E. F. v. Hainwald

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Cover des Buches Cyberempathy (ISBN: 9783947147489)A

Rezension zu "Cyberempathy" von E. F. v. Hainwald

Eine Welt, die für Gleichheit und Individualität steht und bei Ihrer Moral selbst Grenzen zieht!
Angela_Redlvor 4 Jahren

Ich war soooo gespannt auf dieses Buch und bin so überrascht und begeistert.


Da ich in dieser Richtung noch nie etwas gelesen hatte, musste ich alles inhalieren, was ich auf der Autorenseite bei FB finden konnte.


Endlich war es dann soweit. Das Buch war erhältlich und was tat mein angefixtes Leseschweinchen? Zack! Buch auf den Kindle, schnell noch einen Kaffee holen, ein Sprung aufs Sofa und los ging es ...


Ich bin in eine Welt getaucht, die faszinierend und zugleich irgendwie beängstigend war (aber im guten Sinne).


Dieses Buch barg so viele Eindrücke und Informationen, man konnte gar nicht so schnell lesen und aufnehmen, was die Welt einem bot.


Der Autor hat sie so gut beschrieben, dass sogar meine Wenigkeit (kleine Anmerkung am Rande – alles was Technik und Architektur betrifft, bin ich eine Niete) sich zurechtfand. Es waren viele Dinge die angenehm erschienen, einen aber doch überlegen ließen, wie man es selbst haben wollen würde. Es gab hier eine Welt, die sich, glaube ich zumindest, jeder wünschen würde: Frieden, keine Gewalt, keine Verbrechen, die totale Harmonie, frei Entscheidung, absolute Toleranz unter den Bewohnern in jeder Hinsicht.


Wäre doch schön, wenn man selbst bestimmen könnte, wer man sein, was man tun und wie man aussehen will. Gerade dann, wenn es einem nicht von Natur aus gegeben wurde.


Wenn man vergessen könnte, was man erlebt hat, fühlen könnte, was ein Passant empfindet, der an einem vorüberzieht, wenn man Emotionen nicht sehen müsste, um zu wissen, was Sache ist.


Denn Gefühle und Emotionen sind ja immer echt und aufrichtig ... ODER???


Das Beängstigende an dieser Welt ist aber die Ansicht von Gerechtigkeit, von richtig oder falsch, Leben oder Leben lassen, Gut oder Böse, Sicherheit und Gefahr.


Denkt ihr jetzt, hat die einen Knall? Wie soll das gehen, erst alles Flowerpower und dann plötzlich Doppelmoral!?


Tja, das müsst ihr selbst lesen, um verstehen und erkennen zu können, wie diese Welt läuft.


Die Protas (ihr werdet sie LIEBEN und manche vielleicht nicht *lach*) sind jeder Einzelne: einzigartig, andersartig und total individuell. Jeder hat seinen Charakter, der aus erlebtem und gegenwärtigem Leben entspringt ... ODER etwa nicht?


Dennoch sind sie alle gleich, mit Prioritäten und Eigenschaften, die das Leben so mit sich bringt.


Tiefe, aufrichtige Gefühle, Mimik, Emotionen wie Freundschaft, Zorn, Liebe, Mut, Zuneigung, Sympathie, Wertschätzung, Ehrlichkeit, Wut, Enttäuschung, Unsicherheit, Erregung, Lüge, Wahrheit ...


Sollte man sie erkennen können, ohne sie hören oder sehen zu können?


Wäre es nicht viel einfacher, wenn das "moderne Leben" uns das abnimmt?


Ich habe heute einen Satz zu lesen bekommen, der es treffend beschreibt: Wo beginnt die Menschlichkeit und wo endet sie!?


Fazit: Wenn ihr euch über die Story hermacht, seid darauf gefasst, sie wird euch und eure Gedanken wie ein Strudel mitreißen und euch sowas von Begeistern, aber zugleich in vielen Dingen überraschen.

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Cover des Buches Cyberempathy (ISBN: 9783947147489)B

Rezension zu "Cyberempathy" von E. F. v. Hainwald

überraschendes, aussergewöhliches und für mich erstmaliges Sci-Fi / Cyberpunk Leseerlebnis.
Bibilottavor 4 Jahren

Es ist nicht mein erstes Buch von E.F. v. Hainwald – immerhin konnte ich schon die ersten beiden Bände seiner Lichtgeborenen Reihe kennenlernen – und habe ausgiebig seinen Schreibstil – und generell seine Art zu Schreiben schon erleben dürfen – und die ist einfach gigantisch und mitreißend. So war eigentlich klar, dass ich auch die weiteren Bücher von ihm im Visier halten werde.
Bei Cyberempathy war ich aber erstmal leicht gebremst – es ging hier ja schliesslich um Sci-Fi oder auch Cyberpunk – was jetzt nicht unbedingt mein Lesegenre ist …. ABER die Neugier war groß und so wagte ich das Unterfangen in diese Geschichte hineinzuschnuppern.

Bei einem Schnuppern ist es allerdings nicht geblieben. Schon auf den ersten Seiten konnte mich E.F. v. Hainwald in eine Welt entführen – und mich faszinieren konnte – so anschaulich, wort – und bildgewaltig führt er den Leser in diese Geschichte hinein. Wenn ich anfänglich noch Bedenken hatte mich in einer Sci-Fi-Welt zurechtzufinden – so wurden mir diese Bedenken sehr schnell genommen. DAS sagt glaub ich schon sehr viel aus oder ???

Cyberempathy – allein schon der Titel ist bestens gewählt – entweder man mag es oder auch nicht – auch wenn ich mir unter dem Titel allein erstmal nicht wirklich viel vorstellen konnte.  Wenn man dann aber mal angefangen hat zu Lesen – formt sich hier sehr schnell ein Bild und man kann einfach nicht mehr davon fernbleiben.
So wirkte ein gigantischer Sog auf mich – immer weiter zu lesen und die Figuren, die Welt – die Geschehnisse dieser Story in mich aufzusaugen.

Dabei blieb es nicht aus, dass mich E.F. v. Hainwald mehr als einmal überraschte mit ungeahnten Wendungen und Handlungen – die sich sehr anschaulich darstellten – und eigentlich fast schon wie ein Film sich vor meinem inneren Auge abspielten. Die Figuren sind einfach nur genial – so hab ich sehr schnell meinen persönlichen Liebling entdeckt: RADE. Doch auch die anderen Figuren konnten mich in ihrer Darstellung und Art und Weise absolut überzeugen und faszinieren.

Diese Welt – in der sich alles abspielt – die Stadt Skyscrape- ist ein absolut stimmiger und gigantischer Handlungsort – der mich mindestens genauso faszinierte, wie die Figuren in dieser Story.  Wenn sich auch vieles sehr düster und dunkel gestaltete – so gab es auch allerhand Momente und Lichtblicke – und der ein oder andere Lacher blieb nicht aus. Auch an ein klein wenig Romantik mangelt es nicht (was für mich ja immer ganz wichtig ist) – auch wenn E.F. v. Hainwald in der Hinsicht sehr geizig und sparsam ist.

Die Themen dieser Story sind sehr aussergewöhnlich für mich gewesen – steht doch die Kybernetik und Genetik hier stark im Mittelpunkt. ABER der Grundkern dieser Geschichte – der war einfach nur faszinierend und genial gewählt – wozu ich aber jetzt nicht mehr ausplaudern möchte – das sollte jeder selbst erfahren und beim Lesen erleben.

Es gab hier allerhand für mich zu entdecken – und meine Bedenken, die ich anfangs hatte – waren schnell beseitigt. DOCH was mir gar nicht gefiel – die Art und Weise, wie E.F. v. Hainwald seine Leser gerne quält … und das macht er hier mit solch einer Hingabe – dass ich ihn eigentlich hassen und steinigen müsste …. vor allem nach dem Ende.

E.F. v. Hainwald hat mit „Cyberempathy“ einen Einteiler geschrieben – der aber nach einer oder noch mehreren Fortsetzungen regelrecht nur so schreit. Es gibt noch soviel mehr, was hier einen Platz für eine weitere tolle Geschichte bietet – doch da scheint man auf taube Ohren zu stoßen.  Ich muss hier mal anmerken , dass ich eigentlich komplett abgeschlossene Geschichten sehr gerne mag – aber nicht mit solch einem offenen Ende – das mir ständig im Kopf herumschwirrt.  Eigentlich müsste ich alleine dafür schon mindestens 1 Stern abziehen – was ich aber nicht tun werde – da die ganze Sache sehr rund, stimmig und einfach nur genial sich gestaltet hat … trotz dem Ende.

E.F. v. Hainwald überrascht einen immer wieder – wenn auch nicht immer sehr zur Zufriedenheit von uns Lesern – aber er weiß, wie er sich und seine Geschichten im Gespräch hält – und – das muss auch noch erwähnt werden – dazu bringt, dass man das Buch mindestens irgendwann noch ein weiteres mal lesen MUSS. Denn eines ist sicher – man kann nicht alles beim ersten Durchlauf erhaschen- was sich hier so versteckt – beim zweiten mal findet man das ein oder andere – was einem vorher nicht so aufgefallen ist – da bin ich mir felsenfest sicher.

 

Fazit

„Cyberempathy“ von E.F. v. Hainwald ist ein absolut überraschendes, aussergewöhliches und für mich erstmaliges Sci-Fi / Cyberpunk Leseerlebnis. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in diesem Genre so gut aufgehoben fühlen könnte. Dieser Ausflug hat sich für mich mehr als gelohnt und ich bin begeistert, was hier für eine Stadt – eine Zukunft und was für tolle Figuren hier erschaffen wurden.
Es lohnt sich immer mal über den Tellerrand zu spicken – da kann man doch noch das ein oder andere für sich entdecken. Wenn man dann noch so bild- und wortgewaltig entführt und mitgerissen wird , da kann man dann auch mal ein Ende so hinnehmen – auch wenn das nicht so in den Kram passt.

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