Dzevad Karahasan Sara und Serafina

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Inhaltsangabe zu „Sara und Serafina“ von Dzevad Karahasan

Sara stirbt bei einem Fluchtversuch mit ihrem Partner aus dem belagerten Sarajevo. Serafina, die Mutter, kann den Verlust ihrer Tochter und die Zerstörung einer Liebe nicht ertragen und beschließt zu sterben. An einem eisigen Februartag 1993 setzt sie sich dem Gewehrfeuer von Schafschützen aus...§Gedanklich weit ausgreifend, oftmals in essayistische Rede verfallend, erzählt Karahasan mit der Stimme eines alten Mannes vom Überleben unter Bedingungen permanenter Angst und Todesbedrohung.§

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  • Rezension zu "Sara und Serafina" von Dzevad Karahasan

    Sara und Serafina
    Hallogen

    Hallogen

    03. January 2010 um 16:06

    Heftiger Antikriegsroman mit beklemmend gelungenen, poetischen Bildern zur eingekesselten Stadt Sarajevo. Ich finde es etwas misslungen, die Figur Sara (Serafina ist ihr ursprünglicher Name) zu nennen, zumal die Idee schon andere Autoren vor Karahasan hatten, aber das ist nur eine Randnotiz, denn natürlich will Karahasan damit ausdrücken, dass sie Teil der Stadt ist, sich mit ihr identifiziert. Zudem ist an diese beiden titelgebenden Namen derselben Person ein Vorkommnis aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs geknüpft, und auch später scheint es für sie so, als habe ihr nur einer beiden Namen Glück gebracht, und zwar ausgerechnet der, den sie nicht mag. Weder ist die gespaltene Persönlichkeit besonders originell, noch wirkt das Buch voll durchdacht. Dennoch kein schlechtes Werk und mit überraschenden Wendungen unterhaltsam sowie lehrreich durch Details, die man erfährt. Karahasan setzt hier Beobachtungen literarisch um, die im „Tagebuch der Aussiedlung“ (Essays) schon anklangen, ohne diese allerdings plump zu wiederholen. Da der Autor selbst bis zum Zeitpunkt der Erzählung (1993) in Sarajevo war, erhält das Buch eine zusätzliche Glaubwürdigkeit. Neben der eigentlichen Handlung, in der es auch um das Verhältnis Saras zu ihrer Tochter und ihrer Schwester sowie zu ihrem Schwiegersohn geht, finden sich noch einige Exkurse, etwa zu Arten eine Tür zu öffnen oder zu Leuten, die im Staatsdienst sind und jederzeit umziehen können, wenn man sie abberuft.

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