Dunja Batarilo Die Brückenbauerin

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Inhaltsangabe zu „Die Brückenbauerin“ von Dunja Batarilo

„Hast du etwas zu geben?“ fragten die Slumkinder von Monte Azul, der Favela am Rande der Millionenstadt São Paulo, die deutsche Auswanderin Ute Craemer. Ihr Haus wurde ein Ort der Geborgenheit, des Lernens und Spielens und der Anfang eines Projekts, das einen ganzen Stadtteil verändern sollte. Statt auf „Hilfe von oben“ setzt Ute Craemer auf Eigeninitiative und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Gemeinsam mit den Favela-Bewohnern baute sie eine der nachhaltig erfolgreichsten Sozialorganisationen Brasiliens auf. Heute genießt die Associação Comunitária Monte Azul weltweit Vorbildcharakter. Wie es gelingen konnte, die Favela in einen lebenswerten Ort zu verwandeln und ihren Bewohnern eine Zukunft zu geben, davon erzählt Die Brückenbauerin. Es ist die Lebensgeschichte einer faszinierenden Frau, die unermüdlich für die Schwächsten dieser Welt kämpft. Ute Craemer lebt vor, wie auch in einer globalisierten und unübersichtlichen Welt jeder Einzelne etwas bewegen kann.

Lesen!

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  • Ein spannendes Leben!

    Die Brückenbauerin
    wandablue

    wandablue

    07. September 2016 um 01:28

    Ein spannendes Leben! Ute Craemer hat nicht weggeschaut und weil sie nicht weggeschaut hat, hat sie gemäß Brechts Motto: „Schaut doch, dass ihr die Welt verlassend, nicht nur gut wart, sondern verlasst eine gute Welt“ leben können, denn die Welt in ihrer Umgebung wurde besser, sehr viel besser. Durch ihr Elternhaus ist Ute in ihrer Jugend viel herumgekommen und hat Kulturen und Sprachen kennengelernt. Österreich, Jugoslawien, Ägypten und Pakistan standen auf dem elterlichen Plan. Sie reiste viel nach ihrem Studium und auch wieder im Alter, Ute hat die Welt gesehen. Als Waldorflehrerin unterrichtet sie einige Zeit in Paris. Sie spricht fließend französisch, portugiesisch, russisch, englisch und deutsch. Nach Frankreich kommt Brasilien. Ute Craemer lebt am Rande eines Slums, einer Favela und überwindet ihre Berührungsängste. Aus der sozialen Arbeit von Ute Craemer, geb. 1938 in Weimar, mit Straßenkindern in São Paulo entsteht die Associação Communitária Monte Azul, die weltweit Aufsehen erregt und den Elenden und Vergessenen in Brasilien ein Leben zum Besseren schenkt. Dabei funktionierten ihre Tätigkeiten nicht als Arbeit im eigentlichen Sinne, obwohl sie ihr alles abverlangten, sondern als praktisches Engagement der Menschlichkeit, als Einsatz mit allem, was ihr zur Verfügung stand, auch privat. Zeitweilig lebte Ute Craemer in einer kleinen Wohnung mit mehr als 40 Straßenkids zusammen. Ute Craemers Überbau ist das anthroposophische Menschenbild, das sie jedoch immer in wundervollem Praxisbezug anwendet. Dunja Batarilo hat ein wunderbares Buch geschrieben, das alles hat, was man sich wünscht: eine zu Herzen gehende Lebensgeschichte einer mutigen Kämpferin für ein menschenwürdiges Dasein, eine Geschichte vom Verändern, auch vom Scheitern, vom Niemals aufgeben und immer nach vorne blicken, sie hat ein Leben abgebildet, das einem klar macht: einer allein kann einen Unterschied machen - und er bleibt nicht allein! Zwischen den Erzählungen von Utes Werdegang und dem Werdegang ihrer zahlreichen sozialen Projekte gibt die Autorin immer wieder kurze Informationsblöcke zur Sachlage in Brasilien. Es gibt einen Abriß zur Geschichte der Ureinwohner und zur Anthroposophie, Berichte und Fakten zur Bildung in Brasilien, zu den Problemen und dem Reichtum der kulturellen Vielfältigkeit, Fakten zu den Favelas allgemein, um nur Einiges zu nennen. Das heißt, mit der Lektüre von „Die Brückenbauerin“ bekommt man in Überschallgeschwindigkeit auch eine Skizze Brasiliens in die Hand. Ute Craemer ist es mit Erfindungsgabe, Tatkraft und Liebe gelungen, Brücken zu schlagen zwischen dem reichen Stadtbewohner und dem von ihm geringgeschätzten Bewohner der Favela. Sie hat die Welt zum Besseren verändert. Was für ein Vorbild! Irgendwann zwischen all der nie endenden Arbeit, ist es Ute Craemer sogar noch gelungen, selber zwei Bücher über ihre Erfahrungen zu schreiben „Favela Monte Azul“ und „Favela-Kinder“. Fazit: „Die Brückenbauerin“ ist ein ermutigendes Buch über ein spannendes Leben, das durch hundertprozentiges Engagement für andere, nicht ärmer, sondern reicher wurde. Gerne werbe ich für dieses Buch und gebe eine Leseempfehlung! Kategorie: Biografie und Sachbuch Verlag: Scoventa, 2014

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