Durian Sukegawa Kirschblüten und rote Bohnen

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Inhaltsangabe zu „Kirschblüten und rote Bohnen“ von Durian Sukegawa

Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.

Eine zart erzählte Geschichte über drei gesellschaftliche Außenseiter. Absolut lesenswert!

— Mellolette
Mellolette

Wunderschön und berührend, aber für meinen Geschmack doch allzu traurig und an die Substanz gehend ...

— Cellissima
Cellissima

Sehr feinfühliges Buch

— leserin
leserin

Ein ganz wunderbares Buch!!!

— sedmi
sedmi

Nette ruhige Geschichte, teilweise etwas hölzern. 3-4 Sterne.

— Apfelgruen
Apfelgruen

Ein wundervolles Stück Weisheit zwischen zwei Buchdeckeln. Feinfühlig und mit einer nachdenklichen japanischen Detailverliebtheit.

— SuCCubus
SuCCubus

Einfach bezaubernd und zuckersüß

— denise_86
denise_86

Ein kleines Juwel, weise und berührend!

— littleowl
littleowl

Ein wundebar leichtes Buch, dass trotzdem zum Nachdenken anregt.

— Eori
Eori

Ein wunderbares Mutmacherbuch und so schön zu lesen

— Dataha
Dataha

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  • Über Begegnungen, die verändern können ...

    Kirschblüten und rote Bohnen
    SharonBaker

    SharonBaker

    03. June 2017 um 22:22

    Sentaro ist unglücklich mit seinem Leben, alles läuft anderes als erwartet und nun steht er immer noch in einem Imbiss und muss Dorayaki verkaufen, um seine Schulden zu begleichen. Bis ihn eines Tages eine alte Frau anspricht und den Aushilfsjob möchte, im ersten Moment lehnt Sentaro ab, in ihren Alter und dann mit diesen verkrüppelten Händen, nein, das geht nicht. Aber Frau Yoshii ist hartnäckig und möchte unbedingt in seinem Laden helfen und so knickt Sentaro ein, aber er besteht darauf, dass sie nur bei der Zubereitung der Bohnenpaste hilft und nicht im Verkauf. So entwickeln beide ein ganz neues Ladenkonzept, weg mit der Fertigpaste und her mit besser und leckerem Dorayaki und schon bald macht es sich im Umsatz bemerkbar. Aber nicht nur der Laden verändert sich, sondern auch Sentaro und aus dem einst resignierten Mann, entwickelt sich jemand der sich für sein Tun doch noch begeistern kann. Frau Yoshii und ihr Chef werden Freunde, aber was so gut begann, wird sich schnell wieder ändern. Was passiert mit dem Imbiss? Kann Sentaro noch sein Lebensinhalt finden? Und was hat es mit Frau Yoshii‘s Händen auf sich? Diese kleine, aber feine Geschichte ist mir damals beim Erscheinen schon aufgefallen, bestimmt wegen der zauberhaften Aufmachung und wahrscheinlich auch deshalb, weil es einen Kinofilm gibt, aber erst auf nachdrücklicher Empfehlung habe ich es nun gelesen. Tja und was soll ich sagen, es lohnt sich, diese berührenden Figuren kennenzulernen.Im Vordergrund steht Sentaro, einsam, unglücklich und mit sich sehr unzufrieden. Für eine Dummheit in der Jugend büßt er jetzt sein ganzes Leben und diese Frustration spiegelt sich in seinem Leben wieder. Er hat keine Lust auf Dorayaki und auf diesen Imbiss, er macht das nur wegen seinen Schulden. Allerdings hat er auch nichts anderes, was ihn glücklich macht und so trinkt er abends einfach ein bisschen zu viel. Schnell von den Leuten genervt, wird er von Frau Yoshii mehr als nur überrumpelt, sie stellt ihn einfach immer eine Gegenfrage und das bringt Sentaro immer total aus dem Konzept. Zuerst möchte er sie abwimmeln, aber dann kommt doch ein bisschen der Geschäftsmann durch. Trotz seiner Bedenken stellt er Frau Yoshii ein und blüht regelrecht auf, in seinem Reich.Und so kommen wir zu Frau Yoshii, ich mag eigentlich gar nicht viel verraten, denn ihre Lebensgeschichte ist so tragisch, traurig und berührt einem sehr und das möchte ich vorab nicht kaputtmachen. Sagen wir so, ihre Vergangenheit ist schrecklich und mit diesen Auswirkungen hat sie immer noch zu kämpfen. Aber trotzdem versprüht sie so einen Lebenswillen, ist spitzbübisch und einfach ein Herz von einer Seele. Sie tut Sentaro, dem Imbiss und allen Leckermäulern in Schuluniform gut, man könnte einfach sagen, sie ist die Seele des Imbiss. Wenn da nicht ihre Hände wären und die vielen Menschen, die tratschen und Gerüchte verbreiten. Diese Figur habe ich schnell ins Herz geschlossen und ich bewundere sie immer noch für ihre Lebenskraft, beeindruckend.Diese Geschichte wird ruhig erzählt, aber entwickelt dabei eine unglaubliche Kraft und bedient ein Thema, welches wir alle nicht wirklich vor Augen haben. Man kann deshalb einfach nicht aufhören zu lesen, da man wissen möchte, gibt Sentaro auf? Oder was genau hat nun Frau Yoshii? Diese ganzen Fragezeichen hält der Autor lange in der Schwebe und zieht einen so durch die Seiten. Aber man empfindet es nicht als schlimm, man ist von der Entwicklung an sich fasziniert, wie eine alte Dame, Lebensgeister weckt, und wie sich auch trotz großer Altersunterschiede Freundschaften finden. Diese zarten Bande sind einfach wunderbar beschrieben und zeigen wieder, dass das Leben an den unglaublichsten Stellen Licht hat und Hoffnung spendet. Ach, noch eins Wakana unser Schulmädchen auf dem Cover spielt natürlich auch eine Rolle, aber tragend sind einfach Sentaro und Frau Yoshii.Für mich ein trauriges, aber auch hoffnungsvolles Buch, was zeigt, wie Freundschaft unser Leben beeinflussen kann und das es im Leben immer noch eine Abbiegung gibt, um glücklich zu werden. Schön erzählt und in absoluten Zeitgeist.

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  • Eine wunderschöne, melancholische Geschichte mit tiefe

    Kirschblüten und rote Bohnen
    Saruna

    Saruna

    31. July 2016 um 14:13

    Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen.In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach der ersten Seite war ich im Bann der bittersüssen Geschichte.Der Erzählstil ist sehr ruhig aber er vermag trotzdem tief im Innern zu berühren.Dieses Büchlein ist mit so viel Liebe gestalten worden. Das rosafarbene Lesebändchen passt hervorragend zum Leineneinband. Das Motiv spiegelt den Inhalt der Geschichte perfekt wieder.Eine wirklich, wirklich berührende Geschichte!

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  • Kirschblüten und rote Bohnen

    Kirschblüten und rote Bohnen
    littleowl

    littleowl

    15. July 2016 um 17:08

    Worum geht’s? Seit Jahren verkauft Sentaro in einem kleinen Kiosk Dorayaki: Pfannkuchen, die mit An gefüllt sind, einer süßen Paste aus roten Adzukibohnen. Doch Sentaro ist nicht gerade ein Koch aus Leidenschaft, die Füllung kommt fertig und tiefgekühlt aus China, damit er ausschlafen kann, wenn er am Abend zuvor mal wieder zu tief ins Glas geschaut hat. Unglücklich und resigniert lässt er sich durchs Leben treiben, bis eines Tages die alte Tokue in seinem Imbiss auftaucht und sich als Aushilfe bei ihm bewirbt. Dank ihrem liebevoll handgemachten Bohnenmus stehen die Kunden schon bald zu jeder Tageszeit Schlange vor Sentaros Imbiss. Noch mehr als ihr Geschick beim Kochen scheinen Tokues Weisheit und ihre optimistische Lebenseinstellung sein Schicksal und das von Stammkundin Wakana zum Besseren zu wenden. Doch schon bald wird die Freundschaft der drei auf eine harte Probe gestellt, als Tokue von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Meine Meinung Wegen des fröhlichen rosa Covers hatte ich eigentlich gedacht, dass mich hier eine leichte, heitere Geschichte erwartet. In Wahrheit ist die Atmosphäre dieses Romans jedoch viel ernsthafter und schwermütiger als die Aufmachung vermuten lässt. Ich war sehr überrascht davon, in welche Richtung die Handlung sich nach etwa einem Drittel bewegt, das eigentliche Hauptthema wird im Klappentext nämlich gar nicht verraten. Bei meiner eigenen Inhaltsangabe habe ich das bewusst genauso gehandhabt, weil ich glaube, dass man unvoreingenommen an die Geschichte herangehen sollte. „Kirschblüten und rote Bohnen“ ist ein kleines, leises Buch, das ganz ohne bombastische Actionszenen oder eine dramatische Liebesgeschichte auskommt. Stattdessen ist es eine Hymne auf die Magie der kleinen Dinge: ein freundliches Wort, eine Wiese blühender Kirschbäume und der besondere Geschmack eines mit Liebe gemachten Essens. Tokues Geschichte ist traurig, so viel sei verraten, aber ihre Worte sind tröstlich und voller Weisheit. Dorian Sukegawas Schreibstil trägt viel zur ruhigen, manchmal fast schon meditativen Stimmung dieses Romans bei. Der Autor erzählt in klaren, schnörkellosen Sätzen und lässt Tokues kluge, einfühlsame Worte für sich wirken. Auch wenn die Geschichte aus Sentaros Perspektive geschrieben ist, ist die warmherzige alte Frau auf jeden Fall der heimliche Star. Im Laufe ihres Lebens hat Tokue viel Tragisches erlebt, das hat sie jedoch nicht verbittert werden lassen. Ganz im Gegenteil, sie ist an den Herausforderungen gewachsen, vor die das Schicksal sie immer wieder gestellt hat. Dagegen kann man Sentaros Leben zu Beginn des Romans nur als gescheiterte Existenz bezeichnen. Er ist schrecklich einsam, trinkt viel zu viel und muss tagtäglich einen Job machen, den er im Grunde hasst. Erst als Tokue in sein Leben tritt, hat er den Mut, etwas an seiner Situation zu ändern. An diesem Roman hat mich definitiv auch das Setting gereizt, die japanische Kultur fand ich schon immer faszinierend. Die Zutaten vieler japanischer Köstlichkeiten klingen für Europäer vielleicht erstmal etwas merkwürdig, so auch die Paste aus mit Zucker aufgekochten Adzukibohnen, mit der Dorayaki gemacht werden. Doch das Essen kann noch so exotisch sein, letztendlich geht es in „Kirschblüten und rote Bohnen“ um Themen, die Menschen überall auf der Welt bewegen. Um Freundschaft, den richtigen Umgang mit Schicksalsschlägen und natürlich die ganz großen Träume. Fazit Ein kleines Juwel, weise und sehr berührend! Empfehlenswert ist auch die Verfilmung, die beim Filmfestival in Cannes 2015 Premiere feierte.

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    • 5
  • Chance vertan...

    Kirschblüten und rote Bohnen
    Makollatur

    Makollatur

    14. July 2016 um 12:22

    Der gescheiterte Ex-Häftling und Schriftsteller Sentaro hält sich mit einem ungeliebten Job in einem Dorayaki-Imbiss über Wasser. Der Laden, den er als Geschäftsführer leitet, läuft mehr schlecht als recht. Sentaro hat in seinem Leben nichts getan, auf das er stolz sein könnte; er trinkt zu viel, isst zu wenig und hat den Kontakt zu seinen Eltern vor langer Zeit abgebrochen. Nur die Schuld, die er gegenüber der Besitzerin des Geschäfts abzutragen hat, zwingt ihn täglich hinter die Theke, doch innerlich hat Sentaro mit dem Leben abgeschlossen. Da macht er eines Tages die Bekanntschaft mit Tokue, einer alten Dame, die ihn durch ihre Hartnäckigkeit und Lebensfreude nach und nach ins Reich der Lebenden zurückholt. Zusammen mit der unscheinbaren und introvertierten Schülerin Wakana bilden diese drei ein merkwürdiges Grüppchen, das vor allem durch seine Verschiedenheit besticht. Sie lernen, dass jeder Mensch auf seine eigene Art einsam sein kann und einen Weg sucht, Akzeptanz und Freundschaft zu erlangen. Sukegawas Roman schildert die Vielfalt des Lebens und der Wege, die das Schicksal unvermittelt gehen kann. Angesiedelt im heutigen Japan, gibt er auch einen Einblick in eine Gesellschaft, die zwischen Tradition und Moderne schwankt und die Geister der Vergangenheit noch lange nicht besiegt hat. Vergleichbar wäre dieser Text mit Anna Gavaldas Zusammen ist man weniger allein, ein Roman, der ebenfalls Menschen unterschiedlichster Prägung zusammenbringt. Kirschblüten und rote Bohnen besitzt das passende Thema, um ein großer Text zu werden, sind doch Geschichten über Einsamkeit und die Suche nach dem kleinen Glück heute mehr denn je gefragt. Leider verpasst Sukegawa aber die Chance, ein prägendes Stück Literatur zu etablieren, was vor allem am anstrengenden Stil liegt: der Text ist in einem einfachen, leicht zu lesenden Ton gehalten, doch drängt sich bei der Lektüre der Gedanke auf, dass der Autor es mit seiner Beflissenheit übertreibt. Jedes Detail wird erklärt, Passagen, die aus der Recherche heraus entstanden sind, wie etwa jener Herstellungsprozess der Dorayaki, sind derart ausführlich beschrieben und in ihrer Chronologie seziert, dass dem Leser kein Spielraum mehr für eigene Interpretationen bleibt. Gleiches gilt für die Erklärung und Schilderung der Krankheit, an der Tokue leidet. Sukegawa besitzt seine Fähigkeiten im Philosophieren, nicht aber im Beschreiben. Er nimmt seinem Text selbst seine Stärken, was eigentlich schade ist. Kirschblüten und rote Bohnen ist ein kleiner Roman, der es meiner Meinung nach nicht in die Riege der großen Werke schaffen wird.

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  • Die Macht der Freundschaft

    Kirschblüten und rote Bohnen
    Arietta

    Arietta

    Inhaltsangabe: Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt. Meine Meinung zum Inhalt: Diese Buch ist ein richtiges Schmuckstück außen wie innen, es ist sehr hochwertig gestaltet, allein schon der edle Leinen Cover und schön gestaltete Einband, das passende zart rosa Lesebändchen, innen die dunkelblaue Klappbroschur mit den Kirschblüten. Eine Geschichte die mein Herz im Sturm eroberte und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Sie hat meine Sinne und das Herz berührt und mich innehalten lassen beim Lesen, und hat mich angeregt über diese drei Haupt Protagonisten, Wanka, Sentaro und Frau Tokue, über deren Leben und Schicksale nach zudenken. Sentaro, der nach seiner Gefängniskarriere, seinen Traum Schriftsteller zu werden aufgeben muss. Stattdessen seinen Job in einem Imbiss an nimmt und täglich kleine Pfannkuchen bäckt und verkauft. Er ist unzufrieden, er mag seine Arbeit nicht noch weniger diese süßen Dinger, ebenso wenig die jungen Mädchen die seine Theke belagern. Auch läuft der Laden nicht besonders. Eines Tages bewirbt sich die alte Frau Tokue , bei ihm, er ist nicht begeistert, schickt sie weg. Aber mit Tokue Hartnäckigkeit hat er nicht gerechnet, ausgerechnet ihr An, diese süße rote Bohnenpaste, ist es die den Ausschlag gibt. Etwas ganz anderes als diese Paste aus der Fabrik. Die Herstellung von Tokue An, ist sehr aufwendig , aber allein der Duft und Geschmack ist einmalig. Sogar der Umsatz steigt, die Kunden sind begeistert. Es könnte nicht besser laufen, aber da macht das Gerücht die Runde, Frau Tokue sei einst an Lepra, der Hansen Krankheit erkrankt gewesen. Die Schülerin Wanka, hat sich in der zwischen zeit auch mit den beiden angefreundet, eine wunderbare Freundschaft ist erstanden. Diese drei öffnen sich gegenseitige ihre Herzen und erzählen ihre Geschichte, von ihren Träumen, Hoffnungen und Ängsten. Eine Geschichte voller unvorhergesehener Wendungen, mit einem traurigen Ende und doch einem neuen Hoffnung am Horizont.... Mir fiel dazu dieser Spruch ein : „Lerne denken mit dem Herzen, und lerne fühlen mit dem Geist „ ( Theodor Fontane) Meine Meinung zum Autor: Durian Sukewa, hat einen leisen, berührendes und poetischen Roman geschaffen, der über eine wunderbare Freundschaft von drei Menschen und Generationen erzählt, von der Schülerin Wankaaus schwierigen Verhältnissen, Senatro der im Imbiss arbeitet, und der Alten Frau Tokue Yoshii die an der Hansen Krankheit erkrankt war. Drei Menschen vom Schicksal gezeichnet und wie durch ein unsichtbares Band verbunden. Er hat sehr ergreifend geschildert wie man damals mit den Menschen die an Lepra erkrankt waren umging, sie in ein Getto verfrachte, sie vom Leben da draußen ausgrenzte. Sein Schreibstil fand ich sehr Kraftvoll, klar und fesselnd. Er gewährte einem Einblicke in das Seelenleben seiner Protagonisten, ihren Träumen, Wünschen, Verzweiflungen. Aber auch den Lichtblicken, das man seinen Weg aus der Finsternis finden kann. Das es immer wieder Hoffnung gibt. Seine Figuren kommen sehr real, glaubhaft und Lebendig rüber. Auch hat er alles sehr Bildhaft beschrieben, man riecht, sieht und schmeckt, die Köstlichkeiten. Ein sehr Emotionale Geschichte, ohne Kitschig zu wirken, wo jeder seinen Platz sucht und am Ende findet. Ein sehr geistreicher Roman, der zum nachdenken anregt, über uns und unsere Mitmenschen.... " Ein sehr berührender und zu Herzen gehender Roman, über die Macht einer unerschütterlichen Freundschaft

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    • 2
    Bibliomania

    Bibliomania

    31. May 2016 um 11:40
    Arietta schreibt Ein sehr berührender und zu Herzen gehender Roman, über die Macht einer unerschütterlichen Freundschaft

    Ich ärgere mich so sehr, dass ich an der Verlosung damals nicht teilgenommen habe. Das klingt wirklich toll! Ärgerlich ;)

  • Ein ganz besonderer Roman

    Kirschblüten und rote Bohnen
    jaylinn

    jaylinn

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Ich möchte den heutigen Welttag des Buches zum Anlass nehmen, euch ein ganz besonderes Büchlein vorzustellen: Kirschblüten und rote Bohnen. Allgemeines: Kirschblüten und rote Bohnen ist im März 2016 bei Dumont erschienen. Ich kann dieses 256 Seiten starke Buch eigentlich nur als “Büchlein” und seine Gestaltung nur als “zauberhaft” bezeichnen. Der handliche Roman ist in Leinen gebunden, was einen angenehmen Eindruck von Hochwertigkeit hinterlässt. Obwohl es keinen abnehmbaren Einband gibt, kann man den beschreibenden Inhaltstext ausklappen – so was ist mir bisher selten begegnet. Manche mögen das Cover als kitschig bezeichnen, aber für mich passt es perfekt zur Geschichte. Inhalt: “Sentaro ist gescheitert, nach allen Regeln der Kunst: Er ist vorbestraft, trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht das beste Bohnenmus, das man sich nur denken kann. Die Begegnung mit ihr verändert alles. Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst und tatsächlich gewinnt er nicht nur die Lust am Backen, sondern auch die Freude am Sinnlichen und an den kleinen Dingen des Lebens zurück. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien …” (Quelle: Dumont Verlag) Meine Meinung: Kirschblüten und rote Bohnen war für mich eigentlich ein unbeschriebenes Blatt – bis ich den Umschlag aufgemacht habe, in dem es mich erreicht hat. Ich war erstaunt über die aufwändige Gestaltung und habe mir die Zeit genommen, das Büchlein sofort zu lesen. Autor Durian Sukegawa ist es gelungen, eine unglaublich rührende, fesselnde und nachdenklich machende Geschichte aus dem Leben zu erzählen. Sukegawa gelingt es, den Leser beinahe körperlich mit nach Japan, dem Handlungsort des Buches, zu nehmen. Man kann schon fast die Kirschblüten sehen und den Duft der Dorayaki riechen. Freundschaft, Schicksal, Toleranz und neue Wege, die im Leben beschritten werden können, sind die vorherrschenden Themen, die Sukegawa in diesem Roman verarbeitet. Seine Protagonisten lernen, was es bedeutet, zusammen zu gehören und wieder Glück im Leben zu finden. Sie lernen, einander wieder zuzuhören. Er vermittelt dem Leser damit eine nachhallende Botschaft, über die man sich noch lange Gedanken machen kann. Innerhalb eines Jahres lernen wir die beiden Protagonisten Sentaro und Tokue kennen. Jeder von ihnen wirkt gleichermaßen authentisch. Die dritte Protagonistin namens Wakana nimmt etwas weniger Raum ein, ist für die Handlung aber ebenso wichtig wie die beiden anderen. Man könnte sie als Bindeglied der Freundschaft bezeichnen. Japanische Kultur, japanische Köstlichkeiten, japanische Lebensweisheit – all das und noch viel mehr lässt sich in Kirschblüten und rote Bohnen ebenfalls finden. Fazit: Ein ganz besonderer Roman, den viele Menschen lesen sollten. Vielleicht beginnen sie dann auch damit, wieder zuzuhören und ihr Glück zu finden.

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    • 3
  • Ein dünnes Buch mit sehr viel Inhalt

    Kirschblüten und rote Bohnen
    tinstamp

    tinstamp

    18. May 2016 um 15:06

    Darum geht's: Sentaro ist ein eher mürrischer Mann, der gerne für sich bleibt. Und so verrichtet er seine Arbeit als Doriyaki Verkäufer eher unwillig. Nach einer Haftstrafe erhielt er Hilfe vom ehemaligen Besitzer einer Imbissstube, die sich mitten in Tokio im Schatten der Kirschbäume befindet. Dort stellt er von morgens bis abends Doriyaki her, kleine Pfannkuchen gefüllt mir süßer Bohnenpaste, um seine Schulden abzustottern. Die Paste kommt aus dem Kanister vom Großmarkt und so schmeckt sie auch. Das Geschäft geht mehr schlecht, als recht; die einzigen Stammkunden sind die Mädchen aus der naheliegenden Schule. Wakana, eines der Schulmädchen, kommt regelmäßig in den Imbiss. Ihre Eltern sind geschieden, die Mutter kaum zu Hause. Doch eines Tages steht eine alte Dame vor dem Imbiss und möchte sich gerne für die ausgeschriebene Stelle als Hilfskraft bewerben. Tokue Yashii heißt sie und ihre Hände sind etwas verformt. Sentaro weist sie zurück, doch Tokue gibt nicht so schnell auf. Sie übergibt Sentaro eine Box mit ihrer selbstgemachten An, der süßen Bohnenpaste, und nachdem er davon gekostet hat, weiß er, dass er Tokue einstellen muss. Ab sofort beginnen Sentaros Tage noch vor dem Sonnenaufgang, denn eine gute Bohnenpaste zu kochen, braucht Zeit. Das beginnt beim sorgfältigen Auswählen der geeigneten Azuki-Bohnen, bei der Konsistenz und den ganz speziellen Geruch, der Tokue sagt, dass das An jetzt gerade richtig ist. Plötzlich boomt der Imbissladen und die Menschen stehen Schlange, um das köstliche Doriyaki zu bekommen. Doch das Glück währt nicht lange, denn eines Abends steht die Inhaberin der Imbissbude vor der Tür und verlangt Tokues Kündigung. Es sei ein schlimmes Gerücht über Tokues verformte Hände im Umlauf....... Meine Meinung: Gleich vorweg: Dies ist eines der wenigen Bücher, in denen man gerne länger verweilt und die man öfters lesen kann....wunderschön und poetisch! Sentaro ist ein Mann ohne Perspektive, der gerne trinkt, vorbestraft ist und von frühmorgens bis abends in der Doriyaki-Imbussstbe steht. Dabei mag er nicht einmal Süßes.... Durch die fröhliche Tokue, die sich ihr ganzes Leben nichts sehnlicher gewünscht hat, als die Sonne zu sehen, mit den Menschen zu plaudern und den wiegenden Ästen der Bäume zuzuwinken, kommt etwas Leben in die Imbissstube. Auch Sentaro beginnt sich langsam zu verändern...er beginnt sich zu öffnen und langsam entwickelt sich, während der vielen gemeinsamen Stunden am Herd, eine ganz besondere Verbundenheit. Auch Wakana gehört zu diesem Trio einsamer Herzen, das sich von der Gesellschaft als Außenseiter fühlt. "Im Leben eines Menschen gibt es nie nur eine Farbe. Die Schattierungen können sich jederzeit ändern. Eigentlich ist das ganze Leben ein andauerndes Farbenspiel. Ich weiß das, weil ich bereits am Ende dieses Spiels angelangt bin.“   - Takoe, Seite 171          Hier geht es nicht nur um die richtige Zubereitung von Doriyaki (hungrig sollte man aber trotzdem weder das Buch lesen, noch den Film anschauen!), sondern hier geht es um die leisen Zwischentöne, um unerfüllte Träume und Hoffnungen. Der Kirschbaum vor dem Imbiss ist eine Art Metapher und zeigt den Leser die Vergänglichkeit und den Zyklus des Lebens. Sehr mitgenommen hat mich Tokues Schicksal, die mehr als 40 Jahre ihres Lebens unter Zwangsquarantäne verbringen musste. Schreibstil: Leise und unaufdringlich schlich sich Durian Sukegawa mit seiner Geschichte in mein Herz. Die Sätze sind eher kurz gehalten, die Sprache ist klar und trotzdem verbirgt sich hinter den Zeilen sehr viel mehr. Der Autor gewährt uns Europäern einen Einblick in die japanische Kultur, die uns doch sehr oft fremd ist. Auch wenn manche Stellen oder Dinge uns etwas eigentümlich vorkommen, so sind wir alle Menschen mit Träumen, Hoffnungen und den Wunsch Glücklich zu sein - egal, ob in Asien, in Europa oder in Afrika. Fazit: Poetisch, tragisch, wunderschön - ein eher dünnes Buch mit sehr viel mehr Inhalt! Japanische Lebensweisheiten, aber auch Gesellschaftskritik, sowie die Macht der Freundschaft, sind nur einige der Themen, die hier aufgegriffen werden. Meine Leseempfehlung! ********************************************************************* BUCH VERSUS FILM Vorgestern habe ich mir auch den Film zum Buch von Durian Sukegawa angesehen. Vorweg kann ich sagen, dass ich das Buch - wie eigentlich zu 95% - besser fand, als die Verfilmung. Regisseurin Naomi Kawasa ist trotzdem ein eindrucksvoller Film gelungen, der jedoch für das eher dünne Büchlein zu viel an Länge hat. Sicherlich lebt die Geschichte von der Stimmung und den Weisheiten Takoes, doch für Nichleser gibt es hier doch einige Längen. Die Schauspieler spielten wirklich sehr gut und auch die japanische Kultur und Küche kam nicht zu kurz. Trotz der Zeit, die der Film hat, sind manche Hintergründe (Warum ist Wakane immer im Imbiss?) zu wenig ausgeleuchtet, vorallem auch Takoes Krankheit und deren Konsequenzen. Trotzdem kann ich aber auch den Streifen für Menschen, die leise Filme mögen,  empfehlen

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    • 3
  • Interessanter Auftakt, dann doch etwas verflacht

    Kirschblüten und rote Bohnen
    jubilado

    jubilado

    11. May 2016 um 16:02

    Ich war am Ende etwas enttäuscht. Die Geschichte beginnt  mit einem ungewöhnlichen Thema und der Dramatisierung der gesellschaftlichen Probleme einer längst schon vergessenen Krankheit. Im Verlauf der Erzählung hat sich dann doch zu viel Nahe-Liegendes, zu viel Schwülstiges und  fast schon Kitschiges eingeschlichen. Auch die Sprache blieb ziemlich flach. Vielleicht liegt es am unterschiedlichen kulturellen Hintergrund. 

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  • Trockene Augen? Ach iwo! :D

    Kirschblüten und rote Bohnen
    CosmosChoco

    CosmosChoco

    03. May 2016 um 14:26

    Dieses Buch gehört defintiv zu eines der schönsten für mich im Jahr 2016! Da sieht man mal wieder das es nicht viel tamtam benötigt um ein wundervolles und leichtes Buch zu schreiben! Man folge einfach diesem wunderschönen Rezept: 3 Protagonisten die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich dennoch trafen, dann eine handvoll von süß/salzigen Bohnen und eine Prise Kirschblüten und voila kommt so ein schönes Meisterwerk zu stande. Bon appétit!!! *.*

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  • Leserunde zu "Kirschblüten und rote Bohnen" von Durian Sukegawa

    Kirschblüten und rote Bohnen
    aba

    aba

    Einfühlsame und eindrucksvolle Geschichte über drei Außenseiter Könnt ihr euch vorstellen, dass eine einzige Begegnung mit einem Unbekannten ein ganzes Leben verändern kann? Durian Sukegawa zeigt uns, dass es möglich ist. In seinem bewegenden Roman "Kirschblüten und rote Bohnen" erzählt er die Geschichte eines Mannes, der an nichts mehr glaubte, bis eines Tages endlich etwas Schönes geschieht, mit dem er niemals gerechnet hätte. Mit "Kirschblüten und rote Bohnen" landete Durian Sukegawa einen Bestseller in seiner Heimat, der 2015 erfolgreich verfilmt wurde. Habt ihr Lust, literarisch nach Japan zu reisen? Wenn ihr mal wieder eure Sinne verwöhnen möchtet, dann ist dieses Buch genau das richtige für euch! Zum Inhalt Sentaro ist gescheitert, nach allen Regeln der Kunst: Er ist vorbestraft, trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht das beste Bohnenmus, das man sich nur denken kann. Die Begegnung mit ihr verändert alles. Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst und tatsächlich gewinnt er nicht nur die Lust am Backen, sondern auch die Freude am Sinnlichen und an den kleinen Dingen des Lebens zurück. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … "Kirschblüten und rote Bohnen" ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman von großer Lebensweisheit. Zum Autor Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, außerdem arbeitet er als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator. "Kirschblüten und rote Bohnen" ist sein erster ins Deutsche übersetzter Roman. Zusammen mit DuMont verlosen wir 25 Exemplare von "Kirschblüten und rote Bohnen" unter allen, die mehr über Sentaro, Tokue und Wakana erfahren möchten. Möchtet ihr wissen, welches das Geheimnis des süßen Bohnenmuses ist? Habt ihr Lust, euch über dieses schöne Buch auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann solltet ihr diese Leserunde nicht verpassen. Bewerbt euch* bis zum 13.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr auf folgende Frage antwortet: Ich liebe Sushi, kleine Reisküchlein und diese niedlichen Bentō Boxen. Welche Gerichte der japanischen Küche habt ihr schon mal probiert? Hat es euch gefallen oder nicht? Was ist anders als bei uns? Oder habt ihr noch nie japanisch gegessen? In diesem Fall: Seid ihr nicht neugierig? Ich freue mich auf eure Antworten und kriege jetzt schon Hunger. Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 1024
  • Das Wahre im Leben

    Kirschblüten und rote Bohnen
    Marie1971

    Marie1971

    Sentaro wird aus dem Gefängnis entlassen und geht halbherzig seiner Tätigkeit im Dorayaki- Imbiss nach. Bis eines Tages Tokue ihn in die hohe Kunst des Dorayaki einführt und ihm ganz nebenbei das Leben in seiner ganzen Vielfältigkeit von Freude hin bis zur Grausamkeit neu zeigt. Ein Kirschblütenbaum und Rote Bohnen geben dem Buch wohl seinen Titel aber stehen für soviel mehr. Für die Natur, die im Frühling ihr wunderschönstes Knospenkleid anzieht, um im Sommer den Wandel zu einem verzaubernden Blütenteppich zu vollziehen, den sie im Herbst abwirft um im Winter kleidlos dazustehen. Und Dorayaki-Paste hergestellt mit roten Bohnen, deren wichtigstes Ingredienzium die Liebe und Geduld des Koches ist, denn Gutes braucht Zeit. Beides steht gleichzeitig für das Leben, das auch wandelbar wie die Natur sein kann und mit viel Liebe und Geduld gelebt werden will. Dieses Buch verzaubert durch sovieles, vor allem aber durch den untrüglichen Optimismus, der jeder in sich finden kann egal wie schwer ihm leben zusetzen kann. Und Freundschaft die auch über die höchsten Mauern der Abgrenzung hinüber ihr Band knüpfen kann. Wie so oft besticht auch diese japanische Geschichte durch ihre Einfachheit und doch Komplexität; nicht des Erzählens sondern des Gelebt werdens. Durch die untrügliche Ehrlichkeit des Erzählers, der höchst sensibel und sehr realitätsnah sich auch schwierigen Themen stellt und ihnen positives abgewinnen kann. Es gäbe noch sovieles zu diesem Buch zu sagen. Jedoch möchte ich es nur noch auf zwei Worte begrenzen. Absolut lesenswert! Denn mit Worten allein kann man den Zauber den das Lesen dieses Buch geweckt hat, nicht beschreiben.

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    lievke14

    lievke14

    24. April 2016 um 11:23
  • der Kirschbaum im Laufe der Jahreszeiten

    Kirschblüten und rote Bohnen
    Gwendolina

    Gwendolina

    Kirschblüten und rote Bohnen ist ein ganz besonderes Buch. Die Geschichte spielt in Tokio und erzählt zum einen von Sentaro, dem 30jährigen Exhäftling, der statt seinem Traum zu folgen, Schriftsteller zu werden, in einem Imbiss Dorayaki zubereiten und verkaufen muss. Zum anderen von Tokue, einer Frau Ende 70, die sich um die Aushilfsstelle in dem Imbiss bewirbt. Sentaro zögert vorerst sie einzustellen, zum einen wegen ihres hohen Alters zum anderen wegen ihrer entstellten Hände. Die Handlung des Romans erstreckt sich über ein Jahr und der Leser sieht die Jahreszeiten anhand der Beschreibung des Kirschbaums, der vor dem Imbiss steht vorbeiziehen. Langsam baut sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten auf. Ein Bindeglied dieser Freundschaft ist Wanaka, ein Schulmädchen, das regelmäßig den Imbiss besucht, um der Einsamkeit des leeren Hauses nach der Scheidung ihrer Eltern zu entkommen. Es entspinnt sich eine wundervolle Geschichte nicht nur über Freundschaft, sondern auch Toleranz, Respekt, Lebensträume, Liebe, Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit auch wenn man gerade nicht weiß wofür man eigentlich dankbar und zufrieden sein soll. Leben ist was man selbst daraus macht. Es ist ein sehr kleines feines Büchlein, das den Leser nach Japan entführt und ihm einen kleinen Einblick in die japanische Kultur und die japanische Küche ermöglicht. Als Tokue Sentaro beibringt An (süße Bohnenpaste) zu kochen, hat mich das so neugierig gemacht, dass ich es selbst versucht habe und damit Dorayakai zubereitet habe, kleine japanische Pfannkuchen die mit dem An gefüllt werden. Sie haben vorzüglich geschmeckt und ich kann nur jedem der das Buch liest empfehlen, es auch auszuprobieren. Ferner hat mir die Sprache, die während der Erzählung selbst eher nüchtern distanziert ist, aber in den wenigen Briefen emotional poetisch ist, gut gefallen. Jetzt kann man annehmen, dass sich in diesem Roman mit dem eher lieblichen, fast kitschigen Cover auch eine solche Geschichte wiederfindet, was wurde ich überrascht. Hier hat der Autor Durian Sukegawa eine rundum stimmige Geschichte abgeliefert, die mich in ihrer Schönheit und gleichzeitig Tragik wirklich berührt und nachdenklich gemacht hat. "Im Leben eines Menschen gibt es nie nur eine Farbe. Die Schattierungen können sich jederzeit ändern. Eigentlich ist das ganze Leben ein andauerndes Farbenspiel." Zitat aus Kirschblüten und rote Bohnen.

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    Orisha

    Orisha

    22. April 2016 um 08:05
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Backen als Hilfe zur Selbsthilfe

    Kirschblüten und rote Bohnen
    Orisha

    Orisha

    Sentaro glaubt am Ende seines Daseins angekommen: Gestrauchelt, im Gefängnis gewesen, trinkt er viel zu viel und lebt von Tag zu Tag. Nur sein Dasein als Dorayaki-Bäcker gibt ihm Struktur, doch einen Sinn sieht er in seiner Arbeit nicht. Bis er auf Tokue trifft. Als Tokue Yoshii eines Tages an seinem Dorayaki-Stand aufkreuzt und ihm ihre Hilfe anbietet, lehnt Sentaro das Angebot der alten Dame zunächst ab. Doch Tokue gibt nicht auf und kommt immer wieder zu Besuch, bis Sentaro ihr eine Chance gibt. Eine Chance, die er nie bereuen wird und ihm die Augen öffnet.Sukagawas Buch handelt von Freundschaft, von den kleinen Freuden und dem Sinn des Lebens. Mit Wakana, Sentaro und Tokue bringt Sukagawa drei Generationen zusammen, die viel voneinander lernen können, wenn sie sich denn zuhören. Das Zuhören bildet auch das zentrale Thema dieses kleinen Büchleins. Damit ist aber nicht nur das Zuhören von Mensch zu Mensch, sondern auch das Hören auf die innere Stimme und auf die Beziehung zwischen Natur und Mensch gemeint. Sukagawa hat drei wunderbare Charaktere geschaffen, die gewillt sind voneinander zu lernen, die sich gegenseitig kennen- und lieben lernen und die trotz ihres harten Schicksals nicht aufgeben und sich gegenseitig ermutigten weiter zu machen. Dabei ist es vor allem Tokue, die trotz ihrer ehemaligen Krankheit, den Lebensmut nie verloren hat und gelernt hat, die kleinen Dinge zu schätzen.Fazit: Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen mit tollen Charakteren und kleinen Weisheiten.

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  • das Farbenspiel das Lebens

    Kirschblüten und rote Bohnen
    miro76

    miro76

    Kirschblüten und rote Bohnen ist ein Roman, der alle Sinne anspricht. So liebevoll beschreibt Durian Sukegawa die Zubereitung von An, die süße rote Bohnenpaste für die Dorayaki, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Fast meint man die schwere Süße der Bohnen, mit der ganz feinen Brise Salz am Gaumen zu spüren.Wir riechen den Duft der Kirschblüten und hören den Frühling ins Land ziehen.Zuhören ist überhaupt ein spezielles Thema in diesem Buch, denn das ist es, was Sentaro lernen muss. Sentaro ist der Geschäftsführer eines Imbissstandes, der diese süßen Dorayaki verkauft. Er arbeitet dort, weil er sich verpflichtet fühlt. Er schuldet der Witwe eines ehemaligen Geschäftspartners noch Geld und das muss er abarbeiten. Er verrichtet sein Tagwerk mit wenig Liebe und macht alles genau so, wie es sein Vorgänger schon gemacht hat. Das Geschäft läuft eher schleppend, bis sich Tokue,  eine 76jährige Frau um die Stelle als Aushilfe bewirbt, die er ausgeschrieben hat.  Sie hat irgendeinen Makel an den Händen. Die Finger sind etwas krumm und auch im Gesicht zeigen sich Spuren einer Krankheit. Doch ihr An ist unvergleichlich und Sentaro möchte lernen, wie es gemacht wird. Sentaro und Tokue kommen sich näher und der junge Dorayaki-Bäcker kann viel mehr von der erfahrenen Frau lernen, als das beste An Japans zu kochen. Tokue schafft es in ihm den Funken der Neugierde wieder zu zünden. Er nimmt seine Umwelt wieder wahr, lernt, seine Arbeit zu lieben und versucht sich endlich im Zuhören. Es sind zögerliche Schritte, doch Sentaro ist auf dem richtigen Weg.Ein junges Mädchen komplettiert diese Gemeinschaft. Das Schulmädchen Wakana muss ihren Weg erst finden. Auch sie hat es nicht leicht, ist eine Außenseiterin und findet in Tokue eine Freundin. Durian Sukegawa geht sehr achtsam und liebevoll mit seinen Figuren um. Die Entwicklung geht stetig, aber langsam voran und vor Rückfällen ist niemand gewappnet. Mit dem Geheimnis um Tokues Finger spricht der Autor ein schwieriges Thema in der jüngsten Geschichte an. Welches sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Ich war wirklich verwundert, wie lange sich Mythen halten können und dass hier eventuell sogar heute noch Aufklärungsarbeit nötig wäre. Kirschblüten und rote Bohnen ist ein rundherum stimmiger Roman, obwohl manche Dialoge für uns Europäer etwas befremdlich sind. Die japanische Kultur unterscheidet sich doch sehr stark von unserer. Es gibt Sitten und Gepflogenheiten, die wir wohl nie verstehen werden. Aber das macht es aus, wenn man sich auf eine literarische Reise in ein fremdes Land begibt. Ich muss nicht alles verstehen oder nachvollziehen können. Manches ist einfach so, und das ist gut so. Ich habe es genossen, diese wunderschöne Geschichte zu lesen und möchte euch an dieser Stelle noch eine von Tokues Weisheiten mitgeben: „Im Leben eines Menschen gibt es nie nur eine Farbe. Die Schattierungen können sich jederzeit ändern. Eigentlich ist das ganze Leben ein andauerndes Farbenspiel. Ich weiß das, weil ich bereits am Ende dieses Spiels angelangt bin.“                   (S. 171)

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