Dubravka Ugresic Das Museum der bedingungslosen Kapitulation

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Museum der bedingungslosen Kapitulation“ von Dubravka Ugresic

Das Museum der bedingungslosen Kapitulation im früheren Ostberlin ist ein geschichtsträchtiger Ort. In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 wurde dort die deutsche Kapitulation unterzeichnet, und in den 9oer Jahren war es Treffpunkt für Exilantinnen aus den Balkanländern, wurde zum realen und imaginären Ort, an dem sich jene Menschen versammelten, die überall Fremde sein müssen. Auch die Universitätsdozentin und Schriftstellerin Dubravka Ugreasic verließ ihr Land, als nach dem Zerfall Jugoslawiens der Bürgerkrieg Kroatien in Schutt und Asche legte, um als Gastprofessorin die Welt zu bereisen, von München über Lissabon und New York nach Berlin. In ihrem Roman Das Museum der bedingungslosen Kapitulation beschreibt sie die Topographie ihrer Flucht, webt sie einen Teppich der Erinnerung.

Stöbern in Romane

Liebe zwischen den Zeilen

Ich spreche eine Leseempfehlung aus und lege euch dieses kleine Buchschätzchen ans Herz.

Leyla1997

Menschenwerk

Ein sehr bewegender Roman, der zeigt, wie sinnlos Gewalt ist

Curin

Eine allgemeine Theorie des Vergessens

Etwas zu kurz, um ein großer Roman zu sein, trotzdem aber eine interessant geschriebene Geschichte. Hier wäre mehr mehr gewesen ;)

Flamingo

Underground Railroad

Nicht nur thematisch wichtig, sondern auch literarisch ansprechend und überzeugend. Doppelte Leseempfehlung!

leselea

Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky

Ein wundervolles Buch zu einem ernsten Thema!

IrisBuecher

Ich, Eleanor Oliphant

Bittersüß und wunderschöne Geschichte über das Alleinsein in einer viel zu vollen Welt.

I_like_stories

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Museum der bedingungslosen Kapitulation" von Dubravka Ugresic

    Das Museum der bedingungslosen Kapitulation
    Hallogen

    Hallogen

    29. December 2009 um 21:33

    Die Literaturwissenschaftlerin berichtet lauter interessante Details aus der Frühphase des Auseinanderbrechens Jugoslawiens. Vor allem beschäftigt sie sich dabei aber mit der Manipulierung von Erinnerungen (etwa der Falschbeschriftung oder Vernichtung von Fotos) und der Geschichte (z. B. Umdeutung von Persönlichkeiten). Aufhänger des Buches ist ein Besuch in Berlin, so dass diese Außensicht der Kroatin auf die deutsche Hauptstadt und ihren brüchigen Untergrund ebenfalls zu den Stärken zählt. Wie sicher sie die Fragilität Berlins beschreibt, (allein dieses Bild von den gelben Davidsternen, schwarzen Hakenkreuzen und roten Hämmern/Sicheln – brillant) wie ungewohnt sie diese Stadt wahrnimmt, hat mich tief beeindruckt, obwohl ich kaum fünf Mal dort war. Daneben geht es noch um ihr Verhältnis zur Mutter, russische Kunst oder eine Erscheinung bei einem Zirkel, Erlebnisse in München, Boston, Lissabon, Zagreb und Geschehnisse in Bosnien-Herzegowina. Durch diesen vielgestaltigen Roman kann man so viele Dinge besser verstehen, dass er die Bestnote verdient hat. Humanistisch, poetisch, klug, unbequem, durchkomponiert, melancholisch, grandios.

    Mehr