Die Stadt des Affengottes

von Douglas Preston 
4,1 Sterne bei31 Bewertungen
Die Stadt des Affengottes
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Spannend, sehr gut recherchiert und vor allem authentisch. Eine Reise ins Unbekannte.

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Gut recherchiert, sehr informativ, umfangreich und teilweise auch spannend!

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Inhaltsangabe zu "Die Stadt des Affengottes"

Eine großartige Abenteuererzählung aus dem Dschungel Mittelamerikas von Bestsellerautor Douglas Preston

Eine sagenumwobene Stadt von unglaublichem Reichtum, mitten im undurchdringlichen Regenwald von Honduras: Immer wieder haben sich Abenteurer auf die Suche nach der Weißen Stadt gemacht, der Stadt des Affengottes. Doch der Legende nach liegt ein Fluch auf ihr. Sintflutartiger Regen, giftige Schlangen und tödliche Krankheiten verhinderten jahrhundertelang eine Erforschung dieser untergegangenen Zivilisation. Erst mit Hilfe modernster Technik gelang es, sie genau zu lokalisieren. Bestsellerautor Douglas Preston hat sich zusammen mit einer archäologischen Expedition auf die Spuren der verlorenen Stadt begeben – doch für das, was er fand, bezahlte er einen hohen Preis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328103325
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:08.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 04.09.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Schwammvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Spannend, sehr gut recherchiert und vor allem authentisch. Eine Reise ins Unbekannte.
    Die Reise beginnt ...

    Der Autor

     

    Douglas Preston, geboren 1956, feierte 1994 mit seinem Roman Jennie sein Debüt als Schriftsteller. Er studierte in Claremont unter anderem Mathematik, Biologie, Physik und Chemie, ehe er sich letzten Endes für die englische Literatur entschied und darin graduierte. Er schreibt neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller auch regelmäßig Artikel für Harper’s, The Atlantic und den National Geographic.

     

    Worum geht es?

     

    „Die Stadt des Affengottes“ oder auch unter dem Namen „Die weiße Stadt“ ist eine sagenumwobene verschollene Stadt einer unbekannten Zivilisation in den Regelwäldern Honduras. Viele Abenteurer behaupten die Stadt bereits entdeckt zu haben, doch alle Erzählungen erwiesen sich als haltlos. Douglas Preston bekommt eines Tages mehr oder weniger per Zufall die Chance, an einer Expedition teilzunehmen, deren Ziel es ist, eben jene verlorene Stadt zu finden.

    Dank modernster Lastertechnik aus den Vereinigten Staaten, schaffen sie es, trotz vieler Hürden bei der Genehmigungserteilung in Honduras, einem Land, das noch immer von Drogenhandel und Korruption geprägt ist, das vermeintliche Gebiet per Flugzeug zu scannen und zu kartografieren. Und tatsächlich entpuppt sich die tagelange Arbeit als Erfolg. Seltsame Unebenheiten unterhalb des wohl dichtesten und noch fast gänzlich unerforschten Regenwaldes machen Hoffnung.

    Und nach weiteren zwei Jahren Vorbereitungsphasen darf Douglas Preston endlich als Reporter des National Geographic mit auf die Entdeckungsreise durch den Urwald. Zusammen mit einem groß zusammengestellten Team begibt er sich auf die Suche nach der Stadt des Affengottes und deren Relikte einer vergessenen Zivilisation. Doch der Erfolg hat auch einen Preis. Denn plötzlich wird aus einem Abenteurer ein Weltlauf gegen die Zeit und das eigene Leben.

     

    Fazit

     

    Unvergessen sind sicherlich vielen die Filme des Indiana Jones, als uns Steven Spielberg mit Harrison Ford, eben jene archäologischen Abenteuer zusammen mit Peitsche und Hut ins Wohnzimmer brachte. Die Archäologie des 21. Jahrhundert gestaltet sich da schon etwas schwieriger. Douglas Preston erfährt durch seine Recherche und die Teilnahme an der Expedition, womit die heutigen Wissenschaftler zu kämpfen haben: Rivalisierende Drogenclans, Korruption in den höchsten Kreisen, Hochstapler, Grabräuber und -schänder und vor allem eines: langatmige Verhandlungen über Genehmigungen, ohne derer an einen Beginn gar nicht zu denken wäre.

     

    Doch in dem Buch geht es nicht nur um die Suche nach der Stadt selbst, sondern er versucht auch die Leser auf ein Thema zu sensibilisieren, das bei uns immer wieder in Vergessenheit gerät – wie vergänglich der Regenwald doch ist. Eine Flora und Fauna die kurz vor der endgültigen Zerstörung durch Waldrodungen steht. Denn in einem der ärmsten Länder der Welt wie Honduras, eben jenem Land in dem die Expedition stattfinden soll, kämpfen die Leute noch immer mit den verheerenden Zerstörungen des Hurrikans.

     

    Preston erzählt uns die Geschichte des kleinen Landes, im 15. Jahrhundert geprägt von den Invasoren der Spanischen Seefahrer, die es schafften fast einen ganzen Kontinent auszurotten. Krankheiten, Sklaverei und Kriege, als das dezimierte die damaligen Eingeborenen fast gen Null. Umso erstaunlicher, dass es wohl eine Zivilisation - für uns gänzlich unbekannt und undokumentiert - neben den Mayas leben konnte, ehe sie plötzlich von der Bildfläche verschwanden.

     

    Zusammen mit dem ihm zur Verfügung gestellten Team schafft es Preston tatsächlich, neben den giftigsten Schlangen der Welt zu schlafen, Jaguaren aus dem Weg zu gehen, Insekten aller Art zu meiden und die fast tagelangen Regengüsse zu ertragen, um dann endlich am Ziel zu sein : Der Stadt des Affengottes, die weiße Stadt.

     

    Jedoch am Ende der Expedition stellt er fest, dass er und seine Kameraden einen sehr hohen Preis dafür bezahlen mussten, denn einer Legende zufolge liegt auf der Stadt ein Fluch. Und eben jener scheint die Abenteurer befallen zu haben, denn plötzlich geht es um Leben und Tod.

     

    Die Stadt des Affengottes ist eine moderne Abenteuerreportage in den tiefen der Regenwälder, spannend und lehrreich zugleich, grandios verfasst und vor allem gänzlich ungestellt, es zeigt uns, dass wir unser Weltall besser kennen, als die Erde auf der wir leben und der Schutz unserer Natur wichtiger denn je ist.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 3 Monaten
    ‚Tief in den Bergen liege eine Ruinenstadt [...].'

    ‚Tief in den Bergen liege eine Ruinenstadt, die von den Einheimischen ‚die versunkene Stadt des Affengottes‘ genannt wurde und in der eine riesige Affenstatue vergraben sein sollte.‘ (Seite 33)

    In Osten Honduras liegt La Mosquitia, eine Region, die zu den letzten weißen Flecken unseres Planeten gehört. Selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind große Teile von La Mosquitia nicht erforscht.

    La Mosquitia ist eines der unzugänglichsten Gebiete der Erde, eine Bergregion mit Regenwäldern und Sümpfen, von den spanischen Eroberern ‚Tor zur Hölle‘ genannt und auch heute noch eine Art wahr gewordener Albtraum mit Überflutungen, Erdrutschen, Giftschlangen, Mücken und Großkatzen.

    Aufgrund der Abgeschiedenheit und der schieren Unerreichbarkeit von La Mosquitia ranken sich seit Jahrhunderten Mythen und Legenden um die Region. Dort soll es eine geheimnisvolle Stadt aus weißem Stein geben, die Ciudad Blanca oder auch ‚Stadt des Affengottes‘ genannt wird.

    Auf der Suche nach der legendären Stadt reiste Douglas Preston im Februar 2015 als Teil eines Forschungsteams nach La Mosquitia und berichtet in ‚Die Stadt des Affengottes‘ nicht nur von der Expedition selbst, sondern erzählt zudem von den Ursprüngen der Legende, von prähispanischen (Hoch-) Kulturen, von Hernán Cortés und Christoph Kolumbus, von der Geschichte Honduras, von früheren Expeditionen und der historischen/kulturellen Einordnung der Funde, von der Eroberung (Zentral-) Amerikas und den Folgen für die Ureinwohner.

    Schon als Kind war ich begeistert von Abenteuergeschichten und von den Entdeckungsreisen im 15. und 16. Jahrhundert. Von La Mosquitia hatte ich bis zur Lektüre des Buches noch nichts gehört und fand es demnach ungeheuer spannend, Preston nach Zentralamerika zu folgen, mehr über die Legenden von La Mosquitia zu lesen und durch die detailreichen und lebendigen Schilderungen des Autors mit ihm vor Ort zu sein. Dabei handelt es sich bei ‚Die Stadt des Affengottes‘ um eines jener Bücher, die faszinierend sind, bei denen man sich aber auf jeder Seite freut, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, die Reise anzutreten und darüber zu schreiben, denn beim Lesen war ich mehr als ein Mal froh, dass ich mich dem Thema vom heimischen Sofa aus widmen darf. Spätestens mit dem Eintreffen des Expeditionsteams im honduranischen Regenwald, dem Konfrontiertsein mit meterlangen Lanzenottern und unbezwingbaren Sandmückenschwaden sowie den seitenlangen (extrem spannenden!) Ausführungen zum Thema Parasitologie war mir klar, dass ich hier gerne Leserin bleibe und keine Reisende werde.

    Ich fand den Einstieg ins Buch sehr packend, Preston beschreibt von Anfang an ein echtes Abenteuer, das einen mitreißt. Dabei stellt er La Mosquitia so detailliert und stimmungsvoll vor, dass ich bei der Lektüre des Öfteren Gänsehaut bekommen habe. Es gibt allerdings auch Kapitel mit einigen Längen, doch andere Abschnitte, z.B. die Beschreibungen der Expedition sowie die Ausführungen zur Parasitologie und zu den Folgen der Kolonisierung fand ich absolut großartig. Sie machen das Buch zu einem ebenso spannenden wie unheimlichen Reisebericht, den ich sehr empfehlen kann.

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    losgelesens avatar
    losgelesenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kein B-Movie
    Kein B-Movie


    Wer denkt bei dem Titel „Die Stadt des Affengottes“ nicht an einen klassischen B-Movie in schwarz-weiß, in dem regelmäßig Mikros oder Beleuchter im Bild zu sehen sind? Wem aber dann auffällt, dass es sich hierbei tatsächlich um ein Sachbuch handelt, ist bereits auf der richtigen Fährte. Zusammen mit Douglas Preston, sowie Geologen, Archäologen, Biologen und Soldaten, begibt sich der neugierige Leser auf eine wissenschaftliche Expedition in den unbekannten Dschungel von Honduras. Das Ziel, die sagenumwobene weiße Stadt (La Ciudad Blanca) - die Stadt des Affengottes. Das Zielgebiet wurde zunächst mittels LIDAR (light detection and ranging) kartographiert, eine mit dem Radar vergleichbare Methode zur optischen Abstandsmessung, durch die die Wissenschaftler Hinweise auf Ruinen im nahezu undurchdringlichen Regenwald Honduras entdeckt haben. Nun begeben sie sich vor Ort, um diese Überreste zu finden. Der Expeditionsbericht Prestons liest sich dabei wie ein spannender Thriller, so wie man es von dem Bestseller-Autor gewohnt ist. Aber er beinhaltet noch viel mehr, denn er berichtet auch von den vielen Hindernissen und Gefahren einer solchen Expedition, beispielsweise durch die extrem giftigen Lanzenottern oder durch Parasiten hervorgerufene Leishmaniose. Auch die erhaltene Anerkennung, ebenso wie die unerwartete Missgunst werden thematisiert, so dass das Buch alle Facetten einer wissenschaftlichen Forschungsreise thematisiert. Verpackt in einer spannend erzählten Geschichte, bei der der Leser sich direkt in den Regenwald versetzt fühlt, als wäre man stiller Begleiter der Expedition. Abgerundet wird das Buch, das kürzlich im DVA Verlag erschienen ist, durch eine Vielzahl an Farbfotos. Nur eine Karte zur besseren Orientierung wäre auf der Leseexpedition manchmal hilfreich gewesen. Trotzdem, das Buch ist Güteklasse A.

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    ban-aislingeachs avatar
    ban-aislingeachvor 7 Monaten
    die weiße Stadt

    Das Sachbuch „die Stadt des Affengottes“ wurde von Douglas Preston geschrieben. Das Buch ist auf Deutsch am 04.09.2017 im DVA Verlag erschienen und umfasst 380 Seiten.

     

    Douglas Preston kennt man natürlich als Schriftsteller und vor allem ist er bekannt für die Reihe Special Agent Pendergast, welche er zusammen mit Lincoln Child schreibt. Wenn man sich jedoch seine Studiengänge anschaut, dann war ihm dieser Weg nicht von vorne herein klar. Er studierte Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie, Astronomie und Englische Literatur. Nach seinem Studium arbeitet er dann mehrere Jahre an der Princeton University und dem American Museum of Natural History in New York. Diese Berufe gab er auf, als er sich dem Schreiben widmete. Neben seinen Thrillern hat er mehrere Sachbücher über die amerikanische Geschichte geschrieben und schreibt zudem Artikel für National Geographic, Harper’s und The Atlantic.

     

    Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil geschrieben, welcher sich flüssig lesen lässt. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, welche nicht zu lang sind und befasst sich mit mehreren Themen.

     

    Das erste Thema, wenn man mal das erste Kapitel weglässt, befasst sich mit der Suche nach der weißen Stadt. Wie immer wieder Forscher und Schatzjäger nach ihr gesucht haben und manche behauptet haben, dass sie diese gefunden haben. Sehr amüsant fand ich worauf die Leute früher reingefallen sind, denn bei einer historischen Stadt mitten im Urwald hätte ich nicht erwartet, dass die Stätte noch in Takt ist und mitten drin eine riesige Affenfigur hockt. Sehr schöner Stoff für eine Fantasy Geschichte, aber leider sind die Leute vor Jahrzehnten darauf reingefallen. Dann erzählt der Autor weiter wie seine Expeditionsgruppe versucht hat die weiße Stadt zu finden. In diesem Teil des Themas habe ich sehr viel Neues gelernt und bin positiv überrascht wie weit sich die Forschung inzwischen entwickelt hat.

     

    Das zweite Thema umfasst die Vorbereitung zur Expedition und das war sehr spannend zu lesen. Manchmal konnte ich kaum glauben was da stand und vor allem bewundere ich den Mut der Teilnehmer in diesen Teil von Honduras zu reisen, obwohl dieser durch Drogenschmuggel, illegales Holzfällen extrem gefährlich ist. Nach den Ausführungen der Soldaten im ersten Kapitel wäre ich schon einmal nicht dabei gewesen. Da wird alles was im schlimmsten Fall passieren kann erwähnt es geht von Schlangen über Insekten bis hin zu tödlichen Krankheiten und nicht gegen alles kann man sich schützen.

     

    Das dritte Thema berichtet von der Entdeckung. Der Autor war übrigens als Journalist für den National Geographic dabei. Es ist sehr spannend zu lesen wie sie die Städte entdecken und dieser immer näherkommen. Für mich war es spannend wie ein Abenteuerroman und auch die Begegnung mit einer riesigen Schlange wird erzählt und was man von der Stadt sehen kann, was relativ wenig ist, da die Natur sich die Stadt erobert hat. Die Fotos dazu fand ich herrlich, aber bekanntermaßen liebe ich Fotos und freue mich immer, wenn in Sachbüchern Fotografien enthalten sind. Zu dem Thema zähle ich dann auch was man über die weiße Stadt erfahren hat und leider ist dies bisher noch relativ wenig.

     

    Das vierte Thema da geht es um den Fluch, welchen auch Douglas Preston getroffen hat, sollte man nur lesen, wenn man sich für Krankheiten interessiert. Wenn jemand wie ich Lust darauf hat eine Amazonasschiffreise zu machen, sollte er oder sie dieses Thema nicht lesen. Denn ich habe nun keine Lust mehr darauf und habe es von meiner Wunschreiseliste gestrichen.

     

    Im letzten Teil geht es dann um Geschichte und das fand ich ebenfalls sehr spannend. Mir war nicht klar wie schlimm die Epidemien gewütet haben und manche Gedanken von Wissenschaftlern haben mich zwar schlucken lassen, aber im Prinzip fand ich diese dann doch leider sehr logisch. Die Besiedelung von Amerika fand ich auch spannend. Dieser Teil ist eher klein und für mich hätte er ruhig länger sein können, aber ich interessiere mich sehr für Geschichte.

     

    Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es eignet sich nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern auch für Leser die gern mal lesen möchten wie so eine Expedition verläuft.

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    Bücherfüllhorn-Blogvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein interessantes Thema, leider mit vielen historischen Längen…
    Ein interessantes Thema, leider mit vielen historischen Längen…

    Ich war fasziniert: in der heutigen Zeit sollte es noch eine „versunkene Stadt“ geben, die in den Jahren 2015-2017 entdeckt wurde? Irgendwie ist das an mir vorbeigegangen, obwohl ich eine eifrige Zeitungsleserin bin. So 100% kann ich das Buch immer noch nicht einordnen, es erinnert mich im Allgemeinen an eine BBC Dokumentation. Historische Fakten, Gerüchte, Geschichten, eine Schatzsuche, eine Expedition, und eine lebensgefährliche Tierwelt ergeben eine eigentlich unterhaltsame Mischung. Informativ war zudem, wie Archäologen heute vorgehen und welche Techniken sie verwenden. Oder auch, welchen Strapazen sie sich aussetzen.

    Gerade zum Thema Honduras, zu der Bevölkerung, der Geschichte und der politischen Lage wird einiges berichtet. Die historischen Informationen überwiegen allerdings.

    Und so „zieht“ sich der Text. Obwohl schon versucht wird, historische Begebenheiten in spannende Kontexte zu setzen, gab es für mich erhebliche Längen. Ich verlor mit den ganzen Daten und Namen irgendwann den Überblick. Es erschien mir eine Aneinanderreihung von historischen Vorfällen, die aber alle mit Quellennachweis auf den letzten Seiten des Buches belegt sind.

    Der große Spannungsbogen besteht darin, wann die Expeditions-Teilnehmer endlich die vermeintliche Stadt Ciudad Blanca erreichen und welche Gefahren ihnen auflauern: Die unstabile politische Lage, Drogenbanden, das Klima/Wetterbedingungen, die unbekannte Landschaft und vor allem gefährliche Tiere. Dies war in der Tat aufregend und nervenaufreibend zu lesen. Auch als sie nach ein paar Tagen wieder zurückkehren und die Funde zurücklassen mussten, das war hart und selbst ich fühlte mich, sozusagen am anderen Ende Welt, ziemlich unwohl dabei, ein solches kulturelles Erbe nur unzureichend bewacht allein zurück zu lassen. Man möchte gar nicht wissen, was alles schon gestohlen wurde.

    Dazu kam dann noch, dass sich die Teilnehmer nach ihrer Rückkehr und den Veröffentlichungen unprofessionelles Vorgehen in „Indianer-Jones-Manier“ von anderen Archäologen vorwerfen lassen mussten. Und am Schluss des Buches wird es nochmal spannend, als eine gefährliche Infektionskrankheit, die sogenannte Leishmaniose alle Teilnehmer befällt.

    Alles in allem: Eine Mischung aus Sachbuch, Historie, Schatzsuche und Realtiy Show. Eigentlich mag ich historische Kontexte, aber hier lesen sie sich wie gefühlte Aneinanderreihungen, auch wenn ich die Bemühungen durch Auflockerungen zu schätzen weiß. Dennoch konnte mich die Geschichte, die eine Mischung zwischen Sachbuch und Erfahrungsbericht ist, nicht vollends überzeugen, und das lag eindeutig an den historischen Längen.

    Sterne: Wegen der doch erheblichen Längen habe ich zu zwei Sternen tendiert, aber wegen des dennoch interessanten Themas gebe ich drei Sterne.

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    StMoonlightvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ziemlich spannend - besonders für ein Sachbuch!
    Ab in den Dschungel

    Was kommt dabei raus, wenn ein Thrillerautor ein Sachbuch schreibt? Wahre Spannung! Zumindest dann, wenn es sich bei diesem Autor um Douglas Preston handelt.

     

    Eine Provinz im Regenwald von Honduras. Lange gesucht (seit dem 16. Jahrhundert) und doch nie gefunden. Bis vor wenigen Jahren, dank moderner Technik. Endlich waren die überwucherten Überreste als Stadt zu erkennen. Doch auch wenn viele Abenteuer – angeblich – nie zurückkehrten, so begab auch Preston sich in den Dschungel, trotzte giftigen Schlangen, sintflutartigen Regen und allerlei anderen kleinen und größeren Hindernissen. Die Vegetation ist so dicht, dass Forscher in zehn Stunden nur 5 km vorankommen – wenn sie Glück haben.

     

    „Die Weiße Stadt“, die Legende besagt, dass von einer Reihe Katastrophen heimgesucht wurde. Die Bewohner waren sich sicher, dass die Götter sie bestraften und so verließen die Menschen die Stadt. Ab diesem Zeitpunkt an galt die Stadt als verflucht und niemand wagte es mehr einen Fuß in sie zu setzen. Wagte es doch jemand, so war er todgeweiht. (Ob es daran liegt, dass viele „Sucher“ nicht zurückkehrten oder ob sie doch einfach „nur“ den Gefahren des Dschungels erlegen sind, dieser Glaube sein jedem selbst überlassen.)

     

    Obwohl es sich hier um ein Sachbuch handelt, liest sich „Die Stadt des Affengottes“ wie ein packender Roman. Preston hat einen wunderbar packenden Schreibstil, bei dem Leser einfach Weiterlesen muss. Es gibt einige Farbfotos, die z.B. Originaltagebucheinträge und Schauplätze zeigen. Für meinen Geschmack hätte es gerne mehr sein dürfen.

     

    Ein schönes (Sach-)Buch (nicht nur) für Abenteuerer.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 10 Monaten
    Reise ins Ungewisse


    Meine Meinung
    Zivilisationen, die wir noch gar nicht wirklich erforscht haben und so gar nicht richtig entdeckt finde ich sehr faszinierend. Weshalb ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut habe.


    Schon allein die Aufmachung des Covers ist toll gestaltet, der Urwald den man hier sieht dient übrigens auch immer als Bild für Kapitelanfänge, was mir sehr gut gefallen hat. Man bekommt einen Einblick wie düster es dort eigentlich ist und wie magisch gleichzeitig alles aussieht, als wäre man gar nicht mehr auf diesem Planeten.


    Das Sachbuch selbst liest sich wie ein Roman. Der Autor erzählt wie es dazu kam, das er mit dem Team in den Urwald von Honduras reisen durfte und welche Schwierigkeiten es bereits vorab schon gab. Sein Erzählstil war gut verständlich und einfach gehalten, jedoch hatte ich oft das Gefühl er war etwas zu ausschweifend und es wurden Dinge erzählt, die für mich uninteressant waren, da sie garnicht wirklich zur aktuellen Geschichte gehörten.


    Es gibt 2 Bildteile im Buch, die ich sehr ansprechend fand. Ich hätte mir am liebsten noch viel mehr Bilder des ganzen gewünscht, wie z.b. die Höhle der leuchtenden Schädel, oder andere Zentrale Orte, die im Buch beschrieben werden. Trotzdem ist es eine gute Auswahl an Bildern und man kann sich selbst mehr Einblick in das ganze verschaffen.


    Die Zeit im Dschungel wird toll beschrieben, jedoch hätte ich mir hier etwas mehr Details gewünscht.  Die Geschichten, die der Autor hier aber erzählt sind meist furchtbar spannend und auch angsteinflößend. Ich selbst konnte mir gar nicht vorstellen, das es überhaupt noch flecken auf der Erde gibt, an denen seit vielen hundert Jahren kein Mensch mehr war. Es war schön, das ganze zusammen mit ihm zu besichtigen.


    Was ich auch gut fand war, das der Autor über seine Zeit nach dem Dschungel erzählt. Hier ist nämlich noch etwas passiert, was so allgemein sehr wichtig ist und was uns irgendwann vielleicht auch alle angeht. 
    Was ich mir noch gewünscht hätte wäre ein Link oder eine Erklärung was aus dem Film geworden ist, der während des Buches gedreht wurde. Ich muss mich da selbst noch einmal schlau machen, ob dieser je herauskam oder nicht.


    Autor
    Der internationale Bestseller-Autor Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie und später Englische Literatur. Er arbeitete eine Weile beim American Museum of Natural History in New York und an der Princeton University, bevor er sich dem Schreiben widmete. Neben zahlreichen Thrillern hat er auch Sachbücher zur amerikanischen Geschichte verfasst. Er veröffentlicht zudem regelmäßig Artikel in Magazinen wie Harper’s, The Atlantic und National Geographic.


    Fatut
    Das Buch war eine fantastische Reise ins ungewisse und mir hat es großen Spaß gemacht etwas dazu zu lernen und eine alte-neue Welt zu entdecken

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    Tasmetuvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Er nimmt uns mit in eine unbekannte Welt voller Mythen und schrecklicher Schönheit. Eines der besten Sachbücher, das ich je gelesen habe.
    Eines der besten Sachbücher, das ich je gelesen habe

    Original-Rezension auf tasmetu.de
    Bereits auf den ersten Seiten wusste ich: Dieses Buch ist genau mein Ding. Douglas Preston schafft es, uns Unmengen an Wissen spannend zu vermitteln. Wer hier allerdings einen Thrillerartigen Reisebericht aus dem Dschungel erwartet, wird bei der Hälfte des Buches sehr enttäuscht (und bei der anderen Hälfte sehr begeistert) sein. Zuerst dachte ich, dass mich die wissenslastigen Passagen stören würden, doch am Ende waren genau sie es, die mich vollkommen begeistert haben.

    Douglas Preston erzählt nicht nur von der einen Woche, in der er das Expeditionsteam rund um die Weiße Stadt begleiten durfte. Stattdessen taucht er tief in die Materie ein, berichtet uns von Legenden und Geschichten, von ehemaligen gescheiterten Entdeckern und von der Entstehung seiner Expedition. Auch lässt er die politische und gesellschaftliche Lage Honduras, die Sensation des Lidar-Geräts und im weiteren Verlauf auch medizinische Erläuterungen nicht zu kurz kommen.
    Das klingt vielleicht auf den ersten Blick trocken und manchmal waren es wirklich viele Informationen - doch ich war absolut fasziniert, wie viel Preston recherchiert hat und spürte diese wissbegierige, von Neugier getriebene Leidenschaft, die ihn bei diesem Buch angetrieben hat. In jeder Zeile pulsiert seine Aufregung über all diese Fakten und Erlebnisse. Dies ist kein trockenes Fachbuch irgendwelcher Experten, die mal wieder ein Paper einreichen müssen. Dies ist die Erfahrung und thematische Übersicht eines Mannes, der mit Worten umgehen kann und sich mit Eifer und tiefem, persönlichem Interesse in das Abenteuer gestürzt hat - sowohl das des Urwalds, als auch das des Recherchedschungels.
    Einziges Minus: Wortwahl. Allein die Klappentext-Zeile "Eine wahre Indiana-Jones-Geschichte" sehe ich mehr als kritisch (und wird von Preston selbst verurteilt). Ich bin allerdings nicht sehr häufig über Formulierungen gestolpert und wenn doch, war ich mir nicht sicher, ob es an Preston oder der deutschen Übersetzung lag. Hier wäre wohl noch Verbesserungsbedarf mit mehr Fingerspitzengefühl.

    Ich konnte aus diesem Buch unglaublich viel mitnehmen. Aus den unterschiedlichsten Bereichen, so zB Geschichte, Archäologie, Anthropologie, Medizin, Biologie und Politik. Für mich ist Mesoamerika noch ein recht weißer Fleck auf der Wissenskarte, weshalb ich alles begierig aufgesogen habe. Es war weder zu kompliziert, noch anspruchslos. Preston verwebt all das mit Emotionen und persönlichen Erinnerungen an diese nervenaufreibende und einmalige Zeit mit dem Team im tiefsten Dschungel. Er schreckt auch nicht davor zurück, die hässliche Wahrheit zu zeigen und bei Aussagen, die nicht gesichert sind, zeigt er immer mehrere Perspektiven auf.

    Er nimmt uns mit in eine unbekannte Welt voller Rätsel, Mythen und schrecklicher Schönheit.
    In meinen Augen absolut genial und sehr lesenswert.

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr interessanter Bericht über eine Expedition in die Regenwälder Honduras!
    Spannende Berichterstattung einer Expedition in den Regenwald

    "Die Schlange rührte sich nicht, ihre glänzenden Augen fest auf mich gerichtet. Es war still geworden im Urwald. (S.164)"

    Inhalt

    Douglas Preston darf mit einem Team aus Archäologen, Wissenschaftlern und Forschern zu einer Expedition zu einem der letzten weißen Flecken unserer Weltkarte aufbrechen. La Mosquitia in Honduras. Hier versprechen sich die Archäologen einen sensationellen Fund, die weiße Stadt, die Stadt des Affengottes. Dank hochmoderner Techniken ist es endlich gelungen, den Regenwald aus der Luft zu kartieren. Was sie sehen, ist eine noch unberührte Ruinenstadt mitten im wilden Dschungel.

    Rezension

    Alte Kulturen, Mythen und Legenden faszinieren mich schon mein Leben lang. Dieses Buch versprach alles zu vereinen: Abenteuer, Forschergeist und Spannung. Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Doch es ist nicht das schnelle Abenteuer, auf dass wir hier stoßen. Die ersten 100 Seiten beschäftigt sich Preston mit der Geschichte der Mosquitia, mit zahlreichen gescheiterten Expeditionen auf der Suche nach der verlorenen Stadt. Detailliert beschreibt er, wie Forschungsreisen betrieben und wieder abgebrochen wurden. Erst in den letzten Jahren war die Technik so weit entwickelt, dass es möglich wurde, mit Hilfe eines LIDAR die dicht bewachsene Oberfläche des Regenwaldes zu durchbrechen. Hierzu werden abertausende Laserstrahlen auf den Boden gesandt und aus diesen Daten dann Karten erstellt.

    "Wir flogen über einen ursprünglichen Garten Eden und schossen Milliarden von Laserstrahlen in einen Urwald, den womöglich seit fünfhundert Jahren kein menschlicher Fuß mehr betreten hatte. Es war ein Anschlag des 21. Jahrhunderts auf ein uraltes Geheimnis." (S.119)

    Doch auch nachdem das Team sichere Spuren einer alten Stätte fand, dauerte es wieder lange, bevor sie alle Genehmigungen der Regierung eingeholt und den ersten Fuß in dieses unberührte Land setzen konnten. Mit Preston an seiner Seite erlebt man den Klang des Urwaldes, sieht Klammeraffen in den Baumwipfeln, bangt bei jedem Schritt, auf eine Lanzenotter zu treffen. Ohne die vorher sorgfältig erstellten Karten wäre das Team vermutlich an der Stätte vorbeigegangen, ohne etwas zu ahnen. Alles ist vom Urwald zurückerobert worden.

    Im weiteren Verlauf schildert Preston eingängig den Fluch, der auf der alten Stadt liegen sol, legt schlüssige Argumente vor, weshalb die ehemaligen Bewohner Hals über Kopf verschwanden. Auch werden schlimme Epidemien beschrieben, die Europäer unter Kolumbus‘ Flagge in die Neue Welt einschleppten und die Tod und Verderben über die Ureinwohner brachten.

    Doch dem nicht genug, der Fluch scheint auch heute noch zu wirken. Monate nach der Expedition erkrankt die Hälfte der Exkursionsteilnehmer schwer. Meiner Ansicht nach etwas zu detailliert, fast langatmig beschreibt der Autor die Krankheit, die sie befallen hat, deren Auswirkungen und Heilmethoden.

    Was mich sehr beeindruckte, war, dass fast keiner der Teilnehmer der ersten Expedition in späteren Jahren Abstand von diesem Projekt nahm. Viele von ihnen flogen wieder hin, führten erste Ausgrabungen durch und erforschen derzeit die untergegangene Kultur mitten im Regenwald.

    Fazit

    Ein sehr spannend geschriebenes Sachbuch; für jeden geeignet, der sich für diesen Teil unserer Welt interessiert. Hin und wieder etwas langatmig, doch lernt man recht viel über das Entdecken in heutiger Zeit, die nötige Technik und einen der letzten blinden Flecken auf unserer Erde.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    = 4 ★★★★


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    Sancro82s avatar
    Sancro82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein lesenswerter Expeditionsbericht über eine verschollene Stadt in Honduras.
    Ein lesenswerter Expeditionsbericht über eine verschollene Stadt in Honduras

    „Die Stadt des Affengottes“ von Douglas Preston ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich liebe Expeditionsberichte. Douglas Preston hat sich gemeinsam mit einer archäologischen Expedition auf die Spuren der „Weißen Stadt“ bzw. auch „Stadt des Affengottes“ genannt gemacht. Diese soll laut Berichten aus dem 16. Jahrhundert sich im Dickicht des Regenwaldes von Honduras befinden. Es gibt u.a. Gerüchte, dass ein Fluch auf der Stadt läge. Denn viele Archäologen und Abenteurer scheiterten bisher bei der Suche nach Zeugnissen dieser unbekannten Zivilisiation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte.

    Douglas Preston beschreibt in dem Buch wie es überhaupt zu der Expedition kam, wer schon vorher versucht hatte die Stadt des Affengottes zu finden und eben den Expeditionsalltag. Sehr faszinierend fand ich u.a. die modernen Möglichkeiten der Archäologen heutzutage und auch die außergewöhnliche Tierwelt des Dschungels. Mir hat „Die Stadt des Affengottes“ sehr gut gefallen.

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