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Neu erschienen am 20.04.2020 als Hardcover bei Bibliographisches Institut.

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Rezension zu "Das Bildwörterbuch" von Dudenredaktion

Begriffe an Bildern erklären - da beginnt das Dilemma
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

Begriffe an Bildern erklären. Wie heißt das Dingens da? Duden hat sein Bildwörterbuch vollständig überarbeitete und mit rund 500 farbig illustrierten Seiten (zusammen mit Text 735 Seiten), plus Register, insgesamt 987 Seiten, zu allen wichtigen Bereichen des Lebens zusammengestellt.

In der Neuauflage wurden moderne Bereiche wie »Pflege«, »Elektromobilität« und »Erneuerbare Energien« eingefügt. »Rund 30.000 Begriffe werden durch die direkte Bildzuordnung anschaulich und einfach gezeigt«, sagt Duden. Dabei werden auch viele Fachbegriffe berücksichtigt. Und genau hierin sehe ich das Problem: die Anschaulichkeit. Manchmal ist das gut gelungen, an vielen Stellen kann man nichts erkennen. Beispiel das Auto. Jeder kennt die Begriffe Autotür, Außenspiegel, Scheibenwischer, Autositz. Braucht es die Erklärung? Das ganze Auto ist abgebildet. Schaue ich mir den Motorraum an, ist der für mich nur als schwarz-graue Masse zu sehen. Die Scheibenbremse ... irgendwie am Rad, nicht erkennbar. Eine kleine Zeichnung, mit enorm viel Einzelheiten, die leider nicht zu identifizieren sind, nützen mir überhaupt nichts. Da hätte ich gern über eine ganze Seite eine detaillierte, erkennbare Zeichnung über den Motorraum gehabt. Oder nehmen wir das Café: großflächig ein Café von innen, Stühle, Tische, Menschen und vorn rechts, klitzeklein in die Ecke gedrängt der Tresen, halb verdeckt vom Servicepersonal. Ich lese: Bestellblock, Sahnemaschine, Kaffee- und Espressomaschine, Dampfdüse ... Ich habe die Lupe herausgeholt und nun ist manches erahnbar, anderes nicht zu erkennen. Ganz vorn steht ein Tisch mit einem Kuchenbuffet: Butterkuchen, Pflaumenkuchen, Sahnetörtchen, Streuselkuchen (der sieht aus wie Pralinen) ... das ist alles braun-beige, manches als Kuchen zu erkennen, anderes überhaupt nicht, die Sahnetorte sieht wie Schokoladentorte aus. Das Differenzieren in kleinen Bildern funktioniert nicht. Und in welchem Café liegt der Kuchen mit einem Stapel Teller auf einem Tisch mitten im Raum? Nehmen wir Haar- und Barttrachten des Mannes: Die Zeichnungen sind unattraktiv und teilweise zum Kopfschütteln. Vorn oder hinten, Bart oder Hinterkopf? Halbperücke oder Toupet – wie unterscheide ich echt von Perücke? Die Allongeperücke sieht doch eher wie langes Haar aus und müsste wesentlich länger sein.

Viele Seiten sind interessant und informativ. Aber die Grafiken sprechen mich überhaupt nicht an. Sie wirken wie aus den Fünfzigerjahren, ziemlich altbacken. Genauso altbacken wird das Frauenbild dargestellt. Kinderzimmer: Ein Mädchen im Kaufladen, ein anderes spielt mit Puppen, der Junge auf dem Schaukelpferd. - Jungs und Männer beim Schießen, Skateboardfahren, Mädchen im Rhönrad (gleiche Seite) – Mädchen turnen, Jungs machen Leichtathletik – Radsport und Motorspiele, Fechten, na wer wohl? Jungs. Dafür machen Mädchen Ballett und Pferdesport – Bei der Säuglingspflege finden wir die Mama, Frauen als Arzthelferin, Verkäuferin, als Kundin, Erzieherin, Lehrerin, im Supermarkt an der Kasse, und bei allen technischen und handwerklichen Berufen findet man ausschließlich Männer! Beim Camping kocht die Mutti, der Papa taucht. Da kommt einem beim Blättern die Galle hoch! Und wenn wir schon dabei sind, die Personen sind allesamt eindeutig als Germanen zu identifizieren, Eine bunte Gesellschaft kennt Duden nicht. Wohlgemerkt, es ist eine völlig neu bearbeitete Auflage, das Buch ist nicht von 1952! Auch die Gerätschaften in den Arztpraxen sind teils veraltet dargestellt. Da liegt vorn eine dicke Glasspritze aus dem letzten Jahrhundert. Schaue ich mir die Kinderkleidung an, sieht das wie zu meiner Kindheit aus. Bei der gesamten Bekleidung fehlt es an mehr Differenzierung: Es gibt bestimmte klassische Kleiderformen, Hosen, Hemden, Jacken, Mäntel, das ist hier ziemlich oberflächlich gefasst. Ich weiß, was ein Sommerkleid ist, Cocktailkleid, Empire-Kleid, Etuikleid, Shift Kleid usw., das hätte mich interessiert. Bei den Hüten finden wir Sombrero, Mohairhut mit Federputz, Nerzpelzhut, Fuchspelzmütze, Cordmütze, Bisamfellmütze, Safarihut usw. Keine Spur von Fedora, Kreissäge, Homburg, Stratoliner, Bogart, Conway, Collagehut, Florentiner, Milan, Straks usw. Ich glaube, ich muss das nicht weiter erörtern. Alle Insekten sind braun, ein merkwürdiges Bild, alle Pflanzen haben das gleiche Grün, Pilze sind beige. Ist unsere Natur so farblos?

Einige Seiten halte ich für unnötig, wie zum Beispiel die Zimmerbeschreibungen. Dafür hätte ich gern größere, erkennbarere, differenzierte Bilder mit Farben im Wiedererkennungswert. Schade, ich hatte mich auf das Lexikon gefreut.

Duden sagt: »Das neue Duden-Bildwörterbuch ist eine unerschöpfliche Quelle für Deutschprofis und Beginner: für alle Übersetzer, Schriftsteller, Journalisten, Wortendecker, Lehrer, Schüler, Detail- und Sprachverliebten.« (Liebe Duden-Mitarbeiter, das Zitat ist von eurer Webpage – ich wundere mich und mein Rechtschreibduden auf dem PC schimpft – wir kennen nur Entdecker.)

Bei mir ist das Nachschlagewerk völlig durchgerasselt. Die Darstellung der Frau ist eine Katastrophe. Die Grafik ist für meine Begriffe nicht gelungen, sie spricht nicht an, wirkt altbacken, ist teilweise nicht erkennbar. Letzteres ist für mich sehr wichtig, denn darum geht es ja. Das ist ja kein Bilderbuch, dass die Fantasie anregen soll. Inhaltlich wirkt auch einiges altbacken. Für Fachpersonal, wie von Duden angesprochen, halte ich das Buch für ungeeignet.

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Rezension zu "Duden / Das Herkunftswörterbuch" von Dudenredaktion

Herkunft der Worte...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Warum sagen wir "Tier" und die Engländer "Animal"? In diesem Buch kann man erfahren dass es sich bei "Tier" um eine Abwandlung historischer Bezeichnungen verschiedener Sprachen handelt bei der es um ein wildlebendes Lebewesen im Allgemeinen ging. Das war bei den Altvorderen der Insel genauso. Clever wie sie sind, schliesslich ging es um lohnende Beute, wurde das Wort zu "Deer", (Rotwild, Hirsch), sie fanden dann für die allgemeine Form ein anders Wort. Bei uns bekam der Bock des Rotwildes die Bezeichnung "Hirsch", die Wurzel des alten Wortes behielt ihren Sinn. Das habe ich jetzt mal so salopp formuliert um zu zeigen welche Assoziazionen mit der Lektüre möglich sind. Es lohnt sich darin zu lesen.

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Rezension zu "Voll verboten! Mein verrückter Rätselblock 2 – Ab 8 Jahren" von Dudenredaktion

Voll verboten - macht doppelt Spaß ;)
Bibilottavor 2 Jahren

Wir lieben Rätsel und Knobleien jeglicher Art – und da kommt „Voll verboten“ total richtig. Diese Rätselblockreihe ist bei Duden erschienen und bietet allerhand Abwechslung für Kinder ab 8 Jahre.
In dieser Reihe sind bisher 3 Bände erschienen … und 2 & 3 konnten wir genauer unter die Lupe nehmen.

Das Format und die optische Gestaltung hat uns schon super gefallen. Ein Räselblock, mit dem man sich super beschäftigen kann. Auf 160 Seiten findet man hier allerhand Rätsel und Knobeleien – seien es Rechenaufgaben, die teilweise ganz schön tüftelig sind oder Buchstabengitter, die richtig viel Spaß bereiten können. So werden auch Sachaufgaben – aber auch englische Rätsel zu finden sein – eine wirklich gelungene große Abwechslung.
Auch an Ausmalbildern und anderen tollen kreativen Aufgaben mangelt es nicht – so dass die Kreativität hier nicht zu kurz kommt. Besonders toll fand ich die Spielseiten / Vordrucke für XXO, Stadt-Land-Fluss, oder Sudoku und das ein oder andere „Verbotene“.

Das „Verboten“ bezieht sich hier aber auf harmlose Ideen – die aber so toll verpackt sind, dass sie doppelt Spaß machen – nicht nur den Kleinen. Wann kann man sich mal richtig auslasen und z. B. eine Liste an Schimpfworten sammeln, oder anderen Streichen spielen? Oder gar „Pupse malen“ – was haben wir gelacht … wie ihr seht – verboten gut gestaltet sich das hier.l

Doch nicht nur der Spaß und Verbotenes steht hier im Mittelpunkt – hier werden Kinder richtig schön gefordert – und schulisches Wissen kann hier spielerisch und locker nochmals vertieft und erweitert werden. Ich find die Mischung hier sehr toll und abwechslungsreich – und kann ihn beruhigt weiterempfehlen. Auch das Preis-Leistungsverhältnis hat mich hier total überzeugt. Stabile, feste Seiten findet man hier – und man kann jede Seite leicht und ohne Einzureißen aus dem Block abreißen und entfernen. So kann man auch schnell mal gemeinsam mit Freunden knobeln und rätseln, ohne dass es Gezicke gibt, wer jetzt an den Block darf.

Die Seiten sind beidseitig mit Aufgaben, Rätseln und Spielvorlagen bedruckt – so dass sich in einem Block wirklich eine ganze Menge an Dingen zu bearbeiten gibt.

Meiner Motti hat es besonders gut gefallen, dass hier im Block immer wieder kleine Streiche versteckt sind. So werden Kinder animiert, den ein oder anderen Streich auszuführen und umzusetzen. ABER ich kann die Eltern beruhigen, dabei geht es wirklich um harmlose aber besonders witzige Streiche, die niemandem groß schaden. So macht es gleich doppelt Spaß und wir müssen seither auf der Hut sein *lach*
Ganz toll fand sie auch das Spiel „Stadt- Land-Frechheit“ – die Abwandlung von Stadt, Land, Fluss. Hier gibt’s dann auch die Sparte „Schimpfwort“ – was schon wieder spaßig ist, wenn man überlegt, was für lustige Ideen da zustande kommen.

Wenn die beiden Bände auch so vom Grundkern hier sich gleichen, so findet man keine identische Seite in den beiden Blöcken. Das fand ich schon klasse – so wird zwar die Grundthematik wiederholt, aber immer wieder in einer etwas anderen Aufgabenstellung – so bleibt die Abwechslung und der nebenbei enthaltene Lerneffekt nicht aus und macht vor allem den Kindern riesig Spaß.

Ich finde es immer wieder klasse, gerade wenn man altersgerecht, hier auf spielerische, spaßige Art und Weise die Kinder noch ein wenig fördert und vor allem spaßig beschäftigt. Perfekt für unterwegs eine kleine und tolle Sache, mit großer, spaßiger Wirkung.

 

Fazit

„Voll verplant. Mein verrückter Rätselblock Band 2 & 3“ aus dem Duden-Verlag hat uns beide total überzeugt und wir haben gemeinsam schon allerhand gerätselt und getüftelt. Meine Motti ist fleißig am Streiche ausprobieren, die hier angepriesen werden – sich aber harmlos gestalten – und „Verbotenes“ kommt hier auch nicht zu kurz.
Ein toller Begleiter für Reisen, Abenteuer oder eben auch einfach nur so nebenbei zum Beschäftigen. Wir sind sehr angetan und haben schon einige lustige und lehrreiche Momente hier mit Knobeln, Rätseln und allerhand anderem Schabernack verbracht.

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