Drvenkar

 4 Sterne bei 441 Bewertungen
Autor von Sorry.

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Sorry

Sorry

 (441)
Erschienen am 12.05.2010

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Rezension zu "Sorry" von Drvenkar

Spannung pur!
AmaraSummervor 6 Monaten

Meine Meinung
„Sorry“ ist ein Thriller der definitiv nichts für schwache Nerven ist. Wer sich leicht erschreckt oder schnell fürchtet, der sollte von diesem Buch die Finger lassen. Im Mittelpunkt des Buches stehen die vier Freunde Frauke, Tamara, Kris und Wolf. Aus der Not heraus gründen die vier eine „Agentur für Entschuldigungen“ und das Geschäft floriert. Bis zu dem Tag als sie sich bei einer Leiche entschuldigen sollen und von diesem Moment an läuft alles aus dem Ruder.

Die vier Protagonisten konnten mich von der ersten Seite an packen und haben mir damit die ein oder andere spannungsvolle Lesestunde voller Gänsehaut und Nervenkitzel beschert. Sobald ich angefangen hatte konnte ich das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen und das lag unteranderem an den Charakteren. Es sind ihre Probleme, die sie zusammenschweißen ansonsten könnten sie aber nicht unterschiedlicher sein und das hat sie für mich nur um so faszinierender gemacht. Ein weiterer Faktor, der mich regelrecht ans Buch gefesselt hat waren die vielen unterschiedlichen Erzählstränge, denn die Geschichte wird nicht nur aus der Sicht der vier Freunde erzählt. Am grusligsten fand ich die „DU“ Kapitel, denn bei diesen Kapiteln hatte ich jedes Mal das Gefühl regelrecht in die Geschichte hineingezogen zu werden. Aber auch die restlichen Kapitel waren alles andere als harmlos, denn die Geschichte entwickelt sich immer mehr zu einem perfiden Schachspiel und am Ende fühlte sich die Handlung wie eine Achterbahnfahrt ohne Sicherheitsbügel an.

Selbst nach Beendigung des Buches hat mich die Geschichte nicht losgelassen und für mich ist dieser Thriller einer der krassesten, die ich jemals gelesen habe. Ich würde über mich selbst behaupten, dass ich alles andere als schreckhaft bin und es schon einiges braucht, damit ich mich fürchte aber dieses Buch hat es tatsächlich geschafft mir den Atem zu rauben!

Fazit
„Sorry“ ist ein Thriller, der unter die Haut geht und einen nicht mehr loslässt. Er ist so voller Spannung und Nervenkitzel das es einem das Blut in den Adern gefriert. Ich empfehle dieses Buch nur Lesern, die sich sicher sind, dass sie vor Furchteinflößenden Geschichten keine Angst haben. 

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Rezension zu "Sorry" von Drvenkar

Sehr spannend und noch immer aktuell
haberland86vor einem Jahr

Vor ein paar Jahren las ich mit "Du" meinen ersten Roman von Zoran Drvenkar. Die verschachtelte Geschichte voller überraschender Wendungen gefiel mir sehr, sodass ich nicht zögerte, als ich letzten Mai "Sorry" in einem Berliner Second Hand Laden fand.
Auch wenn ich mich grob an den minimalistischen und schonungslosen Schreibstil des Autors erinnerte, hätte ich nicht gedacht, dass mir bereits das erste Kapitel eine Spur zu heftig sein könnte. Glücklicherweise ging es in den folgenden Kapiteln wieder harmloser zu und es entwickelte sich eine spannende Geschichte über vier Freunde, die eine Agentur für Entschuldigungen gründen und damit sehr erfolgreich werden. Alles scheint perfekt, bis sie einen Auftrag erhalten, der sie in einen Sumpf aus Schuld und Kindesmissbrauch hineinzieht und den sie nicht alle überleben werden.

Drvenkar erzählt die Geschichte aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Neben den vier Freunden Frauke, Tamara, Kris und Wolf sind das auch "Du" und "Der Mann, den es nicht gab", die man zu Beginn nicht so recht einordnen kann. Zeitlich werden die Kapitel außerdem mit "davor" oder "danach" übertitelt. Der Leser bleibt zunächst im Unklaren darüber, vor oder nach welchem Ereignis die jeweiligen Kapitel spielen. Ein kniffeliges Rätsel, das erst ganz zum Schluss komplett aufgeklärt wird.

Wie erwartet, entstand nach wenigen Seiten ein Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte und der mich immer tiefer in die Geschichte eintauchen ließ. Dies lag sicherlich auch an der realistischen Story, die fast zehn Jahre nach Erscheinen von "Sorry" nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat.

Eine Agentur, die sich für ihre Auftraggeber entschuldigt, könnte vermutlich wirklich gute Geschäfte machen, aber auch sehr seltsame und verstörende Aufträge erhalten. Ob natürlich jemand so weit gehen würde, Menschen umzubringen, um sich anschließend bei ihnen zu entschuldigen sei dahingestellt. Auch die vom Täter an den Tag gelegte Selbstverständlichkeit, nicht erwischt zu werden, sowie das Vermögen, das die vier Freunde innerhalb kürzester Zeit mit ihren Aufträgen scheffeln, schienen mir ein wenig übertrieben.
Für einen fiktiven Thriller geht das aber in Ordnung, zumal der Autor alles sehr plausibel verpackt und die einzelnen Figuren jederzeit logisch und absolut nachvollziehbar handeln.
Die Story ist packend geschrieben und mitunter so nervenaufreibend, dass ich es kaum aushielt. Über Hunderte von Seiten schwang eine unheilvolle Stimmung zwischen den Zeilen mit, die zwar auf Dauer bedrückend und deprimierend wirkte, aber gleichzeitig die Spannung aufrecht hielt. Ein Kunststück, das mir bislang bei keinem anderen Autoren in diesem Maße auffiel.
Wer allerdings ein positives Buch sucht, das beim Lesen ein gutes Gefühl hervorruft, wird mit diesem Buch leider nicht glücklich werden.
Sorry.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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Rezension zu "Sorry" von Drvenkar

Intelligenter Thriller
javalinevor 2 Jahren

Der Thriller von Drvenkar ist beeindruckend intelligent und rational aufgebaut. Der Autor führt den Leser so durch die konstruiert wirkende Geschichte, dass erst nach und nach wie in einem Puzzle die Personen an ihren „richtigen“ Platz rücken. Das Grundthema des Thrillers: Schuld und Entschuldigung ist spannend. Und mir gefällt vor allem Drvenkars Bild, sich selbst (nicht) in die Augen schauen zu können. Es ist ein Bild, das ich in diesem Zusammenhang auch oft bemühe. Trotzdem vergebe ich „nur“ 4 von 5 Sternen, habe sogar überlegt nur drei Sterne zu vergeben. Für meinen Geschmack führt Drvenkar den Leser zu eng an seiner Leine. Er spielt mit dem Leser. Das ist ok, aber ich als Leser brauche auch etwas eigene Bewegungsfreiheit der Gedanken und möchte dem Autor nicht so eng folgen müssen. Außerdem las ich bereits Stille von Drvenkar und finde den Aufbau beider Bücher gar zu ähnlich.

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