was auch wohl daran liegt, dass nun das wieder aufgerollt wird, was damals geschickt zum Abschluss der Trilogie zum Ruhen gebracht worden ist. Somit ist „Demon – Sumpf der Toten“ eine nicht wirklich abgeschlossene Geschichte – vielleicht sogar der Auftakt zu einem weiteren Mehrteiler -, sodass man gespannt auf den nächsten Teil warten muss.


    Fazit:

    Geheimnisvoll, schaurig und spannend – Pendergast und Constance ermitteln wieder gemeinsam in einem Fall, der anfangs abweichender von seinen früheren Fällen gar nicht sein kann.

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    ForeverAngels avatar
    ForeverAngelvor 2 Jahren
    Es bleibt spannend

    So wie es einmal im Jahr Zeit für einen neuen Fitzek ist, so ist es auch einmal jährlich Zeit für einen neuen Fall von Special Agent Pendergast aus der Feder des Autoren-Duos Douglas Preston und Lincoln Child. Manchmal habe ich richtig Lust auf das Kopfkino, dass die beiden produzieren können, und sehne mich nach dem Adrenalinkick, den mir das Eintauchen in Pendergasts Welt beschert. Etwas ungewöhnlich klang für mich der Klappentext - ein Raub, bei dem Wein und ein Skelett gestohlen wurde? -, denn hier deutet nichts auf die für einen Pendergast-Fall typischen Mystery Elemente hin.

    "Der Ort verströmte die Atmosphäre leichter Vernachlässigung - was seinen Charme nur noch erhöhte: ein Städchen am Meer mit weißen Schindelhäusern, Seemöwen, die am Himmel kreisten, holprigen Backsteinbürgersteigen und kleinen Geschäften."
    (Kapitel 2)

    Aber keine Sorgen, natürlich ist auch Demon wieder ein Thriller, der Mystery und Wissenschaft mit Action vermischt. Besonders spannend finde ich bei diesem Fall wieder einmal die Verbindung zu historischen Ereignissen. Wer anders als Special Agent Pendergast würde wohl einen Weindiebstahl mit den Hexen von Salem in Verbindugng bringen?

    Der Plot von Demon unterscheidet sich dahingehend von den letzten beiden Bänden, dass er  sich etwas mehr auf seine Wurzeln besinnt, was mir persönlich ausgesprochen gut gefällt. Viele alte Bekannte treffen wir dieses Mal nicht wieder, der Fokus liegt viel mehr auf Pendergast und Constanze Green und ihrer zwischenmenschlichen Beziehung zueinander sowie auf der Aufklärung des Falles. Eines Falles, der mir wirklich gut gefallen hat. Dieses Monster, das da fröhlich durch die Gegend mordet, und die seltsamen Bewohner von Exmmouth, die den Ermittlern keinen Schritt entgegen kommen. Und dann ist da noch das Ende... Ich kann mich nicht erinnern, dass es in dieser Reihe schon einmal einen fieseren Cliffhanger gab als diesen.

    (c) Books and Biscuit

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    baronessavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe das Buch "verschlungen" - genial, wie immer!
    Hexenzirkel

    „Vorsicht Spoiler!“

    Die Ruhe wurde gestört, als ein Künstler Pendergast um die Aufklärung seines Weindiebstahls bat. Erst wollte der Agent ablehnen, aber der Preis war eine Flasche seltenen Weines. Mit Constance machte er sich auf den Weg nach Exmouth. Dort stellte er fest, dass der Weindiebstahl nur vorgetäuscht war. Die Täter entwendeten ein Skelett, das in einer zugemauerten Spalte war. Mit akribischer Sorgfalt, versuchte Pendergast die Tat aufzuklären. Die Bewohner machten es ihm dabei nicht leicht, denn die Stadt steckte tief im Verbrechen drin. Außerdem war da noch der Hexenzirkel, deren er keine Beachtung schenkte, bis dass Monster auch vor ihm keinen Halt machte.

     

    Dies ist die Kurzfassung der Geschichte.

     

    Meine Meinung:

    Das ist ein neuer Fall für Special Agent Pendergast. Diesmal ermittelt er privat und steckt zum Schluss in Schwierigkeiten, weil er einer Sache wenig Beachtung schenkte. Trotz seiner Gabe der schnellen Gedankenspiele.

    Die Geschichte beinhaltet überraschende Begebenheiten, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Es ist zwar ein Thriller, der aber gespickt ist mit Abenteuer. Die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben, ebenso das Umfeld. Es passt einfach zu dem exentrischen Ermittler.

    Man hat ebenso eine gute Vorstellungskraft – z. B. wenn ein Schiff auf den Klippen zerschellt. Auch das Monster, welches Mordent durch die Stadt zieht, ist gut getroffen.

     

    Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt, die mit Tybanezeichnungen beginnen. Das hat mit den Hexen zu tun, aber mehr verrate ich nicht.

     

    Auch diesmal werden Morde begangen, weil die Gier nach Macht und Reichtum groß ist. Entsetzt war ich wegen des Endes, aber ich hoffe auf positive Aufklärung beim nächsten Teil.

     

    Das Cover zieht zwar fesselnd aus, aber ich hätte ein anderes gewählt, was zur Geschichte passt. Der Text lässt sich flüssig lesen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

     

    Ich liebe diese Reihe um Agent Pendergast, denn die Geschichten sind spannend und ein wenig abenteuerlich. Ich bin jedes Mal fasziniert, denn die Themen sind immer anders und nie langweilig. Diesmal sogar faktischer als sonst. 

     

    Leider muss ich warten, bis ich weiß, wie es mit Agent Pendergast weiter geht.

     

    Fazit:

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist facettenreich, spannend und hat einige Begebenheiten, die erst einer Demaskierung bedürfen.

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    MichaelSterziks avatar
    MichaelSterzikvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zwei Handlungsstränge - Opulentes Ende mit einem Cliffhanger - Beziehungsebenen und ein paar Hexen. Großartige Unterhaltung.
    In vino veritas und ein paar Hexen bitten zum Tanz der Teufel

    Mit dem aktuellen Titel „Demon – Sumpf der Toten veröffentlich das Autorenduo Preston und Child den inzwischen schon 15. Band der Reihe um den exzentrischen Special Agent Pendergast.

    Angefangen über den Titel „Das Relikt“ in der 90er Jahren, ist der im eleganten Schwarzen gekleidete Pendergast schon längst eine Kultfigur in dem Genre Thriller geworden. Eine personifizierte Symbiose irgendwo zwischen James Bond und Sherlock Holmes. Es fehlen vielleicht die geschüttelten Martinis und die Pfeife, aber ansonsten steht er den großen Ermittlern in nichts nach.

    Der 15. Band führt Pendergast und sein Mündel Constance Green in die Sümpfe von Exmouth an der Küste von Massachusetts. Sein Auftraggeber bittet ihn um Hilfe bei der Auflösung eines Diebstahls von erlesenen Weinen. „In vio veritas“ - fast – zwar steckt die Wahrheit nicht im Wein, aber zum Teil hinter den Mauern des Weinkellers, bzw. wer hatte Interesse eine eingemauerte Leiche gleich mit zu entwenden?

    Exmouth so unscheinbar das kleine provinziale Städtchen doch sein mag, birgt es doch einige dunkle Geheimnisse. Piraterie – ein verschollenes Schiff und sogar eine Zweigstelle der Hexen von Salem. Pendergast und Constance Green werden in den historischen Sog alter Familiengeschichten und traditionell ausgeübter Magie gezogen.

    Kritik

    „Demon – Sumpf der Toten“ besinnt sich auf die alten, erfolgreichen Ermittlungsmethoden Pendergasts, die langjährige Leser noch von den ersten Romanen kennen dürften. Zwar tauchen die weiteren bekannten Charaktere Vincent D’Agosta, Margo Green und Nora Green überhaupt nicht auf, doch die beiden Autoren lassen Pendergast und Green in ihrer komplizierten Beziehungsebene wachsen. Pendergast ist wie immer in Hochform, jeden Ermittler weit voraus, aber Constance Green spürt, dass sich in der Vergangenheit dieser kleinen Küstenstadt Dunkles, Böses verbirgt. Diese Situation, die beide unterschätzen, lassen sich in höchster Lebensgefahr kommen.

    Die Autoren Douglas Preston und Lincoln Child verstehen es raffiniert, eine Geschichte in der eigentlichen Geschichte getarnt zu verstecken. So simpel eine Auflösung dann doch ist , so explosiv geht’s dann doch weiter und endet mit einem grausamen Cliffhanger und einigen unbeantworteten Fragen.

    Das wirklich Herausragende an dieser Reihe ist ebenfalls die Entwicklung der Figur Pendergast. In den ersten Romanen ist er ein eigenwilliger Einzelgänger, der nicht viel persönliches preisgibt, in den nachfolgenden Bänden allerdings wird seine Vergangenheit immer präsenter und privater. Mit Constance Green als Mündel übernimmt er Verantwortung. Zwar herrscht noch immer zwischen ihm und der Welt ein tiefer Graben Distanz, doch mehr und mehr begreift er, dass Hilfe von dritten nötig ist.

    Wissenschaft, Legenden, Mythen und Sagen – bilden den Grundstein dieser Romanreihe. Einfache Mittel, die allerdings überzeugend in den Geschichten eingearbeitet wurden. Hinzu noch ein extrem, eigenwilliger Ermittler mit einer geheimnisvollen Vergangenheit und das Gefahrenpotenzial dramatisch hoch und fertig ist der Bestseller. Die Reihe um Pendergast ist einer der wenigen Reihen, die auch noch nach dem 15. Band faszinieren können.

    Fazit

    „Demon – Sumpf der Toten“ überzeugt durch einen langsamen, aber geradlinigen Spannungsaufbau. Ein spannender Sumpf, der den Leser in etwas Dunkles, grausamen reinzieht.

    Atmosphärisch großartig gewählte Schauplätze, die dann doch vom eigentlichen formidabel ablenken, aber auch nicht enttäuschen. Die Dramatik im letzten Drittel ist atemberaubend und es würde der Reihe insgesamt gut tun, wenn diesmal eine tragende Figur ein literarisches und endgültiges Ende finden könnte.

    Ich freue mich sehr auf den 16. Fall des Special Agent Pendergast.

    Michael Sterzik

    20.01.17

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    BerniGunthers avatar
    BerniGunthervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Beginnt vielversprechend, baut zunehmend ab und verliert sich in den Niveau eines Groschenromans.
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