Dror Mishani Vermisst

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Inhaltsangabe zu „Vermisst“ von Dror Mishani

Cholon, nahe Tel Aviv: Der 16-jährige Ofer Sharabi ist spurlos verschwunden. Doch nicht alle, die ihn suchen, wollen ihn auch finden. Nur Ofers Nachbar und Privatlehrer hat dem ermittelnden Inspektor Avi Avraham wirklich etwas zu erzählen. Aber wird dessen seltsame Geschichte die Untersuchung zum Erfolg führen, bevor es zu spät ist? Dror Mishanis international gefeierter Inspektor ermittelt erstmals auf Deutsch.

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    Vermisst
    walli007

    walli007

    28. May 2016 um 11:45

    Inspektor Avi Avraham aus der Nähe von Tel Aviv weist die Mutter, die ihren Sohn als vermisst melden will, zunächst ab. Der 16-jährige wird wohl nur kurz abgehauen sein und von selbst wieder auftauchen. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Junge sich tatsächlich in Luft aufgelöst zu haben scheint. Mit schlechtem Gewissen wegen seiner Unachtsamkeit macht sich Avraham auf die Suche nach dem Jugendlichen. Ofer hat aber nirgends eine wirkliche Spur hinterlassen, niemand hat ihn gesehen und ein anonymer Hinweis führt auch ins Leere. Alles Suchen und Grübeln über die Hintergründe hilft nicht, der junge Mann bleibt verschwunden. Mit der Erklärung, dass es kaum Kriminalromane auf Hebräisch gibt, weil es nicht die Verbrechen gibt, über die man schreiben könnte, beschwichtigt Inspektor Avraham die besorgte Mutter. Womit er sich selbst ad absurdum führt, denn das Verbrechen ist vor seinen Augen. Es fehlt möglicherweise nur der Autor, der davon berichtet. Vielleicht ist es gerade so ein Autor, der schließlich von den Ereignissen berichtet. Die Leichtfertigkeit, mit der der Ermittler über die Meldung der Mutter hinweg geht und wie das die Nachforschungen beeinflusst, zieht sich durch den Roman. Der Inspektor kann es sich nicht verzeihen, dass er nicht sofort reagiert hat. Ist ein junger Mensch verschwunden, verringert sich mit jeder Stunde die Wahrscheinlichkeit, ihn lebend wiederzufinden. Und man merkt die aufkeimenden Hoffnungslosigkeit je länger sich die Untersuchung hinzieht. Ein Vermisstenfall, mal eine Abweichung von den vielen Krimis, die mit einem spektakulären Todesfall beginnen. Als Leser neigt man dazu, sich mit dem Ermittler zu identifizieren und seine Gedanken hinsichtlich seines Versagens, das er mit besonders akribischen Nachforschungen überdecken will, zu übernehmen. Dennoch scheint einiges an der Geschichte nicht zu passen. Eine Dienstreise nach Brüssel trägt etwas zur Verwirrung bei, warum lässt sich eine solche Reise während einer wichtigen Ermittlung nicht verschieben. Und so ist man, während man die sehr gut erarbeitete Lesung von Jörg Hartmann verfolgt, immer mehr irritiert. Avi Avraham scheint zu schnelle Schlüsse zu ziehen und sich von seinen Schuldgefühlen lenken zu lassen. Es wirkt so als ob er zu lange auf Nebensächlichkeiten rumhackt und als er das merkt, scheint er allzu schnell bereit irgendeine schlüssige Erklärung zu akzeptieren. Sein Hobby, Schriftstellern nachzuweisen, dass sie in ihren Kriminalromanen nicht die wahren Täter entlarven, kommt etwas großkotzig rüber. Wehret den Anfängen - möchte man rufen.

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