Drago Jancar Nordlicht

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Inhaltsangabe zu „Nordlicht“ von Drago Jancar

Am 1. Januar 1938 führt eine Dienstreise Josef Erdmann in seine Geburtsstadt Maribor, das ehemalige Marburg a. d. Drau. Das vergebliche Warten auf einen Geschäftspartner wird für ihn zu einer Suche nach Orten seiner Kindheit sowie zu einer Verkettung schicksalshafter Begegnungen.

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  • Rezension zu "Nordlicht" von Drago Jancar

    Nordlicht
    erlemirs

    erlemirs

    24. August 2012 um 16:51

    Am 25. Januar 1938 ist in der Astronomie ein besonderes Ereignis verzeichnet. Sonneneruptionen führten zu intensiven Erscheinungen von Polarlicht (auch Nordlicht oder Aurora borealis genannt), das in weiten Teilen Europas beobachtet und dokumentiert wurde. Wie man heute weiß, haben auch Kernwaffentests in der Atmosphäre ähnliche Erscheinungen hervorgerufen. Es ist also nicht verwunderlich, daß diese Phänomene schon in einer Zeit, als man noch keine Ursachen und Hintergrüne kannte, zu Spekulationen, Legenden und Mythen Anlaß gaben und insbesondere in religiösen Kreisen als göttliche Zeichen gedeutet wurden. Prophezeiungen und Spekulationen bis zum Weltuntergang und Vorzeichen kommender Katastrophen und Kriege, sind daher bis heute ein beliebtes Thema für allerlei „Experten“. Drago Jancar beschreibt diese Ereignis nur kurz, läßt aber die Handlung von Anfang Januar bis ca. Mitte Februar des Jahres 1938 ablaufen, also unmittelbar vor dem Anschluß Österreichs an Deutschland am 12. März desselben Jahres. Der aus Marburg gebürtige Protagonist Josef Erdmann führt den Leser auf einen imaginären Trip durch seine Geburtsstadt und läßt dabei den ganzen Horror aus den Folgen des ersten Weltkrieges und der damit verbundenen Abtrennung der Südsteiermark an Slowenien in seinen imaginär anmutenden Begegnungen Revue passieren. Wie jener Feuerschein des Nordlichtes zeichnet sich der heraufbrechende Nationalsozialismus als unheilvolles Omen am Himmel ab. So absurd und irrational all diese Ereignisse sind, sind sie für den einzelnen Menschen so real wie die Himmelserscheinungen. So enden denn die Ereignisse in Mord und Totschlag und lassen den Leser in einer tristen Stimmung zurück, die nur soweit einen Hoffnungsschimmer in sich tragen, daß das nie wieder geschehen möge.

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