In Die neue Wissenschaft vom Sattsein räumt Dr. Pia Roser mit klassischen Diätmythen auf und richtet den Blick dorthin, wo nachhaltiges Abnehmen tatsächlich beginnt: im hormonellen Zusammenspiel unseres Körpers. Statt Verzicht und Disziplin stehen hier Peptide, Sättigungshormone und die sogenannte Körperintelligenz im Mittelpunkt.
Besonders überzeugend ist der Ansatz, Heißhunger nicht als Willensschwäche, sondern als biologisches Signal zu verstehen. Dr. Roser erklärt verständlich, warum viele Menschen essen, obwohl sie körperlich längst satt sind – und wie dieser „Kopfhunger“ entsteht. Ihre Erklärungen sind medizinisch fundiert, bleiben dabei aber gut nachvollziehbar und praxisnah.
Das Buch punktet zudem mit seiner klaren Haltung gegen kurzfristige Diäten. Stattdessen vermittelt es Strategien, um gestörte Sättigungssignale wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den Körper als Verbündeten wahrzunehmen. Gerade die Verbindung aus endokrinologischer Expertise und alltagstauglichen Impulsen macht das Buch besonders wertvoll.
Auch der kritische Blick auf aktuelle Abnehmtrends wie Spritzen oder extreme Ernährungsformen ist gelungen: Dr. Roser zeigt Alternativen auf, die langfristig wirken und ohne drastische Eingriffe auskommen.
Fazit:
Die neue Wissenschaft vom Sattsein ist ein informatives, motivierendes Sachbuch für alle, die Abnehmen neu denken wollen. Es ersetzt keine medizinische Beratung, bietet aber ein starkes Fundament, um den eigenen Körper besser zu verstehen und nachhaltig mit ihm zu arbeiten ohne Diätstress und Schuldgefühle.





