Dr. Albert Münscher Hinter Stacheldraht und Bajonetten 1

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Inhaltsangabe zu „Hinter Stacheldraht und Bajonetten 1“ von Dr. Albert Münscher

Soldaten-Tagebücher des 1. Weltkrieges gibt es viele. Was macht dieses Tagebuch zu etwas Besonderem?

Der Autor Dr. Albert Münscher hat gut zehn Jahre nach Kriegsende begonnen, aus seinen Notizen und Erinnerungen diesen umfassenden Bericht zu schreiben.
Er schildert nicht nur das Kriegsgeschehen ausführlich, sondern auch Land und Leute. Noch wichtiger: Er gibt uns auch einen tiefen Einblick in sein seelisches Befinden. Alles ist vertreten, von romantischer Schwärmerei bis zum knappen militärischen Bericht. Wie ein roter Faden ziehen sich durch alles hindurch sein Patriotismus und sein tiefer Glaube.
Es ist wie eine Zeitreise. Kaum 100 Jahre sind seitdem vergangen, aber seine Weltanschauung ist uns teilweise bereits so fremd wie der Mars. Und dennoch blitzen immer wieder Gedanken auf, die jene schon so ferne Zeit plötzlich wieder mit der unseren vereinen, beispielsweise, wenn er ganz beiläufig erzählt, dass man mit dem Krieg nicht gerechnet habe, weil weite Teile des Bürgertums in Anlehnung an Amerika bereits an die Vereinigten Staaten von Europa dachten. Dr. Münscher beschönigt den Krieg nicht, aber er verdammt ihn auch nicht. Ganz ein Kind seiner Zeit, nimmt er ihn als gottgegeben hin und will sein Bestes geben für Kaiser, Volk und Vaterland. Egal ob im Frontgraben, im Offizierskasino oder zu Hause beim Weihnachtsfest mit seinen Eltern, Dr. Münscher erlaubt es dem Leser, an seinem ganzen Leben während des 1. Weltkrieges teilzuhaben.
Geschrieben hat er diesen Bericht für seine Kinder. Seine Enkel haben nun entschieden, das Tagebuch ihres Großvaters auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Es erscheint aufgrund der sehr umfangreichen Berichte in zwei Teilen, von denen Sie hier den ersten in Ihren Händen halten.

Ein sehr persönlicher Bericht über den 1. Weltkrieg, der die Sinnlosigkeit solcher Auseinandersetzungen aufzeigt.

— Horst_Berger

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  • Den 1. Weltkrieg nicht außer Acht lassen

    Hinter Stacheldraht und Bajonetten 1

    Horst_Berger

    29. April 2015 um 11:02

    Die Einsatzorte In seinen Aufzeichnungen zum Einsatz im 1. Weltkrieg schildert Dr. Albert Münscher seine meist persönlichen Erlebnisse zunächst an den Fronten von Mosel und Somme (1914). Im Buch ist dieser Abschnitt als Band 1 bezeichnet. Band 2, der mit „An der Westfront“ betitelt ist, und in dem auch Eindrücke aus der Heimat eingehen, führt bis weit nach Osten; vermutlich Ostpreußen, wohin Münscher (da glaube ich, ist er noch Feldwebel) Ersatzmannschaften führt. Wieder zurück im Westen, schildert er den Grabenkrieg im sog. Priesterwald, wo immer das gewesen sein mag, und schließlich wieder an einem neuen Frontabschnitt in Lothringen. Dann in Band 3 ist Münscher jetzt an der Ostfront. Er ist nun längst Leutnant und Kompanieführer. Ortsnamen tauchen auf, die ich, ähnlich wie in Frankreich, noch nie gehört habe. Sie klingen so fremdartig, dass ich sie nicht aussprechen kann: Zbrucz; Mysckowze; Kociubinczyki und noch einige mehr. Das Jahr 1918, das ein Schicksalsjahr werden soll, hat bereits begonnen. Die Sprache Über die Schrift ist nur zu sagen, dass das Originalmanuskript eben noch von Hand geschrieben ist (also ein echtes Manuskript). Alles Weitere darüber steht im Buch. Bei Sprache und Ausdrucksweise (das Original wurde in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschrieben) fällt eine seltsam antiquierte Ausdrucksweise auf, in der persönliche Fürwörter im Satz oft ungewohnt nach hinten versetzt sind. Beispiele: Wohl mehrten die abgeschossenen Bäume sich, ja näher der Straße wir kamen … (S. 167); Ich war der Gefahr mir bewusst … (S. 172). Und um die sachliche Sprache etwas aufzulockern, streut Münscher von Zeit zu Zeit romantische Formulierungen ein, die, wenn man die mühseligen Handlungen und die ständige Gefahr, das Leben zu verlieren, für einen Moment vergisst, sogar recht gelungen wirken können. Beispiele: Rabenschwarz legt die Nacht ihre Schwingen über das Land (S.81). Lautlos glitten die strahlenden Pfeile Apollos an unseren feuchten Fenstern vorüber (S.93). Zur Erinnerung: Münscher will hier wohl kaum als begnadeter Dichter gelten. Er hat, trotz manch kurzem Ausflug in die Romantik, einfach nur einen sachlichen Bericht über 5 entscheidende Jahre seines Lebens geschrieben. Fazit Wer Lesestoff sucht mit spannenden Abenteuern im Stile von Karl May, der liegt hier falsch. Münscher beschreibt — und dabei ohne zu jammern und irgendwen anzuklagen — die Mühsal des Kriegshandwerks, immer verbunden mit der unausweichlichen Nähe des Todes — aus der Sicht eines Feldwebels und später aus der Sicht eines Leutnants. Auf diese Weise liefert er viele, vielleicht sogar wertvolle Informationen über Frontverläufe, Truppenbewegungen, ja auch Kämpfe und manchmal auch über kleine Siege. Meine Meinung Ich halte dieses Buch (der 2. Band dazu ist bereits erschienen), auch wenn es zu diesem Thema eine ganze Menge unterschiedlicher Beiträge geben wird, für eine beachtenswerte Dokumentation dieser geschichtlich so bedeutenden Ereignisse. Beide Bände sollten in keiner Sammlung oder Bibliothek fehlen, die für die Klärung von Sachverhalten zu diesem heillosen Geschehen und für Recherchezwecke zur Verfügung stehen. Auch wenn der bald darauf nachfolgende Krieg mit all seinen Gräueln und Vernichtungsmechanismen das Geschehen des 1. Weltkrieges momentan in den Hintergrund gedrängt hat, ist die Forschung zum 1.Weltkrieg noch lange nicht abgeschlossen. Dr. Alfred Münscher hat die Mühe auf sich genommen, all diese Geschehnisse in einer Zeit niederzuschreiben, in der jedes zu Papier gebrachte Wort wohl überlegt sein musste. Charlotte Erpenbeck und ihrem Machandel Verlag aus Haselünne ist es nun zu verdanken, dass diese Erinnerungen als 2 gebundene Bücher an die Öffentlichkeit gegangen sind. Ich bewerte die Leistung all der Leute, die zum Erscheinen beigetragen haben mit 5 Sternen und wünsche beiden Bänden recht viele und kompetente Käufer.

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