Douglas Preston , Mario Spezi Die Bestie von Florenz

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Inhaltsangabe zu „Die Bestie von Florenz“ von Douglas Preston

Douglas Preston will einen schönen Sommer in der Toskana verbringen – doch dann erfährt er von einer spektakulären Mordserie. Die Bestie von Florenz hat sieben Paare brutal ermordet, und trotz langjähriger Polizeiarbeit, unzähligen Verdächtigen und Verurteilungen scheinen die Verbrechen noch nicht aufgeklärt zu sein. Gemeinsam mit dem italienischen Journalisten Mario Spezi beginnt Douglas Preston zu recherchieren. Die beiden decken nicht nur Ermittlungsfehler und Ungereimtheiten der italienischen Rechtsprechung auf, sondern geraten selbst in das Fadenkreuz der Ermittler. Der internationale Bestseller exklusiv im Knaur Taschenbuch: eine faszinierende und schockierende Anatomie des Verbrechens!

Der Fall ist gut recherchiert, aber sehr langatmig das ganze. Bin von Douglas Preston anderes gewöhnt.

— KerstinMC

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  • Spannende Lektüre über einen echten Kriminalfall

    Die Bestie von Florenz

    P_Gandalf

    05. October 2016 um 20:26

    Gleich vorweg - wer einen Roman erwartet wird enttäuscht.Das Duo Preston/Spezi arbeiten einen echten Kriminalfall und wollen aufzeigen, welche gravierenden Fehler von den Ermittlungsbehörden gemacht wurden und in welche abstrusen Theorien man sich verrannte. Beide Autoren werden tiefer in den Fall einbezogen, als ihnen lieb sein kann. Die Spannung wird eben nicht durch die bestialischen Morde und eine Jagd auf den/die Mörder erzeugt, sondern zieht sich aus der Überlegung "auf welche verrückte Idee werden die noch kommen".Wer dies beherzigt, wird auf seine Kosten kommen.

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  • eBook Kommentar zu Die Bestie von Florenz von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    Marc

    via eBook 'Die Bestie von Florenz'

    Wieder einmal bestätigt sich die alte Weisheit, dass die Realität oft absurder ist als alles, was sich ein Autor ausdenken kann. Von aussen betrachtet, wirken manche der Protagonisten wie komplett Wahnsinnige. Man blickt in einige Abgründe der italienischen Justiz, die man sich so nicht hätte vorstellen können. Spannender als jeder Roman von Preston. Man kann kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Fortsetzung folgt?

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    wildfire

    15. January 2012 um 18:12

    auf dem cover steht: "dieses buch wird ihnen den angstschweiß auf die stirn treiben". was die spannung angeht sicher nicht. damit ist wohl eher die mehr als schlammpige ermittlungsarbeit von italienischer polizei und staatsanwaltschaft gemeint. denn hierbei handelt es sich nicht um einen roman,sondern um einen TATSACHENBUCH von douglas preston und mario spezi. an anfang steht ein doppelmord von 1968 der unter dem namen die bestie von florenz schlagzeilen macht und dem bis 1985 noch einige morde folgen. da polizei und staatsanwaltschaft jahrelang keine nennenswerten bis gar keine fortschritte machen,macht der italienische journalist und autor (später kommmt dann noch douglas preston hinzu)seine eigenen ermittlungen im bestienfall. durch ihre eigenen ermittlungen kommen preston und spezi den polizeilichen gehörig in die quere,was für beide unerfreuliche konsiquensen nach sich zieht.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    IjonTichy

    09. November 2011 um 22:09

    Wer hier einen typischen Thriller ala Preston/Child erwartet liegt falsch ! Hier wird eher chronographisch über die Recherchen zu einem bis dato ungelösten Fall in Italien berichtet,der auch schon durch diverse Medien ging.Ich tat mich anfangs etwas schwer,da ich einen normalen Roman erwartete,war dann aber doch ziemlich gefesselt,als durch die Lektüre etliche Ermittlungsversäumnisse aufgedeckt und andererseits auf als Ergebnis der Recherche die Autoren als Involvierte verdächtigt wurden.Mitnichten also eher ein Sachbuch als ein Thriller aber durchaus lesenswert !

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    AnjaKoenig

    21. August 2011 um 19:39

    die thematik hat mich schon interessiert, aber die umsetzung war dann doch nicht ganz so toll. klar, ist es ein sachbuch, aber von douglas preston hätte ich dennoch einen etwas fesselnderen schreibstil erwartet. trotzdem lässt sich das buch ganz gut lesen.

  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    Avatarus

    12. August 2011 um 13:07

    Der Schreibstil hat mir nicht gefallen. Wenn ich einen Polizeibericht lese, dann erwarte ich einen solchen Schreibstil. Fand ich zu nüchtern. Kaum Erzählung. Man hätte das in eine schöne Geschichte packen können. Hat man hier versäumt. Ich verstehe nicht, warum es ein solcher Bestseller geworden ist. Ich musste es nach knapp 100 Seiten auf Seite legen, da ich ich bessere Romane hier liegen habe, die gelesen werden wollen.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    Sunni

    07. August 2011 um 10:06

    Anfang der 80er Jahre werden immer im Sommer mehrere Pärchen in der Gegend von Florenz ermordet. Es gab mehrere Verdächtige, doch die wahre Bestie wurde jedoch nicht geschnappt. Mario Spezi und Douglas Preston, zwei Journalisten, machen sich erneut auf die Suche. Von der Story her war das Buch ganz interessant, allerdings hat mir die Umsetzung nicht gefallen. Das Buch hat sich sehr gezongen. Zwischenzeitlich fand ich es auch langweilig. Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Liste ALLER Charaktere aus dem Buch, nicht nur eine Aufstellung der Nebenpersonen. Darudch, dass es immer neue Verdächtige und neue Ermittler gab, war es irgendwann ganz schön chaotisch und schwer die einzelnen Personen auseinander zu halten.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    MinnieMay

    09. November 2010 um 19:53

    "Die Bestie von Florenz" ist kein Kriminalroman. Dieses Buch ist eine Mischung aus der Zusammenfassung eines wahren Falles und den Erfahrungsberichten der beiden Autoren. Gut und glaubwürdig recherchiert erzählt Mario Spezi eine Geschichte, die dem Leser Gänsehaut bereitet, nicht zuletzt weil sie nicht fiktiv ist. Die sogenannte "Bestie von Florenz" ermordete im Laufe der 60er bis 80er Jahre insgesamt 14 Menschen, immer Paare und bis heute ist nicht geklärt wer dieser Mörder war. Dennoch gab es unzählige Prozesse, fragwürdige Beweisführungen und Verurteilungen. Mario Spezi und Douglas Preston kritisieren die Ermittlungsarbeit der italienischen Polizei und geraten dabei selbst ins Visier der Behörden. Das italienische Rechtssystem wirkt korrupt und inkompetent, so dass man nur hoffen kann hier eine Ausnahme vor sich zu haben. Letztlich lässt dieses Buch den Leser mit einem mulmigen Gefühl zurück und der Gewissheit, dass die Morde weit mehr als 14 junge Leben zerstört haben. Unbedingt lesenswert und erschreckend real.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    Lonice

    14. September 2010 um 08:43

    Florenz, einstmals prächtigste Stadt in der Toskana, noch heute beliebtes Ausflugsziel aller Toskanareisenden. Aber rund um dieses Juwel der Architektur und Geschichte herum spielten sich in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts Dinge ab, die kein Tourist gerne hört oder gar erlebt. Auch Douglas Preston, den meisten eher bekannt als Teil des Autorenteams Preston/Child besuchte die Toskana als Tourist und beschloss zu bleiben. Florenz erschien ihm als der perfekte Hintergrund für seinen neuen Roman. Es sollte um einen Verbrecher gehen, um alte Dokumente, um Geheimnisse. Da Preston zwar Tourist und neuerdings auch Einwohner der Toskana war, sich aber weder mit der Geschichte noch mit den italienischen Ermittlungsmethoden auskannte, machte er sich auf die Suche nach einem, der ihm etwas darüber erzählen konnte. Über diverse Umwege stieß er so auf Mario Spezi, Kriminaljournalist, der ihn darüber aufklärte, dass unterhalb des Grundstückes, auf dem Preston wohnte, 20 Jahre zuvor ein schrecklicher Doppelmord geschehen war. Spezi erzählte ihm die Geschichte der [i]Bestie von Florenz[/i], einem Mörder, der über mehrere Jahre hinweg mutmaßlich 16 Menschen ermordet hat. Immer Nachts, immer Paare nach dem Liebesspiel, immer grausam. Und der niemals gefunden wurde. Zumindest war sich Spezi dessen sicher, obwohl ein Mann als Bestie verurteilt wurde und im Gefängnis saß. Preston war gefesselt von der Geschichte und ließ sich von Spezi die Tatorte zeigen, las alles, was es über den Fall zu lesen gab und begann, gemeinsam mit Spezi, zu ermitteln. Das Ergebnis liegt in diesem Buch hier vor, das in seiner Ehrlichkeit beeindruckt. Preston und Spezi äußern Vermutungen, sagen auch, wen sie für den Mörder halten, geben aber gleichzeitig zu, dass sie es nicht endgültig beweisen können. Sie sind schonungslos ehrlich bei der Aufdeckung von Ermittlungspannen - wobei sich mancher fragen mag (die Autoren auch), ob es wirklich Pannen waren, oder doch beabsichtigte Unterlassungen. Vieles in diesem Fall ist undurchsichtig. Ständig werden neue, abstruse Theorien aufgestellt, diejenigen, die auf eigene Faust ermitteln, geraten sofort in den Fokus der Behörden. So erging es auch Spezi und Preston. Während Preston nur verhört wurde, musste Spezi, als hochverdächtig geltend, sogar für einige Zeit ins Gefängnis. Das Buch ist ein ehrlicher, zum Teil schockierender Bericht über einen Serienmörder - und über die Arbeit der italienischen Polizei. Typisch Preston ist es, obwohl Sachbuch, doch sehr romanhaft geschrieben und fesselt von der ersten Seite an. Die Geschichte beginnt mit einem harmlosen Urlaub und gipfelt eben in jenen Dingen, die bereits erwähnt wurden. Dabei sind die Theorien von Preston und Spezi jederzeit nachvollziehbar nachgestellt und für einen etwas belesenen Laien auch vollkommen erklärbar. Ein Buch, das nur lesen sollte, wer wirklich interessiert an der Thematik ist. Es ist eben KEIN Roman, sondern die Darstellung der Wirklichkeit, und das macht es umso bedrückender. Fazit: Fesselnd, ehrlich und verstörend. Ein typischer Preston.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    Sanicha

    14. August 2010 um 10:25

    Meine Rezension: Das Buch „Die Bestie von Florenz“ von den Autoren Douglas Preston und Mario Spezi ist eine Geschichte die die Realität schrieb. Der Schreibstil ist flüssig und der Leser kommt gut voran beim lesen. In der Einleitung wird erzählt, wie Douglas Preston und Mario Spezi aufeinander treffen und dann das weitere Geschehen gemeinsam erleben. Damit Douglas Preston auf dem neusten Stand über den Serienmörder, auch genannt die Bestie von Florenz ist wird direkt im ersten Teil des Buches aus der Sicht von Mario Spezi geschrieben. Er hat die einzelnen Geschehnisse rund um die Morde live miterlebt und kann daher aus erster Hand davon berichten. In diesem Teil der Geschichte erfährt man schon einiges über das Rechtssystem in Italien und auch über die vielen Verdächtigen und Mitwirkenden der Geschichte. Ich finde diesen Teil sehr spannend und interessant erzählt. Als Leser rätselt man gleich mit ob nicht wirklich die ein oder andere Person der Serienmörder ist, die in der Geschichte beschrieben wird. Im Letzten Teil des Buches wird dann aus der Sicht von Douglas Preston erzählt, der nach Italien gezogen ist um dort mit seiner Familie zu leben. Man erfährt einige weitere Interessante Sachen über die Bestie von Florenz sowie über das Rechtssystem in Italien. Gemeinsam mit Mario Spezi versucht er das Geheimnis rund um die Bestie zu lüften. Nachdem dann aber die beiden Protagonisten selbst ins Visier der Ermittler geraten wird es richtig spannend, da die Ermittler nun davon ausgehen, das Mario Spezi die Bestie von Florenz ist. Es geht aufjedenfall richtig spannend weiter und der Leser ist bis zum Ende an die Geschichte gefesselt. Das Buch liest sich wie ein Thriller nur mit dem Unterschied, dass man sich als Leser immer wieder bewusst daran erinnern muss, dass hier reale Erlebnisse verarbeitet wurden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat mir richtig Spaß gemacht es zu lesen. Es war super geschrieben und ich konnte nicht mehr davon lassen. Besonders fasziniert war ich davon, wie man vom Rechtssystem in Italien behandelt wird und einem förmlich die Wörter im Mund umgedreht werden, nur damit man in die Geschichte hineinpasst und jemand damit seine eigene Kariere vorantreiben kann. Fazit: Ein sehr interessantes und spannendes Buch was sehr gut geschrieben ist. Es lässt einen nicht mehr los und man möchte miterleben, ob der faszinierende Fall des Serienmörders endlich gelöst wird und wer alles daran beteiligt ist. Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde es auch weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    chiara

    12. June 2010 um 15:33

    Eigentlich wollte Douglas Preston in Florenz für einen neuen Roman recherchieren. Doch der italienische Kriminaljournalist Mario Spezi, der auch ein guter Freund Prestons ist, erzählte ihm von dem italienischen Jack the Ripper: der Bestie von Florenz. Sie ermordete in der Zeit zwischen 1968 und 1985 sieben Paare und wurde bisher nie gefasst. Die Geschichte der Bestie bietet eine gute Thriller-Vorlage, wie bereits Thomas Harris mit seinem Roman „Hannibal“ bewiesen hat. Doch auch die vorliegende „Biografie“ dieses Serienmörders kann sich sehen lassen und steht einem klassischen Thriller um nichts nach. Wenn man von diesem Buch nicht wüsste, dass es sich um ein Sachbuch handelt, könnte man es glatt für den neuesten Thriller aus der Feder von Douglas Preston halten. Inhaltlich ist dieses Buch in zwei Teile unterteilt. Im ersten Abschnitt wird beschrieben wie Mario Spezi im Jahre 1981 zum Schauplatz eines Doppelmordes gerufen wird. Da er noch vor dem Staatsanwalts und dem Polizeichef am Tatort ankommt, kann er ungestört den Ort besichtigen sowie einen guten Blick auf die Opfer erhaschen: ein Bild, das er nie wieder vergessen wird. Von da an widmet Spezi seine journalistische Karriere dem Serienmörder. Er verfolgt die Arbeit der Polizei und Justiz bei der Suche nach der Person, die für die Morde verantwortlich ist. Außerdem ist er immer der erste Journalist vor Ort, wenn die Bestie wieder zugeschlagen hat. Im zweiten Teil erzählt Douglas Preston wie auch er zehn Jahre später von der Bestie fasziniert wurde und beschloss zusammen mit Spezi einen Artikel darüber zu schreiben. Die Weltöffentlichkeit sollte über diesen Serienmörder und die Unfähigkeit der italienischen Polizei informiert werden. Denn bisher kennen außerhalb Italiens nur die wenigsten diese Geschichte. Doch dieses Ziel verfehlten die beiden Journalisten im ersten Anlauf, denn sie hatten den Einfluss der italienischen Justiz unterschätzt ... Wie bereits erwähnt, kann man das vorliegende Buch ohne Probleme für einen Thriller halten. Er hat alle Elemente, die ein guter Thriller benötigt: viele Morde, zerstörte Familien und Leben, unfähige Ermittler sowie Personen, die versuchen die Wahrheit ans Licht zu bringen. Wer hier einen trockenen Text erwartet, wird definitiv enttäuscht. Douglas Preston erzählt die Geschichte der Bestie in seinem bekannten, atmosphärischen dichten Schreibstil, der einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Man wird von der Thematik gefesselt und am Ende lässt einen das Buch nicht mehr los. Auch jetzt, zwei Tage nach dem Beendigen des Buches, kann ich immer noch nicht aufhören über das Nachzudenken. Wie die italienische Polizei bei ihren Ermittlungen vorgegangen ist, erschütterte mich. Wie verzweifelt waren diese Gesetzeshütter, dass sie sogar gegen Journalisten ermittelten? Doch trotz dieser vielen Momenten, die mich nur ungläubig den Kopf schütteln liesen, gab es auch eine Stelle, die mich sehr beeindruckt hat. Die Mutter, der 1984 ermordeten Pia Rontini, lehnte ein Interviewgesuch Prestons und Spezi ab und sagte den beiden, dass sie in der nächsten Zeit die Bilder ihres verstorbenen Mannes und ihrer Tochter von den Wänden nehmen wird. Die Begründung? „Ich will mich nicht mehr mit dem Tod umgeben. Denn ich hatte etwas vergessen – dass ich ja noch lebe.“ Frau Rontini gibt mir die Hoffnung, dass es auch nach einer solchen Tragödie möglich ist einen Weg wieder zurück ins Leben zu finden und die Bestie von Florenz dieses Leben nicht komplett zerstört hat. Obwohl mich das Buch sehr erschüttert hat, kann ich es nur weiterempfehlen. Denn diese wahre Geschichte, die Douglas Preston erzählt, hätte sich niemand ausdenken können.

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  • Rezension zu "Die Bestie von Florenz" von Douglas Preston

    Die Bestie von Florenz

    *Wölkchen*

    30. May 2010 um 16:33

    Ist es vorstellbar, ohne Angabe von Gründen verhaftet zu werden, des mehrfachen Mordes angeklagt zu werden und trotz Fehlen jeglicher Beweise und allein aufgrund von abstrusen und verworrenen Theorien der Staatsanwaltschaft verurteilt zu werden? Ist es in einem Rechtsstaat denkbar, dass Zeugenaussagen und Gutachten, die nicht ins Konzept passen und den Angeklagten entlasten würden, komplett ignoriert werden? Das klingt nach einem schlechten Kriminalroman! Douglas Preston und Mario Spezi zufolge ist es die Realität. Für die Recherche zu seinem neuen Buch zog Douglas Preston nach Florenz, wo er den Kriminalreporter Mario Spezi kennenlernte. Spezi berichtete Preston von einer spektakulären Mordserie, bei der zwischen 1968 und 1985 insgesamt 8 Liebespaare im Florenzer Hinterland grausam ermordet wurden. Der Mörder wurde nie gefunden, wenn auch zahlreiche Männer verdächtigt, verhaftet und verurteilt wurden. Fasziniert von der Geschichte um die sogenannte „Bestie von Florenz“ vertieft sich Preston zusammen mit Spezi erneut in den Fall. Sie rekonstruieren die Taten, treffen Zeugen und Verdächtige und rekonstruieren die Theorien der Staatsanwaltschaft. Im Laufe dieser Nachforschungen geraten sie selbst ins Visier der Ermittler: Spezi wird verdächtigt, ein wichtiger Drahtzieher bei den Morden, wenn nicht sogar selbst „die Bestie von Florenz“, gewesen zu sein. Preston wird Falschaussage vorgeworfen, woraufhin er Italien verlassen muss. Ihre Erfahrungen und Theorien veröffentlichen Douglas und Preston schließlich in mehreren Artikeln und Büchern. „Die Bestie von Florenz“ ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil werden die Morde und Ermittlungen bzw. Ermittlungsfehler aus Sicht von Mario Spezi geschildert. Der zweite Teil behandelt die gemeinsame Recherche von Preston und Spezi, die das Autorenduo seit ihrem Zusammentreffen im Jahr 2000 betrieben hat. Beide unterstellen Polizei und Staatsanwaltschaft, dass bei den Ermittlungen weniger die Suche nach der Wahrheit, als die eigene Karriere im Vordergrund stand. Dies führte dazu, dass offensichtlich unhaltbare Theorien weiter verfolgt und damit Unschuldige verurteilt werden mussten, um das eigene Gesicht zu wahren. In der Darstellung von Preston und Spezi sind die Fehler der Polizei so eklatant und die abstrusen Konstrukte, die zu Verhaftungen führen, so wenig nachvollziehbar, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie nicht zu Justizskandalen führten. Die breite Akzeptanz dieser abstrusen Theorien erklärt Graf Niccolò Capponi, ein guter Freund Prestons, mit der italienischen Eigenart der „Dietrologia“: „Dietrologia ist die Vorstellung, dass das Offensichtliche nicht wahr sein kann. […] Die Dietrologia ist der eigentlich Kern der Sache! Um jeden Preis müssen sie etwas finden, das hinter der sichtbaren Wirklichkeit steckt. Da kann nicht nichts dahinter sein. Warum? Weil es undenkbar ist, dass das, was man sieht, die Wahrheit sein könnte.“ Natürlich ist Prestons und Spezis Blick auf den Fall, und damit auch das dem Leser vermittelte Bild, einseitig. Die Vertreter des eigentlich Beschuldigten, das italienische Rechtssystem, kommen nicht zu Wort. Doch haltlos sind die Vorwürde des Autorenteams sicherlich nicht: 2008 wurden Hauptkommisssar Michele Giuttari und Oberstaatsanwalt Giuliano Mignini, beide maßgeblich an den gescheiterten Ermittlungen beteiligt, wegen Amtsmissbrauch angeklagt. Einen erschreckenden Bezug zur Gegenwart stellt Preston am Ende des Buches her: Der Fall um die 2007 in Perugia ermordete Studentin Meredith Kercher ist aus den Medien bekannt. Staatsanwalt war wieder besagter, in Misskredit geratener, Guiliano Mignini, der als Verdächtige schnell die mittlerweile verurteile Amanda Knox präsentierte. Auch wenn er es nicht direkt ausspricht, braucht es nicht viel Fantasie, um sich Prestons Meinung zu diesem Fall auszumalen… „Die Bestie von Florenz“ ist ein höchst spannendes Buch, das den Leser schockiert und ungläubig zurücklässt. Einem fiktiven Roman hätte ich Unglaubwürdigkeit und Realitätsferne vorgeworfen – doch die Realität übersteigt leider das Vorstellbare.

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