Douwe Draaisma

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Geist auf Abwegen, Das Buch des Vergessens und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Douwe Draaisma

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Douwe DraaismaWarum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird
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Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird
Douwe DraaismaDas Buch des Vergessens
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Das Buch des Vergessens
Das Buch des Vergessens
 (3)
Erschienen am 10.09.2012
Douwe DraaismaGeist auf Abwegen
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Geist auf Abwegen
Geist auf Abwegen
 (4)
Erschienen am 12.01.2010
Douwe DraaismaDie Heimwehfabrik
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Die Heimwehfabrik
Die Heimwehfabrik
 (2)
Erschienen am 01.06.2011
Douwe DraaismaWie wir träumen
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Wie wir träumen
Wie wir träumen
 (1)
Erschienen am 17.08.2015
Douwe DraaismaHalbe Wahrheiten
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Halbe Wahrheiten
Halbe Wahrheiten
 (0)
Erschienen am 08.09.2016
Douwe DraaismaDie Metaphernmaschine
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Die Metaphernmaschine
Douwe DraaismaDas Buch des Vergessens: Warum Träume so schnell verloren gehen und Erinnerungen sich ständig verändern
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Das Buch des Vergessens: Warum Träume so schnell verloren gehen und Erinnerungen sich ständig verändern

Neue Rezensionen zu Douwe Draaisma

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Rezension zu "Wie wir träumen" von Douwe Draaisma

Umfassende Schilderung von Träumen und möglichen Bedeutungen
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Umfassende Schilderung von Träumen und möglichen Bedeutungen

„Es ist charakteristisch für Träume, dass sie dem Träumenden oft nach einer Interpretation zu verlangen scheinen“.

Ein Fakt, auf dem Siegmund Freud eine ganze Lehre aufgebaut hat und ein „Fakt des Träumens“, der zumindest zum menschlichen Leben unabdingbar dazu gehört.

Konkreten Träumen. Und Traumforschern, Erklärungsmodellen und eigenen Erkenntnissen geht Draaisma in diesem Buch nach. Und schafft so eine abwechslungsreiche Betrachtung dieses Phänomens. Wie das disziplinierte Traumtagebuch Frederik van Eedens, die sich später vor allem um seinen verstorbenen Sohn Paul bewegten. Der in seiner „Klassifizierung der Träume“ vor allem deshalb bekannt blieb, da er erstmalig jene Zustand ausführlich beschrieb, in dem dem „Träumenden bewusst ist, dass er träumt“ (luzide Träume).

Mit der Möglichkeit, den Traum zu lenken, gar einzugreifen und dennoch im Vollsinne des Wortes zu träumen. Bis dahin, dass von Eeden den Tod als „Erwachen aus einem Traum“ für sich definierte.

Daneben aber stehen die vielen anderen Formen von Träumen. Albträume. Erotische Träume. Verarbeitungsträume (Jahre später wird noch von einer konkreten Prüfung geträumt), prophetische Träume, die tatsächlich scheinbar Ereignisse der Zukunft vorwegnehmen. Und wie träumen überhaupt Blinde (eines der spannendsten Kapitel des Buches).

Denn es gilt: „Träumen ist eine intensive visuelle Erfahrung“. Wie nun „Späterblindete“ (nach dem siebten Lebensjahr) doch auch späterhin in Bildern zu träumen Vermögen, wie man aber auch „bilderlos“ träumt, das sind interessante Erkenntnisse und Beschreibungen, die sich gerade in diesem Kapitel finden und die zeigen, dass Träumen auch „blind“ funktioniert. Aber anders, als man denken mag. Und eben nicht ganz ohne Bilder.

Wie geschieht. Träumen biologisch und neuronal? Warum wird Fliegen in Träumen. Oft als unangenehm empfunden? Warum gehen Albträume oft mit einem Gefühl der Lähmung einher (im Traum)? Und sind erotische Träume überhaupt so einfach zu übertragen, sie als Ausdruck sexueller Sehnsucht eins zu eins verstehen zu können.

Gründlich folgt Draaisma dem Objekt seiner Betrachtung. An sich selbst, in der Forschung, an konkreten Geschichten von „Träumern“ und konkreten „Träumen“, bietet keine letztendlichen Deutungen, aber vielfache Hinweise und, vor allem, Erkenntnisse aus dem Labor...

„In Bezug nun auf die Frage, warum nun gerade diese Träume entstehen und was sie für den Träumenden bedeuten, muss auch nach eine, halben Jahrhundert der Forschung noch viel dahingestellt bleiben“.

Eine insgesamt fundierte, in Teilen sehr anregende Lektüre über eine „andere Welt“, die jeden betrifft. Mit allerdings letztendlich wenig handfesten Rückschlüssen für das eigene Träumen.

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HeikeGs avatar

Rezension zu "Das Buch des Vergessens" von Douwe Draaisma

Rezension zu "Das Buch des Vergessens" von Douwe Draaisma
HeikeGvor 6 Jahren

Ist Vergessen wirklich nur ein Minuszeichen vor der Erinnerung?
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Wissen Sie was Kryptomnesie ist? Seit dem unrühmlichen Abgang unseres ehemaligen Bundesverteidigungsministers mit dem adligen Namenszusatz sollte man sich dieses Substantiv merken, denn die Kette der in der Öffentlichkeit bekanntgewordenen Fälle aberkannter Doktortitel reißt nicht ab. Vielleicht aber verdächtigt man diese Menschen zu Unrecht. Denn eben jenes kryptische, für die meisten unverständliche Wort aus der Psychologie, wörtlich heißt es "vergessene Erinnerung", bezeichnet den Umstand, dass man von einem anderen etwas liest oder hört, anschließend auf genau dieselbe Idee kommt, inzwischen aber vergessen hat, dass sie von einem anderen stammt.
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Doch nicht nur um vergessene Erinnerungen geht es in dem Werk des niederländischen Professors für Psychologiegeschichte an der Universität Groningen, sondern sein "Buch des Vergessens" ist ein Streifzug durch unterschiedlichste Bereiche der "verschlossenen Türen unseres Geistes". Wodurch vergessen wir und warum vergessen wir? Sind wir unseren neurologischen und physiologischen Verdrahtungen wehrlos ausgeliefert oder haben wir ab und an doch noch ein Wörtchen mitzureden? Welche Schicksale haben verdrängte Erinnerungen - oder wo halten sie sich auf? Existiert so etwas wie "Verdrängen" überhaupt? Warum haben Porträts und Fotos die Eigenschaft, sich vor die Erinnerung zu schieben? Warum haben wir ein so schlechtes Gedächtnis für Träume? Was läuft schief im Gehirn eines Menschen, der sich keine Gesichter merken kann? Oder warum verfügt jemand mit dem Korsakow-Syndrom zwar noch über einen Teil seines Fachwissens, hat aber vergessen, was er vor fünf Minuten gesagt hat?
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Douwe Draaismas Buch ist das Ergebnis seiner Forschungen und Auseinandersetzungen, Erinnern und Vergessen nicht als zwei separat verlaufende Stränge zu betrachten, sondern sie in einen Kontext zu bringen. Auf diesem Weg beschreitet er einen großen Bogen. Er beginnt mit dem Vergessen im autobiografischen Gedächtnis, das man sich ähnlich einer Zimmerflucht vorstellen muss, wo sich erst die Tür, die vor einem liegt, öffnet, wenn die Tür hinter einem geschlossen ist. Der Autor betrachtet anhand einiger zum Teil auch populärer Fallbeispiele, dass gerade pathologische Formen des Vergessens zu unerwarteten Erkenntnissen bei Gedächtnisprozessen führen können und wagt den Versuch, "die langen Wurzeln heutiger Auffassungen über Vergessen aufzuzeigen". Der wichtigste Leitfaden jedoch, der sich durch das gesamte Buch zieht, beinhaltet den Punkt, "dass im Denken über das Vergessen sichtbar wird, was wir von unseren Erinnerungen erhoffen oder befürchten. Erinnerungen", so Draaisma, "haben die beunruhigende Fähigkeit, nachträglich ihre Gestalt zu verändern."
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Auch wenn Douwe Draaisma überwiegend Neurologen, Psychiater, Psychologen und andere Vertreter der Wissenschaften des Gedächtnis zu Wort kommen lässt, ist dieses Buch keine schwer verständliche Abhandlung eines hochkomplexen wissenschaftlichen Themas. Charmant und unterhaltsam aufbereitet, gut lesbar und verständlich erklärent, gestaltet sich die Lektüre dieses populärwissenschaftlichen Werkes als Gewinn auch und gerade für den interessierten Laien. Der Niederländer versteht auf nonchalante Art gerade das Niemandsland zwischen Wissenschaft und Introspektion gekonnt zu durchfahren. Denn selbst wenn viele Antworten über das Wie und Warum des Vergessens geliefert wurden, so bleibt letztendlich noch immer ein "prekärer Abstand zwischen unserem theoretischen Wissen über das Gedächtnis und dem, was wir persönlich mit unserem Gedächtnis erleben." Hier hält er es wie der Schweizer Schriftsteller Max Frisch, der zwischen seinem 55. und 60. Lebensjahr ab und zu eine Liste mit bohrenden Fragen in sein Tagebuch aufnahm, sie aber nie beantwortete. Douwe Draaisma hat in seinem Schlusskapitel gleichfalls einige, vielleicht sogar unbequeme Fragen zusammentragen. Nun bleibt es beim Leser dieses wunderbaren Buches, sie ganz für sich persönlich zu beantworten.

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goldfischs avatar

Rezension zu "Die Heimwehfabrik" von Douwe Draaisma

Rezension zu "Die Heimwehfabrik" von Douwe Draaisma
goldfischvor 6 Jahren

Das Buch hatte ich schon einige male in den Händen. Der Titel hat mich gelockt und ich bin nicht enttäuscht worden. Ist das Gehirn alt, wen man "tüddelig" wird. Ist das normal, Stress oder muss ich mir Sorgen machen. Sollte ich Gehirnjogging machen ?
Wie verändern sich meine Erinnerungen? Es gibt ganz viele Fragen zu dem Thema und der Autor gibt Antworten. Eine aufschlussreiche Lektüre.

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