Dzongsar J Khyentse Weshalb Sie kein Buddhist sind

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Inhaltsangabe zu „Weshalb Sie kein Buddhist sind“ von Dzongsar J Khyentse

Dzongsar Khyentse gehört zu den höchst kreativen und innovativen jungen tibetischen Lamas, die derzeit lehren. Als Regisseur von zwei Spielfilmen mit buddhistischem Inhalt (die internationalen Erfolge Spiel der Götter und Travelers and Magicians) ist dieser herausfordernde Lehrer, Künstler und Poet bekannt und wird von westlichen Buddhisten sehr verehrt. Indem er von herkömmlichen Darlegungen der buddhistischen Lehren abweicht, fordert Khyentse die Leser heraus, sich zu vergewissern wovon sie sprechen, wenn sie sich Buddhisten nennen. Mit Witz und Ironie inspiriert er, über die oberflächlichen Fallen des Buddhismus hinauszugehen – jenseits von Mala- oder Räucherstäbchen-Romantik und exotischen Leuten in Roben –, direkt in das Herz dessen, was Buddha lehrte. Im Kern erklärt dieses Buch, was ein Buddhist wirklich ist: jemand, der die Wahrheit der Vergänglichkeit zutiefst begreift, der versteht, wie uns unsere Emotionen im Kreislauf des Leidens gefangen halten können. Khyentse präsentiert die grundlegenden Lehren des Buddhismus in einfacher Sprache und benutzt Beispiele, in denen wir uns gut wieder finden können. Der Bestseller aus den USA – jetzt erstmals in deutscher Übersetzung!

Einfache aber eingängige Erklärung der Grundprinzipien des Buddhismus

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  • Rezension zu "Weshalb Sie kein Buddhist sind" von Dzongsar J Khyentse

    Weshalb Sie kein Buddhist sind
    HeikeG

    HeikeG

    15. August 2008 um 11:45

    "Wenn du Buddha auf dem Weg begegnest, töte ihn" - Das wahre Gedankengut der philosophischen Lehre des Buddhismus - Dzongsar Jamyang Khyentse, Oberhaupt des angesehenen Dzongsar-Klosters und provokativer Lehrer, vermittelt auf erfrischende Art und Weise die Essenzen des Buddhismus in seinem Buch Weshalb Sie kein Buddhist sind. Viele Menschen assoziieren Buddhismus mit Frieden, Meditation und Gewaltlosigkeit und sein Aushängeschild ist das friedvolle Lächeln des Dalai Lama. Obwohl Gewalt bei der Verbreitung des Buddhismus wahrhaft niemals eine Rolle gespielt hat, kennzeichnet weder das eine noch das andere diese philosophische Lehre. Ein weiterer großer Irrtum besteht vielfach im Glauben, Buddhismus sei eine Religion und Buddha deren "Gott". Doch nicht die Person des Buddha wird von seinen Anhängern verehrt, sondern vielmehr die Weisheit, die diese Person lehrte, was sogar heute noch manchen Buddhisten zu der provokativen Aussage verleitet: "Wenn du Buddha auf dem Weg begegnest, töte ihn." Dies ist natürlich nur im übertragenen Sinne gemeint und hat die Quintessenz zum Inhalt, dass der reale Buddha "kein äußerlich existierender Erlöser ist, der an Raum und Zeit gebunden ist." Buddhismus ist weder religiös noch theistisch, Buddhisten sind nicht die Anhänger eines Mannes namens Buddha. Was also zeichnet einen Buddhisten aus? Auch "wenn er in seiner Essenz recht einfach ist, lässt sich der Buddhismus doch nicht so leicht erklären. Er ist von einer fast unbegreiflichen Komplexität, Weite und Tiefe." Dzongsar Jamyang Khyentse, einer der kreativsten und innovativsten Lamas des tibetischen Buddhismus, versucht in Weshalb Sie kein Buddhist sind den Inhalt dieser über 2500 Jahre alten Philosophie aufzuzeigen, zu beleuchten und zu erklären. Und das tut er auf äußerst unterhaltsame, gut verständliche, aber keineswegs oberflächliche Art und Weise. Herausgekommen ist ein tiefgründiges kleines Kompendium, in einer hervorragenden Übersetzung von Maike und Stephan Schuhmacher, welches dem buddhistischen Laien, gleichwohl wie dem bereits mit dieser Philosophie vertrauten Leser einen Anstoß geben kann, seine "Sicht der Dinge" zu analysieren, zu überdenken und vielleicht gar zu ändern. Alles was der Autor darlegt ist logisch und tiefgründig analysiert bzw. entspringt einer jahrtausendealten Weisheit und weltlichen Wahrheit - der "Botschaft der vier Siegel". Diese sind weder Erlasse noch Gebote und haben nichts Moralisches oder Rituelles. Sogar ein Fan von Eminem oder Paris Hilton, meint Dzongsar Jamyang Khyentse scherzhaft, kann ein Buddhist sein. Und selbst solch ein skeptischer moderner Wissenschaftler wie Albert Einstein hat dem Begründer des Buddhismus - dem indischen Prinzen Siddhartha Gautama - Respekt und Bewunderung gezollt. In jeweils separaten Kapiteln widmet sich der Autor der Erläuterung einer der vier Wahrheiten ("Siegel") des Buddhismus, die nüchtern gelesen wohl den Wenigstens verständlich sind, aber trotzdem das Wesen des Buddhismus ausmachen: Alle zusammengesetzten Dinge sind vergänglich. Alle Gefühle sind Schmerz. Alle Dinge haben keine eigenständige Existenz. Nirvana ist jenseits von Konzepten. Aber wenn Khyentse die Vergänglichkeit alles Zusammengesetzten (das erste Siegel) anhand des schrecklichen Tsunamis im Jahre 2005 in Indonesien oder der Schönheit eines Vogue-Models aufzeigt, wird für den modernen Menschen leicht verständlich, dass zum Beispiel Verfall auf der einen sowie eine ausschließlich im Auge des Betrachters liegende Schönheit auf der anderen Seite, Faktoren sind, die vergänglich sind. Ein ausführliches Kapitel ist in diesem Buch den Gefühlen und dem Leiden - der zweiten Wahrheit des Buddhismus - gewidmet. Dzongsar Jamyang Khyentse geht der unermesslichen Vielfalt der Gefühle tiefgründig auf den Grund. Bereits Matthieu Ricard befasste sich in seinem neuesten Buch "Glück" mit diesem Thema. Beide Bücher ergänzen sich kongenial. Wobei das vorliegende Werk sozusagen die Grundbestandteile der Buddhismus erläutert und Ricard tiefer in einzelne Ebenen eindringt. Fälschlicherweise wird vielfach angenommen, dass Buddhismus etwas mit dem Hintersichlassen von materiellen Werten zu tun hat. Aber nicht das ist die Grundessenz eines Buddhisten, "sondern die Fähigkeit, die üblichen Anhaftungen an diese Welt und uns selbst zu erkennen und dem Anhaften zu entsagen." Eine Philosophie, die wahrhaft einer tiefere Überlegung wert ist. Und nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens sollte man einem Buddhisten stellen, sondern "Was ist Leben?" "Weshalb Sie kein Buddhist sind" bietet einen allumfassenden Einblick in die Grundlagen der buddhistischen Sicht. Dzongsar Jamyang Khyentses Anliegen ist es, "lieber mehr als wenig zu vermitteln, lieber alles anstatt ein wenig." Das birgt natürlich immer die Gefahr des Oberflächlichen, des mit zu viel zu wenig Erreichtem. Jedoch hebt sich dieses kleine Büchlein wohltuend von jeglicher New-Age-Esoterik ab. Vielmehr zeigt Khyentse, dass die buddhistischen Lehren keine "grandiose intellektuelle Philosophie sind, die man liest und ad acta legt, sondern eine zweckmäßige, logische Sichtweise, die von jedem einzelnen Menschen praktiziert werden kann." Völlig realistisch schlussfolgert er, dass der Buddhismus "sicherlich nicht die Antwort auf alle irdischen Probleme und sozialen Ungerechtigkeiten der Welt" ist, und man als Buddhist nicht die Mission bzw. die Pflicht hat, den Rest der Welt zum Buddhismus zu bekehren, aber er lädt den Leser ausdrücklich ein, alles in diesem Buch gelesene genau zu untersuchen. Fazit: Dzongsar Jamyang Khyentse stellt das Herzstück der buddhistischen Philosophie in einer alltäglichen, aber keineswegs oberflächlichen Weise dar: eine vergnügliche Auffrischung unseres Wissens und eine hervorragende Einführung in den Buddhismus - auch für Leser, die nicht unbedingt "Buddhisten" sein wollen. Durchaus glaubhaft und äußerst wohltuend erreicht er durch seine unkonventionelle Art Menschen aus allen Lebensbereichen, ohne absolutistisch oder missionierend daherzukommen.

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