Dzongsar Jamyang Khyentse What Makes You Not a Buddhist

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Inhaltsangabe zu „What Makes You Not a Buddhist“ von Dzongsar Jamyang Khyentse

One of the most creative and innovative young Tibetan Buddhist lamas teaching today challenges readers to make sure they know what they're talking about before they claim to be Buddhist.
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    What Makes You Not a Buddhist
    rumble-bee

    rumble-bee

    21. April 2014 um 12:19

    Ich hatte schon viel von diesem Buch gehört. In buddhistischen Kreisen erfreut es sich eines gewissen Bekanntheitsgrades. Über Ostern habe ich mich nun herangetraut. Und siehe da, aus meiner Sicht wird es seinem Ruf vollauf gerecht! Man darf es allerdings nicht oberflächlich oder unter Zeitdruck lesen. Sonst könnte man leicht den Eindruck gewinnen, ach, schon wieder ein "lustiges" Dharma-Buch, das auf modern getrimmt ist. Doch es geht doch deutlich tiefer, als "nur" westliche Leser zu unterhalten. Ein klein wenig "einlenken" möchte ich allerdings. Es ist sicher Geschmackssache, inwieweit ein im Westen lebender Tibeter sich an die moderne westliche Kultur "anbiedern" sollte. Es werden zahlreiche Beispiele und Anekdoten aus dem aktuellen Zeitgeschehen gewählt, und manchmal habe ich schon gedacht, weniger wäre mehr. Zumal erstaunlich ist, wie schnell die "Halbwertszeit" von Skandalen etc. doch erreicht ist. Manche Anekdoten wirkten schon wieder verstaubt - wie George Bush, oder Monica Lewinsky. Mein zweiter, deutlich kleinerer Einwand besteht darin, dass der Autor eben einen ganz bestimmten Zugang zum Wesen "des Buddhismus" wählt, der aus seiner eigenen Tradition her begründet ist. Er wählt die "4 Siegel" als Ausgangspunkt - wenn man diese nicht kenne oder anerkenne, "sei man eben kein Buddhist". Diese Aussage würde ich mit Vorsicht genießen! Es gibt da in anderen Traditionen durchaus andere Schwerpunkte. In allem anderen aber finde ich das Buch sehr gelungen! Der Autor schildert zum Beispiel zahlreiche Begebenheiten und Legenden aus dem Leben des Buddha - und "entmystifiziert" sie, macht sie einem heutigen Leser verständlich. Da beginnt man zu denken, ach ja, das hätte ich unter den entsprechenden Umständen vielleicht auch so gemacht. Zweitens spricht er zahlreiche Missverständnisse an, die ein Westler bezüglich des Buddhismus vermutlich hat. Dabei bringt er das Kunststück fertig, dies nicht etwa als Fehler darzustellen - sondern er dreht es um, zeigt auf, was daran evtl. sogar eine Stärke ist. Der Buddhismus sei freudlos? Pessimistisch? Man denke nur an das Leiden? Jaaaaa, aber....! Nach diesem Buch weiß man, woraus ein Buddhist seine besondere Stärke bezieht, oder beziehen kann. Keine Wunder, keine Märchen, keine haltlosen Heilsversprechen. Nur realtistisch betrachtete Menschlichkeit. Drittens hat er es geschafft, dass man (so man denn Buddhist ist) selbst altbekannte Konzepte wie "Leerheit" oder "Verbundenheit" mit ganz neuen Augen sieht. Auch zu "Leiden" habe ich eine andere Einstellung gewonnen - obwohl einem dieses Thema ja nun wirklich in so gut wie allen Büchern über Buddhismus um die sprichwörtlichen Ohren gehauen wird. Der Autor arbeitet Aspekte heraus, die nur allzu leicht untergehen und übersehen werden. Und zu guter Letzt ist das Buch einfach herrlich lesbar! Die englische Fassung soll ja die Originalversion sein, und da kann ich nur sagen: Hut ab! Schon allein durch die lockere Sprache wird dem Leser so manche Schwellenangst genommen. Nur, wie ich schon sagte: man darf sich durch die Lockerheit und die Witze nicht zu oberflächlicher Lektüre verleiten lassen; das wäre schade. Dies ist ein Buch, das ich - mit leichten Einschränkungen - jedem empfehlen würde, der sich für Grundthesen des Buddhismus interessiert.

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